Ulrike Blatter Der Mann, der niemals töten wollte

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Inhaltsangabe zu „Der Mann, der niemals töten wollte“ von Ulrike Blatter

Bei der Kripo Konstanz wird die sechsjährige, schwerkranke Yasmin als vermisst gemeldet. Auch der Leiter des Jugendamts, Dr. Joachim Leimer, verschwindet plötzlich spurlos. Während es sich bei Dr. Leimer um eine alltägliche Ehe-Eskapade zu handeln scheint, nehmen die Ermittler das Verschwinden des Mädchens sehr ernst. Auch Hanna Kronawitter, die den Fall Leimer 'abarbeiten' soll. Als neue Kollegin hat sie einen schweren Stand im männlich dominierten Team um Hauptkommissar Erich Bloch. Zunächst gibt es keine sichtbare Verbindung zwischen den beiden Vorgängen, aber dann wird die Verknüpfung auf erschreckend brutale Weise deutlich: Bei Yasmins alleinerziehender Mutter wird eine Leiche in der Badewanne gefunden. Kampfspuren und Schnittverletzungen zeichnen ein grausames Bild. Die Spur führt über die Schweizer Grenze zu einem Mann, der nichts mehr zu verlieren hat.

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  • Rezension zu "Der Mann, der niemals töten wollte" von Ulrike Blatter

    Der Mann, der niemals töten wollte
    Kerry

    Kerry

    24. June 2012 um 21:51

    4 Jahre sind seit Erich Blochs letztem großen Fall vergangen (Band 1). Der eher sporadische Kontakt zu seiner Tochter Eva ist zwischenzeitlich total abgebrochen und so lebt er sein Leben wie eh und je, kümmert sich um seinen Job bei der Polizei und den geerbten Mops Churchill. Doch dann ist es mit der Ruhe vorbei, als gleich zwei Vermisstenmeldungen bei der Kripo Konstanz eingehen. Doktor Sebastian Leimer, der Leiter des örtlichen Jugendamtes und die kleine Yasmin Nürtinger werden vermisst. Dr. Leimer wurde von seiner Frau als vermisst gemeldet, an sich nicht ungewöhnliches. Bei der kleinen Yasmin ging die Vermisstenmeldung allerdings von einem Krankenhaus auf, in dem sie zu ihren regelmäßigen Behandlungen nicht erschienen ist, was bis dato noch nie vorgekommen ist. Yasmin ist schwer krank. Meistens geht es ihr gut, doch sobald sie sich einen kleinen Infekt zuzieht oder Fieber bekommt, kann dies dramatische Folgen haben, eventuell sogar in Tod innerhalb kürzester Zeit. Der Fall der vermissten Yasmin wird Bloch zugeteilt, das Verschwinden Leimers der neuen Kollegin Hanna Kronawetter. Als Bloch und Cenk sind nach dem Verbleib von Yasmin in deren häuslichem Umfeld erkunden, machen sie in der elterlichen Wohnung eine grausige Entdeckung. In der Badewanne liegt eine Leiche und das schon ein paar Tage. Von Yasmin fehlt jede Spur, sie ist wie vom Erdboden verschluckt. Kurz nach dem Auffinden der ersten Leiche wird die Leiche Dr. Leimers in einem Park gefunden. Er wurde ermordet. Verdächtige gibt es viele, nicht jeder war von der Einmischung des Jugendamtes in seine Familienangelegenheiten angetan. Kurz vor seinem Tod erhielt Dr. Leimer an seine private Anschrift einen Drohbrief. Stammt er vom Mörder? Während der Ermittlungen stellt sich heraus, dass der Brief von niemand anderem geschrieben wurde als von Eva Bloch, Erich Blochs Tochter, der Mutter einer vierjährigen Sohnes. Eva hat einen Verdacht, wer die kleine Yasmin entführt haben könnte und macht sich auf die Reise , um den Entführer einzuholen. Derweil lässt sie ihren vierjährigen Sohn Max bei ihrem Vater - Erich Bloch ist also von einem auf den anderen Moment Großvater geworden. Wider erwartend schlägt er sich gut in seiner Rolle. Yasmin ist derweil in Begleitung eines Mannes, der sich Tata nennt und dessen Ziel es ist, sie schnellstmöglich aus Deutschland heraus zu schaffen. Doch warum hat er das kleine Mädchen entführt? Nachdem mich der 1. Band nicht wirklich überzeugen konnte, hat mir dieser Band deutlich besser gefallen. Den Plot fand ich sehr gut und detailliert ausgearbeitet. Auch war mir in diesem Band der Protagonist Erich Bloch sehr viel sympathischer und nicht mehr so unnahbar, wie es im ersten Band der Fall war, wobei hier sein Enkel Max eine nicht geringe Rolle gespielt hat. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass sich das Buch förmlich von selbst gelesen hat. An einigen Stellen hätte ich mir allerdings etwas mehr Dramatik gewünscht, hier wurde leider etwas Potential verschenkt. Mit nunmehr großen Erwartungen sehe ich dem 3. Band der Reihe "Nur noch das nackte Leben" entgegen.

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  • Rezension zu "Der Mann, der niemals töten wollte" von Ulrike Blatter

    Der Mann, der niemals töten wollte
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. December 2010 um 09:15

    Über die Grenzen des Vorstellbaren hinaus. Bei der Kripo Konstanz wird die sechsjährige, schwerkranke Yasmin als vermisst gemeldet. Auch der Leiter des Jugendamts, Dr. Joachim Leimer, verschwindet plötzlich spurlos. Während es sich bei Dr. Leimer um eine alltägliche Ehe-Eskapade zu handeln scheint, nehmen die Ermittler das Verschwinden des Mädchens sehr ernst. Auch Hanna Kronawitter, die den Fall Leimer »abarbeiten« soll. Als neue Kollegin hat sie einen schweren Stand im männlich dominierten Team um Hauptkommissar Erich Bloch. Zunächst gibt es keine sichtbare Verbindung zwischen den beiden Vorgängen, aber dann wird die Verknüpfung auf erschreckend brutale Weise deutlich: Bei Yasmins alleinerziehender Mutter wird eine Leiche in der Badewanne gefunden. Kampfspuren und Schnittverletzungen zeichnen ein grausames Bild. Die Spur führt über die Schweizer Grenze zu einem Mann, der nichts mehr zu verlieren hat. (Verlags-Info) Ein ganz gewöhnlicher Montagmorgen für Kommissar Bloch von der Kripo Konstanz? Nicht ganz. Der etwas in die Jahre gekommene Ermittler bekommt direkt nach seiner Ankunft im Büro eine neue Kollegin präsentiert und von seinem Dezernatsleiter eine Vermisstenmeldung auf den Tisch. Eine Frau meldet ihren Mann, der Leiter des Jugendamtes ist, als vermisst. Er sei nicht nach Hause gekommen. Diese Meldung wird erst einmal nicht so ernst genommen, handelt es sich ja möglicherweise nur um einen Ehekrach. Sie rückt deshalb sofort in den Hintergrund, als auch noch ein kleines schwerkrankes Mädchen, das seinen Termin in der Klinik nicht eingehalten hat, verschwunden ist. Bloch macht sich mit seinem Kollegen Cenk auf die Suche und findet in der Wohnung des Kindes, eine Frau tot in der Badewanne. Ist es die Mutter? Hat das Kind etwas davon mitbekommen? Wurde es entführt? Es war auf jeden Fall Mord, wie sich kurz nach der Untersuchung herausstellt. Kaum steht das fest, wird Bloch mitgeteilt, dass der Leiter des Jugendamtes brutal ermordet im Park aufgefunden wurde. Ein Serientäter? Doch wo ist das Kind, findet die Kripo das Mädchen rechtzeitig und hängen diese beiden Morde zusammen? Die Spur führt plötzlich in den ehemaligen Bürgerkrieg nach Jugoslawien... Der Autorin Ulrike Blatter ist ein feiner und brisanter Krimi gelungen, der konventionell anfängt und dann Spannung durch eine Wendung erfährt, die sich konsequent bis zum Ende durchzieht. Dabei verknüpft die Autorin gekonnt mehrere aktuelle Themen miteinander. Die jeweiligen Charaktere, die Zusammenarbeit der Ermittler, die Einzelheiten der (Rechts-)Medizin oder die seelischen Beschreibungen, die sie anführt, um Ermittler, Täter und Opfer zu zeichnen, alles gelingt realistisch und äußerst dicht. Sie bedient sich geschickt eines einfachen und eindringlichen Sprachstils sowie starker Dialoge. Mutig greift sie im zweiten Fall der Kripo Konstanz die Thematik des ehemaligen Krieges in Jugoslawien und seiner psychologische Hinterlassenschaft auf und zieht eine Spur von Deutschland über die Schweiz bis in den Balkan und wieder zurück. Persönliche Meinung: 5*** (von 5 möglichen) Bravo! Hier bekommt man einen Krimi vom Feinsten, dicht erzählt, dazu überzeugende Protagonisten und eine konsequente Handlung, die trotzdem überrascht, betroffen macht und einem ständig das Gefühl vermittelt, das alles sei tatsächlich so passiert. VOGELFRAU heißt der Vorgänger-Roman, den man nicht notwendigerweise kennen muss.

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  • Rezension zu "Der Mann, der niemals töten wollte" von Ulrike Blatter

    Der Mann, der niemals töten wollte
    Susanne-Henke

    Susanne-Henke

    01. November 2010 um 16:28

    Sezierblick in die Seele Harmlos beginnt der Tag für den melancholischen Kommissar Bloch. Zwar kommt er zu spät zur Dienstbesprechung, aber noch ist Zeit, sich Gedanken über die neue Kollegin zu machen. Dass die Meldung, über den von seiner Frau vermisst gemeldeten Leiter des Jugendamtes, in der Mordkommission landet, sorgt für leichte Irritation. Aber gleich darauf wird das ganze Team in Alarmbereitschaft versetzt, denn ein sechsjähriges, schwerkrankes Mädchen ist verschwunden. Die Entdeckung zweier grausam zugerichteter Leichen lässt die Hoffnung, sie lebend zu finden, mehr als optimistisch scheinen. Die Spur führt in die Schweiz, nach Bosnien und in Blochs direktes Umfeld. Spannung bis zu letzten Seite ist garantiert. Aber Ulrike Blatter bietet viel mehr als einen Krimi. Der Roman erzählt vor allem von den Folgen des in den Medien längst nicht mehr präsenten Bürgerkrieges im ehemaligen Jugowslawien. Blatters Sezierblick in die Abgründe kriegsverletzter Seelen ist schwer verdaulich, aber beeindruckend eindringlich. Was bleibt übrig von der Persönlichkeit eines Menschen, "der niemals töten wollte"? Ein sensibles Psychodrama, nicht nur für Krimifans. Verlagsinfo über die Autorin Ulrike Blatter, 1962 in Köln geboren, lebt in der Nähe von Konstanz. Nach ihrem Medizinstudium bildete sie sich in der Psychotherapie mit dem Arbeitsschwerpunkt "Sucht und Trauma" weiter. Sie arbeitete in Rechtsmedizin und Suchtberatung, zuletzt war sie Klinikärztin in der Psychiatrie. Ihr ehrenamtliches Engagement führt sie seit vielen Jahren in die Länder Ex-Jugoslawiens, wo sie mehrere Projekte initiiert hat und weiterhin begleitet. Sie veröffentliche Reportagen, Lyrik, einen Kriminalroman und zahlreiche Kriminalkurzgeschichten.

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