Ulrich Ritzel Schlangenkopf

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Inhaltsangabe zu „Schlangenkopf“ von Ulrich Ritzel

Ulrich Ritzel - Deutscher Krimipreisträger Eine Frühlingsnacht in Berlin. Ein junger Mann geht am Alten Garnisonsfriedhof vorbei, ein Landrover lauert im Dunkel und nimmt langsam Fahrt auf, am Ende liegt ein Toter auf der Straße – und Ex-Kommissar Hans Berndorf, mittlerweile Fachmann für private Ermittlungen, scheint als einziger an der Auflösung dieses Verbrechens interessiert. Besonders brisant: der Tote war vermutlich Opfer einer Verwechslung, die eigentliche Ziel person schwebt immer noch in höchster Gefahr. Als Berndorf dies begreift, ist er selbst schon ins Visier von Leuten geraten, die drei Nummern zu groß für ihn sind. Die es nicht zulassen, dass die lukrative Endabwicklung der glänzenden Geschäfte, die sie im zurückliegenden jugoslawischen Bürgerkrieg getätigt haben, von einem ausgedienten Polizisten durchkreuzt wird.

nicht nur ein spannender Krimi, sondern auch politisch sehr aufschlussreich

— Solon
Solon

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  • Spannend, politisch und gut

    Schlangenkopf
    Ritja

    Ritja

    Wer Ulrich Ritzel lesen möchte, kann sich auf eine sehr dichte und spannende Geschichte freuen. Berndorf, sein Privatermittler, ist wieder dabei in ein Wespennest zu stechen. Er bringt nicht nur sich, sondern auch die Menschen in seiner Umgebung in Gefahr. Seine privaten Ermittlungen sind eigenwillig und hartnäckig. Er lässt sich nicht einschüchtern weder von den Schlapphüten noch von der Polizei oder der Politik.  Ulrich Ritzel schreibt, aus meiner Sicht, die besten Krimis aus Berlin.  Man bekommt das Gefühl er kennt sie alle und weiß von ihren Geheimnissen und kennt die ganzen Verstrickungen der Behörden, der Ämter und der Politiker. Seine Geschichten beschäftigen sich meistens in irgendeiner Form mit der Korruption, dem Machtmissbrauch und den Seilschaften zwischen den Mächtigen. Sei es die Politik oder die Wirtschaft, er zeigt die andere Seite und ist dabei so realistisch, dass man es kaum glauben kann. Seinen Leser nimmt er mit in die Abgründe und lässt sie teilhaben an der Gier, dem Verrat und den Drohungen. So manche Szene kommt dem Leser aus den Medien bekannt vor und genau diese realistische Darstellung fesselt mich an die Bücher von Ulrich Ritzel.  Ich lese sie sehr gern, weil sie nicht nur spannend und verzwickt sind, sondern auch erschreckend realistisch. Die Charaktere tragen zudem noch dazu bei, dass man beim Lesen der Bücher die Zeit vergisst.

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    • 2
    Miamou

    Miamou

    28. December 2015 um 09:16
  • Rezension zu "Schlangenkopf" von Ulrich Ritzel

    Schlangenkopf
    hebersch

    hebersch

    08. February 2012 um 08:19

    Wie gewohnt greift der Autor in kritischer Weise politische Themen auf und verbindet sie mit einem Mordfall. Der frühere Polizist Berndorf lebt mittlerweile in Berlin und arbeitet nebenher als Privatermittler. In seiner Nachbarschaft wird ein junger türkischstämmiger Mann überfahren, absichtlich wie sich herrausstellt. Von dessen Verwanten gebeten, startet Berndorf seine Ermittlungen. Schnell steht fest, dass eigentlich jemand anderes ums Leben kommen sollte, Die Gründe für das Attentat liegen in den Bürgerkriegsverbrechen im früheren Jugoslawien. Warum hatten die Kroaten in den frühen 90er Jahren russiche Waffen in ausreichender Menge zur Verfügung. Berndorf wagt sich auf vermintes Gelände und muss seine Vorgensweise sorgsam planen. Ein aus der Masse an Krimis/Thrillern herausragender Titel!

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  • Rezension zu "Schlangenkopf" von Ulrich Ritzel

    Schlangenkopf
    hproentgen

    hproentgen

    06. January 2012 um 19:50

    “Warum rennst du denn so?“ Aus der Dunkelheit der Baustelle löst sich ein Schatten und gleitet neben ihn. „Hast mal ne Zigarette?“ Zlatan ist Nichtraucher, aber er sagt, gerade vorhin habe er die letzte geraucht, „da vorne ist eine Kneipe, die hat noch offen“, sowieso habe er noch ein Bier trinken wollen, „da kriegen wir auch Zigaretten ...“ „So ein netter Kumpel“, sagt der Schatten, „nur blöd, ich lass mich nicht auf ein Bier und sonst noch was einladen, mit mir nicht, verstehst du?“ Und plötzlich hört Zlatan dieses metallische Klicken und der Schatten ist nicht mehr neben ihm, sondern vor ihm und drängt ihn zurück in die dunkle Ecke zwischen Bauzaun und brüchigem Gemäuer, ein Kerl in einem T-Shirt. Zlatan ist Bosniake und lebt in Berlin als Kellner. Und eines sehr späten Abends raubt ihm ein türkischer Junge seine Lederjacke. Doch die bringt kein Glück, denn bald darauf wird der Räuber totgefahren, der Fahrer begeht Unfallflucht und für die Polizei ist der Fall klar. Doch der Vater des Jungen glaubt nicht an einen Unfall und beauftragt Hans Berndorf mit ERmittlungen. Der wohnt in der Nachbarschaft und ist Privatdetektiv. Früher war er Kripobeamter in Ulm. Bald stellt sich heraus, dass es eine Menge Leute gibt, die an Ermittlungen so gar nicht interessiert sind. Das Kennzeichen des Wagens lässt sich nicht ermitteln, manches andere auch nicht; dafür spielen plötzlich alte Rechnungen eine Rolle. Die stammen aus den Neunziger Jahren, als im ehemaligen Jugoslawien ein Bürgerkrieg tobte und die Bürgerkriegsparteien Lager für die Menschen einrichteten, die leider der falschen Volksgruppe angehörten und deshalb unerwünscht waren. Manch einer nannte die Lager KZs, aber das war natürlich falsch, denn dort saßen nur Terroristen, sagten jedenfalls die Lagerleiter. Jetzt spielt plötzlich ein Foto eine Rolle, eines aus diesen Lagern und da ist Zlato ... Ulrich Ritzel hat einen spannenden Krimi geschrieben mit zahlreichen Verwicklungen, schneller Handlung, die sich auf wenige Tage konzentriert; Berlin wird dort lebendig, aktuelle Politik und es ist ein Pageturner. Jedenfalls wenn man solche Krimis mag, bei denen viele verschiedene Handlungsstränge nebeneinander laufen und sich erst gegen Schluss vereinigen. Das hat ihm bereits für den Vorgänger „Beifang“ den deutschen Krimipreis 2010 eingetragen. Meiner Meinung nach zu Recht. Aber er möchte auch etwas relevantes über zeitgenössische Politik sagen. Denn im Roman spielt nicht nur der jugoslawische Bürgerkrieg eine Rolle, sondern auch Firmen, die an ihm verdient haben. Und Politiker, die am Verdienst teilhatten und geheime Dienste, die auf dem Feuer des Krieges ihre eigene Suppe kochen wollten und jetzt keinerlei Lust haben, dass das bekannt wird. Genügend Material sollte man meinen. Nur leider sind die politischen Bezüge ein bißchen dünn geraten, auch wenn das Buch superspannend ist. Dass die Bildzeitung im Roman nicht Bild heißt, ist nachvollziehbar, dass es aber jedesmals das "Lügenblatt" genannt wird, wirkt spätestens nach der dritten Wiederholung etwas, na sagen wir: zu gewollt literarisch korrekt. Und die Bezüge des BND und anderer Dienste, die im lange vergessenen Bürgerkrieg tatsächlich ihre jeweils eigenen Ziele verfolgten, sind ebenfalls etwas arg holzschnitzartig geraten. Ein bißchen mehr als geschäftliche Interessen waren schon in diesem Krieg versammelt und manchmal kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass heute BND und Verfassungschutz die Rolle spielen, die in manchen Regiokrimis den immer gleichen Serienmördern zugedacht wurde. Die üblichen Verdächtigen eben. Dennoch bleibt es ein spannender Roman für alle Leser, die komplexe Handlungen zu schätzen wissen und dass es einen vergessenen Krieg wieder ins Bewußtsein rückt, ist sicher nicht falsch. Leseprobe: http://www.amazon.de/gp/reader/3442752973/ref=sibdppt#reader-link Schlangenkopf, Krimi, Ulrich Ritzel, btb, November 2011 ISBN-13: 978-3442752973, gebunden, 448 Seiten, Euro 19,99

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  • Rezension zu "Schlangenkopf" von Ulrich Ritzel

    Schlangenkopf
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. January 2012 um 19:16

    Gottseidank, es gibt sie noch – die Krimiautoren, die Spannung und bundesrepublikanische Gesellschaftskritik in eine Geschichte packen und intelligent erzählen können. Und nein, das schließt sich nicht aus! Nach "Schwarzer Schwan" von Horst Eckert beschert uns Ulrich Ritzel mit seinem neuesten Kriminalroman "Schlangenkopf" ein weiteres lesenswertes Exemplar dieser Gattung. Ritzels Protagonist Berndorf hat zwischenzeitlich Ulm verlassen und ist in der Hauptstadt angekommen. Bei seinen neuesten Ermittlungen sticht er in ein Wespennest, in dem einträchtig vereint Geheimdienstler sowie Politiker versammelt sind. Erschreckend realistisch und dabei sehr spannend erzählt, zeigt der Autor deren von Geld- und Machtgier verursachte Verflechtungen in internationale Waffenschiebereien. Um diesen Hauptstrang gruppiert sich eine Vielzahl kleinerer Geschichten mit unterschiedlichen Personen und Perspektiven, die anfangs relativ zusammenhanglos erzählt werden, und deren Relevanz sich dem Leser erst mit fortschreitender Handlung erschließt. Und wie bei einem klassischen Mosaik setzt der Autor diese Steinchen am Ende zusammen und präsentiert dem Leser eine homogene Geschichte, die alle Zusammenhänge aufdeckt.

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