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UlrichKuehnen

vor 2 Jahren

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Liebe Buch-Liebhaber,

hiermit lade ich Euch herzlich ein, an dieser Leserunde zu meinem Buch teilzunehmen. Ich bin gespannt, was Ihr zu sagen habt!

Es gibt 10 Freiexemplare zu gewinnen.

Worum geht es in diesem Buch?

Der Mensch ist kulturbegabt und zugleich Teil der Tierwelt dieses Planeten. Er kann sich frei entscheiden, was er tun will, und hat enorme kulturelle Leistungen hervorgebracht; zugleich spiegeln seine Verhaltensweisen oftmals sehr alte, evolutionäre Programme wider. Wo verlaufen die Grenzen, wo sind die Schnittstellen zwischen kulturell geformten und evolutionär geprägten Verhaltensanteilen? In welchen Erlebnis- und Verhaltensbereichen ist der Einfluss der Kultur stärker, welche Anteile können auf evolutionäre Prozesse zurückgeführt werden?

Dieses leicht verständliche und mit etwas Humor geschriebene Buch zeigt, warum wir Menschen zwar oftmals die Weisheit im Kopf haben, aber dann doch von dem "Affen in unserem Rucksack" die Richtung gewiesen bekommen. Das Buch nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise in die Tiefen des Bewusstseins und vermittelt verblüffende Einsichten in die Grundlagen unseres Erlebens und Verhaltens.

Zu diesem Buch gibt es auch eine Website, auf der Ihr Euch einen Eindruck verschaffen könnt: www.tierisch-kultiviert.de

Die Website enthält vor allem zusätzliche, weiterführende Informationen und Links zu Texten und Videos, die man sich anschauen mag, wenn man die Themen des Buches interessant findet.

Und hier nun meine Frage, mit der Ihr Euch zur Verlosung eines der 10 Freiexemplare bewerben könnt: Welches der 11 Kapitel klingt für Euch ganz spontan am spannensten? Ihr findet die Kapitel wo....? Ja, genau: www.tierisch-kultiviert.de

Viel Spaß schon mal beim Stöbern!

Ich freue mich auf die Leserunde (Start 4. September - bzw. kurz danach), an der ich mich gerne aktiv beteiligen werde.

 

Auf bald,

Ulrich Kühnen

 

Autor: Ulrich Kühnen
Buch: Tierisch kultiviert - Menschliches Verhalten zwischen Kultur und Evolution

orfe1975

vor 2 Jahren

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Na, da mache ich doch gerne mal den Anfang! Ich befasse mich schon seit meiner Jugend mit den Themenstellungen, was den Menschen ausmacht bzw. formt. Ist es Instinkt, also angeboren oder welcher Teil wird durch Kultur und Gesellschaft geformt. Wie entsteht Kultur eigentlich? Und eben das Thema: wieso ticken wir Menschen unter der kulturellen Oberfläche in Extremsituationen dann doch ähnlich bzw. reagieren in bestimmten Mustern?
Das Thema finde ich extrem spannend und die Webseite zu dem Buch sieht sehr gut gemacht aus. Ganz spontan hat mich das letzte Kapitel angesprungen: Kapitel 11: Wieso wir an Gott glauben (und wieso das zu tun ein evolutionärer Vorteil war) " Als Christ habe ich mir auch schon oft diese Frage gestellt. Klar, gibt es auch Atheisten, aber die meisten glauben doch zumindest an einen höheren Sinn ihres Daseins, eine höhere Macht, die alles lenkt.
Die Diskussion zu dem Buch wird sicher sehr spannend, besonders mit Autorenbeteiligung. Daher bewerbe ich mich gerne für diese Leserunde.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 2 Jahren

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In meinem Geschichtsstudium bin ich den Fragen nachgegangen, die das Buch aus einem anderen Blickwinkel stellt. Meine Frage war da: Was bleibt über die Jahrhunderte an einem Ort gleich? Was ist kulturell geprägt, was ist dem Menschen inhärent? Fragen, die ich nach wie vor wichtig finde.
Mir geht es auch so, dass ich Kapitel 11: Wieso wir an Gott glauben (und wieso das zu tun ein evolutionärer Vorteil war) am spannendsten finde. Und sei es nur, dass ich vielleicht dagegen argumentiere. Für mich hat Gott nichts mit Glauben zu tun, sondern mit Erfahrung.

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UlrichKuehnen

vor 2 Jahren

Nachwort (und Ausblick)

Vielen Dank für die Rezensionen! Die Idee, diese dann auch bei Amazon zu posten, finde ich natürlich ganz besonders gut! Vielen Dank. Wären die anderen von Euch vielleicht auch dazu bereit? Und wenn es nicht für eine ganze Rezension reicht, so doch vielleicht lediglich für eine Bewertung?
Ich würde mich sehr freuen.

