Ulrich Herbert Das Dritte Reich

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Inhaltsangabe zu „Das Dritte Reich“ von Ulrich Herbert

Keine andere Zeit ist in den letzten Jahrzehnten gründlicher erforscht worden als die Jahre von 1933 bis 1945. Ulrich Herbert bietet mit diesem Band eine knappe Gesamtdarstellung des Dritten Reiches auf dem neuesten Stand. Nach einer Analyse der Faktoren, die den Aufstieg des Nationalsozialismus und die Etablierung der Diktatur ermöglicht haben, ist der größere Teil des Buches den Jahren von 1939 bis 1945 gewidmet, in denen sich die deutsche Geschichte in eine europäische und welthistorische Dimension ausweitet. Klar und prägnant im Urteil informiert der Band über Hitlers Krieg gegen die Sowjetunion, die deutsche Besatzungsherrschaft in Europa und die Ermordung der europäischen Juden.

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— StefanSchweizer

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  • Kurz und kompakt

    Das Dritte Reich

    boseboeck

    08. May 2017 um 18:02

    Einfach nur top...kurz und knapp zusammengefasst und doch immer wieder neue Fakten...auch trotz der sachlich beschriebenen Tatsachen immer wieder schockierend...viele Sätze musste ich mehrmals lesen und wirken lassen...aus meiner Sicht eine Pflichtlektüre, um den aktuellen politischen Entwicklungen Einhalt zu gebieten...

  • Kompakter und fundierter Überblick

    Das Dritte Reich

    michael_lehmann-pape

    22. September 2016 um 13:21

    Kompakter und fundierter ÜberblickWer die dicken Wälzer und die zigtausende von Seite der Literatur über das dritte Reich, seine Geschichte, seine Protagonisten, seine Folgen und allem anderen, was dazugehört, vor Augen hat, dem ist umgehend klar, dass dieser schmale Band nicht mehr als einen Überblick über die Geschichte des Dritten Reiches bieten kann. Und bieten will.Dies aber vollzieht Ulrich Herbert in souveräner Weise. Alle wesentlichen Etappen, die Wurzeln und (im Ansatz) die Folgen dieses „politischen Experiments“ der extremen Rechten, dass die Welt in ein zuvor nie gekanntes Chaos aus Blut und Zerstörung gestürzt hat, werden von Herbert verständlich und fundiert dargelegt.Die inneren Verbindungen zwischen Kaiserreich und Drittem Reich sind ebenso sorgsam in diesem schmalen Werk zu dargelegt, wie die Entwicklung der „Rechten“ in der Weimarer Zeit bis hin zur Machtergreifung Hitlers.Konsolidierung, Progrome, umgehend beginnende Verfolgungen politische Gegner zunächst und Angehöriger des jüdischen Volkes, die klare Einschwenkung auf den (immer schon) geplanten Kriegskurs, die „Explosion der Gewalt“ (ein fast spannend zu nennendes Kapitel) bis hin zur „Volksgemeinschaft im Krieg“, dem Blick auf den „Widerstand“ und das „Ende“, all dies findet sich, dicht gedrückt, auf den knapp 125 Seiten des Buches.„Die Geschichte des dritten Reiches auf knappsten Raum darzustellen ist ein Wagnis“.Aber durchaus gelungen, wie man am Ende der Lektüre feststellt. Zumindest für den, der sich einen raschen, kompetenten Überblick verschaffen möchte, um dann an entsprechenden Stellen und Themen mit Hilfe der angegebenen Literatur mehr in die Tiefe vorzudringen. Dafür bedarf es dann natürlich weiter und ausführlicherer Quellen.Nicht zu unterschätzen ist der Wert dieses Bandes gerade in der gegenwärtigen Diskussion. Gerade Weil Herbert knapp, konzentriert und übersichtlich darstellt, kann dem Trend zu völligen Vereinfachungen in manchen öffentlichen Diskussionen mit diesem Werk leicht entgegengewirkt werden. Wer den Weg über Bände mit mehreren hundert Seiten scheut und auf der anderen Seite sich mit ein paar einfachen Schlagworten nicht zufriedengeben will, ist mit diesem Werk bestens gerüstet.Auch wenn Herbert naturgemäß eine umfassende Perspektive vernachlässigt (gezielt und klar im Vorwort angesprochen) und sich auf Hauptlinien und Hauptthesen der Rezeption konzentriert, stellt sich kaum ein „Mangel-Gefühl“ bei der Lektüre ein, vorausgesetzt, man möchte wirklich nur die reinen , äußeren Abläufe im Überblick vorliegen haben und nimmt die Interpretationen Herberts mehr am Rande wahr.Für die Absicht, die Herbert zu Grunde legt, ein gelungenes und informatives Kompendium zur Geschichte des Dritten Reiches.

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  • Informativ und lesenswert

    Das Dritte Reich

    StefanSchweizer

    30. August 2016 um 11:26

    Das 3. Reich auf 125 Seiten darzustellen ist ein großes Wagnis. Zu groß sind die Gefahren der Auslassungen, Verkürzungen und Missverständnisse. Aber dem renommierten Freiburger Historiker Ulrich Herbert ist genau dieses Unterfangen gut gelungen. In der Reihe C.H.Beck Wissen hat er "Das Dritte Reich - Geschichte einer Diktatur" herausgegeben. Das Buch stellt die Geschichte des 3. Reichs von den Anfängen bis zum Ende 1945 dar. Herbert legt dabei besonderes Gewicht auf die außenpolitisch folgenreichen Jahre der NS-Außenpolitik, welche die Welt mit einem bis dato nicht dagewesenen Flächenbrand über zog. Mit jedem Satz ist zu spüren, dass Herbert ein Meister der Materie ist, und sich in der Geschichte des 3. Reichs auskennt wie kaum ein Zweiter. Ebenso lobenswert ist, dass er seinen Ergebnissen eine solide statistisch-empirische Grundlagenforschung zugrundelegt, so zum Beispiel bei der Schilderung der Transformationsphase von der Weimarer Republik zur NS-Diktatur. Herbert schildert die Geschichte des 3. Reichs weitgehend, ohne ständig den moralischen Zeigefinger zu erheben. Dass sich eine Verurteilung der singulären und unmenschlichen Verbrechen des 3. Reichs von selbst versteht, wird dadurch vorausgesetzt. An mancher Stelle allerdings täte eine noch präzisere Auseinandersetzung mit den dargestellten Fakten ganz gut, so zum Beispiel bei der Schilderung der gesellschaftspolitischen Implikationen für die jüdische Bevölkerung kurz nach der Machtergreifung. Allerdings kann eine solche differenziertere Darstellung auf dem vorgegebenen knappen Raum gar nicht stattfinden.In der Summe ist Herberts "Das Dritte Reich" zur uneingeschränkten Lektüre empfohlen. Dies gilt nicht nur für Leserinnen und Leser, die sich einen kompakten Überblick über die Thematik verschaffen wollen, und dabei über recht wenig Vorwissen verfügen. Sondern auch für den kundigen Leser bietet das Buch Wissenswertes und manch neue Aspekte.

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