Ulrich Ritzel Trotzkis Narr

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Inhaltsangabe zu „Trotzkis Narr“ von Ulrich Ritzel

Berliner Filz. Berndorf ermittelt.§§Vorwahlkampf in Berlin. Eine energische und populäre, weil hart durchgreifende Staatsanwältin soll als Kandidatin für das Amt des Regierenden Bürgermeisters aufgebaut werden. Noch mehr wird sie ins Rampenlicht gerückt, als sie die Ermittlungen in zwei Mordfällen übernimmt: Innerhalb von 24 Stunden waren ein Senatsangestellter und ein Polizeihauptkommissar erschossen worden, und zwar mit ein- und derselben Waffe. Zuerst mit Verwunderung, dann mit Verdruss stellen Staatsanwältin und die Beamten der Mordkommission fest, dass sich ein privater Ermittler in den Fall einzumischen beginnt. Es ist ein Ex-Kommissar aus Ulm. Sein Name: Hans Berndorf §§

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  • Interessanter und verzwickter Krimi aus Berlin

    Trotzkis Narr

    Ritja

    13. October 2015 um 18:57

    Endlich mal wieder Kommissar Berndorf. Eigentlich ja Ex-Kommissar Berndorf und nun Detektiv Berndorf, aber so richtig will das noch nicht passen. Ich kenne Berndorf noch als mürrischen, eigenwilligen Kommissar, der seine Kollegen gern im Dunkeln ließ.  Regeln, Vorgaben und Richtlinien waren für ihn quasi nicht vorhanden. Jetzt als Detektiv schnüffelt er auch wieder mit Vorliebe zwischen den Zeilen und findet so manchen Hinweis schneller als der Polizei liebt ist. Seine Art mit den Menschen umzugehen, ist zwar speziell, jedoch auch wirksam. Und mit der Unterstützung von Tamar Wegenast kann er seine Informationen meistens vor der ermittelnden Polizei/Staatsanwaltschaft abholen. Ulrich Ritzel schreibt wie gehabt sehr gut und schafft es seine verschiedenen Handlungsstränge geschickt zu verbinden und eine interessante Geschichte daraus zu weben. Das Thema ist, wie bei fast allen Ritzel-Krimi, sehr nah an der Realität, so auch hier die Verquickung von Politik und Wirtschaft. Die Machtstellung einzelner Personen, die diese für sich nutzen und ihre Vorteile dabei herausziehen. Und der immer größer werdende Kreis der Verdächtigen und Mitwisser.  Es ist vom Vorteil, wenn man die vorherigen Ritzelbücher kennt und somit auch den Ex-Kommissar. Es lässt sich dann leichter in die Geschichte einsteigen und so manche Nebenbemerkung hat dann eine andere Wirkung. Ulrich Ritzel löst nicht alles auf. Manches lässt er offen und den Leser dadurch mit einer Frage zurück. Vielleicht wird die Frage in dem nächsten Fall von Berndorf wieder aufgegriffen.

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  • Vetternwirtschaft

    Trotzkis Narr

    walli007

    Wie kann das zugehen? Ein Berliner Senatsangestellter und ein Polizeihauptkommissar werden mit der selben Waffe erschossen. Die forsche Staatsanwältin Dagmar Wohlfrom-Kühn übernimmt die Leitung der Ermittlungen, obwohl diese Gemengelage schon ahnen lässt, dass dieser Fall einigen Staub aufwirbeln wird. Zur gleichen Zeit überfällt die junge Journalistin Karen Andermatt das unangenehme Gefühl, sie könnte beschattet werden. Sie beauftragt den nunmehr als Privatermittler tätigen ehemaligen Kommissar Hans Berndorf, herauszufinden, ob ihr Gefühl sie trügt.  Zwei Handlungsstränge, die zunächst nichts miteinander zu tun haben, so scheint es. Eine mögliche Verbindung ergibt sich jedoch schon daraus, dass die Staatsanwältin und Karen sich über Karens Mann kennengelernt haben. Staatsanwältin Wohlfrom-Kühn hatte daraufhin die Idee, sich von der Journalistin für eine Weile begleiten zu lassen. Ein Projekt, aus dem ein Buch entstehen könnte, das wiederum nützlich für den kommenden Wahlkampf sein mag. Nach und nach entschlüsseln Polizei und Privatdetektiv immer mehr verborgene Details, die auf Verquickungen deuten, von denen eigentlich niemand etwas wissen möchte, die die Öffentlichkeit aber kennen sollte. Hans Berndorf scheint als Einziger der Wahrheit auf die Spur kommen zu wollen.  Gut diesem Roman seine volle Aufmerksamkeit zu widmen, denn nicht ohne Brisanz ist das, was da mehr oder weniger klar angedeutet wird. Gerade wenn man vor kurzem eine Art Korruptionsbericht gelesen hat, bekommt man hier einen Hinweis wie es trotzdem geht und man fragt sich, wie die eigene Republik unter diesen Umständen als die am wenigsten korrupte gelten kann. Ausschreibung ist nicht gleich Ausschreibung und ein Zuschlag will noch lange nichts heißen. Böse sind da einige Entwicklungen, dennoch dürften sie einen nicht geringen Wahrheitsgehalt innewohnen haben. Um einige Illusionen ärmer, um einige Verdachtsmomente reicher, folgt man dem weißen Ritter Berndorf in seinem Kampf um die Wahrheit und hofft, es möge nicht alles unter den Tisch gekehrt werden. Eine Hoffnung, die eigentlich nur vergebens sein kann, so in etwa weiß man ja doch, wie es läuft und dass eine Krähe der anderen kein Auge aushackt ist auch hinlänglich bekannt. Die Ränkeschmiede, das Intrigenspiel zwischen Politik und Wirtschaft werden hier zu einem spannenden und boshaften Krimi verquickt, der sehr nachdenklich stimmt.

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    • 2

    clary999

    23. May 2015 um 20:33
  • Verschachtelter und intelligenter Kriminalroman

    Trotzkis Narr

    michael_lehmann-pape

    15. November 2013 um 14:01

      Was haben diese beiden ominösen Männer im Opel mit Harlass zu tun, dem eine gewisse Neigung zu rechtsradikalen Vereinigungen nachgesagt wird? Der einmal einen Rabbi mit erschlagen wollte?   Wieso wird der sehr links stehende und doch durch und durch pflichtbewusst wirkende Staatsangestellte Marcks (nomen est omen) nach seinem freitäglichen Saunagang erschossen? Oder war Rutzkow gemeint, ein einflussreicher Russe, der zufällig als Gast mit „sauniert“?   Was hat das alles überhaupt mit jener Karen Andermatt zu tun, Frau eines Mannes, der gerade bei einer Agentur in Berlin große Karriere macht?   Diese nämlich wendet sich an den pensionierten Kriminalpolizisten und aktuellen Privatdetektiv „auf kleinem Fuß“, Hans Berndorf, weil sie sich verfolgt fühlt (was im Übrigen im Buch doch arg  konstruiert und unglaubwürdig wirkt, dass eine Frau nach einem kleiner Shopping Tour umgehend Verfolger ausgemacht haben will).   Erst Mal gar nichts, davon wäre auszugehen. Berndorf macht sich an die Ermittlungen, viel zu leicht scheinen die Ergebnisse schon bald festzustehen. Ergebnisse, in denen der Chef des Mannes von Karen Andermatt eine gewisse Rolle spielen wird. Was nicht ohne Folgen bleibt.   Wobei auch Karen Andermatt selbst verdeckte Seiten, zumindest verdeckte Handlungsweisen in sich zu tragen scheint, was dieses ganze Durcheinander von Mord, Verfolgung, involvierte Polizisten und kaum vorhersagbare Handlungsweisen für Berndorf nicht gerade einfach gestaltet.   Als dann noch ein merkwürdiges Dossier, ein Gutachten zu irgend etwas, das mit dem BER zu tun haben könnte, auftaucht (von Fontane Zitaten), als dann noch die wohl nächste Kandidatin für das Oberbürgermeisteramt in Berlin Karen Andermatt mit einem journalistischem Portrait ihrer selbst beauftragt, zugleich die Mordermittlungen leitet, da droht Berndorf (und mit ihm der Leser), ein roter Faden fast ganz abhanden zu kommen.   Allerdings, bevor völlige Verwirrung bei den vielfachen Perspektivwechseln und zunächst undurchschaubaren Motiven auftauchen, macht sich die „alte Schule“ Berndorfs und seine ganz spezielle, unscheinbare aber äußerst hartnäckige Art der Ermittlungen langsam bemerkbar. Die vielfachen Perspektivwechsel aber verbleiben auch im Folgenden im Verlauf der Handlung und es fällt nicht einfach, all den Handlungsfäden und vielfachen Personen stringent zu folgen.   Schritt für Schritt nimmt Berndorf die losen Fäden in die Hand und bedenkt sie wohl, bevor er sie einander zuordnen kann (wobei man manches Mal meinen könnte, der Mann wäre telepathisch begabt. Zu zielsicher ob doch mangelnder Fakten findet er  Zusammenhänge).   Ein Roman, der nicht von der Action lebt, der keine strahlenden Helden auf der Bildfläche erscheinen lässt, aber ein Fall, den Ulrich Ritzel ganz in der Gegenwart der „vielen Interessen“ ansiedelt. Und diese in ebenso vielfache Personen „einbaut“.   Von gierigen Politikern bis zu den letzten Trotzkisten in und um Berlin, von rechtsradikalen Haltungen bis hin zu Polizisten, die ein ganz eigenes Amtsverständnis wohl in sich tragen. Und das alles angesiedelt in einer deutlich wieder erkennbaren „Berliner Atmosphäre“ mit viel Ortskenntnis auch des Umlandes. Und mit vielen ganz eigen skizzierten Personen, hinter deren Fassaden durchweg Überraschungen zu erwarten sind.   Ein echtes Knobelspiel mit einer ganz besonderen Ermittlerfigur, die, wie in den Vorgängerbüchern, auch in diesem neuen Roman viel interessanten Lesestoff bietet, aber hier und da auch den Leser ein stückweit einfach für eine Weile auf der Strecke lässt.

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