Ulrich Stoll

 4.5 Sterne bei 26 Bewertungen
Autor von Blutsbruderschaft, Totes Gleis und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Ulrich Stoll

Totes Gleis

Totes Gleis

 (13)
Erschienen am 13.09.2017
Blutsbruderschaft

Blutsbruderschaft

 (13)
Erschienen am 13.09.2018
Die Partisanen der NATO

Die Partisanen der NATO

 (0)
Erschienen am 06.07.2016
Einmal Freiheit und zurück

Einmal Freiheit und zurück

 (0)
Erschienen am 18.09.2009

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Ulrich Stoll

Neu

Rezension zu "Blutsbruderschaft" von Ulrich Stoll

Blutsbruderschaft
tardyvor 22 Tagen

Im Berlin der Wendezeit geschieht ein grausamer Mord. Die beiden Journalisten Lucas und Anna recherchieren zu diesem Fall und geraten immer tiefer in einen Strudel, der sie zu verschlingen droht. Denn hinter den Taten steckt eine Verschwörung, die kaum aufzuhalten ist.


Ulrich Stoll hat mit seinem Kriminalroman "Blutsbruderschaft" den zweiten Teil einer Reihe vorgelegt. Da ich den ersten Band nicht kannte, ist mir der Einstieg anfangs recht schwer gefallen. Die vielen Protagonisten und zwei, auf den ersten Blick nicht zusammenhängende, Erzählstränge erfordern die ganze Aufmerksamkeit des Lesers und bringen anfangs nur Verwirrung. Aber die Mühe an der Lektüre dranzubleiben lohnt sich. Nach dem ersten ersten Drittel möchte man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und taucht so tief in das Geschehen ein, dass man oft das Gefühl hat, direkt vor Ort zu sein. Besonders faszinierend waren für mich die Schilderungen der politischen Ereignisse im Herbst 1989. Ich habe das damals nur aus der Ferne mitbekommen, aber jetzt hab ich das Gefühl, dass ich mit dabei war. Auch der intensive Exkurs in die Esoterik, für mich absolutes Neuland, ist eine besondere Bereicherung für den Plot. Die Idee, und sehr gelungene Umsetzung, das Werk Gustav Meyrinks in den Roman einzubauen hat mich beeindruckt und dem Buch einen ganz persönlichen Stempel aufgesetzt. Die unterschiedlichen Charaktere hat der Autor sehr lebendig und realistisch dargestellt, auch wenn einige davon schon recht skurrile Zeitgenossen sind. Im Zusammenhang mit der Thematik betrachtet, sind diese jedoch sehr geschickt gewählt. 

Mich hat das Buch sehr gut unterhalten. Es ist spannend und weicht von der Masse der üblichen Krimis positiv ab .

Kommentieren0
4
Teilen

Rezension zu "Blutsbruderschaft" von Ulrich Stoll

Mauerfall und Meyrink in einem Buch vereint
lielo99vor einem Monat

Ulrich Stoll ist Journalist und war unter anderem für den WDR und das ZDF im Einsatz. Seine Sachbücher sind und seine Dokumentationen im Fernsehen befassen sich mit aktuellem Zeitgeschehen. Der Kriminalroman Blutsbruderschaft ist sein zweites Buch, welches in dieses Genre passt.


Das Geschehen spielt im Jahr 1989 also zur Zeit der „Wende“. Der Leser wird auch für einige Seiten in die Vergangenheit geschickt, in das Jahr 1961. Das ist für das Verständnis im weiteren Verlauf der Geschichte wichtig. Der Umbruch zeichnet sich schon Monate vor dem „Mauerfall“ ab und für den Journalisten Lucas Hermes beginnt eine aufreibende Zeit. Denn nicht nur die Wiedervereinigung beider Staaten müssen Thema von Reportagen und Berichten sein. Es gilt ebenfalls, einen Mord zu klären. Und es bleibt keineswegs dabei. Es geschehen weitere Morde und der Leser findet ich auch in Prag und an den Starnberger See versetzt. Einen wichtigen Anteil am Geschehen hat der Autor Meyrink. Aber auch Rosenkreuzer sowie de Maizière und Kohl spielen bei der rasanten Story eine Rolle. Blutsbrüderschaft von Ulrich Stoll ist durchgehend spannend und hält den Leser bis zum Schluss atemlos. Das Finale ist typisch für solche rasanten Krimis. Wie beim Tatort oder anderen Stücken muss es am Ende noch einmal so richtig krachen.


Für mich ganz klar zu erkennen, dass Ulrich Stoll sich mit der Materie der Geschehnisse rund um den Mauerfall auskennt. Er weiß, wovon er schreibt und ich fühlte mich, als sei ich selbst dabei. Es ist kein mühsam zusammengesuchtes oder angelesenes Ereignis, sondern wurde von ihm erlebt. Das macht den feinen Unterschied zu anderen Kriminalromanen mit gleichem Hintergrund. Blutsbruderschaft ist neben der Schilderung von tatsächlichen Ereignissen der Jahre 1989/1990 ein wirklich mitreißendes Werk des Autors Ulrich Stoll.


Kommentare: 1
12
Teilen

Rezension zu "Blutsbruderschaft" von Ulrich Stoll

Ein Krimi der den Zeitgeist wunderbar einfängt
yesterdayvor einem Monat

Obskure Charaktere und der Mauerfall prägen diesen Berlin-Krimi. Was haben Gustav Meyrink, ein grausamer Mord und die Stadt Prag miteinander zu tun? Was mit der Leiche eines Studenten beginnt, führt die Kommissare Ernst Klamm und Jasmin Berger auf eine abenteuerliche Ermittlungsreise durch Berlin. Dass sie zur Zeit der Wende ermitteln, macht vieles noch zusätzlich kompliziert.

Mitten in ihre Arbeit platzt auch noch ein Bombenanschlag, dessen Verursacher gefunden werden will. Die Polizei Westberlins hat alle Hände voll zu tun, da kommt es Klamm gerade recht, dass ein befreundeter Journalist sich auch für den Studenten-Mord interessiert.

Die beiden haben zwar zu Beginn ganz unterschiedliche Interessen, arbeiten mit der Zeit aber ganz erfolgreich und nicht zum ersten Mal zusammen (siehe Vorgängerband “Totes Gleis”). Lucas Hermes, besagter Journalist, ermittelt gerne investigativ und auf eigene Faust. Dabei hat der privat etwas chaotische Protagonist zwar manchmal Erfolg, bringt sich aber auch gerne in Gefahr…

Insgesamt ein sehr positiv unauffälliger Krimi, der mit kleinen und großen Wendungen und Kniffen aufwarten kann. Auch der Zeitgeist, die mühsame Arbeit, die Probleme, denen sich West und Ost gegenübersahen, werden gut transportiert.

Bei den Hauptcharakteren kann Hermes mehr polarisieren als Klamm, über ihn erfährt man am meisten, auch abseits des Falls. Er hat so seine Problemchen mit Frauen und grübelt gerne viel zu viel, so scheint es. Aber er ist hartnäckig wenns drauf ankommt und ein durchaus guter Journalist mit dem Herz am rechten Fleck.

Am Ende des Krimis werden einige der vielen Fäden und Nebengeschichten, die sich mit der Zeit aufgetan haben, zusammengefasst oder gelöst, manches bleibt aber auch offen, was auf eine mögliche Fortsetzung mit Hermes und Klamm hinweist. Ein Duo, das sich noch mehr Auftritte verdient hat.

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Ein brisanter Fall aus dem Berlin der Wendezeit...

Der be.bra verlag lädt zusammen mit Autor Ulrich Stoll zu einer Leserunde zu seinem neuen Krimi »Blutsbruderschaft« ein. 
Wir suchen 15 Leserinnen und Leser, an die wir jeweils ein gedrucktes Buch verlosen und die dann gemeinsam mit dem Autor in der Leserunde diskutieren möchten. Bewirb dich bis zum 4. November und schreib uns, warum du bei der Leserunde gern dabei wärst. 

###YOUTUBE-ID=r2KCbOP-pjk###

Link zur Leseprobe:  http://bit.ly/LeproBlutsbruderschaft

Berlin, im Wenderherbst 1989. Ein bizarrer Mord weckt das Interesse des Fernsehjournalisten Lucas Hermes, der auf eigene Faust zu ermitteln beginnt. Dabei kommt er einer schier unglaublichen Verschwörung auf die Spur. Erst nach und nach stellt sich heraus, dass er und seine Kollegin Anna Rademacher einer Macht in die Quere gekommen sind, die bereit ist, über Leichen zu gehen...
Zur Leserunde

Ein brisanter Fall aus den letzten Tagen des Kalten Krieges

Autoren oder Titel-CoverWest-Berlin, Sommer 1988. Der Fernsehreporter Lucas Hermes steht beruflich und privat vor dem Aus. Um wieder ins Geschäft zu kommen, braucht er dringend einen Knüller. Als innerhalb von wenigen Tagen drei Menschen bei Bombenanschlägen ums Leben kommen, beginnt er auf eigene Faust zu recherchieren. Für Hermes steht bald fest, dass die Spuren ins rechtsextreme Milieu führen. Doch als mehrere Zeugen sterben und seine Mitstreiterin, die attraktive Journalistin Anna Rademacher, entführt wird, zeigt sich, dass weit mehr hinter der Sache steckt.

Ist dein Interesse geweckt? Wirf doch einen Blick in unsere Leseprobe.

Der Autor:

Ulrich Stoll, geboren 1959, arbeitet seit 1984 als freier Journalist für den WDR und seit 2001 als Redakteur für das ZDF-Magazin Frontal 21. Er ist Autor von TV-Dokumentationen zu aktuellen und zeitgeschichtlichen Themen für ARD, ZDF und ARTE und hat bereits zahlreiche Sachbücher veröffentlicht. 2017 erschien sein Krimi-Debüt »Totes Gleis« im be.bra verlag, 2018 erscheint mit »Blutsbruderschaft« die Fortsetzung.

Der be.bra verlag lädt zusammen mit Autor Ulrich Stoll zu einer Leserunde zu »Totes Gleis« ein.

Wir suchen 15 Leserinnen und Leser, an die wir jeweils ein (gedrucktes) Buch verlosen und dann gemeinsam mit Autor Ulrich Stoll in der Leserunde diskutieren möchten. Bewirb dich bis zum 18. Juli und schreib uns, warum du bei der Leserunde gern dabei wärst.

Bitte beachte die allgemeinen Richtlinien von Lovelybooks.

Zur Leserunde

Community-Statistik

in 27 Bibliotheken

auf 2 Wunschlisten

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks