Ulrich Horstmann Die Währungsreform kommt!

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Inhaltsangabe zu „Die Währungsreform kommt!“ von Ulrich Horstmann

Die jüngste Finanzkrise von 2007 brachte das Weltfinanzsystem fast zum Einsturz. Mit milliardenschweren "Rettungsschirmen" versuchte die Politik, die inländischen und später auch die europäischen Systeme zu retten und zu stabilisieren. Wie fast täglich der Presse zu entnehmen ist, scheint keine nachhaltige Besserung in Sicht. Vielmehr schlüpfen nach und nach immer mehr Länder unter den vermeintlichen Schutz des "Rettungsschirms". Aus der Finanzkrise wurde eine Banken-, Wirtschafts-, Staatschulden- und jetzt zunehmend eine Euro-Krise. "Fällt" im Zuge dieser Krisen sogar unsere Währung, der Euro? Und falls ja, wäre das so schlimm? Der Autor macht in diesem Werk eindrücklich klar, wie es um die Zukunft unserer Währung steht. Auch in der Vergangenheit gab es einige Währungsreformen. Warum kam es dazu und welches politische, wirtschaftliche- und finanzielle Umfeld begünstigte diese? Wie wurden sie schließlich umgesetzt und welche Folgen hatten sie für die Menschen?

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  • Wer die Menschen betrügen will, muss vor allen Dingen das Absurde plausibel machen. (Goethe)

    Die Währungsreform kommt!

    R_Manthey

    02. July 2015 um 12:22

    Nichts beschreibt das Herumwerkeln der politischen Klasse, mit dem sie ihren Euro retten will, besser als dieses vom Autor beigebrachte Zitat. Ein Weichwährungsland erschleicht sich durch Fälschung von Daten die Mitgliedschaft in einem Staatenklub mit einer gemeinsamen, scheinbar harten Währung. Als Klubmitglied bekommt der Schwindler im Übermaß Kredite zu enorm günstigen Konditionen, die er vorher in seiner alten Währung nie erhalten hätte. Doch diesem Land fehlt es an einer konkurrenzfähigen Industrie. Steuern werden nicht eingenommen, dafür aber fließt in regelmäßigen Abständen ein warmer Geldregen auf bestimmte Wählergruppen. Die Regeln, die für alle Klubmitglieder gelten sollten, werden von diesem Land nie eingehalten, was aber nicht weiter auffällt, denn das ist normal in diesem Klub. Als es dann kommt, wie es kommen muss, und das Land insolvent wird, wirft man den Datenfälscher nicht etwa hinaus. Vielmehr bieten die anderen Sünder ihm nun Geld an, das sie selbst nicht besitzen, um ihn vor der Pleite zu bewahren, die schon längst eingetreten ist. Sie kaufen sich mit fremden Geld Zeit, in der sie der von ihnen erzeugten schaurigen Realität nicht ins Auge sehen müssen und feiern dies als "Rettung". Absurder geht es nicht mehr. Doch einer muss am Ende die Schulden begleichen. Und das wird der europäische Bürger auf dem Wege der Zwangsenteignung sein. Leider besteht kein Anlass, an dieser Botschaft von Ulrich Horstmann auch nur den geringsten Zweifel zu haben. Horstmann unterteilt sein Werk in drei große Abschnitte. Zunächst gibt er dem Leser einen Überblick über einige Währungsreformen der Neuzeit und deren untrügliche Vorboten. Am Ende dieses Teils geht er zusätzlich noch auf den von ihm so genannten "Geldmanagerkapitalismus" und die geplante Einführung einer europäischen "Wirtschaftsregierung" ein. Der zweite Teil bildet den Schwerpunkt des Buches und nennt sich "Euro-Fragwürdigkeiten und die Versuche der Politik, den Euro zu retten". Alle Prinzipien, mit denen dem deutschen Wahlvolk einst der Euro als die bessere Mark schöngeredet wurde, gelten inzwischen nicht mehr. Spätestens als die EZB vor einem Jahr beginnen musste südeuropäische Ramschanleihen aufzukaufen, ist sie nicht mehr unabhängig. Das erläutert der Autor zu Beginn des zweiten Teils. Dann widerlegt er das immer wieder vorgetragene Mantra, dass Deutschland am meisten vom Euro profitiert hätte, und erläutert die Realität von heftigen Preissteigerungen mit und nach der Euro-Einführung bei gleichzeitig andauerndem Schrumpfen der Reallöhne. Danach beschreibt er noch einmal den Weg zum Euro und die Warnungen der Euro-Kritiker, die leider allesamt zur bitteren Realität wurden. Schließlich kommt er zu seiner Hauptaussage und versucht zu erläutern, warum der Euro scheitern muss. Obwohl er dabei durchaus die richtigen Argumente ins Feld führt, bleibt er dann leider doch etwas oberflächlich. In diesem Kapitel wird auch die Schwäche des Buches deutlich: Der Autor hat offenbar vor der Niederschrift des Textes sehr viel recherchiert und bemüht sich redlich, seine vielfältigen Erkenntnisse an den Leser zu bringen. Das führt jedoch auch dazu, dass sich der Text gelegentlich wie eine ausführlich kommentierte Literaturübersicht liest und weniger wie ein durchdachtes eigenständiges Werk. Auf der anderen Seite profitiert der Leser natürlich von der übersichtlichen Darstellung historischer Abläufe oder dem Gegenüberstellen von Aussagen europäischer Politiker, die inzwischen von der Realität entweder als Lügen oder Ausdruck gefährlicher Ahnungslosigkeit entlarvt wurden. Besonders besorgniserregend mutet dabei die Tatsache an, dass seit der Euro-Einführung fortlaufend deutsche Positionen aufgegeben wurden, die sich zum Beispiel auch in Personalfragen, wie dem freiwilligen Verzicht auf einen deutschen Kandidaten für den EZB-Vorsitz darstellt. Horstmann geht im zweiten Teil auch auf die Unfähigkeit oder den Unwillen deutscher Politiker ein, aus der Realität zu lernen, denn das, was gegenwärtig in Europa passiert, wurde in der Bundesrepublik bereits zweimal mit allen Folgen durchgespielt. Der Autor beschreibt in diesem Zusammenhang die Einführung der D-Mark in Ostdeutschland und den Länderfinanzausgleich. Am Ende dieses Teils erklärt Horstmann, warum der Euro scheitern wird. Im letzten Teil versucht der Autor dann Ratschläge für den Ernstfall zu geben, wobei er gleichzeitig auf den jeweiligen Pferdefuß dabei hinweist. Das ist zwar interessant, aber letztlich auch etwas hilflos. Gäbe es nämlich einen Königsweg, auf dem wir unser Vermögen vor der Zwangsenteignung durch den fürsorglichen Staat retten könnten, dann würde die Politik garantiert dafür sorgen, dass dieser verbaut wird. Etwas anderes zu glauben, wäre wohl naiv. Fazit. Ein sehr lehrreiches Buch, das auf einer ausführlichen Recherche beruht und gut fundiert ist. Es zeigt den historischen Weg in die europäische Einheitswährung, beschreibt die hilflosen Versuche, eine politische Idee gegen ökonomische Gesetze zu verteidigen und deutet die katastrophalen Folgen dieser irrsinnigen Wohlstandsvernichtung an. Der Text ist gut geschrieben, folgt aber sehr oft der Literaturrecherche des Autors und weniger einem eigenen roten Faden. Manchmal hätte ich mir mehr Tiefe in der Argumentation gewünscht.

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