Ulrich Peltzer Teil der Lösung

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Inhaltsangabe zu „Teil der Lösung“ von Ulrich Peltzer

Ulrich Peltzers hoch gelobter Roman über eine politische Verschwörung und eine atemlose Liebesgeschichte in Zeiten der Überwachung Überwachungskameras am Potsdamer Platz, globalisierte Markenwelten und eingeschränkte Bewegungsfreiheit – politisches Handeln erscheint notwendig und zugleich illusionär. Christian schlägt sich als freier Journalist durch, er ist Teil des akademischen Prekariats, wie es in Berlin ganze Stadtviertel besiedelt. Für eine längst fällige Story sucht er Kontakt zu untergetauchten Ehemaligen der Roten Brigaden. In Paris soll er einen wichtigen Informanten treffen. Zunächst aber begegnet er Nele. Die hochbegabte Studentin bewegt sich, von einer geheimnisvollen Wut getrieben, durch den Jahrhundertsommer 2003. Was mit ein paar ruppigen Zufallsbegegnungen eher harmlos beginnt, entwickelt sich zu einer heftigen und verqueren Anziehung, die ihren Showdown in den Arabervierteln von Paris erlebt. Ulrich Peltzer verbindet eine störrische Liebesgeschichte mit politischen Bewegungen in Zeiten der Überwachung. In einem rasanten Ineinander von einzelnen Szenen bildet ›Teil der Lösung‹ unsere bruchstückhafte und undurchschaubare Wirklichkeit ab. Eine Verschwörungsgeschichte von großer erzählerischer Kraft.

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  • Rezension zu "Teil der Lösung" von Ulrich Peltzer

    Teil der Lösung

    paroles

    23. September 2009 um 19:29

    Start: Eine kleine Gruppe von maskierten Clowns will im Sony-Center Bewusstsein schaffen für die Allgegenwart der Überwachungskameras, von denen sie im selben Moment erfasst wird. Noch bevor eine von ihnen, die Studentin Nele, der anderen Hauptfigur, dem Journalisten ohne Anstellung und Wohnung Christian, begegnet, montiert Peltzer in schnellem Wechsel Handlungslinien, deren Zusammenhang erst später deutlich wird. In Dialogen und durch intelligente Schilderung werden Personen, soziale Szenen und Orte plastisch: Christians Alltag zwischen Broterwerb und Schreiben an einem Roman, Wege zwischen Prenzlauer Berg und Kreuzberg (kann man im Stadtplan verfolgen), Kollegen von Christian, die sich wie er von Job zu Job hangeln, ein Uniprofessor und Studienfreund von Christian, Staatsschützer, die die Aktivisten-Gruppe infiltrieren wollen. Nachdem Christian und Nele sich getroffen haben, wird aus dem Gesellschaftsroman auch ein Liebesroman - mit intensiven (klischeefrei beschriebenen) Liebesbegegnungen. Die eigensinnige und spröde Nele taucht immer wieder ab. Als sie Christian auf eine Reise nach Paris begleitet, wo er für eine Reportage Kontakt zu Informanten aus dem Kreis italienischer Polit-Aktivisten im Exil aufnehmen will, kulminiert das Geschehen und bekommt krimihafte Züge. Sollte der Eindruck von "action" enstanden sein, dann gilt das v.a. für das Flackern und Vibrieren, das durch die Montagetechnik beim Lesen entsteht; überwiegend geht es um das Innere der Personen, ihre Ungewissheiten, ihr Suchen in der der unüberschaubaren und schwer kontrollierbaren Gegenwart. Dass man anfangs erst nach und nach in das Geflecht von Personen und Handlung vordringt, sollte nicht vom Weiterlesen abhalten. Man wird dann in eine Geschichte hineingezogen, die davon erzählt, wie es sein kann, in der komplexen und unübersichtlichen Gegenwart einen eigenen Weg zu suchen.

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  • Rezension zu "Teil der Lösung" von Ulrich Peltzer

