Ulrich Tukur

 3.8 Sterne bei 67 Bewertungen
Autor von Die Spieluhr, Die Seerose im Speisesaal und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ulrich Tukur

Einer der renommiertesten Theater- und Filmschauspieler Deutschlands: Ulrich Tukur ist in Deutschland vor allem für seine Arbeit in der Theater- und Filmbranche bekannt. Bereits als Student ergatterte er Rollen in bedeutenden Filmen, wie etwa Michael Verhoevens modernem Klassiker „Die weiße Rose“. Er wurde unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis, der Goldenen Kamera und einem Bambi ausgezeichnet. 

Der 1957 in Viernheim geborene Schauspieler ist aber auch leidenschaftlicher Musiker und erfolgreicher Autor. Sein Debüt als Schriftsteller hatte er mit „Die Seerose im Speisesaal“, eine Sammlung von Kurzgeschichten und eine Hommage an Venedig. Es folgten der Liebesgedichtband „Wehe, wirre, wunderliche Worte“, die Novelle „Die Spieluhr“ und der Roman „Der Ursprung der Welt“. Zusammen mit seiner Frau lebt Tukur in Venedig und auf einem alten Bauernhof in der Toskana.

Neue Bücher

Der Ursprung der Welt

 (8)
Neu erschienen am 09.10.2019 als Hardcover bei S. FISCHER.

Der Ursprung der Welt

Neu erschienen am 23.10.2019 als Hörbuch bei Argon.

Alle Bücher von Ulrich Tukur

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Cover des Buches Die Spieluhr (ISBN:9783548288758)

Die Spieluhr

 (45)
Erschienen am 18.11.2016
Cover des Buches Die Seerose im Speisesaal (ISBN:9783596523016)

Die Seerose im Speisesaal

 (8)
Erscheint am 26.02.2020
Cover des Buches Der Ursprung der Welt (ISBN:9783103972733)

Der Ursprung der Welt

 (8)
Erschienen am 09.10.2019
Cover des Buches Wehe, wirre, wunderliche Worte (ISBN:9783550088643)

Wehe, wirre, wunderliche Worte

 (0)
Erschienen am 15.04.2011
Cover des Buches Die Spieluhr (ISBN:9783844908299)

Die Spieluhr

 (3)
Erschienen am 11.10.2013
Cover des Buches Die Seerose im Speisesaal (ISBN:9783844919370)

Die Seerose im Speisesaal

 (1)
Erschienen am 06.08.2018
Cover des Buches Venedig (ISBN:9783455303599)

Venedig

 (2)
Erschienen am 01.01.2004
Cover des Buches Der Ursprung der Welt (ISBN:9783839817278)

Der Ursprung der Welt

 (0)
Erschienen am 23.10.2019

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Neue Rezensionen zu Ulrich Tukur

Neu

Rezension zu "Der Ursprung der Welt" von Ulrich Tukur

Was geschah vor 100 Jahren?
lielo99vor 15 Tagen

Es ist ein Kunstwerk des Malers Gustave Courbet und trägt den Namen L'Origine du monde („Der Ursprung der Welt“). Als ich mir die Aussagen zu diesem Werk im Internet anschaute, wurde mir der Roman von Ulrich Tukur wesentlich klarer. Es gehört zur Geschichte im gleichnamigen Buch von Ulrich Tukur und lässt sich auf unterschiedliche Weise interpretieren. Ich schaute mir das Gemälde an und bin noch immer beeindruckt. Es stammt aus dem Jahr 1866 und befindet sich im Museum d´Orsay, einem Kunstmuseum in Paris. Was mich so beeindruckte? Das Gemälde ist für mich nicht von einer Fotografie zu unterscheiden und das finde ich imponierend.


In dem Roman geht es um einen jungen Mann namens Paul Goullet, der alleine lebt und vor den eigenen vier Wänden in Stuttgart flieht. Er macht sich im Jahr 2033 auf den Weg nach Paris. Neben anderen Gründen, die ihn dazu veranlassten, spielt oben erwähntes Gemälde dabei eine Rolle. Vor vielen Jahren fand er eine Postkarte mit eben diesem Torso des Ursprungs der Welt im Büro seines Großvaters. Er möchte es im Original sehen und der Weg führt ihn zur Hauptstadt Frankreichs. Dort schlendert er durch die Straßen und beim Anschauen von Werken alter Meister, fällt ihm ein Fotoalbum in die Hände.


Das Cover des roten Albums zeigt seine Initialen P.G. und ein Foto, welches von ihm sein könnte. Auch im Innenteil befinden sich nur Fotografien, sein Ebenbild vor 100 Jahren zeigen. Er macht sich auf die Suche nach diesem Menschen und begibt sich dabei in Gefahr.


Der Ursprung der Welt ist ein eigenwilliger und besonderer Roman. Besonders, weil der Autor einen außergewöhnlichen Stil hat und eigenwillig, weil die häufigen Wechsel zwischen den Zeiten nicht dem momentan üblichen Aufbau eines Romans entsprechen. Es fehlen ebenfalls Überschriften und ich musste höllisch aufpassen, damit ich dem Geschehen folgen konnte.


Paul reist im Heute durch Paris und in Frankreich herrscht der Ausnahmezustand. Es ist ein Polizeistaat und wer nicht spurt, wird weggesperrt. Überwachung an allen Ecken und sogar Drohnen werden dafür eingesetzt. Im Gegenzug gibt es Widerständler, die sich mit den Polizisten blutige Auseinandersetzungen liefern. „In Deutschland herrscht das blanke, aufgeheizte Chaos, das sich im Netz schon längst in einen virtuellen Bürgerkrieg ausgewachsen hatte.“(Ein Zitat aus dem Roman) Ist das wirklich utopisch und kann es nicht sein, dass wir in Europa bald diese Zustände haben?


