Ulrich Walter

 4.1 Sterne bei 8 Bewertungen

Lebenslauf von Ulrich Walter

Ulrich Walter, geboren 1954, studierte Physik und reiste 1993 mit der Raumfähre Columbia ins All. Für die fast zehn Tage im Erdorbit musste er einen Reisekostenantrag stellen. Heute ist er Professor für Raumfahrttechnik an der TU München, wobei eines seiner Spezialgebiete die Satelliten-Technik und Abbildung der Erde von ganz oben ist. Er forscht und schreibt über das Weltall.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Höllenritt durch Raum und Zeit

Erscheint am 09.12.2019 als Taschenbuch bei Penguin.

Alle Bücher von Ulrich Walter

Sortieren:
Buchformat:

Neue Rezensionen zu Ulrich Walter

Neu

Rezension zu "Im Schwarzen Loch ist der Teufel los" von Ulrich Walter

Dunkle Materie- ein expandierendes Universum- der Mars – oder sind wir allein da draußen?
Buchraettinvor 8 Monaten

In der Mitte der Milchstraße befindet sich ein schwarzes Loch. Doch was genau bedeutet das eigentlich?
Als SF-Leser wird man immer mal wieder mit Begriffen, wie Ereignishorizont, schwarzen Löcher konfrontiert- mich interessiert einfach auch die wissenschaftliche Seite. Was ist das genau? Wie kann ich mir etwas, das alles Licht in sich verschluckt vorstellen- geht das überhaupt? Wie alt ist eigentlich das Universum? Und was war vor dem Urknall da?
Ich denke, als Leser sollte man schon eine gewisse Affinität zur Physik haben und vielleicht sind ein paar Grundkenntnisse der Physik gut, wenn man zu diesem Buch greift.
Allerdings muss ich auch sagen, der Autor beschreibt die Zusammenhänge wirklich sehr gut verständlich. Er werden keine Formel benutzt, man muss nicht wie in Physikunterricht in der Schule alles berechnen, sondern man sich auch mal physikalisch unterhalten lassen- und das macht dieses Buch sehr gut- also Physik und Astronomie machen auch Spaß.
Mir haben vor allem auch die Abbildungen im Buch gefallen. Der Text und die Erklärungen werden gut veranschaulicht und ich als Leser kann diese Dinge dann einfach viel besser vorstellen.
Themen im Buch sind nicht nur die schwarzen Löcher, sondern auch eine Erklärung zu Einsteins Theorien, Gravitationswellen, Dunkle Materie, Aliens und auch die zukünftigen Mars Exeditionen.
Was ich als Stilmittel auch in Sachbücher gern mag, ist die direkte Ansprache an mich als Leser und ich werde einfach so mit in das Buch und die Themen einbezogen, das gefällt mir sehr gut.
Didaktisch sehr gelungen finde ich auch die Zusammenfassungen am Ende der Kapitel- ich denke dieses Sachbuch ist auch schon für interessierte Jugendliche sehr gut zu verstehen.
Sehr gefallen hat mir der Abschnitt über den Film „Der Marsianer“ und die Meinung des Autors als Astronaut dazu.
Perfekt abgerundet wird das Buch durch Tipps zu weiterführender Literatur rund um die angesprochenen Themen und auch ein Abbildungsverzeichnis.
Vorn im Buch findet man noch innen Autoreninfos. Gerade bei Sachbüchern finde ich das auch interessant zu wissen, wie der berufliche Hintergrund des Autors. Ulrich Walter studierte Physik. 1993 reiste er mit der Raumfähre Columbia ins All- und ist nun Professor an der TU in München.
Dunkle Materie- ein expandierendes Universum- der Mars – oder sind wir allein da draußen? Ein wirklich spannendes und informatives Sachbuch.

Kommentare: 2
24
Teilen

Rezension zu "Im Schwarzen Loch ist der Teufel los" von Ulrich Walter

guter Überblick, aber manchmal wären ein paar Erläuterungen mehr gut gewesen
MadameBuchfeinvor 8 Monaten

Den Titel finde ich richtig klasse. Lieder wird sich in den ersten beiden "Vorkapiteln" recht häufig auf dieses teuflisch bezogen, sodass es mich schon etwas genervt hat. Dies soll aber nur ein kleiner Kritikpunkt sein, da es danach fast gar nicht mehr so ist. 

☆  
Der Autor hat einen sehr angenehmen Schreibstil, so dass es prinzipiell Spaß macht den Ausführungen zu folgen. 
Einerseits recht einfach im Gegensatz zur Komplexität des Themas, aber dennoch nicht zu kindisch oder dergleichen. 
Dazu kommen immer mal wieder bildhafte Beschreibungen und sein Humor, durch den man das Ganze leichter aufnehmen kann. Dabei wird viel auf interessante Vergleiche zurückgegriffen, damit man den Hauch einer Ahnung hat über die Dimensionen, die unserer Universum hat oder um manche Sachverhalte überhaupt begreifbar zu machen.
Andererseits wirft er dann mit einigen Fachbegriffen um sich, welche nicht erklärt werden. Man muss also einfach schon etwas Ahnung von der Materie haben, damit man den Ausführungen folgen kann. 
Aufgelockert wird das Buch durch ein paar Grafiken an passenden Stellen. 
☆  
Die Gliederung gefällt mir auch sehr gut. Durch große Überschriften kann man gut durchs Buch navigieren, Teilüberschriften bilden angenehme Häppchen und bieten den Inhalt noch etwas verständlicher dar. 
☆  
Inhaltlich finde ich das Buch an sich gut, aber wie weiter oben beim Schreibstil erwähnt, ist die Verständlichkeit nicht immer gegeben. Prinzipiell ist es auch noch ein Maß mit dem ich leben kann, aber da auf der Rückseite des Buches mit "verständlich erklärt" geworben wird, gibt es an der Stelle von mir einen Stern Abzug. Recht oft gelingt es auch, dieses Verständnis zu schaffen, aber dann fehlt es doch ab und zu an ein paar zusätzlichen Erklärungen. Und ich habe einfach schon andere Büchern zum Thema, die nicht damit beworben wurden, verständlicher gefunden.
Ansonsten sind die angesprochenen Themen gut aufeinander abgestimmt. Es ergibt also Sinn, dem Buch von Anfang bis Ende zu folgen, da der Inhalt meist aufeinander aufbaut und so auch vom einen zum anderen Thema geleitet wird.

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "In 90 Minuten um die Erde" von Ulrich Walter

Völlig losgelöst...
munichbea56vor 4 Jahren

Dieser Bildband vermittelt authentisch das Erlebnis eines Fluges um die Erde. Der Wissenschafts-Astronaut Walter gehört zu den wenigen deutschen Menschen, die als Astronaut im Weltraum waren.

Aber wie kam ich dazu, mich für diesen phantastischen Bildband zu interessieren ?

Vor einigen Jahren zog Ulrich Walter, genauergesagt Dr. rer. national., 1954 geboren in Iserlohn, durch die Lande, um für sein Werk zu werben.
Dabei kam er auch in meine Gegend und ich ließ es mir nicht nehmen, bei seinem Info-Abend dabei zu sein.
Sein Vortrag, welcher mit einer Multi-Media Schau gekoppelt war, faszinierte das Publikum (ausverkaufte Halle) auf ganz besondere Weise.

Vom 26. April – 6. Mai 1993 fungierte er an Bord der Mission D-2 als Nutzlastenfachmann.

Über die gesammelten Eindrücke und Erlebnisse, seine Bewerbung und mehrjährige Ausbildung zum Astronauten sowie vom Flug in den Weltraum fesselte er den aufmerksamen Zuhörer. Und das auf eine Art und Weise, wie sie hätte interessanter und verständlicher nicht sein können.

Sofort war für mich klar, den hierzu erschienenen Pracht-Band muß ich haben. Im Anschluß an den Vortrag verkaufte er natürlich sein Werk (wie könnt`s auch anders sein), versehen mit seiner Signatur.
Doch der Preis in Höhe von DM 78,-- schreckte mich ein wenig ab und so wartete ich 1 ½ Jahre ab, bis ich völlig aus dem Häuschen Ulrich Walters Buch von meinem Mann zum Geburtstag geschenkt bekam.

Nun der langen Rede kurzer Sinn. Ihr wollt ja wissen, wie der Bildband in seiner Aufmachung so rüberkommt:

Das Werk ist im Stürtz Verlag Würzburg unter der ISBN-Nr. 3-8003-0876-2 erschienen, umfasst 176 Seiten und misst 25 x 31 cm.
Die Aufmachung selbst ist sehr hochwertig auf Hochglanzpapier gebracht. Der Preis von DM 78,-- bzw. 39 € ist zwar relativ hoch, doch wer das Buch besitzt und studiert hat, wird mir
beipflichten, dass es dies auch wert ist.

Welche Informationen hat uns der Physiker Walter aus dem All mitgebracht?


In einer spannenden Reportage erzählt Ulrich Walter von seiner Expedition 1993, bei welcher er 10 Tage lang die einzigartige Gelegenheit hatte, alle 5 Kontinente und sämtliche Weltmeere aus einer Perspektive zu betrachten, wie sie uns allen wohl für immer verwehrt sein wird.
Dafür haben wir die Möglichkeit, ein klein wenig an seinem AUSFLUG teilzuhaben, denn er hat wirklich eindrucksvolle Fotos mit informativen Texten zur Erde mit zurückgebracht.

In zahlreichen Specials zu Sonderthemen werden Fragen geklärt, die jedermann beschäftigen, wie z.B.:

Wie wird man Astronaut ?

Wie lebt man an Bord ?

Wie funktioniert die Toilette ?

Was isst man ?

Wie schläft man ?

Was passiert, wenn`s brenzlig wird ?

Welchen Nutzen hat man von der Raumfahrt ?

Wie gefährlich ist Weltraummüll ?

Warum ist man im All schwerelos ?

Hat man sich nach den Flug ins Weltall verändert ?

All diese Fragen beantwortet U. Walter glänzend, vor allem mit Worten, wie sie auch der Laie verständlich erklärt bekommt. Denn nicht jeder von uns ist wahrscheinlich Physiker, hm…

Am meisten fasziniert an dem Bildband haben mich nachfolgende Artikel:


Der Härtetest und die geistige Belastbarkeit:

Walter schildert uns, dass bei der Vorauswahl alleine 321 Bewerber zur Auswahl standen, die auch alle zu den Auswahltests eingeladen wurden, von denen aber nur 245 erschienen sind. Vielleicht ahnten die anderen, dass in diesen Tests alles und manchmal noch mehr von ihnen abverlangt werden würde.
Und so sollte es dann auch tatsächlich kommen, denn das Mission-spezifische Training D-2 an der DLR dauerte von 1990-1992.
Das sollte noch nicht alles sein, denn im Anschluß daran ging es für Walter in die Vereinigten Staaten nach Houston. Hier nahm er am NASA-Doppelventilkegeltraining 1992-1993 teil.

All die Details hierzu werden auf vier Seiten ausführlich beschrieben. Die einzelnen Auswahlabschnitte werden übersichtlich tabellarisch dargestellt und man bekommt nähere Einblicke, welche Anforderungen an den Mann gestellt werden.

Sehr interessant ebenfalls zu lesen, wie die letzten Tage vor dem Start bzw. Countdown von den Astronauten verlebt wurden.

Wusstet ihr etwa, dass Raumflüge jünger machen ?

So erstaunlich das klingen mag, diese Aussage ist in jeder Beziehung korrekt !
Und weil das so paradox klingt, hat dieses Phänomen einen Namen :
Zwillingsparadox.
Ihr wisst vielleicht, dass dies vom guten alten Altert Einstein entworfen und beschrieben wurde. Wer kennt sie nicht, seine RELATIVITÄTSTHEORIE ?!

Auf alle Fälle wurde folgende Hypothese aufgestellt:

Zwei Brüder im Alter von 20 Jahren entschließen sich, unterschiedliche Lebenswege zu gehen. Der eine will den Weltraum erkunden und beginnt eine Fahrt zu einem viele Lichtjahre entfernten Stern, während sein Bruder bodenständig bleibt und ihm versichert, ihn nach seiner Rückkehr wieder zu empfangen. Nehmen wir weiter an, beide trügen die gleichen Uhren, deren Zeitangabe absolut verlässlich ist. Der Astronaut besteigt also sein Raumschiff und beschleunigt 3 Jahre lang mit 1 g. Er wählt den Triebwerksschub im ansonsten schwerelosen Weltraum also genau so, dass die Beschleunigungskraft genausogroß ist wie die Schwerkraft auf der Erde. Nach diesen 3 Jahren hat das Raumschiff eine Geschwindigkeit von 99,6 % der Lichtgeschwindigkeit erreicht. Danach bremst er das Raumschiff mit 1 g wieder auf galaktische Geschwindigkeiten ab und erreicht nach wiederum 3 Jahren, also nach insgesamt 6 Jahren den 19,4 Lichtjahre entfernten Stern. Nach einer kurzen Erkundungstour durch das dortige Planetensystem geht es wieder auf dieselbe Weise zurück zur Erde.
Dort trifft er nach insgesamt 12 Jahren wieder ein – und erkennt seinen Bruder nicht mehr !
Denn dieser hat bereits das Rentenalter erreicht.
Doch es gibt keinen Zweifel, nicht nur hat dessen Uhr Recht, sondern sein Bruder ist auch biologisch gealtert, er sieht aus wie 63 Jahre und die Welt um sie herum hat sich so stark verändert, als seien auf der Erde 43 Jahre und nicht 12 Jahre vergangen.

Gemäß Einstein löst sich dieses scheinbare Paradox dann auf, wenn man akzeptiert, dass es kein universelles Zeitmaß gibt.

Angelehnt daran wurde bei der D-2 Mission ebenfalls berechnet, um wie viel jünger die Astronauten auf die Erde zurückkehren würden.

Dies ließ sich einfach berechnen:
Mit der Erfindung von Atomuhren lassen sich heute solche Zeiteffekte sehr genau berechnen. Im sogenannten NAVEX-Experiment auf D 1 flog eine dieser Uhren auf dem Shuttle mit, während eine andere, identische Uhr auf der Erde verblieb. Und tatsächlich wurde ein Gangunterschied festgestellt.

Unser Astronaut blieb bei seinem 10-tätigen Flug ins All genau 0,000254 Sekunden jünger !

Ferner vermittelt Walter sehr eindrucksvoll die 9 Minuten vom Shuttle-Start auf dem Weg in die Schwerelosigkeit. Auf 5 Seiten schildert er seine Gefühle und Gedanken, welche er in diesen Momenten hatte.

Nicht vergessen darf ich, auf die wundervollen Fotos hinzuweisen, die der Bildband enthält. Walter brachte uns ca. 200 Fotos mit, welche teilweise noch unveröffentlicht waren.

Herrliche Aufnahmen über Amerika, Europa, Afrika, den Fernen Osten, sowie Australien und den Pazifik.

In diese Fotos möchte der Betrachter förmlich hineinkriechen, um ein wenig daran teilzuhaben an dem unbeschreiblichen, atemberaubenden Feeling.

Mir selbst gehen dabei auch diverse Gedanken durch den Kopf, wie:

Auf der Erde ist es schrecklich laut, es herrschen Kriege und Menschen haben Schicksale zu tragen.

Von dort oben aber ist alles winzig klein, wunderschön und still, einfach unbeschreiblich !

Sehe ich mir die beiden Aufnahmen an von Ägypten – der Sinai-Halbinsel, dem Nil-Delta und dem Suez-Kanal, so sehe ich nichts als Schönheit und alles wirkt friedlich. Nur der Mensch auf der Erde macht all das kaputt !!!
Ich schweife schon wieder fast ab –philosophieren möchte ich in meinem Bericht ja nicht.

Mein Fazit:


Bei dem Prachtband
IN 90 MINUTEN UM DIE ERDE
handelt es sich um ein sehr gelungenes Werk, das ich jedem ans Herz legen möchte, der sich für den Weltraum und die Hintergründe interessiert.
Wer sich etwas näher einlesen möchte, kann das u.a. bei amazon tun.
P.S.: Meine Rezension veröffentlichte ich auch beim Verbraucherportal yopi.

Wer einmal das Fliegen erlebt hat,
der wird auf Erden stets mit zum Himmel
gewandten Augen einhergehen –
denn dort war er
und dort wird er mit seinen Gedanken immer sein.

Leonardo da Vinci

Kommentieren0
17
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 19 Bibliotheken

auf 7 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks