Ulrich Kienzle

 4.8 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Abschied von 1001 Nacht, Tödlich Naher Osten und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ulrich Kienzle

Ulrich Kienzle, geboren 1936 in Neckargröningen, studierte Politikwissenschaft in München und Tübingen, bevor er zum Fernsehen ging. Er begann 1963 als Fernsehredakteur für die Abendschau beim Süddeutschen Rundfunk, wo er auch als Redaktionsleiter und Moderator für das Auslandsmagazin "Kompass" arbeitete. Ab 1974 war er als ARD-Korrespondent für die Arabische Welt tätig, erst in Beirut, ab 1976 in Kairo. Aufgrund seiner Weigerung, neben seiner Tätigkeit als Journalist auch als Informant für den deutschen Auslandsgeheimdienst zu arbeiten und einem Eklat mit dem israelischen Botschafter Deutschlands, wurde er in das ARD-Auslandsstudio in Pretoria versetzt, wo er bis 1980 über das Südliche Afrika berichtete. Anschließend arbeitete er zehn Jahre als Fernseh-Chefredakteur bei Radio Bremen. Danach moderierte er drei Jahre lang das "auslandsjournal" des ZDF und übernahm danach gemeinsam mit Bodo H. Hauser die Moderation und Redaktionsleitung des Politmagazins "Frontal". Für das Format "WISO" moderierte und leitete er seine eigene Rubrik: "Fahren mit Kienzle". Außerdem schreibt er mit Vergnügen über die Eigenheiten der Schwaben. Kienzle ist verheiratet und lebt im Rheingau.

Alle Bücher von Ulrich Kienzle

Ulrich KienzleAbschied von 1001 Nacht
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Abschied von 1001 Nacht
Abschied von 1001 Nacht
 (2)
Erschienen am 12.10.2011
Ulrich KienzleTödlich Naher Osten
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Tödlich Naher Osten
Tödlich Naher Osten
 (1)
Erschienen am 30.09.2017
Ulrich KienzleUlrich Kienzle und die Siebzehn Schwaben
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Ulrich Kienzle und die Siebzehn Schwaben
Ulrich Kienzle und die Siebzehn Schwaben
 (1)
Erschienen am 09.11.2012
Ulrich KienzleDie Schwaben
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Die Schwaben
Die Schwaben
 (0)
Erschienen am 01.10.2013
Ulrich KienzleWo kommsch denn Du alds Arschloch her?
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Wo kommsch denn Du alds Arschloch her?
Wo kommsch denn Du alds Arschloch her?
 (0)
Erschienen am 11.11.2008

Neue Rezensionen zu Ulrich Kienzle

Neu
W

Rezension zu "Tödlich Naher Osten" von Ulrich Kienzle

Unsere Außenpolitik scheint relativ hilflos angesichts dieser Diagnose
WinfriedStanzickvor einem Jahr



Jeder aufgeklärte Zeitgenosse weiß es eigentlich seit Jahrzehnten. Der Nahe Osten ist ein Pulverfass, das irgendwann die Welt in Brand setzen wird. Journalisten wie Ulrich Kienzle und ganz unterschiedliche Wissenschaftlicher wie etwa Dan Diner („Versiegelte Zeit“) haben in Artikeln und Büchern seit langer Zeit immer wieder darauf hingewiesen. Unzählige Friedensinitiativen zwischen Israel und den Palästinensern sind fehlgeschlagen, die schwierige Situation hat sich immer weiter zugespitzt.


Nun ist seit Beginn des Syrienkrieges und dem immer erbitterteren Bruderkrieg zwischen Sunniten (Saudi-Arabien) und Schiiten (Iran) mit seinen zahlreichen Stellvertreterkriegen (z.B. Jemen) die Situation nicht nur dort noch explosiver geworden. Nicht nur durch die unzähligen Flüchtlinge, die sich von dort auf den Weg nach Europa machen, sind wir in Westeuropa und spezielle in Deutschland ganz nah dran an dem „tödlich Nahen Osten“.

Ulrich Kienzles neues Buch versucht  auf eine ganz besondere Weise so etwas wie „Orientierung für das orientalische Chaos“  zu schaffen für den deutschen Leser, der Kienzle aus seiner jahrelangen Fernsehsendungen noch kennt und schätzt.

Aus jedem Land des Nahen Ostens, das er aktuell beschreibt, stellt er in kurzen Gesprächen einen Menschen vor, der zur Zeit in Deutschland lebt, weil er dort bedroht war oder aus anderen Gründen fliehen musste. So gibt er seinen aufschlussreichen Geschichten authentische Gesichter und bricht die große Politik auf eine private Ebene herunter. Doch er blickt auch zurück in die Geschichte, berichtet von seiner Zeit als Nahost Korrespondent – und von seinen aktuellen Reisen.

Anhand der elf persönlichen Geschichten erklärt anhand von elf Ländern und Regionen des Nahen Ostens die wesentlichen Zusammenhänge der Konflikte zwischen Religion und Terror, Ost und West, Staaten und Ethnien.

