Ulrich Woelk

 3.8 Sterne bei 65 Bewertungen
Autor von Was Liebe ist, Pfingstopfer und weiteren Büchern.
Ulrich Woelk

Lebenslauf von Ulrich Woelk

Ulrich Woelk, geboren 1960, aufgewachsen in Köln, studierte von 1980 bis 1987 Physik und Philosophie in Tübingen. Promotion in Physik an der Technischen Universität Berlin im Jahr 1991. Der erste Roman, „Freigang“, erschien 1990 im S. Fischer Verlag und wurde mit dem Aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet. Von 1988 bis 1995 arbeitete Ulrich Woelk als Astrophysiker an der TU-Berlin. Seine Theaterstücke wurden unter anderem am Schauspielhaus Köln, am Theater des Kantons Zürich und am Berliner Hebbel-Theater aufgeführt. Seit 1995 lebt Ulrich Woelk als freier Schriftsteller in Berlin. Sein Roman „Die letzte Vorstellung“, erschienen 2002 beim Hoffmann & Campe Verlag, wurde unter dem Titel „Mord am Meer“ von Matti Geschonneck mit Heino Ferch und Nadja Uhl in den Hauptrollen verfilmt und mit dem Preis der Kritik beim Filmfestival in Hamburg sowie dem Preis in der Kategorie Drama beim New-York-Festival ausgezeichnet. Für sein Werk wurde Ulrich Woelk 2005 mit dem Thomas-Valentin-Preis ausgezeichnet. Seine Bücher und Essays sind in viele Sprachen übersetzt, unter anderem ins Chinesische, Französische, Englische oder Polnische. In seinem aktuellen Roman „Was Liebe ist“ erzählt Ulrich Woelk eindringlich und klar von zwei sehr gegensätzlichen Menschen, die eines verbindet: Angehörige einer Generation zu sein, die den Versprechungen der großen Gefühle misstraut. Und die am Ende genau das erleben, was ihnen unmöglich erschien: Eine große Liebesgeschichte.

Neue Bücher

Der Sommer meiner Mutter

Erscheint am 25.01.2019 als Hardcover bei C.H.Beck.

Alle Bücher von Ulrich Woelk

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Was Liebe ist

Was Liebe ist

 (18)
Erschienen am 23.09.2016
Pfingstopfer

Pfingstopfer

 (12)
Erschienen am 01.03.2015
Schrödingers Schlafzimmer

Schrödingers Schlafzimmer

 (6)
Erschienen am 01.12.2006
Einstein on the lake

Einstein on the lake

 (4)
Erschienen am 01.03.2005
Die Einsamkeit des Astronomen

Die Einsamkeit des Astronomen

 (4)
Erschienen am 01.08.2005
Rückspiel

Rückspiel

 (3)
Erschienen am 01.05.2007
Joana Mandelbrot und ich

Joana Mandelbrot und ich

 (4)
Erschienen am 01.09.2008
Freigang

Freigang

 (3)
Erschienen am 01.11.2005

Neue Rezensionen zu Ulrich Woelk

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AnjaLG87s avatar

Rezension zu "Die letzte Vorstellung" von Ulrich Woelk

Kluges, wendungsreiches Katz-und-Maus-Spiel
AnjaLG87vor 10 Monaten

Ein kluger Krimi voller Überraschungen undWendungen, das Ganze vor dem Hinter-grund deutsch-deutscher Geschichte und politischer Fallstricke. Sehr gelungen. 

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J

Rezension zu "Nacht ohne Engel" von Ulrich Woelk

Restlicht
jamal_tuschickvor einem Jahr

Vincent scheint seine Umgebung nur noch wie durch Milchglas wahrzunehmen. Er ist ein Beschädigter und führt sein reduziertes Leben im Nachgang eines Schädelhirntraumas. Er fährt Taxi und schreibt in Berlin. Das sind zwei Klischees, denke ich zuerst. Dann stocke ich auf. Aber natürlich kriegt Woelk Kredit. Bei diesem Autor denkt doch jeder, warum auch immer er etwas tut, aus Blödheit tut er es nicht.

In Berlin weiß niemand, dass Vincent kein Kriegsdienstverweigerer war. Er beteiligt sich an Antikriegsdemonstrationen und gibt mit Gesellschaftskritik an. Seine beste Zeit hat Vincent als Rekonvaleszent in der Obhut einer Physiotherapeutin, die einen zweiten Körper aus der lädierten Oberschicht herausarbeitet und die Mutter seiner Tochter wird. Die Konstellation ächzt unter den Belastungen ihrer Symbolhaftigkeit. Aber gut. An die Stelle der Psychoanalyse tritt die Physiotherapie. Muskeln werden innerviert und werden sie das nicht, ist Atrophie die Folge. Auch die Liebesfähigkeit kann man muskulös auffassen. Sie muss innerviert werden und wird sie es nicht, ist Atrophie die Folge.

„Vorbehaltlos und unwiderruflich liebt Vincent nur Saskia.“ Die Liebe zur Tochter ist mit seinem Leben verwoben, er atmet im Takt des Gefühls. Das beschreibt eine bedauerliche Exklusivität. Sie schließt Saskias Mutter und Vincents Retterin aus – und genauso jene Yogalehrerin, die im Jetzt der Ereignisse „seine Freundin“ ist „in einer auf Dauer angelegten Beziehung“.

