Schickimicki

von Ulrich Radermacher 
3,6 Sterne bei22 Bewertungen
Schickimicki
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Positiv (13):
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Toller Regionalkrimi mit sympathischem Ermittlerteam

Kritisch (3):
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Sehr platter Krimi, nicht zu empfehlen

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Inhaltsangabe zu "Schickimicki"

Schön, wohlhabend, verheiratet und eine Affäre. Zwischen der Isar-Toten Petra Malterer und Saskia Engels, die man im Deininger Weiher findet, gibt es verschiedene Gemeinsamkeiten. Hauptkommissar Alois Schön und Kommissarin Natascha Frey ermitteln in ihrem zweiten Fall nicht nur im familiären Umfeld der Toten, sondern auch in der Münchener Bussi-Gesellschaft. Während Natascha darüber hinaus ein privates Problem lösen muss, kommt es wie so häufig ganz anders als man denkt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839220412
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:282 Seiten
Verlag:Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum:08.02.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 08.02.2017 bei ABOD Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Settembrinis avatar
    Settembrinivor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr platter Krimi, nicht zu empfehlen
    Platter Krimi

    Eine Angehörige der Schickeria wird getötet. Ein Team aus gerade mal zwei Beamten ermittelt. Alle Figuren bleiben sehr blass. Die Ermittlungen plätschern so dahin. Die Ermittler scheinen auch kein besonders großes Interesse an den Ermittlungen zu haben. Gelegentlich wird etwas aus dem Privatleben der Ermittler eingestreut, was aber keinerlei Verbindung zu dem Geschehen aufweist und letztlich auch nicht besonders interessant ist. Schließlich geschieht ein zweiter Mord. Gibt es einen Zusammenhang? Ich möchte hier nicht zu viel verraten, weil vielleicht doch noch jemand das Buch lesen möchte. Eine zeitlang hielt ich das Buch einfach nur für schlecht. Bei der Auflösung allerdings hatte ich den Eindruck, der Autor möchte den Leser auf den Arm nehmen. Die Idee ist derart unglaubhaft, dass sich mir die Haare gesträubt haben. Zu keiner der Figuren konnte ich eine "Beziehung" aufbauen, keine Person tritt etwas hervor. Alles bleibt sehr platt. Es tut mir leid, aber aus dieser Reihe werde ich sicherlich kein Buch mehr lesen.

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    gaby2707s avatar
    gaby2707vor 2 Jahren
    Schickimicki

    Petra Malterer, 39, Münchner Society Lady, verheiratet mit ihrem viel älteren Mann Franz, 2 Kinder, wird nach einem Besuch in der Nobel-Disco P1 mit einem Loch in der Brust in der Isar gefunden. Tage später findet man im Denninger Weiher die Leiche von Saskia Engels, ebenfalls sehr wohlhabend und gutaussehend, wohnhaft in Grünwald. Hat die Kripo es hier mit einem Serienmörder zu tun? Einige Gemeinsamkeiten weisen darauf hin. Viel Arbeit für Hauptkommissar Alois Schön und Kommissarin Natascha Frey.


    Hauptkommissar Alois Schön und Natascha Frey, die ich schon in „Saukerl“ kennen gelernt habe, harmonieren trotz oder vielleicht gerade wegen des großen Altersunterschiedes als Team sehr gut miteinander. Zeugen suchen und vernehmen, in alle Richtungen ermitteln, spekulieren und Beweise zusammen führen – ich bin hautnah bei den Ermittlungsarbeiten dabei.

    Ulrich Radermacher kommt ohne große Action aus und auch Blut fließt nur sehr wenig, was meinem Lesegeschmack sehr entgegen kommt. Der Krimi ist spannend aufgebaut und doch von der eher leisen Sorte.

    Was mir hier etwas gefehlt hat, ist das typische Münchner Schickimicki-Flair mit seinen vielen In-Lokalen, Geschäften, wo die Promis zum shoppen gehen. Ich hätte mir mehr Dialekt gewünscht, mehr Kabbeleien unter den Kommissaren, etwas mehr Witz und Humor. Hier bekomme ich einfach für meinen Geschmack zu viel Polizeiarbeit, zu wenig Schickimicki.

    Gut gefallen haben mir auch diesmal die privaten Einblicke in das Leben der beiden Kommissare.

    Ich konnte mit ermitteln, war bei den Recherchearbeiten der Kripo mittendrin und habe bis zur Auflösung nicht an ein solches Ende gedacht. Ich hoffe, ich werde bald einen neuen Fall von Schön und Frey mit ermitteln dürfen.

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    MuellerMvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Bin extrem enttäuscht, plattes Buch, platte Handlung und platte Charaktere!
    Absolut nicht empfehlenswert!

    Der Krimi ist mit Abstand der schlechteste, den ich je gelesen habe. Das Vokabular lässt in allen Gesellschaftsschichten zu wünschen übrig. Die weiblichen Charaktere werde ausnahmslos mannstoll und dämlich dargestellt. Was sich leider durch das ganze Buch zieht. Während alle männlichen Charaktere, außer der Ehemann Malterer, heldenhaft beschrieben werden, der für seine Gläubigkeit und vorbildliche Verhaltensweise, lächerlich gemacht wird. Die Dialoge wirken platt und unfertig, mit wenig Sprachgeschick oder Wortwitz, generell geht der Humor dem Buch völlig ab, der in den vorherigen Rezensionen beschrieben wurde. Alles sehr angepasst in einem Sprachstil, Wörter wie Lady und Beauty für Frauen ist mir so Deutschlandweit noch nicht untergekommen. Wirkt aufgesetzt und deplatziert. Das Motiv wirkt am Ende abstrus. Welche schwer kranke, allein erziehende Frau würde einen Mord aus Eifersucht begehen, wo doch ihr moralischer Anspruch so hoch ist und ihre Lebenserwartung so gering. Eine derartige Verurteilung der „Traumfrau“ wirkt dadurch total grotesk.Auch, das nach 100 Tagen von der „Liebe des Lebens/ Traumfrau“ geschrieben wird ist fern ab jeglicher Realität, da die Protagonisten sich nur einige Male getroffen haben ( Schäferstündchen). Ich finde es bedenklich, das der Autor sein verqueres Frauenbild der Leserschaft derart zumutet. Der Fall wir zur Nebensache und die Arbeit der Kommissare rückt in den Hintergrund. Es war eine Qual dieses Buch bis zum Ende zu lesen!

    Melody M. aus Kiel 

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    irismarias avatar
    irismariavor 2 Jahren
    Mord in der besseren Gesellschaft

    "Schickimicki" von Ulrich Radermacher ist der zweite Fall der Münchner Kommissare Alois Schön und Natascha Frey. Sie ermitteln im Mord an Petra Malterer, deren Leiche aus der Isar gezogen wurde. Sie gehört zu einer reichen Familie und war mit Freundinnen in der Nobeldisco P1. Die Ermittlungen führen in verschiedene Richtungen und beim Lesen verfolgt man mit den Kommissaren die verschiedenen Ansätze und lernt dabei die Welt der Reichen in München kennen, deren Geld sie aber nicht vor Einsamkeit, Krankheit und Beziehungsproblemen schützt. Neue Wendungen bringen neue Erkenntnisse bis sich am Ende alles aufklärt. Mit hat "Schickimicki" gut gefallen, das Buch hat die richtige Mischung aus Münchenflair, interessanten Figuren und spannenden Ermittlungen. Das Cover mit dem Bild einer Münchner Prachtstraße passt auch sehr gut.

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    Maddinliests avatar
    Maddinliestvor 2 Jahren
    Guter Regionalkrimi aus München


    Petra Malterer wird tot aufgefunden. Die wohlhabende und gutaussehende Frau aus der "besseren Gesellschaft" Münchens wurde erschossen und die beiden Ermittler Alois Schön und Natascha Frey nehmen die Recherchen auf. Zunächst setzen sie sich mit dem direkten Familienumfeld auseinander und stoßen dabei auf reservierte und emotionsarme Reaktionen. Ist der Töter wirklich im familieren Umfeld zu finden? Plötzlich wird eine zweite Frau tot aufgefunden, wobei viele Parallelen zum ersten Mord festgestellt werden. Ist ein Serientäter in München unterwegs? Alois und Nataschas Ermittlungen fangen quasi wieder bei null an...


    Schickimicki ist der zweite Kriminalroman von Ulrich Radermacher um die beiden sympathischen Ermittler Alois Schön und Natascha Frey. "Saukerl" konnte mich schon überzeugen und "Schickimicki" schließt hier nahtlos an. Der Autor erzählt die Geschichte in einem sehr temporeichen und lebendigen Schreibstil, der mich schnell an die Geschichte gefesselt hat. Spannung wurde gleich zu Beginn des Buches mit dem Tod von Petra Malterer aufgebaut und es wird im Anschluss sehr viel Wert auf die Ermittlungsarbeiten gelegt. Es bieten sich daher immer wieder Gelegenheiten nach neuen Erkenntnissen und plötzlichen Wendungen eigene Überlegungen anzustellen bezüglich der möglichen Täterschaft. Das Finale der clever konzipierten Story konnte mich überraschen, war dabei aber auch gut nachvollziehbar und nicht plötzlich aus dem Hut gezaubert.


    Insgesamt konnte mich Schickimicki gerade auch mit den beiden sympathischen Hauptprotagonisten überzeugen, so dass ich den Kriminalroman mit vier von fünf Sternen bewerte und gerne weiterempfehle. Es bleibt zu hoffen, noch weitere Fälle des Ermittler-Duos verfolgen zu können.

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    esposa1969s avatar
    esposa1969vor 2 Jahren
    Alois Schöns 2. Fall


    Klappentext:

    Schön, wohlhabend, verheiratet und eine Affäre. Zwischen der Isar-Toten Petra Malterer und Saskia Engels, die man im Deininger Weiher findet, gibt es verschiedene Gemeinsamkeiten. Hauptkommissar Alois Schön und Kommissarin Natascha Frey ermitteln in ihrem zweiten Fall nicht nur im familiären Umfeld der Toten, sondern auch in der Münchener Bussi-Gesellschaft. Während Natascha darüber hinaus ein privates Problem lösen muss, kommt es wie so häufig ganz anders als man denkt.



    Leseeindruck:

    Mit Schickimicki liegt dem Leser nach "Saukerl" nun der zweite Fall von Hauptkommissar Schön und seinem Team vor.

    Da ich ja bereits Hauptkommissar Alois Schöns ersten Fall vor einigen Monaten erst gelesen hatte, war ich noch einigermaßen vertraut mit diesem und auch mit dem Schreibstil des Autors Ulrich Radermacher.

    Wie man dem Klappentext ja bereits entnehmen konnte, wird Petra Malterer nach einem Mädelsabend erschossen aufgefunden. Sie war schön, reich, Mutter zweier Kinder und mit einem älteren Mann verheiratet. Hauptkommissar Alois Schön und Kommissarin Natascha Frey nehmen die Ermittlungen auf.

    Insgesamt fand ich diesen Krimi rundum gelungen: Spannung war ausreichend vorhanden, ebenso wie das Mitrecherchieren und Kombinieren. Sowohl mit dem Ermittlerteam, als auch mit den Charakteren bin ich schnell warm geworden. Sehr gefallen hat mit der Münchner Lokalkolorit, da wir oft in München weilen und viele Örtlichkeiten wiederfinden konnten. Schon beim Betrachten des Covers hatte ich den Münchner Flair vor Augen, wobei die schwarz-weiß Fotografie (mit blutroten Lichtern) schon gespenstig wirkt.

    Die Schrift ist augenfreundlich groß verfasst, die Kapitel angenehm kurz und kurzweilig. Die 276 Seiten lasen sich wie im Flug, einmal angefangen konnte man den Krimi nicht mehr aus den Händen legen.


    @ esposa1969

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    Alex1309s avatar
    Alex1309vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Toller Regionalkrimi mit sympathischem Ermittlerteam
    Toller Regionalkrimi

    Das Cover finde ich wirklich schön, schlicht, aber doch mit farblichen Akzenten. Der Schreibstil von Ulrich Radermacher hat mir von Anfang an gefallen, flüssig und locker und mit der nötigen Spannung aber auch einer Portion Humor. So muss ein Regionalkrimi für meinen Geschmack sein. Ich kenne den ersten Band um den Ermittler Alois Schön und sein Team (noch) nicht, hatte aber trotzdem keine Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu finden. Vorkenntnisse aus dem ersten Band sind nicht erforderlich. Aber ich werde den ersten Band auf jeden Fall noch lesen, da mir dieser hier sehr gut gefallen hat.

    Die Hauptcharaktere des Buches sind gut beschrieben und ich konnte mir alle sehr gut vorstellen, ebenso die Handlungsorte. Der Spannungsbogen baut sich langsam auf und ab einem gewissen Punkt konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, so spannend fand ich es. Ich wollte dann unbedingt wissen wie es ausgeht und wer als Mörder überführt wird. Mit der Auflösung hätte ich dann so auf keinen Fall gerechnet.

    Von mir eine klare Leseempfehlung und ich freue mich auf weitere Bücher des Autors.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein rundum gut gelungener Krimi, der zwar ein paar kleinere Schwächen aufweist,dennoch aber mit einem sympathischen Ermittlerteam aufwartet!
    SCHICKIMICHI von ULRICH RADERMACHER

    Zum Inhalt:
    Schön, wohlhabend, verheiratet und eine Affäre. Zwischen der Isar-Toten Petra Malterer und Saskia Engels, die man im Deininger Weiher findet, gibt es verschiedene Gemeinsamkeiten. Hauptkommissar Alois Schön und Kommissarin Natascha Frey ermitteln in ihrem zweiten Fall nicht nur im familiären Umfeld der Toten, sondern auch in der Münchener Bussi-Gesellschaft. Während Natascha darüber hinaus ein privates Problem lösen muss, kommt es wie so häufig ganz anders als man denkt.

    Meine Meinung zum Buch:

    „Schickimicki“ von Ulrich Radermacher – wieder einmal ein gelungener Krimi aus dem Gmeiner Verlag. Obwohl ich den ersten Fall des Ermittlerteams nicht kannte, habe ich mich hier ziemlich schnell eingefunden, denn der Fall an sich steht hier definitiv im Vordergrund, das empfand ich auch als sehr angenehm zu lesen. Es gibt zwar immer auch private Einblicke, die hielten sich aber im Rahmen und waren nach meinem Leseempfinden eher nebensächlich. Viel konzentrierter waren die Ermittlungen, die Hauptkommissar Alois Schön und Kommissarin Natascha Frey ganz schön schwer gemacht wurden. Denn keiner wollte sich wirklich äußern und in der „Bussi-Gesellschaft“ hat doch jeder irgendwie etwas zu vertuschen... Es wurde zunehmend verstrickter und das Ende kam dann irgendwie ganz anders als vermutet. Das hat mir gut gefallen, obwohl ich das Motiv letztendlich nicht so richtig nachvollziehen konnte. Aber wie heißt es so schön: Besondere Umstände bringen so manche besondere Handlung hervor... Das war wohl auch hier der Fall.

    Mein Fazit:
    Ein rundum gut gelungener Krimi, der zwar ein paar kleinere Schwächen aufweist, dennoch aber mit einem sympathischen Ermittlerteam aufwartet und einen bis zum Schluss miträtseln lässt!

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    Anteks avatar
    Antekvor 2 Jahren
    3,5 Sterne für Alois Schöns zweiten Fall

    Nachdem mich der Autor mit "Saukerl" sehr gut unterhalten hat, war ich sehr gespannt auf Schickimicki", den zweiten Fall für Alois Schön und sein Team.

    Kurz vor Weihnachten wird im Englischen Garten die Leiche der attraktiven, wohlhabenden Petra Malterer gefunden. Was ist nach dem gemeinsamen Mädelsabend im P1, den ihre beiden Freundinnen früher verlassen haben, geschehen? Alois Schön und seine Kollegin Natascha müssen sich auf die Suche nach dem Mörder der knapp Vierzigjährigen Mutter, die ohne ihren erheblich älteren Ehemann so gerne gefeiert hat, machen. Schwierige Ermittlungen stehen an, denn weder die allesamt eigentümlichen Familienmitglieder noch ihre Freunde scheinen zur Aufklärung beitragen zu können bzw. wollen.

    Der Fall ist spannend angelegt und auch wenn man vielleicht schon etwas vorab erahnen kann, in welche Richtung sich die Lösung entwickeln wird, gibt es zahlreiche Verdächtige, die das Rätselraten ermöglichen. Ein enttäuschter Liebhaber, ein verwöhnter Sohn, der so unbedingt ans Erbe will, oder am Ende sogar der ach so katholische Ehemann, für den Ehebruch eine Todsünde ist, wer hat hier zugeschlagen? Das Verschwinden weiterer Verdächtiger und das Auftauchen einer zweiten Leiche sorgen im Verlauf der Ermittlungen für Fahrt.

    Ich habe „Saukerl“ vor allem auch wegen der zahlreichen Dialektpassagen so geliebt. Hier hält sich der Autor im Vergleich dazu sehr zurück und nur ab und an darf jemand reden, wie ihm der Mund gewachsen ist, so wie z.B. der Herr Architekt, der bei seiner Beschreibung die Worte „Und immer hod´s an Haufa Spachtelzeig im Gsicht g´habt ohne Schminke ist die g´wiss voi schiach.“ wählt. Leider sind solche für mich witzigen Dialoge im zweiten Fall eher selten. Auch die zahlreichen versteckt, zynischen Spitzen, mit denen Ulrich Radermacher kurzweilig, humorvoll unterhalten kann, haben mir hier etwas gefehlt und waren meiner Meinung nach nur in Ansätzen zu finden. Insgesamt war mir der Stil etwas zu nüchtern und distanziert. Vielleicht bin ich aber auch mit zu hohen Erwartungen herangegangen, weil ich weiß, was in dem Autor steckt. Nichtsdestotrotz hat sich der Krimi locker, leicht lesen lassen und ich bin durch die Seiten geflogen.

    Julia und der liebenswerte Franke Martin, die im ersten Fall in Alois Schöns Team ihr Praktikum gemacht haben, drücken im Moment die Schulbank. Daher müssen sich Schön und Natascha alleine durch die Ermittlungen kämpfen. Vielleicht bleibt auch gerade deshalb nicht so viel Luft für witziges Geplänkel, naja der urgelungene Franke mit seinen Kommentaren fehlt wohl einfach auch. Mir blieb sowohl Alois Schön, als auch Natascha im gesamten Fall über fremd. Den kurzen Blicken aufs Private und auch den sonstigen Beschreibungen hat mir etwas der gefühlvolle Ton gefehlt. Unter den Verdächtigen konnte ich wenig Sympathien vergeben. War mir der Ehegatte der Toten fast schon zu katholisch um überzeugend zu wirken, der Sohnemann zu verwöhnt und eiskalt um Mitleid mit ihm wegen dem Verlust der Mutter zu haben, aber gut Verdächtige müssen ja auch nicht sympathisch wirken. Insgesamt empfand ich die Charaktere etwas blass, mit Ausnahme einer schwer krebskranken Mutter, vielleicht.

    Dass der Fall zu großen Teilen mitten in "Minga" spielt, merkt man deutlich. So wird Englischer Garten mit seinen eigenen Eckchen gelungen beschrieben, man bekommt einen Blick auf die Diplomatenvillen in Bogenhausen oder man darf mit zu Zeugenbefragungen im Glockenbachviertel. Ausflüge wie z.B. zu Sylvester nach Kitzbühel sind hier ebenfalls inbegriffen.  Wenn die Dialektpassagen nicht deutlich weniger wären als im ersten Fall, würde ich sicher auch diese hier lobend erwähnen.

    Alles in allem ein Krimi, der für leichte Unterhaltung sorgt und sich flott lesen lässt. Ich habe mich sicher nicht gelangweilt, aber leider hat mir hier das vom Autor gewohnte gewisse Etwas gefehlt, das sich hoffentlich im nächsten Fall wieder finden lässt. 

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    Melli274s avatar
    Melli274vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wirklich spannender Krimi
    Schickimicki

    Inhalt
    Die wohlhabende Mutter Petra Malterer wird erschossen in der Isar gefunden und schon bald wird eine zweite Leiche im Deininger Weiher gefunden. Alois Schön und Natascha Frey ermitteln im familiären Umfeld und in der Münchener Schickimicki-Gesellschaft.

    Meinung
    Durch den einfachen und angenehmen Schreibstil kommt man schnell in die Geschichte hinein.
    Ich wurde sofort mitgerissen und habe bei den Befragungen des Umfelds mitgedacht und mitgerätselt wer hinter dem Mord stecken könnte.
    Immer mehr Personen geraten ins Visier von Schön und Frey und unerwartete Hintergründe tuen sich auf, was mich teilweise doch sehr überrascht hat.
    Ich hatte lange Zeit eine andere Person in Verdacht, dass es am Ende so kommt, fande ich zwar überraschend, aber hatte für mich keinen tollen Schlusseffekt.
    Auch als die zweite Tode gefunden wird, fande ich die Auflösung eher etwas zu einfach.
    Nataschas private Beziehung zu Phil wird ebenfalls beleuchtet, die Szene in der Disko fande ich aber leider ein wenig unglaubwürdig und überzogen. Ich wünsche ihr, dass diese Beziehung stand hält. Alois Schön hingegen führt eine gefestigte Beziehung und auch sein Sohn hat sich super mit der Familiensituation angefreundet. Den Weihnachtstag fande ich wirklich schön beschrieben, so konnte man eine andere Seite des Hauptkommissars kennen lernen.

    Fazit
    Nach dem positiven Hype des ersten Teils Saukerl war ich gespannt auf die Fortsetzung. Sie konnte mich aber leider nicht völlig überzeugen. Zum einen fande ich den Kriminalroman sehr spannend und mitreisend, andere Stellen fande ich jedoch etwas flach und einfach beschrieben.

    Autor: Ulrich Radermacher
    Preis: 11,99 €
    Verlag: Gmeiner Verlag GmbH

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Radermachers avatar

    Am 8. Februar 2017 erscheint "Schickimicki", der zweite Fall von Hauptkommissar Schön und seinem jungen Team.

    "Schön, wohlhabend, verheiratet und eine Affäre. Zwischen der Isar-Toten Petra Malterer und Saskia Engels, die man im Deininger Weiher findet, gibt es verschiedene Gemeinsamkeiten.

    Die Mordkommission muss nicht nur im familiären Umfeld der Toten, sondern auch in der Münchener Bussi-Gesellschaft ermitteln. Eine Welt, die Alois Schön überhaupt nicht gefällt. Im Gegensatz zu Kommissarin Natascha, die allerdings noch ein privates Problem lösen muss. Doch wie so häufig kommt es anders als man denkt."

    Wie schon bei meinem Debüt-Krimi "Saukerl" stellt der Gmeiner-Verlag 20 Lesern kostenlose Exemplare zur Verfügung. Bitte teilt mir mit, ob ihr das Taschenbuch oder E-Book bevorzugt.

    Weitere Informationen, Termine meiner Lesungen findet ihr auf meiner Website www.krimi-muenchen.de

     

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