Ulrich Horstmann

 4.5 Sterne bei 28 Bewertungen
Autor von Das Untier, 'Mein Name ist Prinz Paradox' und weiteren Büchern.

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Das Untier

Das Untier

 (10)
Erschienen am 25.03.2009
'Mein Name ist Prinz Paradox'

'Mein Name ist Prinz Paradox'

 (7)
Erschienen am 01.03.2000
Bargeldverbot

Bargeldverbot

 (5)
Erschienen am 08.06.2015
Oscar Wilde zum Vergnügen

Oscar Wilde zum Vergnügen

 (1)
Erschienen am 15.02.2011
Die Währungsreform kommt!

Die Währungsreform kommt!

 (1)
Erschienen am 14.07.2011
Womit wir morgen zahlen werden

Womit wir morgen zahlen werden

 (1)
Erschienen am 06.07.2012
Ludwig Erhard jetzt

Ludwig Erhard jetzt

 (1)
Erschienen am 13.04.2015

Neue Rezensionen zu Ulrich Horstmann

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h3nn1ngs avatar

Rezension zu "Bargeldverbot" von Ulrich Horstmann

Fakten und Lösungsvorschläge
h3nn1ngvor 2 Jahren

Die Ökonomen Claus Horstmann und Gerald Mann haben in Ihrem Buch „Bargeldverbot – Alles, was Sie über die kommende Bargeldabschaffung wissen müssen“ viele wichtige Fakten und einige interessante Ausblicke zusammengetragen. Ihre Lösungsvorschläge geben uns einige Ansätze zur Diskussion.
http://wirtschaftsbuch.net/horstmann-mann-bargeldverbot/

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Bargeldverbot" von Ulrich Horstmann

Der letzte Sargnagel für die bürgerliche Freiheit
R_Mantheyvor 3 Jahren

Bei den besonders fortschrittlichen und in freiwilliger Selbstauflösung befindlichen Schweden steht die Abschaffung des Bargeldes kurz bevor. Endlich sind sie das bakterienverseuchte Papier los, das wahrscheinlich schon ganze Völker mit schrecklichen Krankheiten überzogen und ausgerottet hat. Auch die Kriminalität wird dann wahrscheinlich endgültig besiegt sein, Steuergerechtigkeit wird endlich hergestellt werden können. Paradiesische Zustände kommen. Alles ist so wunderbar modern, einfach und total praktisch. Vom Schulkind bis zum Greis - alle haben eine Karte, mit der sie sich alles leisten können, selbst Schulden.

Doch was passiert, wenn die Banken pleite gehen, bei denen man (sein?) Geld liegen hat? Oder gar der ganze marode Staat? Man kann es nicht mehr abheben, weil es nichts mehr abzuheben gibt. Man kann Geld nur noch über seine Karte ausgeben oder woandershin überweisen. Man kann es nicht mehr einfach so irgendwohin mitnehmen oder dort lagern, wo man es für richtig hält. Man hat in Wirklichkeit die Hohheit über sein Eigentum verloren. Doch das werden naive Menschen erst merken, wenn es zu spät ist.

Der Mensch ist gutgläubig, und man kann ihm jeden Blödsinn einreden, wenn man es nur geschickt genug macht. Und erst recht wenn es von einer scheinbaren Autorität kommt, dem Staat höchstpersönlich, der seine Bürger schließlich schützen soll. Aber tut er das wirklich? Der moderne Staat ist eine große Umverteilungs- und Kapitalverschwendungsmaschine. Ein Bargeldverbot ist, egal wie honigsüß es verkündet wird, der letzte Schritt in einen totalitären Überwachungsstaat, wie ihn sich noch nicht einmal George Orwell vorstellen konnte. Alles, was man dann mit seinem Geld macht, ist für die Obrigkeit einsehbar, wenn sie es will.

Ohne Bargeld hängt man darüber hinaus vollständig am Gängelband des Staates. Er kann dann jederzeit einfach den Geldhahn zu drehen lassen und seine Schulden noch einfacher auf den Bürger abwälzen als er es sowieso schon tut. Banken werden völlig neue Gebühren erfinden, und negative Zinsen (ein Widerspruch in sich) können durchgesetzt werden. Wahrscheinlich kommt bald es zu diesem letzten verzweifelten Zug in einem bereits verlorenen Schuldenspiel. Retten kann man sich vor diesem Irrsinn mit großer Wahrscheinlichkeit nicht.

Ulrich Horstmann und Gerald Mann haben zu dieser Thematik ein kleines Buch mit heißer Feder geschrieben. Eigentlich gibt es nicht viel mitzuteilen. Oder anders gesagt: Drei Seiten hätten es auch getan. Und genau genommen kann man auch die Aussagen dieser Broschüre auf diesen Umfang zusammenstreichen. Die restlichen über 100 Seiten bestehen aus unzähligen Wiederholungen, irgendwelchen mehrmal durchgekauten Aussagen aus einer Vorlesungsreihe, die dann auch noch in einer Art stichpunktartigen Mitschrift wiedergegeben wird, aus Zitaten und einigen sehr optimistischen Verhaltensregeln. Der Text geht kaum in die Tiefe und wirkt so, als hätte man ihn eilig zusammengeschludert.

