An der Arche um Acht

von Ulrich Hub 
4,5 Sterne bei46 Bewertungen
An der Arche um Acht
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Neue Kurzmeinungen

Claudia_Junghanss avatar

Ein wunderbar humorvolles Buch zum Thema Glaube, Gott und der Arche Noah.

Schildi_88s avatar

Ein Buch für Groß und Klein

Alle 46 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "An der Arche um Acht"

Drei Pinguine erleben auf der Arche Noah als ihr ganz eigenes Abenteuer: Sie wollen alle drei mit auf Noahs Schiff, obwohl es nur für zwei von jeder Tierart Platz gibt. Auf ihrer turbulenten Reise müssen die Pinguine nicht nur ihre Freundschaft beweisen, sondern auch einige große Fragen beantworten, die sie sich sonst vielleicht gar nicht gestellt hätten: Ist der liebe Gott wirklich lieb? Sieht er tatsächlich alles? Auch den kleinen Pinguin, der als Dritter im Bunde versucht mitzukommen, obwohl das nicht erlaubt ist?

Die Geschichte ›An der Arche um Acht‹ ist längst zum Klassiker geworden. Auf charmante Art werden die großen Fragen des Universums von einer ganz neuen Seite beleuchtet, unter anderem die, ob Noah gerne Käsekuchen isst – und wenn ja: mit oder ohne Rosinen?

Die Geschichte hat die Herzen von Millionen von Lesern erwärmt, nicht zuletzt durch die einzigartigen Illustrationen von Jörg Mühle!

Unterrichtsmaterialien zum Download unter www.fischerverlage.de/service/lehrer

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783733504373
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:96 Seiten
Verlag:FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch
Erscheinungsdatum:22.06.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 23.04.2010 bei Sauerländer erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Schildi_88s avatar
    Schildi_88vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch für Groß und Klein
    Wer darf mit auf die Arche

    Drei Pinguine stellen sich die großen Fragen der Religion. Zwei Tickets für die Arche und der kleine Pinguine soll nun ertrinken? Doch die Freunde halten zusammen und verstauen ihren Freund heimlich in einem großen Koffer. Um acht an der Arche, es hat bereits zu regnen angefangen, immer zwei Vertreter einer Art dürfen auf die Arche und dann auch nur mit Ticket. Türsteher ist eine Taube, die ihren Job sehr ernst nimmt, dennoch etwas vergesslich ist. Schaffen es die drei Pinguine auf die Arche? Einfach selber lesen und herausfinden. Dieses Buch spricht bereits mit seinem Cover den Leser an. Die graphische Gestaltung untermalt den Inhalt und bringt durch seine kindliche und humorvolle Gestaltung den Leser zum schmunzeln. Einmal mit diesem Buch angefangen, können sie es nicht weglegen. Hier werden die großen Fragen mit Humor und auf eine kindliche Weise besprochen. Nur zu empfehlen.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Religiöse Fragen humorvoll für Kinder aufgearbeitet!
    Schönes humorvolles Kinderbuch

    „...“Du wolltest immer, dass Gott sich bemerkbar macht“, fährt der eine Pinguin den anderen an, „das hast du nun davon! Deutlicher geht es wohl nicht mehr.“ „Aber muss es denn gleich eine Sintflut sein?“ klagt der andere...“


    Irgendwo in Eis und Schnee leben drei Pinguine. Sie mögen sich, und sie streiten sich. Vor allem der Kleinste tanzt gern aus der Reihe. Nach einer Auseinandersetzung wendet er sich von den Freunde ab. Gerade da erscheint eine Taube und bringt zwei Karten für einen Platz auf der Arche. Sie warnt vor einer Sintflut. Die beiden Pinguine sind sich sicher, dass sie ihren Freund nicht im Stich lassen werden.

    Die Autoren haben es verstanden, in einer spannenden und humorvollen Geschichte Glaubensfragen für Kinder aufzubereiten.

    Das Eingangszitat fällt, nachdem die Taube wieder verschwunden ist. Zuvor hatten sich die Pinguine schon darüber unterhalten, ob es Gott gibt und warum man ihn nicht sieht. Jeder von ihnen hatte seine eigene Vorstellung von dem Handeln Gottes. Es wurde auch leise Kritik spürbar.