Die andere Zeitstrang spielt im Zweiten Weltkrieg. Nazis besetzten Frankreich und auch damals boten Widerständler den Eindringlingen die Stirn. Doch, was haben diese beiden Zeitstränge gemeinsam? Wie passt der Großvater Pauls ins Bild und welche Gräueltaten geschahen damals in Paris? #DerUrsprungDerWelt ist ein Roman, der sich zu lesen lohnt. Weitab des Mainstreams bietet er Spannung und unterhaltsame Lektüre. Also, von mir eine eindeutige Leseempfehlung. 


Kommentare: 2
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Rezension zu "Der Ursprung der Welt" von Ulrich Tukur

Außergewöhnlich gewöhnlich?
MelEvor einem Monat

"Der Ursprung der Welt" ist ein Roman, der mich widersprüchlich zurücklässt. Zum einen, ist die Grundidee einen Zeitsprung innerhalb der Story zu verfolgen gelungen, aber mühsam und zweitens hinterlässt mich das Buch am Ende mit ganz vielen Fragen. Ich habe nicht immer verstanden, was der Autor aussagen will und daher kann ich mich nicht entscheiden, ob ich das Buch nun außergewöhnlich finden soll oder doch eher gewöhnlich, was zutreffend wäre, wäre die Tatsache, das der Schreibstil eher herausfordernd ist, da die erschaffene Parallelwelt, so will ich es nennen mit der Gegenwart, obwohl es wäre ja eher Zukunft, da wir und im Jahr 2033 befinden, verschmilzt. Dieses verwirrt und bremst den Lesefluss sehr ein. 

Ich denke, das ich mit einer drei Sterne Rezension sehr gnädig bin, da ich diese nur vergebe, weil ich mich einfach schwer getan habe, die Story zu verstehen und daher angemessen auf das Gelesene zu reagieren. Sich selbst und seine Herkunft zu finden, ist sicherlich ein guter Ansatz, dennoch gab es Szenen im Buch, die ich anstößig fand und mich eher irritierten als faszinierten. Ebenfalls ist mir bewusst, das es immer Menschen geben wir, die sich am Leid anderer ergötzen und bereichern. Den Bezug in die Vergangenheit, die letztendlich ein klein wenig Spannung erzeugt, ist definitiv gelungen, ansonsten bleibt mir Paul Goulett eher unangenehm und nichtssagend. 

Ich vergebe eine eingeschränkte Leseempfehlung, da ich auch einige Tage nach Beenden des Romans immer noch darüber nachdenke, warum es mir so schwergefallen ist, "Der Ursprung der Welt" zu begreifen. Waren es die Zeitsprünge? War es die Oberflächlichkeit? Die Grausamkeit der Protagonisten aus Vergangenheit und Gegenwart? War es der Schreibstil? Der Bezug zu Freud? Diverse Klischee, die sich erfüllen? Klar ist, das ich den Roman leider nicht komplett verstanden habe und er mich nur mittelmäßig überzeugt hat. Schade, denn der Klappentext klang vielversprechend. 

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Rezension zu "Der Ursprung der Welt" von Ulrich Tukur

Ein Roman wie kein Anderer
Daniel_Allertsedervor einem Monat

Meine Meinung

 

Schon die Ausstattung eine Augenweide – eine herausragende Mischung aus Farbe und Haptik, mit einem, auf dem Cover gedruckten Foto, welches durch den ausgeschnittenen Umschlag durchblickt, und rote Ornamente, die gänzlich das Auge auf das Buch fokussiert. In diesem Zustand befindet sich der Umschlag von Ulrich Tukurs »Der Ursprung der Welt«, ein Roman, der nicht nur von außen glänzt, sondern auch vom Inhalt überwältigt.

 

Da findet unsere Hauptfigur, Paul Goullet, ein altes Foto, von dem er glaubt, er kenne die Person doch darauf, und macht sich auf den Weg nach Frankreich, um Näheres, Genaueres herauszufinden. Und Ulrich Tukur kreiert eine Geschichte, die vor einzigartiger Intensität pocht und wabert, eine Erzählung voller Geheimnisse, Lügen und Wahrheiten, ein sensationeller Roman, mit wunderbar poetischer, aber auch leicht verständlicher Sprache, die den Lesefluss und das Verständnis grandios unterstützt. Ich hatte durchgehendes Lesevergnügen, vor allem, weil Tukur eine sensationelle, elegante Spannung aufgebaut hat, die an kaum signifikanten Stellen aufgehört hat, spannend zu sein. Zudem hat der Autor eine ziemlich abwechslungsreiche Story verfasst, die an Kunst hoher Literatur nur so polarisiert. Vielseitigkeit spielt daher eine sehr große, exzellente Rolle. Aus einem anfangs leicht zu lesenden entwickelt sich ein hochspannender Krimi, der in keiner Sekunde abebbt.


Fazit

 

„Der Ursprung der Welt“ ist nicht nur ein wunderbar philosophischer Titel, sondern glänzt auch durch Ausstattung und selbstverständlich mit einem Inhalt, der alle Effekte großartiger Unterhaltung erfüllt.

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Ulrich Tukur wurde am 29. Juli 1957 in Viernheim (Deutschland) geboren.

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