Ulrich Plenzdorf

 3.4 Sterne bei 432 Bewertungen

Lebenslauf von Ulrich Plenzdorf

Ulrich Plenzdorf wird in Berlin-Kreuzberg in eine Arbeiterfamilie geboren. Seine Eltern waren Mitglieder der KPD, deswegen wurden sie öfter von den Nationalsozialisten verhaftet. Als Plenzdorf 16 Jahre alt war, zog die Familie nach Ostberlin wo der Autor seine Abitur macht. 3 Semester lang studiert er Marxismus-Leninismus und Philosophie am Franz-Mehring-Institut in Leipzig. Er bricht sein Studium ab, da er seiner Meinung nach dort nichts kreatives lernen kann und nur stumpfsinniges auswendig lernen muss. Die nächsten Jahre arbeitet er als Bühnenarbeiter bei der DEFA. Laut seiner eigenen Aussage, lernt er dort mehr als an der Filmhochschule Babelsberg, die er anschließend besucht. Er heiratet Helga Lieske und hat drei Kinder mit ihr. Während dem Studium tritt er der Volksarmee bei und ist zwei Jahre lang aktiver Soldat. Bekannt wird Plenzdorf 1972 durch sein Buch "die Leiden des jungen W." welches in Halle Uraufgeführt wird. Er erreicht eine hohe Bekanntheit in West und Ost. Nach kurzer Zeit wird das Buch auch in andere Sprachen übersetzt. Bis heute in insgesamt 39. Er arbeitet aber nicht nur als Schriftsteller, sondern vor allem auch als Drehbuchautor. Er schrieb eine ganze Staffel lang, die drehbücher zu "Liebling Kreuzberg." Am 9. August 2007 stirbt Ulrich Plenzberg, nach einer langen Krankheit in Berlin.

Alle Bücher von Ulrich Plenzdorf

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Ulrich PlenzdorfDie neuen Leiden des jungen W
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Die neuen Leiden des jungen W
Die neuen Leiden des jungen W
 (381)
Erschienen am 03.02.2012
Ulrich PlenzdorfDie Legende von Paul und Paula
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Die Legende von Paul und Paula
Die Legende von Paul und Paula
 (21)
Erschienen am 01.07.1974
Ulrich PlenzdorfLegende vom Glück ohne Ende
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Legende vom Glück ohne Ende
Legende vom Glück ohne Ende
 (18)
Erschienen am 15.05.2008
Ulrich PlenzdorfEin Land, genannt die DDR
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Ein Land, genannt die DDR
Ein Land, genannt die DDR
 (1)
Erschienen am 13.07.2011
Ulrich PlenzdorfGutenachtgeschichte
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Gutenachtgeschichte
Gutenachtgeschichte
 (1)
Erschienen am 17.02.2010
Ulrich PlenzdorfIch sehn mich so nach Unterdrückung
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Ich sehn mich so nach Unterdrückung
Ich sehn mich so nach Unterdrückung
 (0)
Erschienen am 04.10.2004
Ulrich PlenzdorfEin Tag, länger als ein Leben. Zeit der Wölfe
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Ein Tag, länger als ein Leben. Zeit der Wölfe
Ulrich PlenzdorfBerliner Geschichten
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Berliner Geschichten
Berliner Geschichten
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Erschienen am 23.09.1995

Neue Rezensionen zu Ulrich Plenzdorf

Neu
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Rezension zu "Die neuen Leiden des jungen W" von Ulrich Plenzdorf

Goethe 'remake' im Ostdeutschland vor der Wende
Neutronvor 2 Jahren

Der Roman Ulrich Plenzdorfs von 1973 folgt inhaltlich der berühmt-tragischen Liebesgeschichte Johann Wolfgang von Goethes. Er beginnt mit zwei (fiktiven) Zeitungsauszügen. Die erste Notiz berichtet über einen Unfall am heiligen Abend, die andere ist eine Traueranzeige für den jungen Protagonisten, der am 24.12. verschied.
Handlungsort des Romans "Die neuen Leiden des jungen W." ist die DDR. Ein gut erzogener, junger Erwachsener entdeckt seine rebellische Seite und verlässt das Elternhaus seiner alleinerziehenden Mutter.
In der Fremde verliebt der Protagonist, Edgar Wibeau, sich unglücklich. Er haust in einer abrissreifen Gartenlaube und sucht nach Ablenkung, Selbstbestätigung und Anerkennung durch andere, indem er eine Spritzpistole für Lackierarbeiten bastelt.
Der für die Jugend und Adoleszenz typische Wechsel zwischen den Extremen wird z.T. durch die Aussagen der Weggefährten des Protagonisten posthum deutlich. Edgar wird als zwischen 'Genie' und 'Versager' schwankend charakterisiert. Ob er mit der Absicht nach Berlin kam um Künstler zu werden oder bei seinem Vater zu leben, lässt Plenzdorf offen.
Sehr liebevoll stellt Plenzdorf die Unsicherheit und Ziellosigkeit des Protagonisten dar. Hierzu erhält der Text als schöne Irritation die Tonbandaufzeichnungen, die der junge Rebell in die Heimat schickt. In ihnen liest er aus Goethes Werther vor, welches er auf dem Klo gefunden haben will.
Der formale Aufbau des Buches ist sehr ansprechend. Insbesondere der Wechsel der Erzählebenen machen den Text zu einem Klassiker. Es gibt wörtliche Reden zwischen Weggefährten, die sich posthum mit Edgar auseinandersetzen; es kommentiert Edgar und berichtet von seinen Erlebnissen und Gedanken; Tonbandaufzeichnungen  und weitere sprachliche Collageelemente runden den Roman ab und machen ihn sehr lesenswert.
Rein inhaltlich fand ich die Geschichte nicht so interessant. Auch ist der unreife Charakter des jungen Edgar Wibeau etwas anstrengend. Daher nur drei Sterne.

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dominonas avatar

Rezension zu "Die neuen Leiden des jungen W" von Ulrich Plenzdorf

schöne Parodie
dominonavor 4 Jahren

Ich sag es gleich: ich mag die Leiden des jungen Werther von Goethe nicht und hatte richtig Spaß an dieser Version hier. Post und Erzählung aus dem Jenseits, wenn das mal keine interessante Idee ist und wie es dem jungen W ergeht, sollte bekannt sein. Ich habe oft beim Lesen gelacht (im Gegensatz zum Goethe-Original - dabei bin ich 2 Mal eingeschlafen) und würde es auf jeden Fall nochmal in die Hand nehmen.

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B

Rezension zu "Die neuen Leiden des jungen W" von Ulrich Plenzdorf

Eigentlich ein gutes Buch...
based_godvor 5 Jahren

Leider aber ging mir der Charakter des Protagonisten und der Stil, in dem das Buch geschrieben ist zu sehr auf die Nerven. Klar könnte man diese zwei Punkte als Qualitäten ansehen. Mein Lesevergnügen war aber zu sehr beeinträchtigt. Aber immerhin: Die Anspielungen auf den Goethe-Roman sind durchaus witzig und dank den neuen Leiden habe ich mir vorgenommen "Der Fänger im Roggen" zu lesen. Ein Buch, welches unser Protagonist hier ziemlich falsch verstanden haben muss...

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Ulrich Plenzdorf wurde am 26. Oktober 1934 in Berlin (Deutschland) geboren.

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