Ulrich Wißmann Böser Zauber

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Inhaltsangabe zu „Böser Zauber“ von Ulrich Wißmann

Officer Frank Begay von der Navaho-Stammespolizei wird zum Schauplatz eines besonders grausamen Verbrechens gerufen. In einer entlegenen Gegend des Reservates wurde eine ganze Familie ermordet. Das Big Mountain- Gebiet, in dem die Familie Tsosie lebte, ist seit Jahrzehnten Gegenstand der Auseinandersetzung verschiedener Firmen, die in dem Gebiet reichhaltige Rohstoffe ausbeuten, der US-Regierung und der Stammesräte der Hopi und Navaho. Ein Großteil der Bevölkerung wurde bereits zwangsweise umgesiedelt. Nur wenige Familien, wie die Tsosies, waren der Umsiedlung bis heute entgangen. Liegt hier das Motiv? Begay findet Spuren, die belegen, dass es Zeugen für die Tat gab. Offenbar war Edward Tsosie, der sonst im Internat lebt, mit seinem Freund Adam Nicks zu Besuch. Begays FBI-Kollege Caldwalder findet heraus, dass Nicks ein furchtbares Geheimnis umgibt. Die beiden Jungen sind nach der Tat in die Wildnis geflüchtet. Aber die Killer sind ihnen auf den Fersen. Begay und Caldwalder machen sich an die Verfolgung. Die Spur führt in ein Gebiet, in dem nach dem Volksglauben der dort lebenden Navaho ein gefährlicher Hexer sein Unwesen treibt …

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eulenmatz

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Flaventus

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    Böser Zauber
    KleinerVampir

    KleinerVampir

    29. September 2013 um 13:00

    Buchinhalt: Ein grausames Verbrechen geschieht auf dem Gelände der Navaho-Reservation: eine indianische Familie wurde komplett ausgelöscht. Die bestialischen Morde geschahen in einem entlegenen Gebiet, für das sich schon seit geraumer Zeit mehrere US-Firmen interessieren, die dort die reichhaltigen Bodenschätze abbauen wollen. Officer Frank Begay von der Navaho-Stammespolizei und sein FBI-Kollege Caldwalder stoßen am Tatort schließlich auf Spuren, die besagen, dass der älteste Sohn der ermordeten Familie und eine weitere Person das Verbrechen beobachtet haben müssen und nun auf der Flucht sind. Die Vermutung bestätigt sich: zusammen mit Edward Tsosie, der eigentlich auf einem entlegenen Internat lebt, ist dessen Schulfreund Adam – und den beiden sind die Mörder auf den Fersen. Die Spur führt in das Gebiet eines geheimnisvollen Canyons – doch die Natives glauben, dass dort ein Hexer sein Unwesen treibt. Begay und sein Kollege finden schließlich den Schlupfwinkel der Gangster und auch die völlig entkräfteten Jugendlichen… aber auch die Spuren eines schrecklichen Wesens. Ist die Legende um den Navaho-Werwolf wirklich wahr? Auch Adam umgibt ein wohl gehütetes Geheimnis…   Persönlicher Eindruck: Auch im zweiten Band um den Navaho-Polizisten Begay brilliert Ulrich Wißmann mit spannendem Detailwissen zur indianischen Kultur, Vergangenheit und den örtlichen Begebenheiten. Plastisch und nachvollziehbar schildert er in seinem Roman vor der Kulisse eines spannenden Thrillers die Lebensweise und die Legenden eines stolzen Volkes, das bei den weißen Amerikanern leider immer wieder auf Ressentiments stößt. Die so unterschiedlichen Lebenseinstellungen und Interessen der Indianer und der Rohstoff-Firmen, aber auch von Protagonist Begay, der tief in seinem Volk verwurzelt ist, sowie FBI-Mann Caldwell, werden eingängig und nachvollziehbar beschrieben und man hat das Gefühl, auf der Suche nach den beiden Zeugen hautnah dabei zu sein. Gut gefallen haben mir die verschiedenen parallelen Handlungsstränge, die entlang dem Spannungsbogen schließlich am Schluß in einem packenden Showdown münden. Ebenso gefiel mir die bewegende Art und Weise, die Kultur den Navaho zu beschreiben, ihre Art zu leben – im Einklang mit der sie umgebenden Natur auch in der heutigen Zeit. Die beiden Hauptfiguren sind tiefgängig und durchweg sympathisch; Wißman setzt erneut auf ein Ermittlerduo aus beiden Kulturkreisen, was es dem Leser noch leichter macht, sich in deren unterschiedliche Denkweise hinein zu finden. Klasse war der spannende Schluß und die Geschichte um den Hexer, bei dem man nie wirklich wußte, was nun Wahrheit und was Aberglaube war. Genau das machte das Sahnehäubchen des Buches aus. Ein spannender Thriller mit überraschenden Wendungen, der besonders mit dem kulturellen Hintergrundwissen des Autors brilliert; auf alle Fälle ein sehr empfehlenswerter Roman, abseits vom Krimi-und-Thriller-Mainstream!  