UlrichKuehnen

vor 2 Jahren

Nachwort (und Ausblick)

Liebe Leserunde,
in den vergangenen Tagen ging ein Thema durch die Medien, das aus meiner Sicht direkten Bezug zu dem im Kapitel 6 behandelten Thema des Umgangs mit Wahrscheinlichkeiten hat. Die WHO hat den Verzehr von Wurstwaren und verarbeitetem Fleisch als eindeutig krebserregend angezeigt. Das Thema ist nicht zuletzt deshalb so brisant, weil wir Deutschen natürlich zu den echten Vielfraßen zählen, was den Fleischkonsum angeht. Das hohe Maß an Fleischverzehr hat zahlreiche negative Konsequenzen und so ist es gut, dass hier einmal mehr eine Mahung zur Mäßigung erfolgt! Aber wie verhält es sich denn nun mit dem Krebsrisiko durch Fleischverzehr: Wie groß ist es denn eigentlich genau?
In der heutigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gibt es einen interessanten Artikel im Wissensteil zu dieser Frage. Da heißt es zunächst relativ zu Beginn des Artikels: " Mit jeder 50-Gramm-Portion verarbeitetem roten Fleisch pro Tag - das sind etwa zweieinhalb Scheiben Schinken oder Wurst - erhöhe der Konsument auf lange Sicht sein Darmkrebsrisiko um 18 Prozent, verkündtete die zur WHO gehörende internationale Forschunsgagentur IARC." Das klingt gewaltig! Wer zum Beispiel fünfmal so viel isst, erhöht sein Krebsrisiko also um fast 100 Prozent.

Aber was heißt denn so eine Angabe: Worauf beziehen sich diese 18 Prizent denn eigentlich? Ist hier gemeint "im Vergleich zu Menschen, die kein Fleisch verzehren"? Oder beziehen sich die 18 Prozent auf einen Vergleich mit der Basisrate ganz unhängig von der Lebensweise? Oder bezieht sich diese Aussage soweiso nur auf das Risiko an sich: Wenn durch langfristigen Verzehr von 50 Gramm Fleisch pro Tag zwei statt nur ein Mensch von einer Million stirbt, ist das eine Erhöhung von 100 Prozent - und trotzdem praktisch vernachlässigbar. Diese "18 Prozent" klingen nach viel, sagen aber wenig.

Dankenswerter Weise gibt uns im Verlauf des Artikel die FAS absolute Zahlen an die Hand (die wir, wie wir durch Gerd Gigerenzer wissen, besser verstehen können also Wahrscheinlichkeiten). Die FAS: "Eine Million von sieben Milliarden Erdbewohnern fallen laut WHO-Bericht jedes Jahr einem durch Rauchen verursachten Tumor zum Opfer. 200.000 Krebstote gehen auf das Konto des Alkohols. Wurst und Schinken sollen jetzt für 34.000 Sterbefälle verantwortlich sein. 'Den Daten zufolge könnten es aber aber auch nur ein Bruchteil davon oder bis zu 50.000 Opfer sein", sagt [der bereits zuvor zitierte Professor für Krankheitsprävention] Ioannidis, 'wahrscheinlich liegt die Zahl eher am unteren Ende".

Das durch hohen Fleischkonsum verursachte zusätzliche Krebsrisikio ist also durchaus substantiell und ernstzunehmen, aber 34.000 zusätzliche Tote von sieben Milliarden Menschen klingt doch erheblich anders als 18 Prozent erhöhtes Darmkrebsrisiko mit jeder täglichen 50 Gramm-Protion Fleisch - oder?

charlotte

vor 2 Jahren

Witzigerweise musste ich bei Lesen der WHO-Neuigkeiten sofort an das denken, was wir in Kapitel 6 gelesen haben.
Ich kann Ihren Ausführungen nur zustimmen.
Natürlich finde ich es durchaus lobenswert, dass der Verzehr von Fleisch erstmal negativ dargestellt wird. Unser übermässiger Fleischverzehr ist defintiv schlecht für uns und unsere Umwelt. Ich selber bin seit einiger Zeit aus diesen Gründen Vegetarier.
Es gibt eine Menge sehr guter Gründe, weniger oder kein Fleisch zu essen, aber genau diese Argumentation mit diesen Zahlen sollte man doch wirklich kritisch beleuchten.
Mässigung beim Fleischverzehr tut sicher allen gut, aber ob man das Ziel mit solchen Meldungen erreicht, finde ich sehr zweifelhaft.

