Ulrich Kraetzer Salafisten

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Inhaltsangabe zu „Salafisten“ von Ulrich Kraetzer

Nicht jeder Salafist ist ein Terrorist, aber fast alle Terroristen sind Salafisten Ulrich Kraetzer beschäftigt sich seit Jahren mit dem Salafismus. In seinem Buch bringt er die Gefahren des Salafismus auf den Punkt und zeigt, warum selbst moderate Prediger mit ihrer salafistischen Lesart des Islam den Weg zu Gewalt und Terror ebnen können – auch wenn sie das nicht beabsichtigen. Das Zerrbild von bösen bärtigen Männern, die sich bei der erstbesten Gelegenheit in die Luft sprengen, bedient das Buch aber nicht. Es erklärt die Wurzeln, die Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede salafistischer Strömungen in Deutschland – und verdeutlicht, dass der Staat im Kampf gegen Gewalt und Terror sogar mit salafistischen Predigern zusammenarbeiten kann. Das erste Buch, das sich einem komplexen Thema mit unverstelltem Blick nähert.

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  • Das Fragezeichen im Untertitel ist ernst gemeint

    Salafisten
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    12. March 2014 um 11:28

        Das Fragezeichen im Untertitel des vorliegenden Buches des Journalisten und Extremismusexperten Ulrich Kraetzer ist ernst gemeint und keine bloß rhetorische Finte. Denn obwohl der Salafismus als eine besondere Spielart des Islam seit längerer Zeit die Medien beherrscht, etwa wenn man von schon 16- jährigen Mädchen lesen kann, die unter seinen Einfluss geraten, nach Syrien ausreisen und dort im bewaffneten Kampf sterben, oder wenn als führende Vertreter dieser Glaubensrichtung dargestellte bärtige junge Männer in öffentlichen Reden unsere freiheitliche Grundordnung und Verfassung verhöhnen, z. B. Pierre Vogel, bleibt der Salafismus in seinen unterschiedlichen Spielarten unserer Öffentlichkeit ein großes Rätsel.   Obwohl Funktionäre muslimischer Verbände betonen immer wieder, die  ?Salafisten seien lediglich eine Randgruppe des Islam, die problematische Meinungen vertrete, kann man nicht übersehen, dass die Attraktivität der Salafisten insbesondere bei jungen Menschen in unserem Land wächst.   Ulrich Kraetzer hat sich in diese Kreise begeben, er hat unzählige Gespräche geführt mit Salafisten und schafft es, ohne das Klischee vom bärtigen Mann zu strapazieren, ein differenziertes Bild des Salafismus in seiner Geschichte und seinen gegenwärtigen Ausprägungen zu zeichnen und einen verantwortlichen Umgang damit anzumahnen. Dabei setzt er unter anderem auf die wachsende Bedeutung liberaler islamischer Theologen wie etwa Mouhanad Khorchide in Münster, wenn er resümiert: „Wenn Stimmen wie die des Theologen Khorchide oder des Islamwissenschaftlers Murtaza aber nicht verstummen, sondern in der Gemeinschaft des Muslime auf Akzeptanz stoßen, und wenn Politik , Medien und Zivilgesellschaft lernen, einen differenzierten Umgang mit der salafistischen Bewegung zu entwickeln und ihren Predigern und Propagandisten mit einer Politik der Ausgrenzung und des Aktionismus nicht permanent Steilvorlagen  liefern – dann könnte sich die Herausforderung des Salafismus schneller erledigen, als es den Vertretern der vermeintlich ‚einzig wahren Religion’ und der angeblich ‚auserwählten Gruppe’ lieb sein kann.“   Das wird dauern. Auch die Reformation Luthers war ein langer Prozess. Der von Kraetzer erwähnte Theologe Khorchide ist innerhalb der muslimischen Vertreter sehr umstritten und wird nicht selten angefeindet. Dennoch mag auch für Kraetzers Buch das gelten, was Khorchide zu seinem Buch „Islam ist Barmherzigkeit schrieb.    „Das Buch richtet sich auch an Menschen, die ein stark verzerrtes Bild vom Islam haben, das einer restriktiven und gewaltbereiten Religion. Auch diese Leser haben hier die Möglichkeit, einen neuen Islam kennenzulernen: einen, der nicht nur mit Demokratie und Menschenrechten vereinbar und bemüht ist, einen Beitrag zu einem konstruktiven Miteinander aller Menschen zu leisten, sondern der auch den Wert des Menschen als würdevollstes Geschöpf Gottes betont, unabhängig davon, welche Weltanschauung der einzelne Mensch haben mag.“ Möge solche Bücher, dem hoffentlich noch viel weitere folgen, die muslimischen und die christlichen Leser befähigen, ernsthafter, tiefer und kritischer sich auseinanderzusetzen mit ihrem eigenen Glauben. Denn nur wer weiß, was er glaubt, was ihm unverzichtbar wichtig ist, der ist überhaupt fähig, jenen viel beschworenen Dialog zu führen, den auch unsere säkulare Gesellschaft für ihren inneren Frieden dringend braucht. Und so können sich auch jene Menschen befreien von Vorurteilen und falschen Einschätzungen besonders das Wesen des Islam betreffend, die für ihr eigenes Leben keine religiöse Fundierung brauchen, dennoch sich aber für ein friedliches und demokratisches Zusammenleben aller Bürger einsetzen.

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