Ulrich Matthes

Lebenslauf von Ulrich Matthes

Ulrich Matthes, 1959 in Berlin geboren, ist einer der profiliertesten deutschen Darsteller auf der Bühne, im Fernsehen und im Kino. Er war an den Münchner Kammerspielen und dem Wiener Burgtheater engagiert und ist seit 2004 festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin. Im Kino verkörperte er unter anderem Joseph Goebbels im preisgekrönten Kriegsdrama »Der Untergang« und für seine Rolle im Tatort »Im Schmerz geboren« wurde er 2015 mit dem Grimme Preis sowie als bester Schauspieler national mit einer Goldenen Kamera ausgezeichnet. Ulrich Matthes ist zudem ein gefragter Hörbuchinterpret.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Ulrich Matthes

Cover des Buches Siddharta (ISBN: 9783895847417)

Siddharta

 (22)
Cover des Buches Der Junge im gestreiften Pyjama (ISBN: 9783866108301)

Der Junge im gestreiften Pyjama

 (23)
Erschienen am 10.06.2009
Cover des Buches Ein ganzes Leben (ISBN: 9783864846540)

Ein ganzes Leben

 (15)
Erschienen am 24.06.2020
Cover des Buches Mister Aufziehvogel (ISBN: 9783829114011)

Mister Aufziehvogel

 (12)
Erschienen am 24.02.2004
Cover des Buches Die Pest (ISBN: 9783869741536)

Die Pest

 (12)
Erschienen am 01.01.2013
Cover des Buches Freiheit (ISBN: 9783844502848)

Freiheit

 (10)
Erschienen am 16.09.2010
Cover des Buches Das Geisterhaus (ISBN: 9783867177528)

Das Geisterhaus

 (7)
Erschienen am 07.11.2011
Cover des Buches Pnin (ISBN: 9783898131964)

Pnin

 (7)

Neue Rezensionen zu Ulrich Matthes

Cover des Buches Dshamilja (ISBN: 9783742400161)S

Rezension zu "Dshamilja" von Tschingis Aitmatow

Wirklich schöne Liebesgeschichte aus einem fernen Land...
Shannonvor 6 Monaten

Wäre ich nicht bei der besten Klassikerrunde der Welt dabei, würde ich "Dshamilja" bis heute nicht mal vom Hörensagen kennen. Was ein echter Verlust für mich wäre, stellt es doch eine der feinsten Liebesgeschichten, die ich bislang gelesen habe, dar. 

Tatsächlich handelt es sich hier um das erste und einzige Buch eines kirgisischen Autors, das ich jemals gelesen habe. Und es hat mich sehr beeindruckt. Die Schilderung der Landschaft, der fremdländischen Bräuche, der ungewohnten, weil kommunistischen Verwaltung, der Verwandtschaftsbeziehungen entführt den Leser sehr rasch in eine ferne Welt - lange bevor das Wort "Jurte" zum ersten Mal auftaucht.

Und dann ist da die Hauptperson - die unverschämte, selbstbewusste, so gar nicht passen wollende "Dshamilja", die vom feinfühligen und scheuen Danijar auf bezaubernde Art und Weise erobert wird. 

Das Buch ist nicht allzu lang - das Hörbuch gut gelesen - ich kann es nur jedem Interessierten empfehlen, der für eine kurze Reise Zeit und Ort hinter sich lassen will. Klare Leseempfehlung!

Kommentare: 1
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Cover des Buches Mister Aufziehvogel (ISBN: 9783829114011)D

Rezension zu "Mister Aufziehvogel" von Haruki Murakami

Murakamis Prototyp des Surrealismus
Das_literarische_Parkettvor 9 Monaten

Mein dritter Murakami ist ausgelesen und ich kann mich nicht entscheiden, wie meine Meinung ausfällt.

Das Buch ist vielleicht ein Prototyp für das literarische Schaffen von Murakami:
die Grenze zwischen Surrealismus und Realität ist nicht eingerissen, sondern geschmolzen. Diesen Murakami zu lesen, ist wie durch Butter zu schneiden.
Mühelos. Warm. Ein bisschen komisch. Ein bisschen eklig?

Mister Aufziehvogel wird sicherlich nicht zu meinem Lieblingsbuch avancieren, aber es bleibt rätsellos, wie Murakami mit so wenig Adjektiven eine Welt zeichnet, die mit der unseren in ihrem Wahnsinn und ihrer undurchdringendlichen Schönheit ein Wesen teilt.

