Bei Anruf nackt

von Ulrike Bornschein 
2,3 Sterne bei8 Bewertungen
Bei Anruf nackt
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Inhaltsangabe zu "Bei Anruf nackt"

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it unbefangener Neugier begab sich Ulrike Bornschein auf Partnersuche im Internet. Ihre Bilanz nach einem Jahr: Ein schier unerschöpflicher Vorrat romantischer und erotischer, skurriler und peinlicher Erinnerungen, aber auch eine völlig neue Gelassenheit im Umgang mit paarungswilligen männlichen Wesen. Tabufrei und authentisch dokumentiert sie ihre Erfahrungen auf dem digitalen Beziehungsmarkt. Vom Internetprofil über die E-Mail-Korrespondenz bis zum tatsächlichen Treffen: Wie die Selbsteinschätzungen der Männer mit der Wirklichkeit kollidieren, ist oft überraschend, bisweilen ernüchternd, aber immer aufschlussreich und höchst amüsant.

• Der erste dokumentierte Selbstversuch einer Internet-Partnersuche
• Mit den 10 Dos und Don’ts des Online-Flirts
• Brandaktuelles Thema: Partnerschaftsbörsen im Internet werden immer beliebter

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453645219
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:303 Seiten
Verlag:Heyne, Wilhelm, Verlag in Verlagsgruppe Random House GmbH
Erscheinungsdatum:20.01.2009

Rezensionen und Bewertungen

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    JEDs avatar
    JEDvor 7 Jahren
    Rezension zu "Bei Anruf nackt" von Ulrike Bornschein

    Kurzinhalt:

    Ulrike Bornschein, Anfang 40, verließ nach 3 Jahren Beziehung ihren damaligen Lebensabschnittsgefährten, als dieser verkündete: "Deine besten Tage sind rum."

    Wohl auch um ihren verbliebenden Marktwert zu testen, meldete sie sich im Internet bei zwei konstenpflichtigen Singlebörsen an und setzte sich ein Limit von einem Jahr.

    In dieser Zeit hatte sie mit 14 Männern Kontakt, mit 12 davon hat sie sich getroffen.

    Ihre Erfahrungen verarbeitete sie in dem vorliegenden Buch, wobei es sich laut Verlag um das angeblich erste Erfahrungsbuch mit den neuen Medien als Kupplungsort handelt.

    Meine Meinung:

    Zunächst einmal sollte man zur besseren Einordnung des Buches (und auch der Autorin) festhalten, dass Bornschein mit diesem vermeintlich niederschmetternden Einstiegssatz "Deine besten Tage sind um" durchaus kokettiert.

    Dreht man das Buch um, erhält man den Blick auf das Foto einer strahlend schönen Blondine, die noch keine 40 sein kann.

    Nun sind Autorenfotos nicht immer aussagekräftig, aber die Tendenz für das Kommende scheint deutlich: die Autorin dürfte nicht allzu große Schwierigkeiten gehabt haben, jemanden kennenezulernen - wie man dies bei dem Durchschnittssingle vielleicht vermuten möchte.

    Diese Diskrepanz wird aber niemals in dem Buch thematisiert, vielmehr wartet die Autorin am Ende des Buches noch mit vermeintlich hilfreichen Tipps zur Onlinesuche auf.

    Und tatsächlich, sobald sie ihre Bilder im Netz für den jeweiligen Mail-Partner frei schaltet, ist dieser meistens und hin und weg und möchte sich bald treffen. So einfach ist das also?

    Hinzu kommt, dass Bornschein als Geisteswissenschaftlerin (sie wird ihren ihren Mails nicht müde, ihre Profession zu betonen) auf einem Niveau parliert, dass mir (selbst Geisteswissenschaftlerin) irgendwann echt auf die Nerven gegangen ist.

    Bewusst hat sie sich bei kostenpflichtigen Agenturen angemeldet, um eine gewisse (vermeintlich geistig unterdurchschnittliche) Männerklientel von vornherein auszuschließen.

    Das mag noch legitim und verständlich sein.

    Wenn man aber die Mailwechsel zwischen ihr und den diversen Männern liest, fragt man sich schon, wo Frau Bornschein eigentlich damit hin will. War ihr von vornherein klar, dass sie ein Buch veröffentlichen möchte und hielt das Geschreibsel auf einem entsprechend hohen Niveau?

    Oder ist es eine Form von Narzissmus, dass man den anderen mit z.T. wirklich unverständlichen Mails zuschüttet, frei nach dem Motto: friss oder stirb, ansonsten spielst Du eh nicht in meiner Liga?

    Ich war erstaunt, wieviele Männer in genau dem selben Stil geantwortet haben, so dass man das Buch auch immer wieder aus der Hand legen musste, da es auf Dauer einfach nur ermüdend wurde, diesen diversen schriftlichen Ergüssen zu folgen.

    Schreibt man so, wenn man sich kennenlernt und eigentlich auf gemeinsame Symphatie hofft oder geht es hier um Verbalschlachten, bei denen der Wortgewandtere als Sieger hervorgeht? Aber sind Partnerforen dafür dann das richtige Medium?