    Der Schriftstil ist kindgerecht. Gut ausgearbeitete Dialoge bringen die Fragen auf dem Punkt. Die Probleme des Zusammenlebens auf der Arche werden amüsant dargestellt. Die Taube kann einem besonders leid tun. Sie hat einen 24-Stunden-Job und muss nicht nur Zwistigkeiten schlichten. Einige besondere Einfälle lockern die Geschichte auf. Es geht nicht nur um Glaubensfragen, sondern auch um Freundschaft und Zusammenhalt.

    Schöne Schwarz-Weiß-Illustrationen veranschaulichen das Geschehen.

    Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Mit einer frage Noahs an die Taube möchte ich meine Rezension beenden:

    „...“Aber warum hast du die Pinguine an Bord genommen?“, fragte er. „Pinguine können doch schwimmen.“...“

    Kommentare: 6
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    Anis avatar
    Anivor einem Jahr
    Humorvolles Kinderbuch

    Irgendwo in einer Welt voller Schnee und Eis  leben drei Pinguine, die nicht nur ziemlich nach Fisch stinken, sondern auch noch die allerbesten Freunde sind. Eines Tages kommt, woher auch immer, ein Schmetterling geflogen. So etwas Schönes haben die Pinguine noch nie gesehen. Dennoch kommt der kleinste Pinguin auf die Idee, den Schmetterling abzumurksen. Die anderen versuchen ihn davon abzuhalten, da Gottes Gebot ja schließlich aussagt, dass man nicht töten soll. Die Pinguine diskutieren eine Weile über Gott und der kleine Pinguin wird noch einmal eindringlich gewarnt, dass Gott alles sieht, ziemlich gute Ohren hat und ihn sicher bestrafen wird, wenn er den Schmetterling tötet. So geht es hin und her und endet schließlich damit, dass der Schmetterling stirbt, wenn auch durch ein Missgeschick. Aber tot ist nun mal tot. Der kleine Pinguin bekommt Angst und watschelt nach einem Streit mit den anderen missmutig davon. Als die beiden anderen Pinguine allein sind, beginnt sich plötzlich der Himmel bedrohlich zu verdunkeln. Eine dicke  Taube kommt geflogen, die den beiden eine Nachricht von Gott und zwei Tickets für die Arche überbringt. Zwei Tickets für drei Pinguine? Unmöglich! Oder hat Gott etwa gesehen, was der kleinste Pinguin gemacht hat und will ihn nun dafür bestrafen?

    Das niedlich aufgemachte Büchlein wird Kindern ab etwa 8 Jahren empfohlen. Der Schreibstil ist deshalb recht einfach, strotzt aber vor Humor. Somit lässt es sich leicht lesen oder vorlesen. Die Handlung beschäftigt sich auf kindgerechte und humorvolle Weise mit der Frage, ob es Gott wirklich gibt. Die Pinguine erleben auf der Arche einige Abenteuer, sodass die Geschichte nur so dahinfliegt. Alles wirkt sehr lebendig, sodass man sich die kleinen, ziemlich nach Fisch stinkenden, Tiere lebhaft vorstellen kann. Niedliche Illustrationen untermalen das Ganze.

    Obwohl ich das Alter der Zielgruppe ja schon etwas überschritten habe, konnte mich die Geschichte in ihren Bann ziehen. Ich musste oft breit grinsen und habe das Geplänkel der Tiere begeistert verfolgt. Deshalb vergebe ich auch alle fünf Bewertungssterne und eine klare Leseempfehlung für das recht dünne Büchlein.

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    Jo_Andersons avatar
    Jo_Andersonvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine schöne und lustige Geschichte die einem zeigt, dass man an die Sache mit Gott mit einem zwinkernden Auge rangehen darf.
    Den murks ich ab!

    Ein herrlich lustiges Buch über die Frage. Wer ist Gott und warum kann man ihn nicht sehen?

    Drei Pinguine stehen herum und streiten wie eigentlich immer, bis plötzlich ein Schmetterling auftaucht. In der Arktis! Wo es eigentlich nur zwei Sachen gibt. Schnee und Eis, und Eis und Schnee und Schnee und Eis und Eis und Schnee... Da sagt der kleinste Pinguin plötzlich: "Den murks ich ab!" 
    Die beiden anderen Pinguine sind entsetzt und die Drei beginnen eine Grundsatzdiskussion über Gott, weil immerhin weiß jeder soll nicht töten. Nach einer Weile wird der kleine Pinguin einsichtig und beschließt den Schmetterling doch nicht abzumurksen und setzt sich hin... Blöd nur, das genau da der Schmetterling gesessen hatte. Schon wenige Stunden später kommt eine Taube und verkündet, dass Gott die Schnauze voll hatte und eine Sintflut schickte. Sie hätte zwei Tickets für die Arche Noah und um Acht würde das Schiff ablegen. 
    Tja.. und das wurde zu einem gewaltigen Problem. Drei Pinguine, zwei Tickets und einer davon hatte gerade einfach so einen Schmetterling abgemurkst, und kurz darauf ist Gott stinksauer. Das sind ein paar Zufälle zuviel... 
    Natürlich können die zwei Freunde nicht ohne den kleinen Pinguin los und verstecken in in einem Koffer. Ab da beginnt ein Abenteuer.


    Ich finde dies ist mal einen andere Art und Weise sich mit der Frage nach Gott zu beschäftigen. Für mich kommt die Botschaft rüber. Und auch für Kinder ist es wohl gut zu verstehen. 

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    Landbienes avatar
    Landbienevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Niedliche Geschichte, die für mich das tiefgründige darin aber nicht rüber bringt.
    An der Arche um Acht

    Eigene Inhaltsangabe:

    Drei kleine Pinguine sind Freunde streiten sich aber nur. Eines Tages kommt ein Schmetterling daher geflogen und der Kleinste will ihn "abmurksen". Die anderen wollen ihn davon abhalten, weil Gott sagt "Du sollst nicht töten". Der kleine Pinguin tötet den Schmetterling dann doch ausversehen und nur kurze Zeit später kommt eine Taube die 2 Tickets für die Arche Noah vorbei bringt und vor der Sintflut warnt. Ob Gott die Tat des Kleinsten gesehen hat und das nun die Strafe ist?

     

    Schreibstil:

    Der Schreibstil ist einfach gehalten, wie es sich für ein Kinderbuch gehört. Die Beschreibungen sind bildlich, aber nicht zu detailliert so dass die Aufmerksamkeit der Kinder gut gehalten werden kann. Das Buch hat eine Altersempfehlung ab 7 Jahren. Das finde ich okay, denn für noch jüngere Kinder wäre es zu lang und nicht verständlich. Leider verfügt das Buch über keine Kapitel.

     

    Allgemeine Meinung:

    Die Geschichte über die 3 kleinen Pinguine die sich nur streiten, aber den Dritten ihren Freund doch nicht zurück lassen wollen fand ich ganz niedlich. Die Geschichte ist mit Witz, Humor und niedlichen Illustrationen gespickt. Nicht so gut gefallen hat mir das tiefgründige, also die Frage nach Gott. So richtig fand ich die Sache nicht rüber gebracht. Z.B. wurde auch nicht richtig erklärt warum immer nur 2 von einer Tierart und bestenfalls natürlich ein Paar. Das Thema Gott und das man an ihn glauben sollte obwohl man ihn nicht sehen kann, war für mich auch nicht ganz nachzuvollziehen. Kinder mag die Geschichte vielleicht in ihrem Glauben verstärken, aber ob das wirklich sinnvoll ist durch solch eine Geschichte zu bestärken? Für mich fraglich. Liegt vielleicht aber auch daran das ich selber nicht gläubig bin.

     

    3 von 5 Sternen

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    stebecs avatar
    stebecvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Zauberhaft amüsantes Buch mit urkomischen Zeichnungen. Hier wird Religion kindgerecht verpackt.
    Religion kindgerecht verpackt.

    Mit seinen knapp 62 Seiten ist "An der Arche um Acht" ein Buch, dass man an einem Schlecht-Wetter-Nachmittag mit den Kindern wunderbar weg lesen lässt. 


    Die Geschichte beinhaltet alles, was ein gutes Kinderbuch braucht. Freundschaft, Witz, einfache Erklärungen und eine fette Taube. 


    Hinzu kommt noch, dass religöse Zusammenhänge einfach erklärt werden und wirklich für selbst kleinste Kinder klar verständlich sind. Besonders gefallen hat uns Erwachsenen die kleine Moral am Ende, in der festgehalten wird, dass jeder mit dem Zusammen sein soll, den er lieb hat.


    Wir mussten auch mehrfach sehr lachen, was bei den Kindern und meinem Mann sehr gut angekommen ist. 


    Definitiv ist "An der Arche um Acht" jetzt eines unserer Lieblingsbücher und wird noch einige Male gelesen werden.


    Ich kann das Buch nur stark an alle Familien empfehlen, die ihren Kindern etwas über Akzeptanz, Freundschaft und Religion beibringen möchten, ohne dabei auf Steife Fabeln zugreifen zu müssen. 

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Herzerwärmend

    Rezension

    Ulrich Hub und Jörg Mühle - An der Arche um Acht, erschien im Deutschen Taschebuch Verlag (dtv junior)

    Klappentext

    An der Arche um Acht - das klingt nach einer netten Verabredung. Dumm nur, wenn sich dort drei statt zwei Pinguine treffen, denn bekanntlich haben auf Noahs Arche nur zwei von jeder Tierart Platz.
    Aber wenn man als kleiner Pinguin nun mal keinen Freund zurücklassen will, muss man sich was einfallen lassen. Ein großes, wunderbar komisches Abenteuer beginnt, bei dem unter anderem klar wird, dass Noah schlecht sieht, Giraffen seekrank werden können und Gott gern Käsekuchen isst - am liebsten ohne Rosinen.

    >> Einfach umwerfend<<
    Eselsohr

    Meine Meinung


    Das Buch ist natürlich für kleinere Wesen gedacht, als ich es bin. Ich habe es auch gelesen, als ich noch etwas jünger war. Mein Vater schenkte mir das Buch und ich verschlang es (mehrmals)!
    'An der Arche um Acht' ist ein wunderbares, kurzes Buch, welches man schnell zwischendurch lesen kann. Mich hat es auch teilweise zum Nachdenken angeregt. Der Schreibstil ist klasse! Schön locker, spritzig, leicht - eben etwas, was man gut verdauen kann. Es hat großen Spaß gemacht, es zu lesen. Die Dialoge zwischen den Pinguinen sind einfach nur niedlich und machen Lust auf mehr. Über manche Stellen schmunzelt der ein oder andere vielleicht ein wenig. Das Buch ist witzig geschrieben, was mir gut gefällt. Ebenso finde ich die Idee einfach toll! Schon der Klappentext verspricht eine lustige und einfache Lektüre, was ich auch vollkommen unterstreichen kann. Über die Illustrationen von Jörg Mühle konnte ich auch gut lachen, die sind aber auch zu niedlich! Schade, wie schnell das Buch zu Ende ging, ich hätte den drei Pinguinen stundenlang zuhören können.

    Fazit

    Das Buch ist einfach toll, gut für zwischendurch, der Autor hat einen lockeren, leichten Schreibstil und die Geschichte ist schön umgesetzt. Also meiner Meinung nach ein wunderbares Buch - für jung und alt!

    Volle 5 Sterne!

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    Igelmanu66s avatar
    Igelmanu66vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Wer noch ein nettes Geschenk für den Nachwuchs sucht: Hier ist es. Ein tolles Buch, das trotz Anspruch jede Menge Lesespaß garantiert.
    Der dritte Pinguin

    Wenn man einen Pinguin fragt, wer Gott ist, weiß er nie genau, was er darauf antworten soll. »Oh Gott«, stottert der eine Pinguin, »schwierige Frage. Also Gott ist groß und sehr, sehr mächtig. Er hat sich jede Menge Regeln ausgedacht und kann ziemlich ungemütlich werden, wenn man sich nicht daran hält. Aber sonst ist er sehr freundlich.«

    »Er hat nur einen kleinen Nachteil«, ergänzt der andere Pinguin.

    »Und der wäre?« fragt der Kleine neugierig.

    »Gott ist unsichtbar.«

    »Das ist aber ein gewaltiger Nachteil«, der kleine Pinguin macht ein enttäuschtes Gesicht. »Wenn man Gott nicht sehen kann, weiß man nicht mit Sicherheit, ob es ihn wirklich gibt.«

     

    Mitten im ewigen Eis stehen drei Pinguine und führen – wenn sie sich nicht gerade raufen – tiefsinnige Gespräche. Einer der Pinguine ist kleiner als die anderen beiden – aber dafür nicht auf den Schnabel gefallen…

    Die beiden anderen Pinguine schauen sich ratlos an. Dann fordern sie den Kleinen auf: »Blicke dich einmal um und beschreibe uns genau, was du siehst.«

    »Schnee«, antwortet der kleine Pinguin, ohne sich umzublicken, denn das weiß er schon.

    »Weiter.«

    »Eis.«

    »Weiter.«

    »Schnee.«

    »Weiter!«

    »Und Eis und Schnee und Schnee und Eis und Eis -«

    »Und wer hat das alles gemacht?«

    »Gott?«, fragt der kleine Pinguin zweifelnd.

    »Genau«, die beiden anderen nicken eifrig mit ihren Köpfen. »Und was sagst du nun?«

    »Besonders viel ist ihm bei dieser Gegend nicht eingefallen.«

     

    Herrlich! Ich hätte den Diskussionen der drei Freunde noch ewig folgen können. Aber dieser Tag wird nicht im gewohnten Rhythmus von „Eis und Schnee und Rauferei“ ablaufen. Nein, er wird den Pinguinen mehr Abwechslung bringen, als ihnen lieb ist. Wer als erwachsener Leser den Titel des Buchs gelesen hat, weiß schon, was nun kommen wird. Und richtig, da naht auch schon die Taube mit der Botschaft von Gott…

    In diesem Augenblick trudelt eine dicke weiße Taube durch die Luft, steuert auf die Pinguine zu und landet ungeschickt im Schnee, wobei sie sich mehrfach überschlägt.

    Neugierig verfolgen die … Pinguine dieses Landemanöver. »Heute können wir uns nicht über Langeweile beklagen«, denken sie, »erst der kleine Schmetterling und jetzt sogar eine dicke Taube.« Als die Taube wieder zu sich gekommen ist, rappelt sie sich auf, schüttelt den Schnee von den Flügeln und stellt sich breitbeinig vor den … Pinguinen auf. »Habt ihr einen Moment Zeit, um über Gott zu sprechen?«, fragt sie und fährt ohne eine Antwort abzuwarten fort: »Gut, ich bringe euch nämlich eine Nachricht von Gott, hört gut zu, Gott hat gesagt … Was riecht hier so nach Fisch?«

     

    Tatsächlich hatte Gott natürlich etwas ganz anderes gesagt, nämlich dass er „von den Menschen und Tieren genug hat. Ständig streiten sie sich und alles muss man ihnen dreimal sagen.“ Aber an den gewählten Zitaten wird deutlich, dass hier zwar eine biblische Geschichte erzählt wird und dass Fragen wie die nach der Existenz von Gott behandelt werden, aber alles herrlich leicht, lustig und kindgerecht. Es gibt keinen mahnenden Zeigefinger und den trotzigen kleinen Pinguin werden kleine Mitleser sicher gleich ins Herz schließen. Und es unvorstellbar finden, dass der Kleine zurückbleiben soll, weil Gott von jedem Tier ja nur ein Paar auf die Arche lässt. Das geht doch nicht!

     

    Ist das eine schöne Geschichte, ich liebe sie! Ich liebe schon alleine das Cover! Wer muss da nicht lachen? Kleine Leser werden ungeheuren Spaß daran haben, wie der Pinguin in einem Koffer auf die Arche geschmuggelt werden soll. Ob das wohl gut geht? Ob Gott das nicht doch irgendwann merkt?

     

    Immer wieder gibt es neue witzige Einfälle und Dialoge, spaßige Wortschöpfungen und liebevoll gezeichnete Bilder. Allein die Taube! Wie wird sie normalerweise dargestellt? Doch wohl als ein schlanker Vogel, der mit einem Ölzweig im Schnabel den Frieden symbolisiert. Ganz anders die Taube in diesem Buch! Das einzige, was sie mit ihrem Vorbild verbindet, ist die weiße Farbe. Ansonsten ist die Taube hier dick und alles andere als friedlich! Bis zum versöhnlichen Schluss werden kleine und große Leser viel Freude an diesem Buch gehabt haben.

     

    Fazit: Wer noch ein nettes Geschenk für den Nachwuchs – beispielsweise zu Ostern – sucht: Hier ist es. Ein tolles Buch, das trotz Anspruch jede Menge Lesespaß garantiert.

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    Schafs avatar
    Schafvor 7 Jahren
    Rezension zu "An der Arche um Acht" von Ulrich Hub

    Hab mich köstlich amüsiert! So schön kann religiöse Literatur sein!!

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    ::Nina::s avatar
    ::Nina::vor 9 Jahren
    Rezension zu "An der Arche um Acht" von Ulrich Hub

    In einer Gegend, die nur aus Schnee und Eis besteht, gleicht im Leben der drei Pinguine ein Tag dem anderen. Als sich jedoch ganz überraschend ein gelber Schmetterling in die Einöde verirrt, den der kleinste der Pinguine unbedingt abmurksen möchte, entbrennt eine heftige Diskussion zwischen den drei Freunden über die Existenz Gottes.
    Während die beiden größeren Pinguine Gott als allmächtigen Schöpfer verstehen, der sich eine Menge Regeln ausgedacht hat, die man besser befolgt, stört sich der kleine Pinguin ganz unfromm an Gottes Unsichtbarkeit, die für ihn ein klarer Nachteil ist. Da sich das Trio einfach nicht einigen kann, gipfelt der Streit darin, dass der kleine Pinguin die beiden anderen wutentbrannt zurücklässt.

    Kurz darauf bekommen die beiden Großen Besuch von einer Taube, die ihnen verkündet, dass Gott genug hat von den Streitigkeiten auf Erden und daher eine Sintflut schickt, um die Welt auszulöschen und noch einmal von vorne anzufangen. Nur jeweils zwei Tiere einer Art sollen sich um Acht an der Arche Noah einfinden, um dem Tod in den Fluten zu entrinnen.
    Die Pinguine willigen ein, doch was ist mit ihrem Freund? Den können sie – trotz aller Zankerei – doch nicht einfach zurücklassen.
    Und so schmuggeln sie den Kleinen einfach auf die Arche und sorgen damit für einige Aufregung…

    Ursprünglich handelt es sich bei der Geschichte um ein Theaterstück, das unter der Regie des Autors 2006 uraufgeführt und seitdem – ebenso wie die Hörspielfassung – mehrfach ausgezeichnet wurde.
    Unbeschwert und unaufdringlich lässt Ulrich Hub seine Pinguine philosophische Fragen aufwerfen, die irgendwann wohl jedes Kind einmal stellt: Wer ist Gott? Wo ist er? Und warum kann man ihn nicht sehen?
    Kindgerecht und vor allem auf höchst amüsante Weise versucht er, Antworten zu geben, ohne dabei eine bestimmte Auffassung in Stein zu meißeln, denn letztlich sind alle gebotenen Ansätze frei interpretierbar und stehen – besonders im Hinblick auf das unkonventionelle Ende – vielleicht auch nicht immer ganz im Einklang mit dem, was die Kirche predigt.

    Neben dem ausgesprochen ulkigen Schreibstil voller Wortwitz und spritziger Dialoge sind es besonders die wunderbar herzigen Illustrationen von Jörg Mühle, die dieses 85 Seiten starke Büchlein zu einem süßen und intelligenten Leseerlebnis machen.
    Einziger Kritikpunkt ist ein Logikfehler am Schluss, der zwar erzählerisch seine Berechtigung hat, aber letztendlich eben doch ein Fehler bleibt.

    FAZIT: Eine kleine, aber feine Geschichte über Freundschaft, Glaube und Toleranz, die auch bei großen Lesern Anklang finden dürfte.

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