UlrichKuehnen

vor 2 Jahren

Nachwort (und Ausblick)

Liebe Alle,
ich wollte mich noch einmal für Eure Beiträge und Eur Interesse bedanken. Die Leserunde hat mir viel Spaß gemacht und ich freue mcich natürlich auch über die positiven Bewertungen. Mein Gefühl ist, dass die Diskussionen nun zu Ende gelaufen sind, und daher wollte ich mich verabschieden.
Natürlich wäre ich sehr, sehr dankbar, wenn Ihr mein Buch weiterempfehlen würdet. Auch für negative Kritik bin ich offen und dankbar. Vielleicht kann sich der eine oder die andere von Euch ja auch noch durchringen, ein paar Zeilen für eine Rezension niederzuschreiben, so Ihr dies noch nicht gemacht habt.

Und wer weiß: Vielleicht gibt es ja auch ein nächstesmal....
Tschüß. Uli Kühnen

Samuel_Pickwick

vor 2 Jahren

Nachwort (und Ausblick)

Wie immer etwas verspätet: Meine Rezension:

http://www.lovelybooks.de/autor/Ulrich-K%C3%BChnen/Tierisch-kultiviert-Menschliches-Verhalten-zwischen-Kultur-und-Evolution-1164245397-t/rezension/1206053576/

Ebenfalls bei Amazon eingestellt.

Vielen Dank noch einmal für das tolle Buch. Mit das Beste, was ich seit langem gelesen habe!!!

Ein Tipp für die nächste Leserunde: Das kapitelweise Vorgehen fand ich nicht sehr hilfreich - es wäre vermutlich besser gewesen, wenn man das in 3-4 Abschnitte zusammengefasst hätte.

Noch einmal: Vielen Dank, es hat viel Spaß gemacht!

Buechergarten

vor 2 Jahren

Nachwort (und Ausblick)

Dann schließe ich mich gleich an:

http://www.lovelybooks.de/autor/Ulrich-K%C3%BChnen/Tierisch-kultiviert-Menschliches-Verhalten-zwischen-Kultur-und-Evolution-1164245397-t/rezension/1206073765/

Vielen Dank fürs Mitlesen-Dürfen! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und das Buch ist gleich an meinen Papa weiter gewandert und wird jetzt dort gelesen! :)

UlrichKuehnen

vor 2 Jahren

Nachwort (und Ausblick)

Eigentlich wollte ich hier nichts mehr posten, aber Eure Rezensionen erfordern einen erneuten, herzlichen Dank. Es freut mich wirklich sehr, dass Euch das Buch offenbar so durchweg gut gefallen hat! "Ein torreiches Unentschieden" - darüber musste ich sehr schmunzeln...

Leider haben gerade die Ereignisse der letzten Tage erneut auf entsetzliche Weise gezeigt, wie dringend wechselseitiges Verständnis zwischen den Kulturen befördert werden muss. Ich habe nicht ahnen können, wie aktuell die Warnung werden würde, die ich in Kapitel 11 ungefähr so ausgedrückt habe: "Religion ist so etwas wie Öl auf das Feuer von Wertekonflikten". Ich habe nicht geahnt, wie sehr diese Warnung wörtlich zu nehmen ist.

Wenn dies tatsächlich ein Krieg ist, dann sollte zumindest eine unserer stärksten Waffen der Geist der Aufklärung sein. Für mich ist die "Beantwortung der Frage. Was ist Aufklärung?" (Immauel Kant, 1784) immer noch und immer wieder ein heroischer Text. Kants Worte sind auch nach mehr als 200 Jahren von geradezu gespenstischer Aktualität:

"Wenn denn nun gefragt wird: Leben wir jetzt in einem aufgeklärten Zeitalter? so ist die Antwort: Nein, aber wohl in einem Zeitalter der Aufklärung. Daß die Menschen, wie die Sachen jetzt stehen, im Ganzen genommen, schon imstande wären, oder darin auch nur gesetzt werden könnten, in Religionsdingen sich ihres eigenen Verstandes ohne Leitung eines Anderen sicher und gut zu bedienen, daran fehlt noch sehr viel. Allein daß jetzt ihnen doch das Feld geöffnet wird, sich dahin frei zu bearbeiten, und die Hindernisse der allgemeinen Aufklärung, oder des Ausganges aus ihrer selbst verschuldeten Unmündigkeit allmählich weniger werden, davon haben wir doch deutliche Anzeigen. In diesem Betracht ist dieses Zeitalter das Zeitalter der Aufklärung [...]".

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