Ulrich Ritzel Schwemmholz

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Inhaltsangabe zu „Schwemmholz“ von Ulrich Ritzel

Kantig, nachdenklich, leicht melancholisch und literarisch gebildet: Das ist Kommissar Berndorf, mit dem sich Ulrich Ritzel zu den Großen des Krimigenres gesellt hat. Für seinen zweiten Berndorf-Krimi "Schwemmholz" wurde er mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet und für den Glauserpreis nominiert. Beim Frühjahrshochwasser wird in Ulm nicht nur "Schwemmholz" angetrieben - in einem überfluteten Neubau taucht eine Leiche auf. Kommissar Berndorf und seine Assistentin Tamara Wegenast auf den Spuren eines groß angelegten Komplotts um Gelder, Großaufträge und Gefälligkeiten, in das mehr als nur ein Würdenträger verwickelt ist und das Berndorf fast das Leben kostet ...

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  • Rezension zu "Schwemmholz" von Ulrich Ritzel

    Schwemmholz

    RiaKlug

    09. July 2011 um 13:29

    Ich liebe die Weise, in der Ulrich Ritzel seine Figuren präsentiert. Nie überzogen und mit wenigen Charakteristika plastisch beschrieben. Erst durch ihr Handeln bekommt die Leserin ein abgerundetes Bild der Figuren. Davon könnte sich so manche(r) AutorIn ein Scheibchen abschnibbeln. In 'Schwemmholz' wimmelt es von Themen mit kriminellem Potenzial. Ritzel schafft es aber, sie so zu orchestrieren, dass sie sich gegenseitig nicht erschlagen. Das ist schon eine reife Leistung, die nicht vielen gelingt. Trotz seiner leisen Tone ist die Geschichte eine harsche Abrechnung mit lokalem Filz und sch(w)äbischer Obrigkeit. Selbst die Polizei ist darin involviert. Bei Ritzel ist der Chef des Kommissars ein eitler Ignorant, was schon sehr im Klischee angelt, der Ressortchef Wirtschaftskriminalität ein korrupter Gauner und der Chef des Rauschgiftdezernats ein Dämelack. Es wäre schlecht um Ulm bestellt, gäbe es nicht Kommissar Berndorf und sein Team. Das hat auf der einen Seite den Charme der pfiffigen Underdogs, auf der anderen Seite wirkt das in dieser Zusammenballung schon fast grotesk. Etwas ungereimt erschien mir, dass für die Verfolgung von illegaler Beschäftigung nur die Polizei zuständig zu sein scheint, denn nur sie wird bestochen. Daneben wird ein Mann, der mit Hilfe der Polizei einen Anschlag auf den Kommissar verübt, von diesem angeschossen. Zur Wundversorgung muss er zu einem Kurpfuscher, der keine Fragen stellt. Wahrscheinlicher wäre doch, wenn ihm der bestochene Polizist dabei helfen würde, schon weil er Komplikationen verhindern muss. Genug Möglichkeiten dazu hätte er. Gelegentlich erscheint der Kommissar ein bisschen arg hellsichtig. Das erinnert mich an den legendären Erik Ode. Für die Fehlersuche muss man also schon sehr ins Detail gehen und kann von Glück sagen, wenn man welche findet. Manchmal kann sich Ritzel der kommentierenden Sprechworte nicht enthalten. Er schreibt aber auf derartig hohem Niveau, dass ich leicht darüber hinweg lesen konnte. Mein Gesamturteil: Absolut empfehlenswert. Leider zeugt der Klappentext von so viel zusammengestoppelter Ignoranz, dass es ein Schwein graust.

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  • Rezension zu "Schwemmholz" von Ulrich Ritzel

    Schwemmholz

    Ritja

    11. September 2009 um 18:02

    Berndorf, ein Kommissar aus älterem Holz, muss sich in seinem zweiten Fall mit mehreren Tatorten und Seilschaften beschäftigen. Ein Bauarbeiterhaus rennt nieder und dabei wird ein Bauarbeiter schwer verletzt, die alten Mieter eines Hauses werden terrorisiert und durch das Hochwasser am Bodensee wird eine Leiche zu Tage gebracht. Berndorf versucht die ganzen Verstickungen zu entwirren und wird dabei selbst zur Zielscheibe. Spannend bis zum Schluss. Es läßt sich leicht lesen, allerdings muss man wegen den vielen Charakteren eine gewisse Aufmerksamkeit aufbringen.

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  • Rezension zu "Schwemmholz" von Ulrich Ritzel

    Schwemmholz

    Jens65

    27. July 2008 um 21:29

    Im Herbst 1998 wird ein Brandanschlag auf einen Wohncontainer einer italienischen Baufirma in Ulm verübt und ein italienischer Arbeiter schwerst verletzt. Die Presse vermutet hinter diesem Anschlag die Neonazi- Szene. Als der vom Gericht freigesprochene Skinhead kurz darauf tot vor das Landesgerichtsgebäude gelegt wird, scheint es, als hätte sich die Mafia gerächt. Einige Tage darauf wird auf Kommissar Berndorf, den Leiter der Ermittlungen, ein Attentat verübt, das er durch Glück überlebt. Auf Grund dieser Geschehnisse flüchtet Berndorf samt gebrochenen Bein zu seiner Lebensgefährtin nach Berlin und vertreibt sich die Zeit mit Aphorismen von "Georg Christoph Lichtenberg", seinem Lieblingsautor. Obwohl Berndorf um vorzeitige Pensionierung angesucht hatte, zieht es ihn nochmals zurück ins Ulmer Geschehen, wo er gemeinsam mit seiner Kollegin,der lesbischen Kommissarin Tamar Wegenast, gegen die Ulmer "High Society" ermittelt. Denn auch dort liegen Leichen im Keller vergraben..... Von falschen Fährten legen, Mafia, Erpressung bis hin zu Mord samt dazugehörigem "Leichenzer- stückeln" und im Keller einmauern ist in "Schwemmholz" alles enthalten. Im Krimi kommen des öfteren Schauplatzwechsel vor. Ebenso bedarf es der ganzen Aufmerksamkeit beim Lesen, da eine große Anzahl an wichtigen Personen vorkommt. Dennoch ist der Krimi ein gut durchdachtes, gesellschaftskritisches Meisterwerk, in dem auch die wahren Begebenheiten wie Hochwasserkatastrophe 1999, Nachrichten im Hintergrund und Lichtenberg- Aphorismen, Goethe oder Brecht Zitate hervorragend verpackt sind. "Schwemmholz" zeichnet sich durch einen dichten Handlungsablauf und einige Zufälle, die jedoch nicht unrealistisch wirken, aus.

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