Ein paar Motive Murakamis lassen mich zögern - ohne dass diese Element die Beschimpfung Klischee verdienen: der unentschiedene männliche Protagonist, dessen Leben von Frauen bestimmt wird, die ihn begehren. Die sexuelle Erniedrigung von Frauen, die in ihrer Mystifizierung zwar keine Verharmlosung erfährt, aber der eine Schlüsselrolle zugeteilt wird.
Die suizidiale Sensibilität aus Naokos Lächeln macht den schnörkellosen Verirrungen eines Mannes Platz, der alle Formen des Seins erfährt.

Dieses Buch ist verrückt und so lebendig. Biographisch und vollkommen losgelöst vom Zeitgeist. Intim und unheimlich verwirrend. Verträumt und unendschieden. Weltfremd und triefend vor Leid und Lust.

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Cover des Buches Die Pest (ISBN: 9783869741536)T

Rezension zu "Die Pest" von Albert Camus

Anders als erwartet, aber super
TanteGhostvor einem Jahr

Parallelen zur aktuellen Pandemie, aber wesentlich geschickter und besser verpackt.


Inhalt: In der Stadt Oran bricht die Pest aus. Angekündigt durch Ratten, nehmen die Bewohner das Problem zunächst nichts ernst. Doch als dann vermehrt Krankheitsfälle mit gleichem Verlauf auftreten, muss man reagieren.

Die Kranken werden isoliert und so gut als möglich betreut, doch es werden immer mehr Krankheitsfälle. Das Ganze geht soweit, bis die ganze Stadt abgeriegelt wird. Nichts geht mehr raus und nichts geht mehr rein. Das führt dazu, dass auch Tarrou in der Stadt fest sitzt. Zunächst sucht er noch nach einer Möglichkeit der Abriegelung zu entkommen, aber irgendwann hilft er bei der Pflege und bleibt.

Die Zeit ist begleitet von vielen Toten. Ein Junge, der Pater der Stadt und zum Schluss auch Tarrou. Fast unmerklich stirbt auch die Ehefrau des Arztes, der sich am Schluss als Verfasser dieser Chronik zu erkennen gibt.

Eine Erzählung in leichter Sprache, aber mit keinem einfachen Stoff.


Fazit: Fakt ist mal, dass ich hier etwas ganz anderes bekommen habe, als ich es erwartet habe. Aber am Ende war ich positiv überrascht. 

Die Erzählung spielt sich komplett in ein und derselben Stadt ab. Die Stadt Oran steht in ihrer Blüte und wird durch die ausgebrochene Pest komplett ausgebremst. Es ist super gut dargestellt, wie das Leben so Stück für Stück lahm gelegt wird. Wie langsam die Erkenntnis in der breiten Masse eine Wirkung zeigt. Irgendwie habe ich mich in erschreckender Weise an die momentane Corona-Situation erinnert. Da waren so viele Parallelen zum Pandemie-Verhalten der Regierung und der Bevölkerung. - In dem Moment hat mir aber leider die Flucht aus der Realität gefehlt, die Bücher bei mir sonst hervorrufen.

Trotzdem, es war eine nicht sehr actionreiche Handlung, aber unter Strom gehalten hat sie mich doch. Besonders das Schicksal des Reporters hat mich mitgenommen. Es musste ja nun wirklich nicht so enden.

Ob die Pandemie, die hier beschrieben wurde, wirklich so passiert ist, konnte ich nicht heraus finden. Allerdings habe ich in Erfahrung gebracht, dass Albert Camus ein Veteran des 2. Weltkrieges war und gerade in dieser Story so eine Art Horror über den Nationalsozialismus verarbeitet hat. Demnach gehe ich mal davon aus, dass es zwar die hier beschriebene Stadt gibt, die Story selber aber frei erfunden ist.

Der Sprecher macht einen super Job. Er hat eine lockere, fast flapsige Art, zu lesen. Das stellt die Story noch einmal in einem ganz anderen Licht dar. Wertet sie in keiner Weise ab, sondern gibt dem allem noch etwas ganz Besonderes. Der Mann beherrscht seinen Job einfach und ich glaube, ich sollte mir den Namen mal merken.

Ein kurzes Hörvergnügen war es in jedem Fall. Aber so kann eben keine Langeweile aufkommen. - Anders als erwartet, aber in jedem Fall positiv zu bewerten.


Ich kann das Buch nur empfehlen. Es ist nicht so lang, oder so dick, dass man da jetzt Massen an Zeit verlieren würde und am Ende ist man ob der Einfachheit doch so geflasht. - Zumindest mir ging es.

Doch doch, tut euch das Buch an. Es ist über Spotify als Hörbuch zu bekommen, somit recht easy.

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