Ulrich Metzner Silberland Erzgebirge

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Inhaltsangabe zu „Silberland Erzgebirge“ von Ulrich Metzner

Das Erzgebirge zwischen Sachsen und Böhmen ist nicht nur eine wunderschöne Mittelgebirgslandschaft mit großartigen Naturdenkmälern, sondern auch geprägt durch jahrhundertelangen Bergbau nach Kohle, Salz und Erz. Besonders die nach Silber schürfenden Bergleute haben ein vielfältiges Brauchtum entwickelt, das übers ganze Jahr gepflegt wird und rund um Weihnachten seine traditionellen Höhepunkte erlebt. Ulrich Metzner setzt mit seinem Buch den Landschaften zwischen Zwickau und Dresden ein liebevolles Denkmal, er führt uns an die Silberstraße, bietet Einblicke in die Welt der Bergleute, lässt uns an den Bräuchen dieser Region teilhaben und Karl May mit seinem Frühwerk, den "Erzgebirgischen Dorfgeschichten", zu Wort kommen.
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  • "... eine aus dem Dornröschenschlaf erwachte Welt bewegender Einmaligkeiten"

    Silberland Erzgebirge
    R_Manthey

    R_Manthey

    01. December 2015 um 17:33

    Wenn im Radio jemand trällert, dass Heimat da ist, wo seine Freunde sind, dann mag das wohl stimmen, aber es ist eine recht naive Vereinfachung des Heimatbegriffes und des Heimatempfindens. Wer in einer Großstadt lebt, fühlt Heimat möglicherweise so. Ganz anders sieht das in ländlichen Regionen aus. Und dort, wo über Jahrhunderte der Zusammenhalt und die Traditionen aus einer bestimmten Quelle gewachsen sind, erleben die Bewohner Gemeinsamkeiten noch intensiver. Eine solche Region ist das Erzgebirge. Hier kommt alles vom Bergbau her, obwohl es heute dort kaum noch eine nenneswerte Erzförderung gibt. Die sogenannte Silberstraße, die von Zwickau bis Dresden führt, bildet das vordergründige Thema dieses sehr informativen und ausführlich und gut (mit Ausnahme der Karten) illustrierten Buches. Besonders in der Weihnachtszeit lohnt sich ein Besuch des Erzgebirges. Man muss nicht besonders suchen, um die traditionelle Welt seiner Bewohner zu finden. In fast jedem Ort stehen große, manchmal fast schon riesige Weihnachtspyramiden, in den Fenstern leuchten Schwibbögen. In Seiffen kann man sich in die Besucherflut einreihen, die sich in den Handwerkerläden ausbreitet und nach attraktiven Räuchermännchen fandet. Oder man fährt in die Orte, wo gerade Bergparaden oder Lichtelfeste stattfinden. Überall dort kann man sich davon überzeugen, dass Heimat viel mehr ist als nur der Wohnort von Freunden. Die Menschen empfinden ähnlich, und über viele Dinge muss man nicht groß reden, weil sie zur Alltagskultur gehören. Dieses Buch eines österreichischen Verlages zeigt die Heimatverbundenheit der Erzgebirgler und die Geschichte dieser Region mit ihrer sehr intensiven Beziehung zum Bergbau. Nicht zufällig befindet sich in Freiberg eine Technische Universität mit dem Namen "Bergakademie". Neben dem Bergbau kommen handwerkliche Traditionen des Erzgebirges zur Sprache, zahlreiche Sehenswürdigkeiten, einzelne Orte und ihre Besonderheiten, die sächsische Tradition des Automobilbaus (früher Horch bzw. Audi und nun Volkswagen), berühmte Erzgebirgler (der bekannteste ist wohl Karl May), die zahlreichen Schmalspurbahnen ebenso wie die Schlösser und Burgen der Region und natürlich auch typische Gerichte aus dem Erzgebirge. Alles in allem erzählt dieses auch für den Insider überraschend informative Buch so viel Wissenswertes und Interessantes über diese sehr eigene Region Sachsens und Deutschlands, dass man sich dort mal (wieder oder vielleicht das erste Mal) umsehen sollte.

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