Blutsbruderschaft

von Ulrich Stoll 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Blutsbruderschaft
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Kongeniale Hatz zwischen Berlin und Prag inmitten von seltsamen Rosenkreuzern und Meyrinks "Golem" mit Morden.

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Inhaltsangabe zu "Blutsbruderschaft"

Berlin, im Wendeherbst 1989. Ein bizarrer Mord weckt das Interesse des Fernsehjournalisten Lucas Hermes. Im Zuge seiner auf eigene Faust unternommenen Ermittlungen kommt er einer schier unglaublichen Verschwörung auf die Spur.
Doch bevor er seine Recherchen veröffentlichen kann, muss er seiner Kollegin und Geliebten Anna beistehen, die als Verdächtige eines Sprengstoffanschlags ins Visier der Mordkommission geraten ist.
Erst allmählich wird den beiden klar, in welcher Gefahr sie schweben. Offenbar sind sie einer Macht in die Quere gekommen, die bereit ist, über Leichen zu gehen …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783898095518
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:bebra verlag
Erscheinungsdatum:13.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    bswvor 15 Tagen
    Kurzmeinung: Kongeniale Hatz zwischen Berlin und Prag inmitten von seltsamen Rosenkreuzern und Meyrinks "Golem" mit Morden.
    Spannend und sehr lesenswert

    Ulrich Stoll ist mit seinem zweiten Kriminalroman ein großer Wurf gelungen.

    Es dreht sich nun nicht mehr alles um den Anti-Helden Lucas Hermes (der sympathischer, wenngleich nicht sympathisch wird), es geht um Mord, in dem ein von seiner Gattin auf Gemüse-Diät gesetzter Kriminalist Klamm ermittelt, der auch deshalb manches Mal schlecht gelaunt auftritt.

    Gemordet wird dieses Mal in der mystifizierten (und auch mystifizierenden) Szene der Rosenkreuzer, gleichzeitig aber durchzieht der „Golem“ des Gustav Meyrink den gesamten Roman. Ulrich Stoll erzählt schnörkellos realistisch, was einen herrlichen Kontrast zu allem dem Mystisch-(uns)Unverständlichen herstellt und das Buch spannend macht.

    Die Form des mystischen Irrationalismus der Rosenkreuzer bildet einen Gegenpol zu der

    geschmackvoll rationalen Erzählweise des Autors

    Lucas wird (sicherlich nicht legal) in die Ermittlungen des Kommissars mit einbezogen und kommt richtig in Fahrt, als er seine verloren geglaubte Liebe des letzten Jahres inhaltlich (und auch ein wenig emotional) wieder an sich binden kann.

    Man trifft sich nicht nur in Berlin, sondern ist auch auf den Spuren des „Golem“ in Prag zugegen, wo ein weiterer Mord geschieht.

    Eingebettet wird die Story in den Wendeherbst, die Zeit vor, und nach dem Mauerfall, dessen Intensität in Berlin sicherlich seinen Höhepunkt fand. Diese Stimmung wird von Ulrich Stoll körperlich spürbar prickelnd eingefangen.

    Hermes agiert in meinen Augen nach wie vor unlauter und moralisch mitunter journalistisch verwerflich, wiewohl er selbst nichts weiter ist als ein zutiefst verunsicherter Mensch.

    Ein ausgeprägt gutes Buch, das durch die Dichte seiner vielen Erzählstränge glänzt und sehr viel Lust auf mehr macht.

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