Ulrike Borst Liebe und Gewalt in nahen Beziehungen

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(2)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Liebe und Gewalt in nahen Beziehungen“ von Ulrike Borst

Liebe und Gewalt liegen manchmal nicht weit auseinander. Dazwischen tun sich Spannungsfelder auf, die Paarbeziehungen oder den Kontakt zwischen Eltern und Kindern bestimmen: zwischen Zuneigung und Ärger, Fordern und Gewährenlassen, Struktur geben und Sichleitenlassen. In diesem Buch stehen weniger die offensichtlichen Formen von Gewalt im Vordergrund, es geht vielmehr um die Grauzonen, Wechselfälle und Übergriffe innerhalb der vier Wände einer Familie, aber auch im Beratungs- bzw. Therapieraum.

Neben den Entstehungsbedingungen und den Erscheinungsformen problematischer, gewaltfördernder Muster liegt das Hauptaugenmerk auf den Hilfestellungen, die Therapeuten und Berater betroffenen Paaren und Familien geben können. Aktuelles Wissen und Arbeitskonzepte zu zentralen Fragen der therapeutischen Praxis werden vorgestellt: Wie ist der Ausstieg aus destruktiven Mustern möglich? Wer kann sich selbst helfen, wann ist staatliches oder behördliches Eingreifen nötig? Welche Rolle spielen die Väter im Hinblick auf die Erziehung und die Entwicklung von Bindung und Moral?

Mit Beiträgen von: Rochelle Allebes • Eia Asen • Ulrike Borst • Ulrich Clement • Anna Flury Sorgo • Franziska Greber • Karin Grossmann • Klaus Grossmann • Bruno Hildenbrand • Ingrid Hülsmann • Rahel Jünger • Cornelia Kranich Schneiter • Andrea Lanfranchi • Dagmar Pauli • Astrid Riehl-Emde • Inge Seiffge-Krenke • Norbert A. Wetzel.

Stöbern in Sachbuch

Love your body und schließe Frieden mit dir selbst!

Wunderschön und stimmungsvoll illustriert – ein Buch, das man niemals mehr aus der Hand legen möchte.

RubyKairo

Fuck Beauty!

ein recht interessantes Buch über die Schönheit von uns Frauen...zum Nachdenken und zum Schmunzeln

aga2010

Hoffen, dass der Schulbus nicht fährt

Dorfleben pur - Bilder und Sprüche für Landkinder. Ich hatte Spaß daran.

OmaInge

Die Entdeckung des Glücks

Glücklich zu sein ist eine Kunst!

ameliesophie

Was wichtig ist

Eine inspirierende Rede, die vieles enthält, worüber man nachdenken kann. Ein Stern Abzug nur für den Preis.

eulenmatz

Vom Anfang bis heute

Eine lockere Zusammenfassung der gesamten Weltgeschichte für jeden, der einen knappen Überblick haben möchte.

wsnhelios

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Liebe und Gewalt in nahen Beziehungen" von Ulrike Borst

    Liebe und Gewalt in nahen Beziehungen

    WinfriedStanzick

    20. October 2011 um 13:15

    In diesem durch die Beiträge namhafter Autoren aus der Therapeutenszene zusammengestellten Band geht es um ein Grunddilemma des menschlichen Zusammenlebens: die Beziehung von Liebe zu Gewalt und von Gewalt zu Liebe und um Liebe und Gewalt in Beziehungen. Denn obwohl wir es nicht wahrhaben wollen, geht es in der Liebe nicht nur um Schutz und Hilfe, sondern auch um Herrschaft und Kontrolle. Die Beziehung von Liebe und Gewalt ist eine Grauzone, die nicht nur den betroffenen Menschen das Leben schwer macht, sondern auch den mit den außer Kontrolle geratenen Fällen befassten Therapeuten. Die hier versammelten Beiträge bündeln das bisherige therapeutische und wissenschaftliche Wissen über den Zusammenhang zwischen Liebe und Gewalt und stellen, an vielen Praxisbeispielen verdeutlicht, Fragen nach einem möglichen Ausstieg aus erworbenen Mustern und vor allen Dingen nach der Rolle der Eltern in Hinblick auf die Erziehung und die Entwicklung von Bindung und Moral. In einem Schlusskapitel, in dem die Herausgeberinnen „Konsequenzen für die therapeutische Praxis“ formulieren, und das man gut als Einstieg in das ganze Buch lesen kann, sprechen sie die Eltern, aber auch die Kinder und Jugendlichen direkt an und geben ihnen wichtige Hinweise: „Väter … unverzichtbar für die Sozialisation ihrer Kindern und potenzielle Täter (aber zuweilen auch Opfer). • Engagiert euch für eure Kinder! • Seid präsent! • Traut euch zu, anders als die Mütter zu sein! • Traut euren Kindern etwas zu! • Seid Vorbild! • Achtet die sexuelle Selbstbestimmung euer Angehörigen! • Hütet keine Geheimnisse in der Familie! • Achtet auf die Machtgleichheit mit der Mutter! • Gebt bei Trennung oder Scheidung die Vaterrolle nicht auf! Mütter … oftmals übermäßig belastet und potenzielle Opfer(aber zuweilen auch Täterinnen). • Lasst die Väter in der Erziehung eine Rolle spielen! • Seid präsent! • Sorgt für Selbstschutz! • Sorgt für euch selbst! • Stärkt eure Kinder! • Seid bei Trennung und Scheidung fair zum Vater eurer Kinder! Kinder und Jugendliche … auf der Suche nach Bindungsmodellen, Leitideen, Halt und Gleichaltrigen. • Gewinnt Sicherheit in der Beziehung! • Lasst euch nicht plattwalzen! • Setzt euch ins Spiel! • Sprecht über eure Missbrauchserfahrungen mit einer Therapeutin, einem Berater! • Beansprucht eure Eltern, sucht euch aber auch andere Erwachsenen als Verbündete! • Werdet sozial kompetent im Umgang mit Geschwistern und Gleichaltrigen! Da die Autoren sehr intensiv mit der Bindungstheorie arbeiten, sei hier noch ein Hinweis auf eine neue Publikation erlaubt. Die Therapeutin Eva Rass hat in ihrem Buch "Bindung und Sicherheit im Lebenslauf" (Klett-Cotta 2011) für ihre KollegInnen, aber auch für Erzieher und Eltern, wie ich finde sehr verständlich und anschaulich, beschrieben, welche neuen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse die alte These stützen, die Bowlby so formuliert hatte: "Die Bindungstheorie", hatte Bowlby einst geschrieben, "begreift das Streben nach engen emotionalen Beziehungen als spezifisch menschliches, schon beim Neugeborenen angelegtes, bis ins hohe Alter vorhandenes Grundelement ... Trotz der großen Bedeutung des Nahrungs- und Sexualtriebs ist die Bindung, ihrer lebenswichtigen Schutzfunktion wegen, als solche eigenständig." Eva Rass führt das noch weiter: "Es kann heute als gesichert gelten, dass sich die Lebenseinstellung und die damit einhergehenden Lebensstimmung im höheren Erwachsenenalter nicht von ungefähr einstellt, sondern ganz wesentlich vom vorherigen Lebensverlauf bestimmt wird. Diese vorangegangene Entwicklung verläuft in aufeinanderfolgenden Phasen und Stufen, und die Bewältigung des jeweiligen Abschnitts ist mit dem Kontinuum des davor Gelebten verbunden." Der hier vorliegende Sammelband bestätigt dies in den meisten seiner lesenwerten Beiträge.

    Mehr
  • Rezension zu "Liebe und Gewalt in nahen Beziehungen" von Ulrike Borst

    Liebe und Gewalt in nahen Beziehungen

    michael_lehmann-pape

    26. September 2011 um 15:49

    Thema mit hoher Bedeutung Das Liebe und Aggression durchaus auch eng beieinander liegen ist sicherlich nicht nur theoretisch bekannt, sondern entspricht der Erfahrungswelt, schaut man sich alleine schon verschiedene Formen von „Rosenkriegen“ an (bei all diesen gab es im Vorfeld durchaus ja über Jahre eine Form von Liebesbeziehung zumeist). Aber nicht nur in partnerschaftlichen Beziehungen, auch im Blick auf das Verhältnis von Eltern und Kindern oder, weniger häufig, dennoch vorkommend, anderen Formen von engen Beziehungen finden sich liebevolle und aggressive Aggregatzustände durchaus nicht selten nebeneinander. Ulrike Borst und Andrea Lanfranchi führen im Buch dieses „Dilemma therapeutischer Sicht aus. Wie findet man therapeutischen Umgang mit diesen starken Formen von Gefühlen und Leidenschaften? Und nehmen zunächst, zu Recht, eine Klärung vor. Das Verhältnis von Liebe und Gewalt, Gewalt und Liebe und Liebe und Gewalt in Beziehungen ist ein uraltes, die Menschheit begleitendes Thema. Gut also, dass die einzelnen Autoren und Autorinnen auf der Blaupause veränderter sozialer Verhältnisse und therapeutischen Wissenstandes sich auf den gut 260 Seiten des Buches sehr sorgfältig und fundiert diesem breiten Themenbereich nähern. Auf der einen Seite steht das Bedürfnis und die Sehnsucht des Menschen nach Liebe, Schutz und Nähe. Auf der anderen Seite das ebenso starke innere Streben nach Herrschaft und Kontrolle. Da beide Dynamiken im Menschen vorliegen, ist es gar nicht verwunderlich, dass je nach äußeren Anreizen, die eine oder die andere Seite überwiegend in Erscheinung treten, ohne das Vorhandensein des je anderen Pols dabei zu leugnen. Das Stichwort, mit dem die Herausgeberinnen sich zunächst dem Thema nähern ist das der „Grenzüberschreitung“. Ein Vorgang, der sowohl aus Liebe als auch als Herrschaft geschieht, der durchaus „aus Liebe“ bei Widerständen auf der anderen Seite in „Gewalt“ umschlagen kann. Je intensiver die Leidenschaft vorliegt, „desto näher ist sie der Gewalt im Sinne eines anmaßenden Besitzergreifens“. Und aus dieser Konstellation folgt sogleich in der therapeutischen Arbeit ein benennbares Dilemma, welches als roter Faden dem Buch seine Struktur letztlich gibt. Beteiligte Therapeuten verurteilen einerseits fast zwingend die Gewalt, die stattfindet und unterschätzen zugleich oft die Macht der dahinterstehenden Liebe. An dieser Schnittstelle setzt das Buch an und versucht, nüchterne Analysen und Arbeitskonzepte zu beschreiben (und damit zur Verfügung zu stellen), mit denen der beteiligte Therapeut auch Formen objektiver Grundlagen für sich findet, weil es „nicht reicht, eine persönliche (ethische) Haltung in diesem menschlichen Grunddilemma entwickelt zu haben“. Daher lassen die Herausgeberinnen im weiteren Verlauf eine Vielzahl therapeutisch forschender und tätiger Fachleute zu Wort kommen. Inhaltlich legend die Autoren und Autorinnen (u.a. mit Artikeln von Großmann und Großmann) im ersten Teil grundlegende Gedanken zur Gewaltproblematik in Entstehung und Vollzug in Familien vor. Im zweiten Teil richtet sich das Augenmerk auf therapeutische Vorgehensweisen bei Gewalt in Paar- und Familienbeziehungen. Hier ist der Ort im Buch, der nicht nur das soziale Feld und mögliche theoretische Vorgehensweisen beschreibt, sondern in Teilen auch konkrete Instrumente und Methoden zu therapeutischen Interventionen bereit hält. Eine Fülle von Informationen, Hintergründen, Instrumenten und differenzierten Betrachtungen liegt in diesem Teil des Buches vor, die eine fundierte Weiterarbeit und eine eigene Reflektion der therapeutischen Arbeit befruchten und Alternativen der eigenen, therapeutischen Arbeit anregt. Abschließend bietet das Buch einen differenzierten Blick auf erweiterte, gesellschaftliche Kontexte der Gewalt in Beziehungen. Integration, Armut, Entbehrung, häusliche Gewalt, selbst die Gewalt in therapeutischen Beziehungen wird hier thematisiert. Ein guter Einstieg in das Buch ist tatsächlich in diesem Falle das Ende. Die präzisen Zusammenfassungen der Beiträge im Buch durch die Herausgeberinnen und die Einordnung der Bedeutung in die therapeutische Praxis geben einen raschen Überblick und verhelfen zu einer gezielten Auswahl im Sinne eines Vertiefens einzelner Themenbereiche. Borst und Lanfranchi schließen als Herausgeberinnen eine durchaus vorhandene Lücke zu einer nicht selten vorliegenden Problematik in engen Paar- und/oder Familienbeziehungen und bieten im Buch einen differenzierten Blick auf das Thema von den Ursachen her über die Möglichkeiten therapeutischer Interventionen bis hin zu erweiterten. Vorrangig, aber nicht nur, für TherapeutInnen von hohem Interesse.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks