Ulrich Schacht Grimsey

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Inhaltsangabe zu „Grimsey“ von Ulrich Schacht

„Eine sehr wunderbare Erscheinung ist dieses Buch.“ Sarah Kirsch

Das kleine Flugzeug hat ihn, den Mann in der Mitte des Lebens, auf die winzige isländische Insel Grimsey gebracht. Sein Weg führt ihn über das karge Eiland, in die Einsamkeit und die Natur, hinein in eine Kirche und zurück in eine Zeit, als er noch ein anderer war. Sprachlich brillant, anmutig und kraftvoll, wird ein Neuland beschrieben, das nur der sehen kann, der von einem besseren Leben weiß.

Für „Grimsey“ wurde Ulrich Schacht mit dem Preis der LiteraTour Nord ausgezeichnet.

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Fazit: 5***** von mir für diese gut erfundenen und sehr realistischen Biographien der Protagonistinnen, die mich in den Bann gezogen haben.

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  • Ulrich Schacht | GRIMSEY

    Grimsey

    Bookster_HRO

    27. September 2017 um 07:41

    INHALT: Dieses Zitat, das sich wie ein Kehrreim durch die Novelle zieht, gibt einen Lebenswunsch des Ich-Erzählers wieder. Dieser Mann, dessen Name ungenannt bleibt, ist ein Inselsammler, ein ewig Reisender auf der Suche nach seiner seelenverwandten Insel, die er mit Grimsey, einem kleinen Fels im Meer nördlich von Island, gefunden zu haben scheint. Er hat nur ein paar Stunden Aufenthalt um die karge Insel zu erkunden, und die Eindrücke, die er dort sammelt, lassen ihn an viele Stationen seines Lebens zurückdenken. Doch erst auf der Fähre zurück nach Island erkennt er, wie sehr Grimsey das natürliche Gegenstück zu seiner eigenen Geschichte ist. FORM: Ulrich Schacht (*1951) hat mit GRIMSEY einen sehr poetischen und leisen Text vorgelegt. Die Sätze sind kunstvoll verschachtelt, was den Lesefluss leider etwas hemmt; man muss sich auf die Geschichte schon einlassen und konzentriert dabeibleiben, dann spürt man eine große Kraft zwischen den Zeilen. Bemängeln könnte man die Steifheit des Textes; etwas mehr Humor hätte hier gutgetan … aber das ist Geschmackssache. BTW: Schacht war Teilnehmer der LiteraTour Nord 2015/16, konnte sich mit GRIMSEY gegen eine starke Konkurrenz (u.a. Alina Bronsky und Ilija Trojanow) durchsetzen und gewann den Preis. Ich saß bei der Lesung im Publikum und fühlte mich angenehm unterhalten. Ulrich Schacht war locker und gewann schnell die Gunst seiner Zuhörer (was vielleicht auch zum Erfolg beigetragen hat). FAZIT: Ebendiese Lockerheit vermisste ich beim Lesen der Novelle. Eine schöne Geschichte, tolle Metaphern und eine sehr intime Einsicht am Ende – aber im Ganzen dann (für meinen Geschmack) zu ernst. Vier Sterne. *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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  • Sprachgewaltig...

    Grimsey

    parden

    SPRACHGEWALTIG... Ein Mann in der Mitte seines Lebens, ein Berichterstatter und Fotograf, der schon viele Regionen der Welt bereist hat, ein Inselsammler. Besonders die arktischen Inseln haben es ihm angetan, und so ist es nur konsequent, dass er mit seiner Kamera auch Grimsey aufsucht, eine winzige isländische Insel im Nordmeer am Polarkreis. "Oh, sagte er, ich sammle Inseln, wenn Sie verstehen? Arktisinseln ganz besonders. Wow, rief der Mann, that's good, that's very good. But I hope you have enough room for them?! O ja, sagte er und legte die rechte Hand auf seine linke Brustseite." (S. 185) Einen einzigen Tag wird der Mann, dessen Namen wir nicht erfahren, auf dem kargen Eiland verbringen. Was gibt es dort schon zu sehen? Eine kleine Kirche, in der sich Massen toter Fliegen befinden, ein wettergegerbter Friedhof, ein verlassener Leuchtturm, einige kleine Häuser, ein winziger Supermarkt - und die karge Natur, Fels und Gras und Möwen. Tote Möwen vor allem, die überall im Gras verteilt liegen, wie kleine Flecken weißen Schnees. "Was wusste er von Grimsey und dem Leben hier? Daß die Insel eine Perle war, aufgezogen auf der Polarkreiskette, die dem ganzen Globus um den Hals hing. Daß es hier bedeutende Vogelkolonien gab. Daß ein Wikinger namens Grimur zur Landnahmezeit in ihrem südlichen Teil einen Hof gegründet und sich mit einer Reihe von Trollen und anderen nordischen Gespenstern herumgeschlagen hatte, weil das Eiland bis zu seiner Ankuft ihr Quartier gewesen war, das sie nicht verlassen wollten. Sonst nichts." (S. 31 f.) Der Mann durchquert die Einsamkeit und die Natur, begegnet vereinzelt Menschen, lässt sich aber vor allem von den Bildern treiben, die ihm vor seine Kamera kommen - und von seinen Gedanken. Bilder schaffen Erinnerungen, und so legt der Mann nicht nur seinen Weg auf Grimsey zurück, sondern auch etliche Passagen seiner Vergangenheit - seine Kindheit, seine Zeit des Erwachsenwerdens und der Haft, vereinzelte Ereignisse seiner zahllosen Reisen. Und die Perlenkette der Erinnerungen hängt schließlich gedankenschwer um den Hals des Fotografen, eine Bilanz seiner Träume, vom Reisebericht zur Lebensbeichte. "Beim Umdrehen jedoch (...) sah er, daß im Rasen, etwas abseits, ein Holzpflock steckte, über den vier Ringe aus Gummi gestülpt waren. Das sportliche Spielzeug, blaßrosa, blaßblau, blaßgelb und blaßgrün, löste in seinem Kopf ein Signal aus, das sogleich seine Füße erreichte und sie am Weiterlaufen hinderte: Mit solchen Ringen, die ein feines Rillenprofil trugen, hatten er und seine Freunde sich in jener Zeit vergnügt, als er auch seine Inseln baute, im Ferienlager oder auf dem Schulhof. Jahrzehnte lag das zurück, und nie wieder hatte er Gummiringe dieser Art gesehen, bis in ihre Farbblässe hinein glichen sie jenen von damals, er wußte für den Moment nicht, ob er weinen oder lachen sollte über das unerwartete Wiedersehen von Dingen, die scheinbar keinerlei Bedeutung für sein weiteres Leben gehabt hatten." (S. 55) Ulrich Schacht lässt hier offensichtlich auch viele autobiografische Elemente in die Novelle einfließen, die einen Einblick auch in sein Leben und seine Gedankenwelt gewähren. 1951 wurde Schacht im Frauengefängnis Hoheneck geboren, wuchs dann in Wismar auf und wurde 1973 wegen 'staatsfeindlicher Hetze' in der DDR zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilt - man entließ ihn jedoch bereits 1976 in die BRD. Als Redakteur und Journalist arbeitete er für verschiedene Zeitungen, heute lebt er seit 1998 als freier Autor in Schweden. "Zuerst fiel seine Aufmerksamkeit auf einen Bagger, der hinter der Kante, die an ihrem Fuß in einen groben Geröllsaum überging, auf dem der Ozean seine Wellen verlor, wie ein Ungetüm hervorragte. Es schien aus dem Meer gekommen zu sein und war dabei, die Kante zu erklimmen. Schon hatte es die Zähne seines mächtigen Gebisses in das Erdreich neben dem Asphaltband geschlagen, um den massigen, panzerschweren Leib nachzuziehen, da mußte ihm plötzlich die Luft ausgegangen oder etwas anderes Furchtbares geschehen sein: All seine Kraft war in dieser letzten Bewegung steckengeblieben, erstarrt. Seitdem hatten Wind und Wetter die leuchtend gelbe Haut des Monsters fast vollständig abgezogen und den darunterliegenden Leib aus Stahlknochen und Eisenfleisch in eine rostbraune Masse verwandelt, die sich der Farbe der nahe liegenden Basaltsäulen, denen das Meer seit Urzeiten seine Wellen entgegenbranden ließ, anzugleichen begann." (S. 18) Trotz der leisen Töne und der ruhigen Bilder kommt die kleine Novelle sprachgewaltig daher, oftmals mit langen und verschachtelten Sätzen, die mehrfach gelesen werden wollen, um sie in ihrer Gänze zu erfassen, detailgetreu und bildhaft. Ein bisschen hatte ich zuweilen das Gefühl, mich durch Sirup zu lesen - süß und ein wenig zäh, in kleinen Portionen genossen eine Delikatesse, zu viel davon jedoch schlecht zu vertragen. Und so habe ich Wochen gebraucht, um diese Novelle bis zum Ende zu lesen, immer wieder ein paar Seiten, so dass der eintägige Ausflug nach Grimsey letztlich für mich zu einer langen Reise wurde. Aber eine Reise, die sich gelohnt hat, die mich nicht nur mitnahm auf diese kleine Insel am Polarkreis, sondern auch in die Gedankenwelt des reisenden Fotografen - und ein wenig auch zu mir selbst. © Parden

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  • Leserunde zu "Das Bücherhaus" von Tom Burger

    Das Bücherhaus

    ChattysBuecherblog

    Keine Leserunde!!! SUB-Abbau und/oder Verlags-Challenge 2016 Ich habe mich entschlossen im Jahr 2016 eine ganz besondere Challenge durchzuführen. Da meine bevorzugten Genre regionale Krimis und historische Romane sind, finde ich beim Gmeiner Verlag immer etwas (sehr zum Leidwesen meines SUB) Um dem etwas entgegen zu wirken, werde ich ab 2016 meine eigene Challenge veranstalten. Wie soll das Ganze ablaufen? Ich beginne ab KW 1/2016 wöchentlich ein Buch zu lesen, dass zum jeweiligen, ausgelosten,  Thema passt. Wer möchte, darf sich mir gerne mit seinem eigenen bevorzugten Verlag oder seiner Buchauswahl des SUBs anschließen. Soll heißen, es ist nicht notwendig ausschließlich Bücher eines einziges Verlages zu lesen. Das Ganze hat auch keinen Wettkampfcharakter, sondern dient lediglich dem eigenen SUB-Abbau. Ich werde jede Woche mein gelesenes Buch, sofern Printausgaben und Verschenktauglich, auf meinem Blog verlosen. http://chattysbuecherblog.blogspot.de

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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