Inhalt und meine Meinung:
Das Sachbuch von Prof. Dr. Ulrike Bingel und Prof. Dr. Sven Benson hat mir richtig gut gefallen. Es liefert viel Hintergrundwissen rund um den Placebo-Effekt. Der Ratgeber klärt mit den neuesten fundierten Erkenntnissen aus der Forschung darüber auf, wie der Placebo-Effekt funktioniert und dies in einer auch für Laien verständlichen Sprache. Das Buch ist strukturiert aufgebaut und liefert auch für Patienten wertvolle Ratschläge und Tipps. Es hat mich echt überrascht, wie eine positive Grund- und Lebenseinstellung einen Krankheitsverlauf positiv beinflussen kann und hat mich bestärkt, auch weiterhin das Leben mit einer positiven Grundstimmung anzugehen. Auch die Gestaltung des Buchumschlages passt gut zum Inhalt und ist sehr ansprechend gestaltet. Ich konnte aus dem Ratgeber für mich viel mitnehmen und empfehle aus diesem Grund das Buch uneingeschränkt weiter.
Ulrike Bingel
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Ulrike Bingel
Dein Körper glaubt dir alles
Neue Rezensionen zu Ulrike Bingel
Der Ratgeber „Dein Körper glaubt dir alles“ wurde von Prof. Dr. Ulrike Bingel und Prof. Dr. Sven Benson geschrieben. Herausgeber ist Herbig aus der Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG. Bingel ist Neurologin, Schmerztherapeutin und Professorin für Klinische Neurowissenschaften. Benson ist gelernter Krankenpfleger, Psychologe und Professor für Didaktik in der Medizin. Die Autoren wurden von Gaby Miketta unterstützt. Miketta ist Wissenschaftsjournalistin.
Die Autoren erklären mit Hilfe von verschiedenen wissenschaftlichen Studien, was Placebo- und Nocebo-Effekte sind und durch was sie beeinflusst werden. Zu diesen Einflussfaktoren gehören beispielsweise die eigenen Erwartungen und Erfahrungen sowie das Arzt-Patientenverhältnis. Gleichzeitig wird auch aufgezeigt, welche Grenzen ein Placebo-Medikament hat. Im Anhang sind viele Internetangebote aufgelistet und es gibt ein Glossar mit hilfreichen Erläuterungen zu unterschiedlichen Begriffen.
Mir haben die vielen Fallbeispiele und Studien sehr gut gefallen, da sie anschaulich die Wirkung dieser Effekte aufgezeigt haben. Auch der Schreibstil war angenehm und durch Humor wurde der Text abgerundet. Durch Infoboxen wurden wichtige Informationen hervorgehoben und es wurde auch mit Zeichnungen gearbeitet. Sehr interessant fand ich auch die Informationen rund um den Beipackzettel von Medikamenten. Auch für das Verhalten von Ärzten, Therapeuten und Apothekenmitarbeitern sind viele Tipps und Ratschläge enthalten. Ebenfalls sind Tipps und Ratschläge für Patienten enthalten. Allerdings sind mir diese teilweise zu oberflächlich bzw. zu einfach gehalten. Jemand, der auf Grund seiner Erkrankung und den Erfahrungen mit seinen Ärzten verzweifelt ist, wird es auf Grund der enthaltenen Informationen und Tipps vermutlich nicht schaffen, dem nächsten Arztbesuch oder der nächsten Behandlungsmöglichkeit neutral oder noch besser positiv zu begegnen. Hierzu hätte ich mir mehr Input gewünscht.
Trotz dieser Einschränkung empfehle ich das Buch gerne allen, die mehr über den Placebo- und Nocebo-Effekt erfahren möchten.
„Dein Körper glaubt dir alles“ liefert fundierte Einblicke in den Placebo- und Nocebo-Effekt – von der neurobiologischen Perspektive bis hin zu praktischen Anwendungen. Die Autoren verbinden aktuelle Forschungsergebnisse mit einer klaren Sprache und konkreten Tipps sowohl für Fachpersonen als auch interessierte Laien.
Die vielen Fallbeispiele und Studienverweise machen deutlich, dass der Placebo-Effekt mehr ist als nur „Kopf-Sache“ – vielmehr ein substanzieller Einflussfaktor im Heilungsprozess. Gleichzeitig wird auch der Nocebo-Effekt thematisiert, wodurch die duale Wirkungskraft von Erwartungshaltungen transparent wird.
Einziger Wermutstropfen: Etwas mehr Tiefe bei konkreten Handlungsempfehlungen – etwa praktische Übungen oder Strategien für Patient*innen – hätten das Buch noch wertvoller gemacht. Dennoch bietet es eine solide theoretische Basis und reichlich Inspiration für den eigenen Alltag. Insgesamt ein überaus wichtiges Buch, das reflektiertes Denken fördert und bewusste Kommunikation in (Gesundheits-)Behandlungen stärkt.

