Ulrich Wickert Der nützliche Freund

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Inhaltsangabe zu „Der nützliche Freund“ von Ulrich Wickert

Jacques Ricou, der grimmig-charmante Pariser Richter, untersucht den Tod von Marc Leroc, einer Schlüsselfigur im größten Korruptionsfall der deutsch-französischen Geschichte. Unvermittelt gerät Jacques in einen Sumpf aus Verrat und politischen Intrigen – in dem auch das Leben seiner Freundin Margaux auf dem Spiel steht. Ulrich Wickert glänzt als Kenner französischer Lebensart und zeigt sich einmal mehr als brillanter Krimiautor.

Krimierzählung über Wirtschaftskriminalität

— SarahCatherine

Wird nicht in meinem Bücherregal bleiben.

— Schatzdose

Ricou ermittelt wieder und das ausgerechnet in außenpolitisch fragwürdigen Zeiten....

— kassandra1010

Für Liebhaber von rasanten, spannenden Krimis ein sicheres Lesevergnügen.

— RubyKairo

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  • Der nützliche Freund

    Der nützliche Freund

    Schatzdose

    31. January 2016 um 22:25

    Ganz so langweilig, wie ich es nach dem Lesen verschiedener Rezensionen befürchtet hatte, fand ich "Der nützliche Freund" von Ulrich Wickert dann doch nicht. Trotzdem gab es einige Aspekte, die mich an diesem Buch gestört haben. Zum einen die französischen Begriffe, die - wie ich meine - nicht immer erklärt wurden. Dann die Geschichte mit der Cervela, die nicht mehr produziert werden darf, die nicht unbedingt zu den spannenden Nebenschauplätzen zählte. Das Hüpfen von Bett zu Bett der Journalistin und des Richters wirkte auf mich etwas unmotiviert. Und dann die Geschichte an sich: Es geht um die Leuna-Affäre, bei der Schmiergelder an deutsche Politiker, inklusive dem Kanzler Helmut Kohl, gezahlt worden sein sollen. Ein Kronzeuge soll aussagen. Professionelle Killer bringen Menschen um, Bankinhaber sind die bösen Auftraggeber. Die Handlung wird einigermaßen interessant erzählt. Auch den wirtschaftlichen Verwicklungen kann man relativ gut folgen. Ulrich Wickert schreibt am Ende, dass er die Handlung gründlich recherchiert hätte. Dazu hätte ich mir noch ein paar mehr Erläuterungen gewünscht. Vor allem zu der Handlung am Ende in der Klinik. Die klang so ein bisschen nach Verschwörungstheorie, wobei ich nicht ausschließen möchte, dass sie tatsächlich so passiert sein könne. Alles in allem handelt sich sich bei "Der nützliche Freund" um kein Buch, dass einen festen Platz in meinem Bücherregal behalten wird.

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  • Wenn der Fall persönlich wird....

    Der nützliche Freund

    kassandra1010

    31. January 2016 um 13:08

    Ricou ermittelt diesesmal irgendwie in den eigenen Reihen. Nicht das ihm das etwas ausmachen würde, aber ein alter Korruptionsfall wirft einen langen Schatten auf seine Freundin Margaux. Es geht heiß her und mehr als einmal stellt sich Ricou die Frage, ob es sich tatsächlich lohnt, alte Steine umzudrehen und denen Geheimnisse zu entlocken. Doch Ricou wäre nicht Ricou, wenn er davon nicht ablassen könnte und ihm selbst, als seine Freundin in Verdacht gerät, sich zwar irrsinnig aufregen kann, aber dennoch immer in der Spur der Wahrheit bleibt.

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  • Spannender Paris-Krimi

    Der nützliche Freund

    RubyKairo

    03. September 2014 um 19:37

    Der Krimi spielt hauptsächlich in Paris. Der Untersuchungsrichter Jacques stößt in seinem aktuellen Fall auf Geldwäscherintrigen zwischen Frankreich und Deutschland aus der Wendezeit. Einer der Beteiligten will auspacken und ist kurz darauf tot. Doch bei dem einen Toten bleibt es nicht. Wer steckt dahinter und welche Kreise zieht die Verschwörung? Dieser Krimi ist sicherlich nichts für mal eben zwischendurch. Herrn Wickert gelingt es, eine Atmosphäre zu schaffen, die gefangen nimmt. Sehr sympathisch erscheint die Hauptfigur des Richters mit seiner bodenständigen Haftung. Den beiden Handlungssträngen kann mal plausibel folgen. Dem Leser bleibt die vormalige journalistische Tätigkeit des Autors sicher nicht verborgen, stellt sich dieser Krimi doch als sehr gut recherchiert dar. Die Verstrickungen der Politik, Wirtschaft und der Finanzen werden glaubhaft dargelegt. Ein zwar kurzer aber spannungs- und temporeich geschriebener Krimi aus der Feder von Ulrich Wickert, dem Tagesschaumann. Es gibt viele Verwicklungen und viel Hintergrundwissen zu Eigentums- und Geldwerten aus der Umbruchszeit der Wende. Gut recherchiert und glaubwürdig. Der Schreibstil ist sehr klar, faktenreich und spannend, eine Krimireihe, von der bereits 2 weitere Bücher existieren, die man ebenfalls lesen sollte. Gute, gelungene und anspruchsvolle Unterhaltung. Für Liebhaber von rasanten, spannenden Krimis ein sicheres Lesevergnügen.

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  • Rezension zu "Der nützliche Freund" von Ulrich Wickert

    Der nützliche Freund

    monja1995

    30. April 2012 um 23:21

    Ein für mich enttäuschendes Buch Dass Ulrich Wickert ein hervorragender Jounalist ist, läßt sich nicht verleugnen. Er hat hervorragend für dieses Buch recherchiert, aber meiner Meinung nach zu sich zuviel auf die Ergebnisse er Recherchen versteift. Irgendwie kam bei mir das Gefühl auf, er will was sagen, weiß aber nicht wie. Denn wie sonst kam es dazu, dass das Buch umständlich und verwirrend geschrieben ist und man sich teilweise über andere Medien über den Inhalt des Buches schlau machen muss, um die Zusammenhänge auch wirklich zu verstehen. Dass sehr viele französische Ausdrücke gebraucht wurden, hat mich gestört, denn ein Buch zu lesen, zu dem man ein Wörterbuch braucht, ist nicht das, was ich erwarte. Im Großen und Ganzen störte mich, dass immer mehr oder weniger um den heißen Brei geschrieben wurde, aber bis zum Schluß nicht so richtig auf den Punkt kam. Schade, ich hatte mir besseres erwartet.

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  • Rezension zu "Der nützliche Freund" von Ulrich Wickert

    Der nützliche Freund

    Toschi3

    13. September 2011 um 16:18

    Paris - Leipzig - Paris Ein französischer Richter begibt sich in Leipzig und Paris in den Sumpf auf Korruption und Verbrechen auf der politischen Bühne. Dabei droht er, selbst unter die Räder zu kommen... Der dritte Roman um Richter Jaques gewinnt schnell an Fahrt und stürzt ihn in Höhen und Tiefen. Mit vielen Daten und Fakten auf verschiedenen Handlungsebenen fordert der Autor seinen Leser und dessen Konzentration jedoch heraus. Der Schreibstil ist flüssig, aber das Buch ist nichts, um es noch kurz vor dem Einschlafen in die Hand zu nehmen. Trotzdem bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten. Wie Ulrich Wickert Paris beschreibt, ist wunderbar. Selten habe ich einen Ort einer Krimi-Handlung so liebevoll geschildert bekommen. Einen Stern Abzug gibt es allerdings, weil manchmal die Handlungsabläufe im Hintergrund und die beteiligten Personen etwas schwer nachzuvollziehen sind.

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  • Rezension zu "Der nützliche Freund" von Ulrich Wickert

    Der nützliche Freund

    Gurke

    28. February 2011 um 17:03

    Untersuchungsrichter Jacques Ricou lässt den Abend gerade gemütlich mit seinen Kollegen in einem Bistro ausklingen, als er zu einem Mordfall gerufen wird, in dem auch seine gute Freundin Margaux involviert ist. Marc Leroc war das Opfer, weil er kurz zuvor der Presse mitgeteilt hatte, dass er im Falle Leuna-France Oile als Mittelsmann zum Thema Geldwäsche eine Menge unangenehmer Dinge über den Deutschen Bundeskanzler und viele andere auspacken könnte. Als Zeuge in diesem Fall sollte Holm Mormann auftreten (wie sich erst später herausstellt); hinter ihm ist auch die Leipziger Staatsanwaltschaft hinterher. Es beginnt die Suche nach der Wahrheit – natürlich nicht ohne Hindernisse. Der Schreibstil ist gut zu lesen, trotzdem wurde ich durch teilweise vielen auftretenden französichen Namen und Orte verwirrt. Krimistimmung kam bei mir durchweg eher selten auf und auch mit dem Spannungsaufbau war ich nicht so recht zufrieden. Besonders der Showdown im Krankenhaus mit der tollen Kapitelüberschrift „Die Wunderpille“ fand ich sehr unglaubwürdig und passte für mich eher in einen Science Fiction Roman, als in einen Wirtschaftskrimi. Hätte ich nach diesem Kapitel nicht nur noch wenige Seiten bis zum Ende vor mir gehabt, hätte ich den Roman vermutlich wütend „ad acta“ gelegt. „Der nützliche Freund“ hat meinen Geschmack leider nicht getroffen und ich würde ihn auch nur wirtschaftlich hoch interessierten empfehlen. Zwei Sterne bekommt „Der nützliche Freund“ von mir, weil der Roman gut recherchiert zu sein scheint und viele Anekdoten aus den Straßen von Paris und ihren berühmten Personen zu erzählen hat, auch die Atmosphäre in den Cafés oder der Blick über das nächtliche Frankreich war im Gegensatz zur der ansonsten (für mich) eher langweiligen und zähen Story eine schöne Abwechslung.

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  • Rezension zu "Der nützliche Freund" von Ulrich Wickert

    Der nützliche Freund

    bogi

    26. September 2010 um 19:16

    Wickerts Pseudomoralbibeln hätte ich nie gelesen (ich weiss ein Vorurteil) aber ein Krimi hat mich dann doch neugierig gemacht. Das Thema, zumindest als Hintergrund den Verkauf der ostdeutschen Leuna Raffinerien an den französischen Staat (quasi), hat mich denn auch neugierig gemacht, unterstellt man Wickert hier doch ein gerüttelt Mass an Sachkenntnis. Nach der Lektüre, die sich in erster Linie mit einem Mordfall an einem Insider des Verkaufs der Raffinerien und der damit verbundenen Schmiergeldzahlungen beschäftigt, bin ich ein wenig ernüchtert. Wickert liefert einen sicherlich handwerklich ordentlichen Krimi ab, dessen Lösung auch etwas überraschend daherkommt. Das Buch liest sich auch sehr gut und flott. Gepackt hat es mich allerdings in keinster Weise. Dafür war mir das Ganze einfach zu brav. Einen weiteren Wickert werd ich denn doch eher nicht lesen.

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  • Rezension zu "Der nützliche Freund" von Ulrich Wickert

    Der nützliche Freund

    Leela

    08. September 2010 um 02:02

    Ulrich Wickerts neuster Roman über den Pariser Richter Jacques Ricou. Diesmal wird ein Marc Leroc, der wegen der Leuna-Affäre verurteilt wurde, tot aufgefunden und Ricou ermittelt als Untersuchungsrichter in diesem Fall. Was er dabei aufdeckt, ist ein Korruptionsfall, der nicht nur viel mit der Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich zu tun hat, sondern nicht einmal vor den höchsten Politikern in beiden Staaten halt macht. Als Ricou weiter in dieser Sache ermittelt, bringt er nicht nur sein eigenes Leben in Gefahr, sondern auch das seiner Freundin Margaux, die mehr in die Sache verwickelt ist, als ihm lieb sein kann, denn sie wollte zusammen mit Leroc ein Buch über die Leuna-Affäre schreiben, in dem die Wahrheit aufgedeckt werden sollte. Unglücklicherweise ist sie genau in dem Moment anwesend, in dem der Mörder zuschlägt. Wer nun denkt, dass all dies sehr politisch klingt, hat recht. Ulrich Wickerts Buch ist weniger ein Krimi, als eine interessante Abhandlung zur Leuna-Affäre und den politischen Auswirkungen, die diese hätte haben können. Viel Politik, Wirtschaft, Korruption und Verrat wird man zwangsläufig begegnen, weniger den für Krimis so obligatorischen Leichen. Auch merkt man dem Autor an, dass der Ahnung vom Thema hat und dies gern zeigen wollte, was nicht schlimm ist. Wenn man Interesse an Politik und Korruptionsfällen hat und darüber hinaus politische Krimis mag, wird man gerade deshalb Gefallen an diesem Buch finden, denn alles wirkt gut recherchiert und auch Wickerts Beschreibungen der 'französischen Lebensart' wirken überzeugend. "Der nützliche Freund" ist aber kein Buch, das man schnell überfliegen möchte, denn, um der Handlung folgen zu können, muss man schon genau lesen, um die Hintergründe der Leuna-Affäre zu verstehen. Falls ich noch nicht erwähnte, dass der Krimi auf wahren Begebenheiten beruht: Er beruht auf wahren Begebenheiten. Die Leuna-Affäre gab es wirklich, nur leider wird das in keinem Vorwort o.ä. erklärt, was sicher zum Verständnis beigetragen hätte, wenn man noch nie etwas davon gehört hat. Den Rest des Buches füllen eingehende Beschreibungen des Lebens in Paris. Wer sich für Politik etc. interessiert, dem kann ich dieses Buch empfehlen; aber auch Liebhaber von Paris und Frankreich können aufgrund der atmosphärischen Beschreibungen auf ihre Kosten kommen. Wer jedoch schlicht einen Krimi mit einem spannenden Mordfall sucht, sollte vielleicht lieber ein anderes Buch lesen.

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  • Rezension zu "Der nützliche Freund" von Ulrich Wickert

    Der nützliche Freund

    Carriecat

    13. January 2010 um 12:31

    Ulrich Wickert ist zu recht ein Kenner Frankreichs und der Franzosen. Ihre sympathischen kleinen Eigenheiten werden ohne klischeehaft zu wirken in die Geschichte eingebaut und füllen sie mit Leben. Auch mit seiner guten Ortskenntnis besticht der Autor. Man merkt in seinen Beschreibungen einfach, wie sehr ihm gerade Paris am Herzen liegt. Aber auch das journalistische kommt nicht zu kurz: Herr Wickert versteht es gut, wahre Skandale und polit. Intrigen für seine Geschichte zu nutzen. Vielleicht ist es ja tatsächlich so, oder so ähnlich, abgelaufen? Inhalt: Jaques, ein franz. Untersuchungsrichter gerät in einen Strudel von Ereignissen: Seine On/Off- Freundin Margaux (Journalistin) wird bewusstlos in der Wohnung eines Toten gefunden... Was ist da los? War sie einer heißen Story auf der Spur? Plötzlich sterben immer mehr Beteiligte und Jaques selbst wird schwerer Verbrechen beschuldigt. Um seinen Ruf rein zu waschen und seinen Fall zu entwirren muss er sogar mit der deut. Justiz zusammenarbeiten, was für einen eingefleischten Franzosen schon ziemlich übel ist.... Besonders gut gefällt mir, das in diesem Buch auch der Humor seinen Platz hat. Egal ob dt.-franz. Beziehungen, der running Gag mit der ollen Salami des "älteren G", man wird einfach sehr gut und v.a. intelligent unterhalten. Das war zwar mein 1. Buch von Ulrich Wickert aber sicher nicht mein letztes!

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  • Rezension zu "Der nützliche Freund" von Ulrich Wickert

    Der nützliche Freund

    schnegg72

    09. June 2009 um 09:06

    Nicht vollends überzeugend Richter Ricou erfährt von seiner Freundin Margaux - ihres Zeichens Journalistin - , daß sie an einer heißen Story dran ist. Als sie dabei überfallen wird und ihr Interviewpartner Marc Leroc einem getürkten Selbstmord zum Opfer fällt, wird diese "Story" auch zu Ricous. Ein weiterer dubioser "Selbstmord" eines Anwalts trägt auch nicht unbedingt zur Klärung des ganzen Sachverhaltes bei. Zudem schalten sich die deutschen Behörden ein, um den Verdächtigen im Mordfall Leroc ausgeliefert zu bekommen. Für Ricou ist schnell klar, daß der ganze Fall äußerst komplex ist und er gerät selbst in Gefahr. Ich kannte Ulrich Wickert bisher nicht als Autor. Als Krimi würde ich das Buch auch nicht bezeichnen wollen. Eher als Geschichte um die Leuna-Affäre, die einen zwar irgendwie gefangen, aber nicht vom Schlafen abhält.

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  • Rezension zu "Der nützliche Freund" von Ulrich Wickert

    Der nützliche Freund

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. March 2009 um 19:33

    Ich habe mir das Buch aus der Bücherei geliehen, da ich bei der Leseprobe damals nicht mitgemacht habe und jetzt weiß ich auch warum: Das Buch ist leider absolut nicht mein Fall. Herr Wickert sollte meiner Meinung nach weiterhin Sachbücher schreiben, aber bitte keinen Krimi. Die Geschichte war fade und ich suche noch immer nach dem Prädikat "Kriminalroman" in diesem Werk. Die Personen waren blass und farblos, keine hat mich in irgendeiner Weise näher interessiert geschweige denn mitfiebern lassen. Vielleicht sollte hier auch eine "intellektuellere" Leserschaft angesprochen werden. Ich habe zwar keine Probleme mit eingestreuten französischen Worten oder Redewendungen, aber auf Dauer können diese etwas nerven und sehr gestelzt rüberkommen. Pluspunkte gebe ich für das meines Erachtens gelungene Cover des Buches und die unbestreitbar fundierten und detailgetreuen Kenntnisse Herrn Wickerts über Paris. Fazit: Ein Buch, das mich leider gelangweilt zurückließ.

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  • Rezension zu "Der nützliche Freund" von Ulrich Wickert

    Der nützliche Freund

    *Wölkchen*

    23. February 2009 um 23:52

    Ulrich Wickert als Krimiautor kannte ich bisher nicht. Da mein Vater aber dieses Buch zum Geburtstag bekommen hat, habe ich mir gedacht, das ist eine gute Möglichkeit, um die andere Seite des Ulrich Wickert kennenzulernen. Das Buch ist nicht sonderlich dick, gut zweihundert Seiten, aber relativ groß(zügig) gedruckt. Doch warum sollte es nicht möglich seinen, einen gut konstruierten, straffen Plot auf geringem Raum unterzubringen. Es müssen ja nicht immer 700-Seiten Wälzer à la Stieg Larsson sein... Wickert verarbeitet in seinem Kriminalroman die Leuna-Affäre, der größte Korruptionsskandal der deutsch-französischen Geschichte. Der Hintergrund des Krimis beruht also auf wahren Begebenheiten. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass Wickert in einem ausführlicheren Nachwort darlegt, was genau die Fakten sind und was dazugedichtet ist. Die Mordfälle, die Wickert um diesen Skandal herum entwirft, und deren Lösung sind zwar stringent erzählt, allerdings kaum ausgeschmückt. Die eigentliche Handlung des Krimis nimmt vielleicht 150 Seiten ein. Falsche Fährten, irreführende Indizien, Überraschungen für den Leser – das gibt es nicht, und dazu fehlt auch der Platz. Da hätte ich mir etwas mehr erwartet und gewünscht. Was passiert nun auf den verbleibenden ca. 150 Seiten? Wickert ist Frankreich- und Pariskenner. Und so sind die Beschreibungen der Stadt, der Lokalitäten und der sozialen Situation sowie der Lebensart der Franzosen ein wichtiger Bestandteil des Buches. Das finde ich grundsätzlich nicht verkehrt, doch bei Wickert wirkt es an vielen Stellen leider sehr gezwungen. An jeder nur irgend möglichen Stelle lässt er sein Wissen über die Stadt einfließen. Das macht die Dialoge oft etwas holprig und unglaubwürdig. Denn welche Pariser erzählen sich in ihren Gesprächen schon die Geschichte ihres Viertels, wenn es eigentlich darum geht, einen Mord aufzuklären!? Hier hätte ein bisschen weniger Lokalkolorit gut getan. „Der nützliche Freund“ ist leicht und flüssig zu lesen. Wirkliche Spannung kam bei mir allerdings nicht auf, höchstens Interesse, wie es weitergeht. Ein bisschen drängt sich das Gefühl auf, dass hier doch hauptsächlich der Name das Zugpferd ist. So ist auf dem Buchrücken der Name des Autors auch weitaus größer als der Titel abgebildet. Wirklich überzeugt hat mich das Buch nicht, als Nachrichtensprecher, Journalist und Sachbuchautor gefällt mir Wickert besser.

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  • Rezension zu "Der nützliche Freund" von Ulrich Wickert

    Der nützliche Freund

    axwa

    03. February 2009 um 16:24

    "Der nützliche Freund" von Ulrich Wickert ist wohl schon der dritte Teil einer Reihe um den Pariser Richter Jacques Ricou, aber der erste, den ich gelesen habe. Es ist ein auf Tatsachen beruhender politischer Krimi. Und der ist zweifellos spannend und rassant geschrieben. Der ehemalige Geheimagent Marc Leroc wird ermordet, nachdem er angekündigt hatte in seiner Biografie, die wahren Hintergründe beim Skandal um den Verkauf der Leuna-Raffinerie offenzulegen. Es entwickelt sich eine spannende Geschichte mit Raum für Zwischenmenschliches, Liebe, Freundschaft und Verrat. Was mich jedoch an dieser Story wirklich begeistert hat, ist die Verknüpfung der bekannten Parteispendenaffäre um Helmut Kohl und die CDU, welche nie aufgeklärt wurde und dem in Sachsen sehr umstrittenen Korruptionsvorwurf im Politik- und Justizumfeld, welcher dem Innenminister Buttolo fast den Stuhl gekostet hätte. Nach einem spektakulären Auftakt verliefen die Ermittlungen nach und nach im Sande und verschwanden wieder aus den Medien. Richter Ricou hat ganz sicher recht, wenn er sagt: "Es gibt eine zweite Welt, von der ein normaler Mensch nie etwas erfährt. Die Verteilung der Macht und Ihrer Pfründe findet dort satt." Ullrich Wickert macht seinem Leser deutlich, wie wenig wir über diese andere Seite wissen und wieviel Geld hier für wahre Macht zur Verfügung steht. Beim Lesen fallen einem alle hier zusammengeführten Zeitungsmeldungen und Schlagzeilen wieder ein, die man in der heutigen Informationgesellschaft sofort zugunsten neuer Nachrichten wieder "vergessen" hatte. Es macht einen riesigen Spass immer weiter zu lesen und man bleibt am Ende mit einem Gefühl der Verstörung und Machtlosigkeit zurück. "Die in diesem Roman geschilderten Ereignisse beruhen auf gründlicher Recherche. Das Bemerkenswerte an dem größten Korruptionsskandal der deutsch-französischen Geschichte ist die Unauffälligkeit, mit der er zu den Akten gelegt wurde." Dieses Buch ist unglaublich, und leider keine Fiktion.

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  • Rezension zu "Der nützliche Freund" von Ulrich Wickert

    Der nützliche Freund

    Kathchen

    25. January 2009 um 14:39

    Durch den Klappentext und einer Leseprobe habe ich mir viel von dem Buch erhofft. Einerseits da ich Frankreich sehr mag und auch der Krimi sehr interessant klingt. Nur leider hat das Buch nicht gehalten, was es versprochen hatte. Mit den Personen konnte ich nichts anfangen und vieles fand ich sehr übertrieben. Vorallem die Liaison zwischen Ricou und einer deutschen Staatsanwältin, die ja so eine schreckliche Kindheit hinter sich hat. Und auch das Privatleben des Richters fand ich sehr uninteressant und langweilig, während bei anderen Krimis ich auch gerne über die Person des Kommissars/Richters mehr erfahren möchte. Hier war das eine Fehlanzeige und ich habe vieles nur überflogen. Der Roman wirkt auch etwas überladen auf mich. Der Korruptionsfall, Morde, Ricous Privatleben, etc. Und selbst über das Aussterben der Cervelatwurst wird berichtet, auch wenn mir nicht klar ist, warum das mit eingebaut wurde. Leider habe ich von dem französischen Flair nichts mitbekommen. Ich fand es zwar schön, dass mehrere französische Begriffe benutzt worden sind, allerdings ohne Franzöischkenntnisse hätte mir das nicht gefallen. Das größte Problem war für mich die Spannung. Die Geschichte plätschert nur so vor sich hin und für einen guten Krimi brauche ich Spannung. Gut, nachdem ersten Mord nimmt das Geschehen etwas Fahrt an, allerdings nicht für lange. Und das Ende des Falles konnte mich ebenfalls nicht überzeugen. Das einzig Gute war, dass sich der Roman flüssig lesen lässt und man nicht viel Zeit dafür aufbringen muss.

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  • Rezension zu "Der nützliche Freund" von Ulrich Wickert

    Der nützliche Freund

    Nil

    08. January 2009 um 20:35

    Ein super Krimi, der sich sehr schnell liest! Sehr empfehlenswert!

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