Ulrich Metzner Mythos Berchtesgadener Land

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Inhaltsangabe zu „Mythos Berchtesgadener Land“ von Ulrich Metzner

Mystisch, menschlich, majestätisch Das ins Salzburgische ragende Berchtesgadener Land mit Deutschlands einzigem alpinen Nationalpark in Bayerns südöstlichster Ecke – das ist vor allem die umgebende atemberaubende Natur von voralpin bis hochalpin, vom lieblichen Rupertiwinkel bis zum önigssee, überragt von der alles beherrschenden Majestät des Watzmann-Massivs, des Berchtesgadener Schicksalsberges mit der berüchtigten Ostwand und ihren Helden von einst und heute. Das Berchtesgadener Land fasziniert mit einer Vielfalt an Sehenswertem zu allen Jahreszeiten, gerühmt als „Oberbayerns touristisches Highlight“. Hierzu zählen unter anderem das auf einem Felsensporn thronende Kehlsteinhaus, der zur reizvollen Normalität (zurück-)geführte Obersalzberg, Deutschlands einziger alpiner Nationalpark, das Berchtesgadener Königliche Schloss, die Präsenz des Salzes als das „Weiße Gold“ nicht nur im Bergwerk, und Bad Reichenhall, die Kur- und Kulturstadt. Noch immer gilt unverändert, was der durch seine Berchtesgadener Heimatromane berühmt gewordene Ludwig Ganghofer schon 1883 mit diesen Worten ausdrückte: „Herr, wen du lieb hast, den lässest du fallen in dieses Land!“
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    Mythos Berchtesgadener Land

    R_Manthey

    18. August 2015 um 09:40

    Dieser Satz, den man heute wohl so nicht mehr formulieren würde, stammt vom bayerischen Heimatdichter Ludwig Ganghofer und sollte das wunderschöne Berchtesgadener Land preisen. Für den Stil und den Inhalt dieses Buches ist er aber nicht untypisch. Was nun außer der wunderschönen Natur den Mythos dieser Gegend ausmacht, blieb mir weitestgehend verborgen. Das muss aber nichts Schlechtes bedeuten. Was man nämlich tatsächlich in diesem Buch vorfindet, ist eine Art eines recht ausführlicher Reiseführers, dem man den praktischen Teil und die Ratschläge entzogen hat, und der dafür aber nicht in der üblichen distanzierten Art von Fremdlingen verfasst wurde. Nach einer kurzen Einführung stellt der Autor zunächst die einzelnen Gemeinden des Landkreises vor. Wenn man in der Schule aufgepasst hat, dann fallen einem vielleicht beim Thema Berchtesgaden der Watzmann, der Königssee und der Obersalzberg ein, wobei letzterer wegen seiner unverschuldeten politischen Vergangenheit auch heute noch wenigstens einmal im Monat mit seinem ehemaligen Besatzer auf irgendeinem Fernsehkanal zu sehen ist. Mit diesem Berg befassen sich gleich vier Kapitel des Buches, wobei es dabei glücklicherweise auch um kulinarische Angelegenheiten geht. Natürlich muss dem Watzmann ein besonderes Kapitel gewidmet werden. Das gilt auch für den Unterberg mit seinen Höhlensystemen, den Nationalpark Berchtesgaden und selbstverständlich der schon lange vergangenen Salzförderung, die zwar in vielen Kapiteln eine Rolle spielt, aber dennoch noch einmal extra beschrieben wird. Dem von wem auch immer erfundenen Trend des "Genusswanderns" kommt der wenig anstrengende SalzAlpenSteig entgegen, der zu 125 Kilometern in Bayern verläuft. Auf ihm kann man sich von Führern über Geschichte, Kultur und den zivilisatorischen Umbau der Landschaft unterrichten lassen. An diesem Kapitel sieht man übrigens auch, dass die einzelnen Themen trotz des mittleren Umfangs dieses Buches nur angeschnitten werden. Besondere Abschnitte sind bekannten Persönlichkeiten aus dieser Region gewidmet, zum Beispiel Romy Schneider, die ihre Kindheit bei ihren Großeltern in Schönau verbrachte. Die Geschichte weniger berühmter, aber im Berchtesgadener Land bedeutender Menschen findet man zusammen in einem Kapitel am Ende des Buches. Dort versammeln sich auch Sport, Freizeit und die "Alpen-Kulinarik". Wenn man ins Berchtesgadener Land fahren und sich vorher gut über Kultur, Geschichte, Traditionen, Sehenswürdigkeiten und allerlei Freizeitangebote informieren möchte, dann ist dieses Buch dabei eine ausführliche Hilfe. Meiner Vorstellungskraft hätten bessere grafische Darstellungen insbesondere der wenigen Karten sicher etwas mehr auf die Sprünge geholfen. Das merkt man insbesondere bei der Karte zum Obersalzberg, die man eigentlich nur mit einer Lupe deuten kann. In der Produktbeschreibung steht aus unerfindlichen Gründen "Taschenbuch". Meine Ausgabe hat einen sehr festen Einband und schon gar nicht das Format eines Taschenbuches.

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