Ulrich Horstmann Womit wir morgen zahlen werden

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Inhaltsangabe zu „Womit wir morgen zahlen werden“ von Ulrich Horstmann

Mit dem jüngsten Schuldenschnitt wurde Griechenland gerettet, aber nur scheinbar. Auch andere Krisenstaaten wie Spanien oder Italien können ohne drastische Maßnahmen ihre gigantischen Schuldenberge niemals abtragen. Das haben die Finanzmärkte längst erkannt, und so wird sich die Lage in kürzester Zeit dramatisch zuspitzen – egal wie riesig die nächsten Rettungsschirme auch sein werden.

In seinem ersten Buch Die Währungsreform kommt! rechnete Ulrich Horstmann noch damit, dass die Währungsreform erst in einigen Jahren kommen würde. Nun zeigt sich immer klarer: Sie wird wesentlich früher über uns hereinbrechen als gedacht. Deshalb sollten Anleger nicht zögern und sich rasch auf die möglichen Folgen dieser einschneidenden Maßnahme vorbereiten.

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    Womit wir morgen zahlen werden

    R_Manthey

    16. July 2015 um 10:39

    Ulrich Horstmann hat erst kürzlich ein Buch über das Euro-Desaster geschrieben und musste nun feststellen, dass er die Geschwindigkeit, mit der uns die politischen Führer der EU in die Katastrophe führen, falsch eingeschätzt hatte. Deshalb legt er nun noch einmal nach und beschreibt in einem Nachfolgebuch die Ereignisse der letzten Monate. Der Titel dieses Buches suggeriert zwar eine Antwort auf die verkappte Frage, gibt sie aber nicht. Denn womit wir in der Zukunft bezahlen werden, steht schließlich noch nicht fest. Dass der Euro jedoch Bestand haben wird, muss man nach den Verzweiflungsaktionen, die in diesem Buch protokolliert werden, wohl stark bezweifeln. Die Beschreibung des politischen und ökonomischen Irrsinns der sogenannten "Euro-Rettung" bildet den eigentlichen Inhalt des neuen Buches von Horstmann. Nicht nur nach seiner Meinung laufen all diese ökonomisch undurchdachten, aber in ihrem politischen Kalkül konsequenten Aktionen darauf hinaus, den in Deutschland erarbeiteten Wohlstand in mehr oder weniger verschleierter Form den europäischen Pleitestaaten bzw. ihren Gläubigern anzudienen, um sich dann im Ernstfall dieses Geld von der Bevölkerung über eine wie auch immer geartete Währungsreform zurückzuholen. Alle einst mit dem Euro verbundenen Ziele (Stabilität, Konkurrenz zum Dollar, Zusammenwachsen der europäischen Völker und Regionen) wurden dramatisch verfehlt. Stattdessen versuche man eine Schuldenkrise mit noch mehr Schulden zu bekämpfen, verschleppe staatliche Insolvenzen, schaffe Teile des demokratischen Systems ab, entlasse Teile der Finanzwirtschaft aus der Haftung und hetze Völker gegeneinander auf. Das Buch ist in drei Kapitel unterteilt. Zunächst geht es im ersten Kapitel um das "Prinzip Merkel", also die Taktik, schrittweise angebliche rote Linien deutscher Politik aufzugeben und die Verhinderung größerer Verluste als Erfolge zu feiern. Dann werden der Verfall der Ordnungspolitik und die viel zu hohen Steuer- und Abgabelasten beklagt, um abschließend über Moral und Ethik in Wirtschaft und Politik zu philosophieren. Danach diskutiert Horstmann in einem langen zweiten Kapitel die Ereignisse der letzten Monate und erklärt, warum nach seiner Meinung eine Währungsreform noch schneller kommt (nämlich in den nächsten zwei Jahren) als von ihm noch vor einem Jahr angenommen. Er schildert unter anderem, dass alle Verträge, die einst das Fundament dieser unsäglichen Währungsunion bildeten, mehrfach und von fast allen beteiligten Staaten gebrochen wurden. Wie soll man denn an die Einhaltung eines neuen und gefeierten "Stabilitätspakts" glauben, wenn dieselben Staaten einen solchen gerade nicht befolgt haben und dadurch erst die Krise richtig ins Rollen brachten? Im Detail schildert der Autor, wie die EZB ihre Unabhängigkeit verlor. Die EZB hat mit der Bundesbank nur noch insofern etwas zu tun als diese für das Versagen der EZB am Ende erheblich bluten wird. Dass für Großbanken schon seit langem das Haftungsprinzip der Marktwirtschaft nicht mehr gilt, wundert Horstmann nicht, denn diese Banken werden als Zwischenglied im Schuldenwahn der Staaten dringend gebraucht. Das beschreibt er dann auch etwas im Detail. Im dritten Kapitel schließlich macht der Autor Vorschläge, wie man ein eventuelles Vermögen einigermaßen glimpflich durch die kommende Katastrophe bringen könnte. Wer sich damit schon beschäftigt hat, wird nicht viel Neues vorfinden. Leider bleibt der Autor seinem schon im Vorgängerbuch demonstrierten Stil treu und zitiert sehr häufig andere Autoren oder Persönlichkeiten. Der Text wirkt ein wenig schwerfällig, weil er durch diese Methode die Gedankenkontinuität etwas einbüßt. Andererseits enthält dieses Buch aber auch einige hilfreiche Tabellen, die dem Leser einen Überblick über das Handeln und die Abläufe der Politik bieten und so etwas mehr Licht in die prinzipiellen Entwicklungen hin zu "einem massenmedial animierten, steuerstaatlich zugreifendem Semi-Sozialismus auf eigentumswirtschaftlicher Grundlage" (S.38) bringen. Alles in allem stellt sich dieses Buch als eine recht gute, aber nicht immer leicht lesbare Zusammenfassung und Einordnung der Ereignisse der letzten Monate im Zusammenhang mit der angeblichen "Euro-Rettung" dar.

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