Das Buch ist aufschlussreich, vermag aber so wie andere auch keine wirkliche Hoffnung vermitteln, dass sich an diesem Chaos im Orient in absehbarer zweit irgendetwas ändert, einfach deshalb, weil es keine gibt.

Unsere Außenpolitik scheint relativ hilflos angesichts dieser Diagnose. Ein Hochexplosiver Zustand, der uns auch ohne Flüchtlinge noch Jahrzehnte in Atem halten wird.



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ban-aislingeachs avatar

Rezension zu "Abschied von 1001 Nacht" von Ulrich Kienzle

informatives Sachbuch über den Nahen Osten
ban-aislingeachvor 2 Jahren

Das Buch „Abschied von 1001 Nacht“ wurde von dem Journalisten Ulrich Kienzle geschrieben. 2011 ist es im sagas.edition Verlag erschienen und umfasst 352 Seiten.

Der Journalist, Publizist und Nahostexperte Ulrich Kienzle studierte Politikwissenschaften, Germanistik und Kunstgeschichte. Er arbeitete erst einmal bei der ARD in Stuttgart und dann wurde er von dieser als Korrespondent in die arabische Welt, genauer gesagt nach Beirut (Hauptstadt des Libanon) geschickt und blieb dort von 1974 bis 1976. Ein Jahr berichtete er dann aus Kairo, weil er nach dem Einmarsch der syrischen Armee während dem libanesischen Bürgerkrieg geflohen war. Danach ging es nach Südafrika. Doch die arabische Welt ließ ihn nie wieder ganz los. So berichtete er unter anderem als einer der ersten internationalen Journalisten über das Massaker von Sabra und Schatila. Drei Jahre von 1990 bis 1993 leitete er dann die Hauptredaktion Außenpolitik und moderiete das Auslandsjournal.

Das Buch ist in einem sehr angenehmen Schreibstil geschrieben, welcher sich sehr flüssig lesen lässt und sowohl sehr interessant wie auch informativ ist. Mir hat sehr gefallen, dass man durch das Buch auch einiges über den Alltag im Libanon aus deutscher Sicht erfahren hat und viel von der Arbeit eines Journalisten. Als solcher braucht man vor allem im Krieg Nerven aus Stahl, so dass ich während dem Lesen oftmals den Hut vor diesem mutigen Journalisten gezogen haben. Der Schwerpunkt des Buches liegt vor allem auf den Libanon, auch wenn Ägypten ebenfalls sehr wichtig ist. Die anderen Staaten werden jedoch nicht vergessen. So liest man über den Aufstieg und den Fall von Gaddafi und Saddam Hussein. Außerdem lernt man einiges über Syrien, die Golfstaaten und es gibt auch eine Erklärung zu Saudi-Arabien. Mir hat auch sehr gefallen, dass der arabische Frühling ebenfalls erwähnt wurde.

Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.

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Postbotes avatar

Rezension zu "Ulrich Kienzle und die Siebzehn Schwaben" von Ulrich Kienzle

Heimatgefühle
Postbotevor 5 Jahren

17 Prominente Schwaben werden zum interview einzeln eingeladen, von Ulrich Kienzle um dieses eigenwillige Buch enstehen zu lassen. Es geht um fragen, warum der Schwabe so a schaffer isch,schwätzted ihr noch schwäbisch oder wird auch noch schwäbisch gekocht? Jeder einzelne gibt seine Antworten im Interview zwischen Kienzle und Befragter an.
Interessante Antworten die einem zum schmunzeln bringen aber auch nachdenkliches nachhallen lassen.Z.B. Das der SWR fast alles auf seinem Sender Hochdeutsch spricht. Nachrichten,Infosendungen usw. Anderseitz, aber Mundart Fernsehserien sehr beim Zuschauer ankommen. Oder die Berlin-Schwabenphase, das man die Schwaben dort nicht mag, das Arschloch doch ein original schwäbisches Schimpfwort ist. Sowie Schneggele ein Kosewort ist. Sich aber Cem Özdemirs Freundin dazu geäußert hat das es im türkischen schönere Kosenamen gibt wie z.B. Licht meines Auges,und Schneggele eine schleimige Schnecke sei.
Es gibt noch viele andere, sehr aufschlussreiche Antworten die zum weiterlesen einladen und keine langeweile aufkommen lassen.
Mir hat sehr gut gefallen das die 17 Protagonisten nicht alle Urschwaben sind und noch andere Wurzeln aufweisen ,sich aber doch zu 100% als Schwaben fühlen. Man erfährt von den 17 auch privates das für mich die Person in einem anderen Licht stehen läßt. Hier ein paar Namen von den Befragten die mir besonderst gut gefallen haben.Sibylle Lewitscharoff, Cem Özdemir,Felix Huby, Natalia Wörner...
Schwäbische Wörter werden im Buch auf Hochdeutsch übersetzt so hat auch ein lesender Nichtschwabe die Change alles zu verstehen.

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Ulrich Kienzle wurde am 09. Mai 1936 in Neckargröningen (Deutschland) geboren.

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