Ulrich Kienzle Abschied von 1001 Nacht

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Inhaltsangabe zu „Abschied von 1001 Nacht“ von Ulrich Kienzle

Die autobiografische Geschichte eines Journalistenlebens im Orient: Ulrich Kienzle, langjähriger ARD-Nahostkorrespondent und ZDF-Auslandschef, spannt einen Bogen über 40 Jahre Nahostkonflikt. Er vermittelt einen ebenso fesselnden wie persönlichen Einblick in die arabische Welt und erklärt den 'Arabischen Frühling' aus der Entwicklung der Konflikte im Nahen Osten heraus. Gleichzeitig beschreibt er seinen Alltag als Kriegsreporter: erschütternde und berührende Erlebnisse, Zeugnisse faszinierender Mediengeschichte.

Sehr informatives Sachbuch über den Nahen Osten. Es lässt sich sehr flüssig lesen und ist sowohl spannend wie auch interessant.

— ban-aislingeach
ban-aislingeach

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    Abschied von 1001 Nacht
    ban-aislingeach

    ban-aislingeach

    07. December 2016 um 10:41

    Das Buch „Abschied von 1001 Nacht“ wurde von dem Journalisten Ulrich Kienzle geschrieben. 2011 ist es im sagas.edition Verlag erschienen und umfasst 352 Seiten. Der Journalist, Publizist und Nahostexperte Ulrich Kienzle studierte Politikwissenschaften, Germanistik und Kunstgeschichte. Er arbeitete erst einmal bei der ARD in Stuttgart und dann wurde er von dieser als Korrespondent in die arabische Welt, genauer gesagt nach Beirut (Hauptstadt des Libanon) geschickt und blieb dort von 1974 bis 1976. Ein Jahr berichtete er dann aus Kairo, weil er nach dem Einmarsch der syrischen Armee während dem libanesischen Bürgerkrieg geflohen war. Danach ging es nach Südafrika. Doch die arabische Welt ließ ihn nie wieder ganz los. So berichtete er unter anderem als einer der ersten internationalen Journalisten über das Massaker von Sabra und Schatila. Drei Jahre von 1990 bis 1993 leitete er dann die Hauptredaktion Außenpolitik und moderiete das Auslandsjournal. Das Buch ist in einem sehr angenehmen Schreibstil geschrieben, welcher sich sehr flüssig lesen lässt und sowohl sehr interessant wie auch informativ ist. Mir hat sehr gefallen, dass man durch das Buch auch einiges über den Alltag im Libanon aus deutscher Sicht erfahren hat und viel von der Arbeit eines Journalisten. Als solcher braucht man vor allem im Krieg Nerven aus Stahl, so dass ich während dem Lesen oftmals den Hut vor diesem mutigen Journalisten gezogen haben. Der Schwerpunkt des Buches liegt vor allem auf den Libanon, auch wenn Ägypten ebenfalls sehr wichtig ist. Die anderen Staaten werden jedoch nicht vergessen. So liest man über den Aufstieg und den Fall von Gaddafi und Saddam Hussein. Außerdem lernt man einiges über Syrien, die Golfstaaten und es gibt auch eine Erklärung zu Saudi-Arabien. Mir hat auch sehr gefallen, dass der arabische Frühling ebenfalls erwähnt wurde. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.

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  • Rezension zu "Abschied von 1001 Nacht" von Ulrich Kienzle

    Abschied von 1001 Nacht
    hproentgen

    hproentgen

    03. November 2011 um 11:27

    40 Jahre war Ulrich Kienzle Reporter in der arabischen Welt, in Ägypten und dem Libanon. Hat den Aufstieg Saddam Husseins und Gaddafis erlebt, weiß, wie sie als Modernisierer an die Macht kamen und wie sie diese brutal ausgenutzt haben. Vor allem aber hat er den libanesischen Bürgerkrieg erlebt, wie ein Land in Bomben und MG Salven versank. Geschichten aus dem Leben eines Kriegsreporters, kaum glaubliche Brutalitäten, Clans und Milizen, die nach Belieben morden und wie die Libanesen dennoch weiterlebten, mit Chuzpe, mit Charme und Gewalt. Kein Buch über den arabischen Frühling, aber ein Buch über die vierzig Jahre davor und gerade deshalb sagt es soviel mehr über die Revolte aus als mancher Augenzeugenbericht. Aber auch ein Buch über deutsche Fernsehwirklichkeit, von den Anfängen der Sender, den ersten Auslandskorrespondenten, der Politik, die unerwünschte Informationen nicht sehen wollte und deshalb eingriff, als Kienzle erstmals die Zusammenarbeit Israels und der südlibanesischen Armee filmte und prompt aufgrund israelischem Druck nach Südafrika versetzt wurde. Doch nicht für lange. Auch die Realität des ägyptischen Diktators Sadat schildert er, der im Westen so geliebt wurde, weil er Frieden mit Israel geschlossen hatte und über dessen despotisches System man gerne hinwegsah. Dass Sadat aus der Sicht der Ägypter ganz anders aussah, als aus der Sicht europäischer und amerikanischer Außenpolitiker, wollte man in Deutschland und anderswo nicht wahrhaben. Natürlich ist das Buch nur "Ein Versuch die Araber zu verstehen". Letztendlich ist das genauso schwierig, wie "die Deutschen zu verstehen". Und doch lernt der Leser aus Kienzles Buch weit mehr als aus so manchem anderen, dass nur die gängigen Klischees widerkäut. Spannend wie ein Thriller, mit kaum glaublichen Szenen und gleichzeitig eine Einführung in die arabische Welt und deren Geschichte: Was will der Leser mehr? Leseprobe: http://www.ulrichkienzle.de/index.html Homepage des Autors: http://www.sagas-produktionen.de/index.php?id=276 Abschied von 1001 Nacht, mein Versuch, die Araber zu verstehen, Ulrich Kienzle, Sagas Edition, Oktober 2011 ISBN-13: 3981251075, gebunden, 350 Seiten, Euro 19,90

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