Ulrike Bliefert

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Interview mit Ulrike Bliefert

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Ich schreibe seit 1987 Drehbücher (u.a. „Tatort“), oder besser: ich habe Drehbücher geschrieben, denn 2006 hab ich mich entschlossen, damit aufzuhören. Ich mag die Art und Weise, wie sich das Film- und Fernsehgeschäft entwickelt hat, einfach nicht mehr. Mein ebenfalls auf Prosa umgestiegener Drehbuch-Kollege Peter Schwindt hat mich seinerzeit mit dem Arena-Verlag bekannt gemacht, und diese Beziehung hat auf Anhieb geklappt (mehr dazu auf meiner website www.ulrikebliefert.de).

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Theodor Fontane, hart gefolgt von seinem Kollegen Leo Tolstoi und der großen alten Dame des britischen Kriminalromans Ruth Rendell.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Ich brauche in erster Linie einen emotionalen Ansatz: Wut, Mitgefühl, Staunen, Trauer, Empörung über irgendwas, das mir begegnet. D.h. zunächst einmal ist da ein persönlicher, inhaltlicher Ansatz. Daraus entstehen die Figuren und dann erst die Geschichte. Losschreiben kann ich immer erst, wenn ich ein Titelbild für die Geschichte gefunden habe. Natürlich ist das dann (leider!) nie das Cover, mit dem das Buch auf den Markt kommt, aber so ein Bild hilft mir, die „Schwingungsfrequenz“ der Geschichte zu manifestieren. Klingt ein bisschen verrückt, aber andere KollegInnen haben ähnliche Initiationsrituale entwickelt und wenden sie regelmäßig an... ;o)

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Ich gehe recht offenherzig mit meiner E-mail-Adresse oder mit facebook- Beziehungen um. Solange die Leute sich nicht nach meinen Schlafgewohnheiten, dem Inhalt meines Kleiderschranks oder sonstigen Intimitäten erkundigen, beantworte ich gern Fragen. Von daher finde ich Lovelybooks eine prima Sache, denn hier geht es um AutorInnen und Bücher und nicht um (allzu) Privates. In allererster Linie jedoch ist es das (Vor-)Lesen vor Publikum und die anschließenden Gespräche und Diskussionen, die AutorInnen und LeserInnen zusammenbringen. Ich lese ledenschaftlich gern aus meinem und auch fremden Büchern (am liebsten Kurzkrimis!), zumal das Lesen auch etwas mit meinem Erstberuf Schauspielerin – den ich nach wie vor ausübe (siehe homepage) – zu tun hat.

Wann und was liest Du selbst?

Ich lese leidenschaftlich gern Sachbücher, vor allen Dingen zu Themen wie Geschichte, Psychologie und Kriminalistik. Dazu natürlich alles an Recherchematerialien, was gerade zum jeweiligen Buch passt.