    Teil der Lösung

    damentennis

    23. August 2009 um 00:22

    jüngst las ich den irgendwo getwitterten satz über ein buch von david foster wallace: "ein unglaublich lustiges und kluges buch." nun habe ich den autor nie selber gelesen, was aber auch volkommen irrelevant ist, denn so etwas schreibt, sagt oder twittert man einfach nicht, das ist ja ungeheuerlich. ich schämte mich beim lesen regelrecht für die gesamte menschheit, weil sie so etwas hervorzubringen im stande ist. und diese unerfreuliche anekdote bringt mich in die bedrängnis, diese buchrezension schreiben zu müssen, ohne diesen oder einen vergleichbaren satz zu benutzen. okay, lustig ist das buch vordergründig nicht und "hintergründig witzig" wäre dann wieder eine solche formulierung aus dem zentrum jener linksspießerhölle, in der die roger-willemsen-freunde im fegefeuer hocken und sich über geistreiche zeitungsbeiträge, ironische abhandlungen und sarkastische "spiegel"-glossen freuen. und diese szenen will ich ja wirklich meiden. also dann: in diesem buch explodiert kein auto, niemand erschießt jemanden, kein irrer komplott wird geschmiedet, niemand verschwört sich hinter einem rücken gegen den rückeninhaber, keine plötzliche krankheit tritt auf und zerstört ein vorherrschendes idyll. stattdessen geht es hier um das leben, wie es sich so darstellt: schnöde und banal, als verkettung von situationen, aber immer total wichtig, weil es ja das einzige ist, was wir haben. das leben eben. unser leben. auch das noch. das wird bei peltzer ohnehin immer sehr deutlich, wie dicht das leben sein kann, lauter beobachtungen, frustrationen, hoffnungen, geschichten eben, die sich summieren, aber keine stringenz erzeugen, weil die eine geschichte ja von der anderen nichts weiß. stattdessen herrscht verwirrung vor, in all der komplexität, aber der mensch schlägt sich durch, sucht sich seinen weg, findet immer einen weg, nicht den besten weg, sondern eben einen weg, zu einem ziel, weil jeder weg ein ziel hat, das ziel ist, man weiß schon. natürlich geht es hier, wie in jedem guten buch, um liebe, weil es ja sonst um nichts gehen kann, nicht ernsthaft jedenfalls. um liebe in ihrer fragilität und unwahrscheinlichkeit, problematik, erzählt aber nicht als problemfall, sondern als zwangsläufigkeit, die geschichte von chancen und möglichkeiten und entscheidungen im gewaltigen feld der weltkontingenz, der arme kleine arsch von mensch, der alles darf, nur nicht sich unterkriegenlassen. er ist kein verlierer, er ist kein held, der mensch. er ist mensch, darum heißt er so, darum benimmt er sich so, die ganze zeit: affig, dumm, eigen, menschlich. wen das alles nicht interessiert - und dafür gibt es sicher busladungen von guten und besten argumenten -, der sollte sich das buch dennoch kaufen. auf der letzten seite wird nämlich die internetseite lovelybooks.de beworben und der leser wird aufgefordert, doch seine meinung zum gelesenen dort kundzutun. ansonsten ist das buch im übrigen überragend.

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  • Rezension zu "Teil der Lösung" von Ulrich Peltzer

    Teil der Lösung

    deSaintSavin

    18. September 2008 um 01:12

    Kam mit dem Schreibstil leider gar nicht klar. Musste ich abbrechen...

  • Rezension zu "Teil der Lösung" von Ulrich Peltzer

    Teil der Lösung

    Olabesny

    22. May 2008 um 21:08

    Die Liebesgeschichte, die sich durch den Roman zieht, ist tatsächlich gut - als "atemberaubend" wie im Klappentext würde ich sie nicht bezeichnen. Ein Buch über Großstädter zwischen 30 und 40 Jahren, die mir auf den ersten hundert Seiten kühl und fremd vorkamen. Ein "Männerbuch"? Mit der Zeit werden sie sympathischer oder zumindest verständlicher. Außerdem geht es noch um die Roten Brigaden in den 80er Jahren in Italien (man lernt aber darüber nicht viel), prekäres Arbeiten im Journalismus und über die allgegenwärtige Überwachung durch Videokameras sowie Proteste einer kleinen klandestinen Gruppe gegen diese. Kann man lesen, aber hinterlässt mich nicht tief beeindruckt.

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  • Rezension zu "Teil der Lösung" von Ulrich Peltzer

    Teil der Lösung

    dzaushang

    28. January 2008 um 10:07

    Für die lesenswerte Liebesgeschichte erhält das Buch von mir noch drei Sterne, ansonsten wäre es für mich zum Flop geworden.

  • Rezension zu "Teil der Lösung" von Ulrich Peltzer

    Teil der Lösung

    Marco

    15. January 2008 um 22:49

    „Teil der Lösung“ ist ein deutsches Hauptstadt-Roadmovie, hart, direkt, spannend und politisch. An manchen Stellen wird die Story fast zu rasant, springt sie ohne Übergänge in verschiedene Teilgeschichten. Sie verwirrt und elektrisiert. Erst nach einiger Zeit kristallisiert sich aus verschiedenen Erzählfäden ein zentraler Handlungsstrang. Vor allem die Beziehung zwischen einer Studentin und eines Journalisten gerät zunehmend in den Mittelpunkt. Doch es geht um mehr, als um dieses Aufeinandertreffen. Es geht um Aktivisten, die sich gegen die zunehmende alles umfassende Überwachung zu wehr setzen, um die Recherche über die roten Brigaden, aber vor allem um das Leben von Hauptstädtern, die nach dem Studium und einiger Berufsjahre in der Mitte des Lebens ankommen. Peltzer fordert den Leser, er zieht ihn in seinen Roman, ohne ihn zu umschmeicheln. Jenseits des Mainstreams und der seichten Unterhaltung zeigt der Autor, zu was die deutsche Sprache auch in modernen Roman in der Lage ist. Peltzer reiht sich neben Juli Zeh und Christoph Hein in eine Reihe von hiesigen Autoren mit hohem Niveau, die nicht in Schablonen schreiben und dennoch erfolgreich sind. Weil dies immer noch möglich ist, gibt es Hoffnung für die Zukunft der deutschen Literatur.

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  • Rezension zu "Teil der Lösung" von Ulrich Peltzer

    Teil der Lösung

    donalfunghi

    19. November 2007 um 16:36

    Der Plot hat mir eigentlich gefallen. Ich habe es trotzdem weg gelegt. Ich fand die Sprache unnötig gekünstelt und dadurch anstrengend zu lesen. Hat mir keinen Spaß gemacht. Ich bin da rigoros.

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