Woelk beschreibt die Verhältnisse mit Wörtern der Distanz. Sie schließen einen erheblichen Abstand des Autors zu Vincent ein. Woelk schildert eine Person, mit der er nicht warm wurde; so als hätte er sie lieber stehengelassen als mitgenommen; als sei es nur aus einem Mangel an Geistesgegenwärtigkeit zu der Verbindung gekommen.

Vincent trifft eine Frau wieder, mit er zurzeit des ersten Irakkriegs eine Nacht in Dahlem verbracht hat. Er verbindet mit Jule seine Amnesie. Sie ist obenauf und lässt sich herab, während sich bei Vincent die Erinnerungslücke zu schließen beginnt. Bilder in den Farben der Restlichtverstärkung steigen in ihm auf, unterlegt mit Kriegsberichten des im Hilton stationierten CNN-Reporters Peter Arnett.

„The bombing of baghdad continues and we will go on with music.”

Woelk mischt den ein Vierteljahrhundert zurückliegenden, von Jules Berlinvisite dicht an die Gedächtnisschleuse gerückten Vorgang der Traumatisierung mit Rückblenden, die Jule und Vincent jung zeigen, und der Sorge um die Tochter, die ihr Studium geschmissen hat, weil sie mehr Zeit für sich zu brauchen glaubt. Vincent mutet ihr harte Wahrheiten zu, obwohl er für nichts geradestehen kann.

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Smberges avatar

Rezension zu "Pfingstopfer" von Ulrich Woelk

Glaube versus Wissenschaft
Smbergevor 4 Jahren

Inhalt:

Im Garten eine freikirchlichen Gemeinde wird eine Leiche gefunden, eine junge Protiuierte, die grauenvoll hergerichtet wurde. Bei der Obduktion findet man unter ihrer Schädeldecke einen Zettel mit einer Botschaft. Anton Glauber nimmt die Ermittlungen auf, erste Spuren führen ihn zu einem Hirnforscher nach Plön, die Ermittlungen gehen aber auch in Richtung der freikirchlichen Gemeinde.

Meine Meinung:

Es handelt sich hier um eine wirklich spannend geschriebenen Krimi mit einem sehr interessanten Hintergrund hinter dem eigentlichen Fall. Auf der einen Seite haben wir hier einen sehr sympathischen Ermittler, der sich auf die Suche nach dem Täter macht, auf der andern Seite erfahren wir viel über den Hintergrund vor dem der Fall spielt, dem Konflikt zwischen Glaube/Kirche und Forschung/Wissenschaft. 

Wir erfahren viel von Glaubergs Privatleben, die Probleme seiner Frau und seines Sohnes. Mir gefällt es immer sehr gut, wenn man neben den spannenden Ermittlung auch den Ermittler als Menschen kennenlernt, mit seinen Problemen und Sorgen, aber auch mit seiner Vergangenheit. Da ist in diesem Buch absolut erfüllt worden. 

Ein weiterer Punkt, der dieses Buch ausmacht ist der Konflikt Kirche/ Wissenschaft, der als Hintergrund zu diesem Fall sehr spannend aufgearbeitet wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Thema in den entsprechenden Kreisen zu erheblichen Konflikten führen kann und das kann es auch zu extremen Handlungen führen. Das Thema wurde sehr glaubwürdig in den Fall eingeknüpft und mit vielen Hintergrundinformationen unterfüttert. 

Die Ermittlungen waren von der ersten Seite an glaubwürdig erzählt und waren bis zum Ende hin logisch aufgeführt. Die Spannung war immer auf hohem Niveau. Das Buch ist absolut lesenswert, für alle Leser, die einen spannenden Krimi gerne mit einem interessanten Hintergrund verbinden. 

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Gespräche aus der Community

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UlrichWoelks avatar
Herbst 1999. Roland Ziegler reist als Mitinhaber eines Familienunternehmens nach Berlin, um an einer Konferenz über die Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkriegs teilzunehmen. In einem Café lernt er Zoe kennen, eine junge Jazz-Sängerin, die ihm abends bei einem Konzert einen klassischen Song widmet: ›You don't know, what love is.‹ Zoe begleitet Roland nach Amsterdam und wird für ihn zu seiner großen Liebe. Befreit von alltäglichen Zwängen erleben sie eine vorher nie gekannte Nähe. Doch die Familie, die Firma und deren Vergangenheit melden sich bald zurück. Und Zoe ist plötzlich verschwunden.
Was ist Liebe? Können wir lieben, ohne unsere Vergangenheit zu kennen? ›Was Liebe ist‹ erzählt von zwei sehr gegensätzlichen Menschen, die eines verbindet: Angehörige einer Generation zu sein, die den Versprechungen der großen Gefühle misstraut. Und die am Ende genau das erleben, was ihnen unmöglich erschien: Eine große Liebesgeschichte.

Auf literaturmarkt.info hieß es über den Roman: ›Was Liebe ist‹ von Ulrich Woelk ist eine zarte Versuchung, der kein Leser widerstehen kann. Dieser Roman bringt die Seele zum Klingen und gehört zu den (literarischen) Highlights dieses Jahres. Zweifellos!

Das hört man als Autor natürlich gern. Wer Lust hat mitzulesen, sei hiermit herzlich eingeladen.

Ulrich Woelk


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