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  • Schwarze Magie und ein neuer Fall...

    Böser Zauber
    Federchen

    Federchen

    12. June 2013 um 09:58

    Officer Frank Begay wird an einem freien Wochenende zu einem Tatort gerufen, der Schauplatz eines sehr brutalen Verbrechens ist. Weit draußen, meilenweit von Nachbarn entfernt, hat man die ermordete Familie Tsosie gefunden. Die Tat ist so grausam, dass es den Verdacht nahe legt, es könne ein Zusammenhang mit den andauernden Auseinandersetzungen der US-Regierung, der Stammesräte der Hopi und der Navaho und den Firmen, die in der Gegend wichtige Rohstoffe abbauen, bestehen. Frank stellt anhand von Spuren fest, dass es sich um weiße Täter handelt und das die Tat von zwei Menschen beobachtet wurde. Allem Anschein nach konnten ein Sohn der Familie und einer seiner Freunde sich vor den eiskalten Mördern retten. Doch nun sind die Jungen auf der Flucht und die Killer ihnen auf den Fersen. Gemeinsam mit dem FBI-Agent Jackson Caldwalder macht er sich auf die Suche nach den zwei jugendlichen Zeugen und auf eine Verfolgung quer durch ein Gebiet, von dem die Navaho glauben, ein gefährlicher Hexer, ein Navaho Wolf, würde dort sein Unwesen treiben. "Böser Zauber - Schwarze Magie auf der Navaho Reservation" ist der dritte Fall in dem Ulrich Wißmann seine Hauptfigur Frank Begay, einen Officer von der Navaho Nation Tribal Police, ermitteln lässt. Zu Beginn noch leicht skeptisch, da ich den ersten Fall gelesen, aber nicht für nennenswert überragend fand, wurde ich bald in eine Geschichte hinein gezogen, die besonders gegen Ende ein wahrer Thriller ist. Anfänglich ist der Plot ein Kriminalroman mit kleinen Schwächen. Der Protagonist hat wenig Tiefe, sein Familienleben findet selten statt, alltägliche Probleme der Figur bleiben eher am Rand. Dies ändert sich jedoch im Laufe der Handlung und gerade mit dem FBI-Agenten Caldwalder schafft Ulrich Wißmann einen Charakter der Sympathien weckt. Besonders da sich Herr Wißmann weniger mit Klischees zwischen Native People und den Weißen aufhält. Caldwalder ist ein sehr interessierter Zeitgenosse und nicht mit Vorurteilen behaftet. Die landschaftlichen Beschreibungen geben dem Plot einen sehr warmen Charakter, auch wenn die Gegend, in der die Handlung spielt, eher karg ist. Kurze Kapitel halten die Spannung aufrecht und gerade im letzten Drittel der Geschichte wandelt sich der Kriminalroman zum Thriller, der einen beinahe dazu treibt, sich auch mal umzudrehen und zu sehen, ob hinter einem jemand lauert. Das Herr Wißmann sich bereits seit vielen Jahren mit dem heutigen Leben der Native People in den Reservationen beschäftigt, ist der Geschichte anzumerken. Besonders gut ist in seinem Roman die Situation der Zwangsumsiedelungen informativ mit eingearbeitet. Genauso gut, wenn auch zuweilen für den Leser sehr gruselig, ist der Umgang bzw. das Verhalten eines Hexers beschrieben. Anhand dieser Figur wird deutlich, dass es selbst unter den Native People Menschen gibt, die sich nicht nur nach Harmonie innerhalb ihres Volkes sehnen, sondern sich in einer Welt der Schwarzen Magie verlieren können. Alles in Allem ist dieser dritte Fall sehr lesenswert und vielleicht sind die letzten kleinen Zweifelchen meinerseits schon im vierten Fall ausgeräumt.

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