    Und bleibt es da verwunderlich, dass sich hinter all den Verbalblasen immer wieder gänzlich merkwürdige Männer verbargen?

    Dies als Ausgangssituation.

    Das Buch gliedert sich in folgende fortlaufende Struktur:

    - zunächst kann man das Profil lesen, was Bornschein von sich ins Internet gestellt hat.

    - dann darf man das Profil des Mannes lesen, der ihr aktuell schreibt.

    - als nächstes ist der nachfolgende Mailwechsel abgedruckt, bevor es zu einem Treffen kam. Manchmal auch SMS, falls getauscht.

    - und schließlich beschreibt sie das Trefen mit diesem Mann aus ihrer Perspektive.

    Fazit:

    Was bleibt ist mehr als ein fader Nachgemaschmack. Als Single (möglicherweise selbst auf der Suche in diesen Börsen) sollte man das Buch auf keinen Fall lesen. Es deprimiert zu sehr.

    Auch wenn die Frage bleibt, ob dies nicht einfach auch dem seltsamen Herangehen der Autorin geschuldet ist. Auf den reißerischen Titel des Buches gehe ich an dieser Stelle gar nicht mehr ein!

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    shaos avatar
    shaovor 8 Jahren
    Rezension zu "Bei Anruf nackt" von Ulrike Bornschein

    Nachdem sie ihre letzte Beziehung hinter sich gelassen hat und ihre Tochter sich für ein Austauschjahr in Kanada befindet, ist Ulrike mit über 40 zum ersten Mal seit langer Zeit nur für sich selber verantwortlich. Das „kinderlose Jahr“, das vor ihr liegt, will sie nutzen, um einen Mann zu finden, wofür sie sich einer Partnerbörse im Internet bedient.
    Die Suche allerdings hält die eine oder andere Überraschung bereit.
    *
    Als ich das Buch zugeklappt habe, blieb eine Frage bestehen: Was will mir die Autorin sagen?
    Der größte Teil des Inhaltes gibt wieder, mit was für Männern sie sich getroffen hat, was für Mails oder SMS dem voraus gingen und wie die Treffen abliefen.
    Und, nicht zuletzt, wer sich von wem danach auf Nimmerwiedersehen verabschiedet hat.
    *
    Dabei legt die Autorin ein Selbstbild vor, das mich schaudern lässt. Selbstbewusstsein ist eine tolle Eigenschaft, aber man kann es auch übertreiben, und genau das tut die Autorin auf 300 recht ermüdenden Seiten. Nein, ich finde es nicht spannend, immer und immer wieder Emails zu lesen, in denen eine Frau sich so krampfhaft ins rechte Licht zu rücken und als überaus eloquent, witzig und intelligent darzustellen versucht, dass es nur noch angestrengt und albern wirkt.
    *
    Frau Bornschein zeichnet hier ein Bild von sich selber, das mich nur hoffen lässt, dass mein weiterer Lebensweg mich möglichst weit weg von Menschen wie ihr bringt.
    Nicht nur, dass die Männer, die hier vorgeführt, äh, vorgestellt werden, alle dem gleichen Typus entsprechen, die Autorin aber der Meinung zu sein scheint, ihre Aussagen wären allgemeingültig. Die Entwicklung ist jedes Mal die Gleiche: Einige wenige, pseudo-intellektuelle Emails, in denen jeweils mehr oder weniger deutlich darauf hingewiesen wird, was für ein wundervoller, anbetungswürdiger Mensch sie verfasst hat, und dann recht schnell das Angebot eines Treffens – nicht ohne Hinweis darauf, dass die vielbeschäftigte Dame die meiste Zeit nicht in Berlin ist, der interessierte Herr muss also seine Chance ergreifen.
    Die Treffen dann sind mehr oder weniger erfolgreich, wobei Erfolg hier daran gemessen wird, ob und wenn ja wie oft und wie ausdauernd es zum Geschlechtsverkehr kommt.
    Später dann das unweigerliche Ende des Kontakts auf mehr oder weniger elegante Weise, wobei die Abgänge der Autorin geradezu nach Applaus zu betteln scheinen.
    Die am Ende angefügte Liste der Hilfen und Fehler bei der Onlinesuche nach einem Partner rufen dann eine Reaktion zwischen entnervtem Kopfschütteln und gequältem Seufzen hervor. Sie basieren weder auf einer allgemeinen Grundlage, noch sind sie wirklich nützlich für jene, die Hilfe suchen.
    *
    Insgesamt ein Buch, das ich lieber nicht gelesen hätte. Es mag ungerecht wirken, aber so selbstgefällige Personen wie die Selbstdarstellung der Autorin sind mir lange nicht untergekommen. Und das ist leider etwas, was ich als Leser nur schwer ertragen kann und möchte.

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    Lemalavor 4 Jahren
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    katha258vor 5 Jahren
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    silbereulevor 6 Jahren
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    C@rovor 7 Jahren
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    Scheuvor 10 Jahren
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    irisvor 10 Jahren

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