Ulrich Ritzel Uferwald

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Inhaltsangabe zu „Uferwald“ von Ulrich Ritzel

Eine Leiche, ein geheimes Tagebuch und eine Spur, die in die Vergangenheit führt – Hochspannung made in Germany.

Ulm: In einer Wohnung der Gemeinnützigen Heimstätten wird eine ältere Frau tot, schon fast mumifiziert, aufgefunden. Ein Routinefall, scheint es. Charlotte Gossler ist eines natürlichen Todes gestorben, wurde nur viel zu lange von keinem vermisst. Doch dann stößt Kommissar Kuttler auf ein Tagebuch ihres Sohnes, der vor Jahren bei einem Unfall mit Fahrerflucht ums Leben kam, und der Fall nimmt eine unerwartete Wendung …

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  • Rezension zu "Uferwald" von Ulrich Ritzel

    Uferwald

    WinfriedStanzick

    06. December 2011 um 15:12

    „Auf Gleis 1 des Hauptbahnhofs schlossen sich die Türen des ICE, fast unmerklich setzte sich der Zug in Bewegung, Kriminalkommissarin Tamar Wegenast, eine groß gewachsene, schlanke Frau, hob den Arm und winkte. Sie war noch jung und trug langes, dunkles, hochgestecktes Haar. „Und du glaubst wirklich, dass der jetzt weg ist ?“, fragte der Mann neben ihr. Tamars Kollege Markus Kuttler war kleiner als sie und hatte ein Gesicht, das sich niemand merken konnte. „Einfach weg und nicht mehr da?“ „Kuttler, halt`s Maul“, antwortete Tamar und winkte weiter. Ein Mobiltelefon klingelte. Der Zug verschwand in der Kurve, die ostwärts am Michelsberg vorbeiführt.“ ( S. 11) Der alte, kantige und knorrige Kommissar Hans Berndorf, sympathische Hauptfigur von Ulrichs Ritzels ersten vier im Hardcover beim kleinen, aber feinen Libelle-Verlag erschienenen Romanen, tritt endgültig ab. Ob es einen direkten Zusammenhang mit Ritzels Wechsel zu BTB gibt, wo die Taschenbuchausgaben seiner erfolgreichen Bücher schon die letzten Jahre erschienen, und die es letztlich waren, die ihn einem größeren Publikum bekannt machten, ist unbekannt. Vielleicht hatte der Autor auch selbst genug von seinem Original und hätte ihn so oder so in den endgültigen Ruhestand nach Berlin geschickt. Von wo man ihn ja auch bei Bedarf für kurze Einsätze wieder zurückholen kann, wenn man will. Im neuen, ersten Roman ohne Berndorf kommen seine beiden Kollegen, die wir aus den ersten Büchern kennen, zweimal kurz in diese Versuchung, entscheiden sich dann aber dagegen. Markus Kuttler und seine Kollegin Tamar Wegenast lassen in „Uferwald“ den Alten Mann nicht vermissen. Ulrich Ritzel setzt seine Tradition fort und lässt seine Polizisten immer auch etwas abseits von den üblichen Dienstwegen und jenseits der klassischen, durch Dienstvorschriften festgelegten Regeln ermitteln. So auch bei diesem Fall, der mit dem anfangs zitierten Anruf auf Tamar Wegenasts Handy beginnt. Eine alte Frau ist tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Kuttler und Wegenast klären die Zuständigkeit mit ihrem üblichen Schnipp-Schnapp-Schnupp, und wie meistens verliert Kuttler und beginnt zunächst alleine, sich um die Sache zu kümmern. Die Tote, eine Charlotte Gossler, Mieterin einer Wohnung der Gemeinnützigen Heimstätten in Ulm, lag seit Monaten in der Wohnung, im Zimmer ihres vor Jahren bei einem ungeklärten Unfall ums Leben gekommenen Sohnes Tilman. Erst ein ungelenker Brief der Tochter eines türkischen Nachbarn an die Hausverwaltung, der von dieser aber wochenlang verschlampt wird, lenkt die Aufmerksamkeit auf Charlotte Gossler. Kuttler findet in Tilmans Zimmer ein Tagebuch, in dem Tilman Gossler von einer Clique erzählt, zu der auch Luzie Haltermann gehörte, jetzige Assistentin der Geschäftsleitung der Gemeinnützigen Heimstätten, die sich für das Versagen ihrer Kollegin verantwortlich fühlt und die Beerdigung von Charlotte Gossler organisiert. Und nun gerät Kuttler und später auch Tamar Wegenast, die ihren Kollegen zunächst mit der Lektüre des Gosslerschen Tagebuchs auf illegalen Abwegen wähnte, in eine Geschichte einer Clique, eine Geschichte von schwierigen, konfliktbeladenen Beziehungen, die ihre Wirkung bis in die Gegenwart zeigen. Hier erinnert mich die Konstruktion des Romans an Anne Chaplets gleichzeitig entstandenes, hervorragendes neues Buch „Sauberer Abgang“, das ich unlängst hier rezensiert habe, wo auch eine alte Clique in mysteriöse Todesfälle verwickelt ist. Bei Chaplet liegen über 20 Jahre dazwischen, hier bei Ritzel nur etwa fünf. Um die Spannung dieses herausragenden Buches von Ulrich Ritzel nicht aufzulösen, soll der Handlungsfaden nicht weiter beschrieben werden. Ritzel ist es gelungen, Menschen zu beschreiben, ihre Schicksale zu dokumentieren und zu zeigen, dass die Vergangenheit eben nicht vergeht, sondern mit einem Mal, durch Zufall, durch die Entdeckung eines unbekannten Tagebuchs, Dinge und Vorgänge ans Licht kommen, die sonst für immer unentdeckt geblieben wären, so auch die wahren Umstände des Unfalls von Tilman Gossler. Für alle, die auch an der „privaten Geschichte“ von Kuttler und Wegenast Interesse haben, sei erwähnt, dass sie am Ende beide neue Liebes- und Beziehungsfäden knüpfen. Kuttler freundet sich mit einer Frau aus der ehemaligen Clique an und Tamar trifft ihre alte Freundin und große Liebe wieder. Wie es weitergeht ? Warten wir mit Spannung und Vorfreude auf das nächste Buch.

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  • Rezension zu "Uferwald" von Ulrich Ritzel

    Uferwald

    Ritja

    08. March 2010 um 14:37

    Berndorf ist nun endlich nach Berlin gezogen und seine "alten" Kollegen aus Ulm müssen ohne seine Hilfe zurecht kommen. In einer Wohnung wird die Leiche einer alten Frau entdeckt, die bereits einige Tage tot ist. Es kann kein Verbrechen festgestellt werden. Jedoch nimmt Kuttler das Tagebuch ihres Sohnes mit. Tilmann ist vor 7 Jahren bei einem Radunfall ums Leben gekommen und sein Tagebuch wirft einige Fragen auf, so dass Kuttler und Wegenast anfangen nachzuforschen. Dabei stoßen sie auf viele Ungereimtheiten und auf eine Clique, die sich nichts mehr zu sagen hat. Bis zum Schluß weiß man nicht, wer, was und warum.

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  • Rezension zu "Uferwald" von Ulrich Ritzel

    Uferwald

    UteSeiberth

    13. June 2009 um 18:22

    Gelungenes Porträt einer Jugend-Clique in der Gegend um Ulm,die im späteren Leben gesprengt wird durch finanzielle Begehrlichkeiten sogenanntem "schwarzen Geld" gegenüber, das einigen Mitglieder der Gruppe zufällig in die Hände gespielt wird und die dann nicht widerstehen können sich daran zu vergreifen.Der Auslöser ist die späte Überprüfung des scheinbaren Unfalltodes eines Gruppenmitgliedes, dessen alte Mutter wochenlang tot in ihrer Wohnung gelegen hat.Ein in dieser Wohnung gefundenes Tagebuch des jungen Mannes macht Kommissar Kuttler misstrauisch und bringt der Stein ins Rollen.Die Handlung ist geschickt verwoben und es scheint mir "Gelegenheit macht Diebe" ist das Fazit des Krimis und hat mir mit seiner liebevollen Schilderung der Charaktere sehr gut gefallen.

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  • Rezension zu "Uferwald" von Ulrich Ritzel

    Uferwald

    hannemas

    03. December 2008 um 23:58

    den schätzenswerten herrn ritzel kennt kaum jemand hier. schreibt er doch spannende geschichten, die sich wegen ihrer sprache, ihrem humorgehalt und realitätssinn und aufgrund des einfühlsam erzählten lebens eines nicht traurigen, alternden kommissars deutlich absetzen vom genre-einerlei. in diesem buch arbeitet bereits das ermittlerduo kuttler und wegenast, welches die nachfolge des alten berndorf nach 4 büchern (und einer dementsprechenden assistenzzeit) im ulmer hauptkommissariat angetreten hat.

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