Ulrich Schnabel Muße

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Inhaltsangabe zu „Muße“ von Ulrich Schnabel

Ein Plädoyer für das Nichtstun Muße ist zur bedrohten Ressource geworden. Die Beschleunigungsgesellschaft mit ihrem Arbeitsdruck und dem Zwang zur permanenten Kommunikation lässt uns nicht zur Ruhe kommen. Dabei haben Hirnforscher und Psychologen längst herausgefunden, wie wichtig Phasen absichtslosen Nichtstuns sind. Sie fördern nicht nur die Regeneration und stärken das Gedächtnis, sondern sind auch die Voraussetzung für Kreativität. Ulrich Schnabel zeigt uns, wo wir auch heute noch Inseln der Muße finden können und bietet Anregungen für alle, die dem permanenten Drang zur Beschleunigung widerstehen wollen.

Absolut lesenswert. Ein Appell an meine innere Verpflichtung immer etwas "Zielorientiertes" tun zu müssen. Hat definitiv etwas angestoßen!

— MaternaKuhn
MaternaKuhn

Ein wirklich gut gemachtes Buch zu einem Thema, das regelmäßig zu kurz kommt. Absolut lesenswert!

— FelixBrocker
FelixBrocker

Zum Thema Entschleunigung noch etwas wirklich Neues zu veröffentlichen, ist schwer. Wie gut, dass Schnabels Muße-Bibel so viel Newswert hat.

— heerlich
heerlich

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  • Rezension zu "Muße" von Ulrich Schnabel

    Muße
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    25. January 2012 um 08:49

    Schon in seinem 2008 erschienenen und seit kurzem bei Pantheon auch als Taschenbuch erhältlichen Buch „Von der Vermessung des Glaubens“ hat sich der ZEIT -Journalist Ulrich Schnabel mit einer anspruchsvollen Sprache essayistisch einem nicht-materialistischen Phänomen genähert. In diesem Buch wollte er verstehen, was es mit dem Glauben auf sich hat und seinen Lesern zu einem besseren Verständnis ihrerseits verhelfen. Er erzählte von persönlichen Erfahrungen und von faszinierenden Begegnungen mit verschiedenen Menschen, von denen er etwas über den Glauben lernte im Rahmen seiner Recherchen. Sein neues Buch befasst sich mit einem Thema, das in den Traditionen des Glaubens durchaus umstritten gesehen wurde. Es geht um Muße. Einerseits notwendige spirituelle Haltung, andererseits unter dem Verdacht stehend, den Menschen zur Faulheit zu verführen und ihn von seinen Aufgaben abzulenken. Tatsache ist, dass der heutige Mensch ein Gehetzter ist bis in seinen Schlaf hinein. Enormer Arbeitsdruck bei denen, die Arbeit haben und der Zwang zu fast permanenter Kommunikation haben den Menschen zu einem Wesen gemacht, das nicht mehr zur Ruhe kommt. Der meiste Stress durch Handy, Email etc. ist selbstgemacht und dennoch schafft es kaum jemand, sich dem zu entziehen. Die Folge sind Menschen, die krank werden, unglücklich und immer weniger wirklich leistungs- und lebensfähig. Denn, so Schnabel, das haben die Gehirnforscher und Psychologen herausgefunden: das Nichtstun, die Muße fördern nicht nur die Regeneration und stärken das Gedächtnis, sondern sie sind nachgerade die Voraussetzung für alles, was unter Kreativität und Innovation verstanden wird. Erst recht, wenn es um so etwas wie Spiritualität geht, wenn es darum geht, die eigene Mitte zu finden, dem Sinn des eigenen Lebens auf die Spur zu kommen, Leid zu ertragen, einfach glücklich zu sein. Die Philosophen und Glaubenslehrer wissen das schon seit langem. Sie kommen in Schnabels Buch auch ausreichend zu Wort. Seinen Fokus allerdings legt er einerseits auf die Darstellung der neueren schon erwähnten Forschungen und andererseits auf eine Fülle von Hinweisen, wie man dem Drang zum immer Mehr etc. entgegenwirken und widerstehen kann. Ein wichtiges Buch, das seine Leser animieren kann, mit der Hetze in ihrem Leben anders umzugehen, ein Buch, das dazu einlädt, sich selbst kleine Inseln der Muße zu schaffen und sie zu pflegen und zu hegen.

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  • Leserunde zu "Mach's falsch und du machst es richtig" von Christian Ankowitsch

    Mach's falsch und du machst es richtig
    Christian_Ankowitsch

    Christian_Ankowitsch

    Liebe Leserinnen und Leser, es würde mich freuen, wenn Sie sich an dieser Leserrunde beteiligen würden. Da ich damit keine Erfahrungen habe, bin ich sehr gespannt, was geschieht und bitte allfällige Ungeschicklichkeiten bereits jetzt grosszügig zu übersehen.

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  • Rezension zu "Muße" von Ulrich Schnabel

    Muße
    Clari

    Clari

    13. December 2010 um 17:09

    Schlaf: Faulenzerei oder wichtige Ressource? Denkt man bei dem Wörtchen "Muße" nicht sogleich an Dichter wie Fontane, Adalbert Stifter oder Gottfried Keller? Ulrich Schnabel führt uns vor Augen, wie wir täglich der Hast, Getriebigkeit und der unermüdliche Berieselung mit Unterhaltung und dauernden Aktivitäten ausgesetzt sind. Ist nicht gerade in den vergangenen vierzig Jahren mit dem explosionsartigen Fortschritt der Technik ein Maß an Hektik über uns gekommen, dem der eine oder andere nur noch mit "Krankheit" zu entkommen vermag? Leicht verdaulich und schlüssig aufbereitet, zeigt der Autor Ulrich Schnabel, wie es in unserer Zeit zugeht, und wohin uns das automatisierte Leben zu treiben scheint. Zur Muße gehört Zeit und die Freiheit, über diese selbst zu bestimmen. Fälschlich werden Zeit und Muße heute ( Wellness und Freizeitaktivitäten) als Konsumgüter betrachtet, die man sich kaufen kann. Sie geraten somit zu weiteren Stressfaktoren, mit denen die heutige Zeit gesegnet ist. Dabei ist es weniger die fehlende Zeit als die mangelnde Fähigkeit, Glücksmomente zu empfinden, an denen Erholungssuchende leiden. An zahlreichen Beispielen macht der Autor U. Schnabel den Unterschied zwischen "Zeit" und "Muße" fest und benennt die Hektik, mit der sich Menschen vom Treiben des lauten, schnellen und überdigitalisierten Zeitalters bestimmen lassen. Überall und an jedem Ort, selbst in der Kirche, wird telefoniert und über Nichtigkeiten palavert. Der Computer gehört zu den größten Zeitzerstörern, denn man vertut mit dem Suchen und Stöbern ebenfalls kostbare Lebenszeit. Was man macht, das muss immer schnell gehen, nur nicht verweilen und einmal den eigenen Gedanken nachhängen! Phantasie und Kreativität sind im Netz jedoch sicher gefragt, wenn man sie zu weiterführender Studien nutzt. U.Schnabel beschäftigt sich u.a. mit der Funktion des Schlafes und der Ruhe. Gilt doch herkömmlich der Mensch als "Faulenzer", wenn er nicht unentwegt tätig ist. Doch in Wirklichkeit vernachlässigen wir mit dieser Wertung wichtige Ressourcen unseres Körpers, denn der Schlaf ist zu Regeneration, Verarbeitung von Erlebtem und zu unserer Lernfähigkeit unabdingbar. Schnabel wendet den Blick weit zurück in die Geschichte der Philosophen, Politiker und Denker und kommt zu dem Schluss, dass zu allen Zeiten Fortschritte auch als böse galten und als Beeinträchtigung des Herkömmlichen betrachtet wurden. Dazu gehörte die Erfindung der Schrift ebenso wie die Buchdruckerkunst. In Wirklichkeit ging es immer schon ebenso wie heute darum, den Fortschritt zu nutzen, ohne sich von ihm beengen und überwältigen zu lassen. Ulrich Schnabel hat ein leicht verständliches, gut nachvollziehbares und eingängiges Buch über Muße und das „Nichtstun“ geschrieben. Es sollte unter keinem Weihnachtsbaum fehlen!

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