Ulrich Moessner Das Ende der Gier

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Inhaltsangabe zu „Das Ende der Gier“ von Ulrich Moessner

Der Euro wankt, immer neue „Rettungsschirme“ werden aufgespannt: Wir Bürger müssen die Suppe auslöffeln, die uns die deregulierte Finanzwirtschaft eingebrockt hat. „Die zentralen Versprechungen des Neoliberalismus haben sich als Luftnummern erwiesen!“ stellt der Ex-Manager Ulrich Mössner fest. Er plädiert für eine Abkehr vom Diktat des Shareholder Value und fordert eine Wende zu einer nachhaltigen Marktwirtschaft. Er zeigt neue Lösungen auf für unsere Schulden- und Strukturprobleme – mit fachlichem Weitblick und viel praxisorientierten Know-how.

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  • Rezension zu "Das Ende der Gier" von Ulrich Moessner

    Das Ende der Gier
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    08. February 2012 um 12:33

    Das Konzept einer nachhaltigen Marktwirtschaft Im Blick auf die aktuelle Krise (nicht nur) der Eurostaaten, im Blick darauf, dass im Rahmen dieser Krise tatsächlich breite systemische Fragen sich stellen und nicht nur, wie im Rahmen der Bankenkrise, diese Fragen sich auf einen konkreten Sektor der Wirtschaft beschränken, legt Ulrich Mössner eine durchaus bedenkenswerte Konzeption einer Neuordnung der Marktwirtschaft vor. Hierbei kann Mössner seine Überlegungen mit mannigfaltigen Erfahrungen aus der Praxis unterlegen aus seinen Zeiten als Manager in vielfachen Aufgaben heraus, die ihn auch in den Bereich der Energiewirtschaft führten. Ausgehend von der Erkenntnis, dass das „weltweit vorherrschende neoliberale Wirtschaftssystem“ völlig falsch gepolt ist, das die Ausrichtung auf ständig sich fortführendes und sich steigerndes Wachstum ebenso ständig Krisen produzieren wird wie die Sicht auf rein kurzfristige Gewinne und die damit einhergehende Marktradikalität und die soziale Unausgewogenheit, entfaltet Mössner auf den 200 Seiten des Buches einen durchaus durchdachten und umsetzbaren Ansatz zu einem Gegenentwurf. Überlegungen, die an die Wurzeln der Problematik herangehen, jene „Gier“, die zunehmend die Herrschaft über „das Wirtschaften“ übernommen hat und aus der heraus jede Krisenbewältigung, jeder Aufschwung, bereits wieder die nächste Krise zwangsläufig in sich trägt, weil das „System“ ständig materiellen Wachstums letztlich keiner Änderung unterzogen wird und alle an Krisen beteiligten Akteure in unveränderter Haltung weiter im „Spiel“ verbleiben. Gut aufgearbeitet im Buch ist es, dass Mössner keine rein abstrakt-theoretischen Modelle diskutiert, sondern vielfache Bezüge zur Praxis herstellt und aus dieser Praxis heraus schon jetzt gangbare Modelle in den Raum setzt für ein ökologisches, sozial und ökonomisch nachhaltiges Handeln und Wirtschaften. Das langfristig Stabilität produziert und gar nicht unbedingt drastische Einschnitte im Blick auf eine individuelle Lebensqualität mit sich bringen würde. Die allerdings weniger profit- und wachstumsorientiert nur sein kann, dabei aber auch deutlich weniger gesellschafts- und umweltfeindlich sein wird. Erreichbar mit einer grundlegenden Reform des Wirtschafts- und Finanzsystems, die er ausführlich im Buch erläutert, nachdem er die Ursachen der immer wiederkehrenden Krisen dargelegt hat. Eine Reform, die nur mit einer Bildungs- und Innovationsoffensive zu einem Paradigmenwechsel führen kann. Zu einem nachhaltigen Wachstum, das kein exponentielles Wachstum sein kann. Seine Adressaten sind dabei die „mündigen Bürger“. Nur wenn diese ein Gegenwicht zur übermächtig erscheinenden „neoliberalen Lobby“ aufbauen können, kann genug Einfluss auf die Politik ausgeübt werden, die entscheidenden Weichen zu stellen. Dass die Märkte sich dabei nicht „selbst regulieren und kurieren“, ist eine offenkundige Tatsache und kein antiliberaler Glaubenssatz. Leider, wie so oft, kann dies auch hier nur in der Form eines Appells geschehen und leider, wie so oft, zeigen die aktuellen politischen Interventionen eher den Willen zu einem unbedingten Stützen des vorhandenen Wirtschaftssystems auf. Bedauerlich auch deshalb, weil Mössner ja beileibe nicht die einzige Stimme au und in der Wirtschaft ist, die sich in dieser Form kritisch äußert und warnend darauf hinweist, dass es in bekannter Form nicht auf Dauer weitergehen kann. Vielleicht aber ist dieses lesenwerte Buch ein weiteres Element, ein weiteres Puzzlestück im lauter werden Chor jener Stimmen, die an den Grundursachen der Übel zu arbeiten gedenken statt immer nur Risse und Brüche übertünchen zu wollen bis zur nächsten Krise. Nachvollziehbar und verständlich geschrieben ist es allemal und in seinen Vorschlägen folgt Mössner einer durchaus einsichtigen Logik, die immer drängender Im Raum steht, je deutlicher die abgewirtschafteten Grundlagen der Ökonomie der letzten Jahrzehnte zu Tage treten.

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