Auf der anderen Seite kann diese Broschüre wachrütteln und helfen, der drohenden Gefahr zu begegnen. Mir fällt es deshalb sehr schwer, sie so zu bewerten, wie ich es eigentlich getan hätte, wenn es sich um ein anderes Thema gehandelt hätte.

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Ludwig Erhard jetzt" von Ulrich Horstmann

"Kein Staat kann seinen Bürgern mehr geben, als er ihnen vorher abgenommen hat"
R_Mantheyvor 3 Jahren

Dieses Zitat von Ludwig Erhard stammt aus einem Zeitungsartikel von 1958 und lautet im Zusammenhang: "Jeder ist seines Glückes Schmied. Es herrscht die individuelle Freiheit und dies umso mehr, je weniger sich der Staat anmaßt, den einzelnen Staatsbürger zu gängeln oder sich zu seinem Schutzherren aufspielen zu wollen. Solche 'Wohltat' muss das Volk immer teuer bezahlen, weil kein Staat seinen Bürgern mehr geben kann, als er ihnen vorher abgenommen hat - und das noch abzüglich der Kosten einer zwangsläufig immer mehr zum Selbstzweck ausartenden Sozialbürokratie. Nichts ist darum in der Regel unsozialer als der sogenannte 'Wohlfahrtsstaat', der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken lässt."

Es ist heute unvorstellbar, dass irgendein aktueller Politiker von Ehrhards Partei so etwas über seine Lippen bringen würde. Bereits als Ehrhard 1966 von den eigenen Leuten gestürzt wurde, konnte man definitiv vom Ende der sozialen Marktwirtschaft ausgehen. Wenn dieser Begriff heute irgendwo in der aktuellen Politik auftaucht, dann tut er das in der Regel mit einem völlig verfälschten Inhalt, der nur noch Propagandazwecke erfüllt und Menschen irreführen soll. Umso dringlicher erscheint es deswegen, dass man sich irgendwo über den von Erhard gemeinten und praktisch umgesetzten Inhalt dieses Begriffes informieren kann. Mit diesem Buch geht das ganz gut, wenngleich man wohl besser mit "Wohlstand ür Alle" fährt, dem Original von Ehrhard, aus dem in dieser Broschüre andauern zitiert wird.

Zunächst erfährt der Leser, warum die Rückkehr zur sozialen Marktwirtschaft Deutschland aus seiner Stagnationsfalle befreien würde, die gegenwärtig offenbar für viele noch nicht greifbar ist, weil ihre Auswirkungen zeitverschoben eintreffen werden. Anschließend kritisiert Gottfried Heller die aktuelle Politik aus der Sicht von Ehrhard. Danach folgt ein relativ langer Abschnitt mit dem Titel “Erhard – Vermächtnis und Vision für die Zukunft”, in dem verschiedene Autoren zunächst über Erhards wissenschaftliche und politische Vita und dann über Maßnahmen, die ausgehend von der Lage Deutschlands jetzt anzugreifen wären. In diesem Abschnitt beschreibt Günter Ederer übrigens auch, wie man seit einigen Jahren die Ehrhardschen Konzepte mit außerordentlichem Erfolg in Neuseeland umsetzt. In Deutschland passiert genau das Gegenteil.

Da Ehrhard in seiner eigenen Partei gescheitert war und gegen Ende seines Lebens zunehmend pessimistischer wurde, was eine Umsetzung seiner Ideen anbelangt, so muss man sich wohl fragen, ob es überhaupt eine Chance für ein Wiederbeleben seiner Politik in Deutschland gibt. Im Gegensatz zu den Autoren dieses Buches muss man da wohl eher an Ehrhards Stimmung anknüpfen. Man darf nicht übersehen, dass sein anfänglicher Erfolg eine geschichtliche Komponente aufweist. Zu Beginn seiner Wirtschaftspolitik lag Deutschland am Boden. Verbände und Interessensgruppen aller Art waren zerschlagen. Doch nach und nach begann deren Auferstehung und parallel dazu der Kampf gegen die Ehrhardsche Politik, die mit seinem Sturz endete. Eine soziale Marktwirtschaft kann nur funktionieren, wenn Kartelle und Interessensverbände in festen Schranken gehalten werden. Inzwischen aber wird Deutschland von solchen Verbänden am Gängelband geführt. In einer sozialen Marktwirtschaft nach Ehrhard haben alternativlose Bankenrettungen, ausufernde Schuldenmacherei, Rettungsprogramme für Totgeburten, Mindestlöhne und andere Eingriffe in die Wirtschaft keinen Platz. Der Staat hat sich um seine Grundaufgaben zu kümmern, die auch darin bestehen klare, harte und faire Wettbewerbsregeln in Form einer prinzipienfesten Ordnungspolitik durchzusetzen. Wäre dies geschehen, dann wären uns einige Krisen erspart geblieben.

Wenn man sich über Ludwig Ehrhards Politik ein gewisses Bild aus aktueller Sicht machen möchte, dann nutzt dieses Buch mit Sicherheit. Ein durchgängiger Autor und eine gewisse Straffung hätten dem Text sicher besser gemacht. Dennoch erfüllt das Buch seinen Zweck.

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