Ulrike Blatter Nur noch das nackte Leben

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Inhaltsangabe zu „Nur noch das nackte Leben“ von Ulrike Blatter

Kommissar Bloch, der spröde Eigenbrötler von der Kripo Konstanz, kann sein Glück kaum fassen, als ihn eines Tages die attraktive Alenka anspricht. Dass die slowenische Journalistin eine ungeklärte Todesserie unter Drogenabhängigen in ihrem Heimatland recherchiert, interessiert ihn nur am Rande. Bloch will nur eins: dieses unvermutete späte Glück mit aller Kraft festhalten. Als Alenka jedoch kurz darauf einem mysteriösen Unfall zum Opfer fällt, taumelt er in einen Strudel sich überschlagender Ereignisse. Als Jäger folgt er der den Spuren der geliebten Frau bis in ihre Heimat und versucht zu verstehen, warum sich Alenka bedroht fühlte. Berührte ihre Story rund um Biowissenschaften und Sucht so viele gesellschaftliche Tabus, dass sie dafür sterben musste? Bloch stößt zunehmend auf Widerstand, ja blanken Hass, wird vom Jäger zum Gejagten und kehrt nach Deutschland zurück. Aber nichts hilft: Die beiden säuberlich getrennten Welten – hier das professionelle, glatte Deutschland, die beschauliche Bodenseeregion – dort das Nebelland Slowenien – rücken einander auf beängstigende Weise immer näher.

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  • Rezension zu "Nur noch das nackte Leben" von Ulrike Blatter

    Nur noch das nackte Leben

    Kerry

    26. June 2012 um 20:53

    2 Jahre ist es her, seit Erich Bloch seinen letztem großen Fall zu bewältigen hatte (Der Mann, der niemals töten wollte). Viel hat sich getan im Leben des eigenbröderlischen Kommissars aus Konstanz. Er kümmert sich regelmäßig um seinen mittlerweile 6-jährigen Enkel Max und auch das Verhältnis zu seiner Tochter Eva hat sich deutlich verbessert. Doch nicht nur das. Mit der slowenischen Journalistin Alenka erlebt er seit kurzer Zeit seinen zweiten Frühling. Doch er ist immer noch Kommissar, sodass er sich auch mit den negativen Seitens des Lebens beschäftigen muss. Er wird zu einem Tatort gerufen - einem privaten Bordell, in dem Anna Nowak, genannt Angelique, umgekommen ist. Der Verdacht liegt auf einem goldenen Schuss, doch es müssen alle Eventualitäten beachtet werden. Bloch ist mitten in den Ermittlungen, als ihn die schlimmste aller Nachrichten erreicht. Alenka ist in Slowenien bei einem Unfall ums Leben gekommen. Bloch kann es nicht fassen - sie hatte nur so wenig Zeit miteinander, es muss sich einfach um einen Irrtum handeln, doch er fliegt selbst nach Slowenien und kann die Leiche zweifelsfrei identifizieren. Zurück in Deutschland versucht Bloch seinen Kummer in Alkohol zu ertränken. Dann er hält er einen Anruf aus Slowenien von einer jungen Frau, die sich als Animè ausgibt und ebenfalls Journalistin sein soll. Diese hegt Zweifel daran, dass Alenka tatsächlich durch einen Unfall gestorben ist und in der Tat, erhielt Bloch einen Brief von Alenka mit einem Schlüssel darin, der allerdings nirgends in ihre Wohnung passen will. Er macht sich erneut auf den Weg nach Slowenien und es gelingt ihm tatsächlich das Schließfach ausfindig zu machen, zu dem der Schlüssel gehört und in dem Alenka ihre Unterlagen eingeschlossen hat. Sind die Unterlagen brisant genug, dass jemand um jeden Preis ihren Tod wollte? Mit Hilfe von Animè und dem Streetworker Vito beginnt Bloch zu ermitteln, hinter wem Alenka her war, wen sie mit ihrem geplanten Enthüllungsbuch bedroht hat und wer für ihren Tod verantwortlich ist. Doch seine Ermittlungen führen in auf eine Spur, mit der er im Leben nicht gerechnet hat. Eine würdige Fortsetzung! Den Plot fand ich sehr gut ausgearbeitet. Faszinierend fand ich die Darstellung der in Deutschland und Slowenien vorhandenen Drogenproblematik und die Darstellung von jeweiligen Ursachen und in wie weit diese Problematik mit dafür verantwortlich war, das Alenka sterben musste. Mittlerweile konnte ich mich sogar mit dem Protagonisten Erich Bloch anfreunden, der nicht mehr so unnahbar wie noch im ersten und teilweise im zweiten Band ist. Sicherlich hat er nach wie vor seine Eigenheiten und Ecken und Kanten, lässt jedoch auch ab und an eine andere Seite von ihm durchblicken. Den Schreibstil empfand ich wieder als sehr angenehm zu lesen, wobei mir hier immer noch etwas die Dramatik fehlte bzw. die tiefere Dramatik beim Verlust eines geliebten Menschen.

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  • Rezension zu "Nur noch das nackte Leben" von Ulrike Blatter

    Nur noch das nackte Leben

    Susanne-Henke

    18. August 2011 um 18:13

    Wer Ulrike Blatters Krimis kennt, weiß, dass sie eine präzise beobachtende Gewaltanalystin ist. Der Prolog von "Nur noch das nackte Leben" lässt keinen Zweifel daran, dass sie dieser Tradition treu bleibt. Kommissar Erich Bloch, der bereits seine ersten beiden Fälle nicht gerade mit sprühender Lebensfreude gelöst hat, startet auch hier melancholisch. Denn das Wunder, das ihm mit der späten Liebe zu der slowenischen Journalistin Alenka begegnet ist, währte nur kurz. Wegen ihrer Recherchen in der Drogenszene bricht sie den gemeinsamen Urlaub vorzeitig ab. Zurück in Konstanz wird Bloch zum Fundort einer Drogentoten gerufen. Eine Überdosis, schlichtes Elend, kein Fall für Ermittlungen. Doch kaum zuhause, erhält er einen Anruf von der slowenischen Polizei. Alenka ist tot, angeblich mit dem Wagen verunglückt. Bloch soll ihre Leiche identifizieren. Auf seiner nun beginnenden Tour de Force, die nicht nur äußerliche, sondern auch innerliche Reisen beinhaltet, stürzt er in eine abgrundtiefe Depression, in der ihm allein der Alkohol ein paar klare Momente verschafft. Die Begegnung mit Alenkas Mutter, zwingt ihn, sich mit seiner eigenen Kindheit auseinanderzusetzen. Die geheimnisvolle Animè weckt Zweifel an der offiziellen Unfallversion von Alenkas Tod. Doch der Umstand, dass sie nicht allein im Wagen war, trübt Blocks Urteilsvermögen. Er flieht zunächst zurück nach Konstanz, bevor er zurückkehrt und bei den Ermittlungen im Drogensumpf nicht nur sein Leben riskiert. Wer einen Krimi zur Entspannung sucht, liegt mit diesem Buch völlig falsch. Wer dagegen auf der Suche nach einer Psychostudie über die sich über Generationen fortsetzenden und stets frisch genährten Kriegstraumata und ihrer gesellschaftlichen Folgen ist, wird dagegen bestens versorgt. Denn was Ulrike Blatter in dieser Geschichte über die zynische Herabsetzung einzelner Gruppen zu "menschlichem Abfall" und dessen effizienter Nutzung beschreibt, ist symptomatisch für eine Gesellschaft, die sich so zunehmend an instrumentalisierte Gewalt gewöhnt hat, dass sie die Methoden auch für den "normalen Hausgebrauch" übernimmt. Wie der Konstanzer Jugendliche, der einen lästigen Kumpel in einen Kanalschacht "entsorgt" hat, der auf die Frage nach dem Warum antwortet: R.T.: "Er musste halt weg." Kronawitter: " Was meinen Sie damit genau?" R.T.: "Weg halt. Verschwinden"

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  • Rezension zu "Nur noch das nackte Leben" von Ulrike Blatter

    Nur noch das nackte Leben

    Fabella

    10. April 2011 um 16:16

    Inhalt: Dies ist der dritte Fall rund um den Konstanzer Komissar Bloch. Noch nicht lange währt sein kleines Glück mit der slowenischen Journalistin Alenka, als diese einen Unfall erleidet, den Bloch nicht so als Unfall hinnehmen möchte. Ob es etwas mit ihren Ermittlungen zu der Todesserie unter Drogenabhängigen in ihrem Heimatland zu tun hat? Bloch wirft sein eigenes Leben über den Haufen und versucht hinter ihren Tod zu gelangen und landet damit in einem Netz aus Vergangenheit und Zukunft. Meine Meinung: Ein nicht gerade alltäglicher Krimi, der in die Tiefe geht. Er gewährt einem Einblick in die Vergangenheit, in die Kindheit von Bloch. In das Leben mit seiner Mutter, seiner Schwester und seinem früh gestorbenen Vater. Vieles in dem Buch dreht sich um die Ablehnung, die ihm seine Mutter entgegenbrachte, enthüllt die Hintergründe, warum dies so war und läßt einen doch ziemlich sprachlos zurück. Und es läßt den Mann, der einem ein bißchen herzlos vorkommt, etwas besser verstehen. Gleichzeitig erfährt man mehr über ihn und seine Beziehung zu seiner Tochter Eva und seinem Enkel Max. Auch hier herrschen Probleme, die aus der Vergangenheit herrühren und die Bloch zu überwinden versucht. Vorherrschender Inhalt jedoch ist der Tod Alenkas und ihre Ermittlungen als Journalistin über die merkwürdige Todesserie, die in ihrer Heimatstadt vor sich geht. Nach ihrem Tod wird Bloch von ihm unbekannten Menschen immer wieder dorthin gelockt. Hier erlebt er unbegreifliches. Zusammen mit Anime und Vito versucht er hinter das Rätsel der Toten zu gelangen. Sind diese wirklich an ihren Drogen gestorben, oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Doch nicht alles, was scheinbar als Hilfe für die Aufklärung gedacht ist, hilft wirklich. Wer ist in diesem Spiel gut, wer böse. Auch Blochs Begegnungen mit Alenkas Mutter eröffnen einem ein Bild, das man in der Form gar nicht unbedingt haben möchte. Das jedoch auf Tatsachen beruht, gegen die wir so gern unsere Augen schließen. Die uns erschüttern. Wer hier einen normalen Kriminalroman erwartet, der ist auf der falschen Fährte. Und gerade das macht dieses Buch aus denke ich. Obwohl es der dritte Teil einer Triologie ist, hatte ich nicht das Gefühl, ich hätte die ersten beiden Teile lesen müssen um diesen hier zu verstehen. Ulrike Blatter schafft es, einen in sich geschlossenen Roman zu schreiben, der keine Fragen offen läßt. Wer ein Freund des nicht alltäglichen Krimis ist, dem ist dieses Buch wirklich zu empfehlen.

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