Mordsleben

von Ulrike Busch 
4,7 Sterne bei12 Bewertungen
Mordsleben
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Spannender, gut geschriebener Krimi mit viel Lokalkolorit und einem tollen Ermittlerteam.

BuecherweltUndRezirampes avatar

Spannend und toll geschrieben - zum verschlingen <3

Alle 12 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Mordsleben"

Mit der ostfriesischen Ruhe ist es in Greetsiel vorbei: Die norddeutsche Schauspielerin Leonie Altinga kehrt in ihre Heimat zurück und eines Abends werden Schüsse auf sie abgegeben. Sie bleibt unverletzt, aber bald darauf werden mehrere Bürger des idyllischen Fischerdorfes zum Ziel weiterer perfider Anschläge. Bei allen beteiligten Personen finden sich Verbindungen zu Leonies Leben. Doch wer ist hier Opfer, wer ist Täter? Vor vielen Jahren hatte Leonie in Greetsiel ihre Tochter und ihren Mann verloren. Führt sie in Wahrheit einen brutalen Rachefeldzug, und die Schüsse auf sie waren nur inszeniert? Die Ermittler Tammo Anders und Fenna Stern stehen vor einem mysteriösen Fall, und das mörderische Spiel in Ostfriesland scheint kein Ende zu nehmen...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783955736576
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:180 Seiten
Verlag:Klarant
Erscheinungsdatum:13.07.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Anchesenamuns avatar
    Anchesenamunvor 10 Monaten
    Rezension: "Mordsleben" (Kripo Greetsiel ermittelt 3) von Ulrike Busch

    Ich kenne bereits alle bisher erschienenen Bände von Ulrike Buschs Nordfriesland-Krimireihe "Kripo Wattenmeer", die mir sehr gut gefallen hat. Gerne habe ich mich deshalb mit der Autorin nun nach Ostfriesland begeben.

    "Mordsleben" ist der dritte "Kripo Greetsiel"-Band rund um das Ermittler-Duo Fenna Stern und Tammo Anders. Die ersten beiden Teile sind mir bislang unbekannt, da es sich jedoch um eine Reihe handelt, sind die Einzelbände problemlos unabhängig voneinander zu lesen. Ich hatte zu keiner Zeit Probleme, der Handlung zu folgen, da es ein in sich abgeschlossener Fall ist.

    Fenna Stern war mir ziemlich sympathisch. Sie geht systematisch vor, versucht sich in Opfer und Täter einzufühlen und hat einen angenehmen Charakter. Mit Tammo Anders hingegen wurde ich nicht warm. Er ist zickig, unfreundlich und wenig einfühlsam. Außerdem hat er keine rechte Lust auf den Fall, da er, wie es scheint, erst frisch mit Fenna zusammengekommen ist und einfach nur die Zweisamkeit mit ihr genießen möchte. Die Liebesgeschichte um die beiden ist mitunter ein Grund, weshalb ich die ersten beiden Bände auf jeden Fall auch noch lesen werde, da ich gerne mehr über die beiden erfahren möchte.

    Ulrike Buschs Schreibstil ist wie erwartet lebendig und lässt sich flüssig lesen. Auch wenn es sich um einen Krimi handelt, ist der Grundton locker und subtil humorvoll. Dafür sorgen schon die verschiedenen Charaktere, meist typische Nordlichter mit Ecken und Kanten.

    Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, so dass man nicht nur gute Einblicke in die Ermittlungsarbeit erhält, sondern neben den Kommissaren auch weitere wichtige Charaktere - z. B. das Opfer und die Verdächtigen - näher kennenlernt, die wieder allesamt liebevoll detailreich gezeichnet sind.

    Ulrike Buschs Krimis leben nicht von Blut und Action, sondern von kluger Ermittlungsarbeit, Geheimnissen und Verflechtungen. Diese aufzudecken bzw. zu entwirren ist die Aufgabe der Kommissare und somit auch des Lesers. Ich habe gerne mitgerätselt und muss leider zugeben, dass ich nicht wirklich wusste, wer der Täter ist. Den wahren Täter hatte ich zwar auch unter Verdacht, aber eigentlich nur, weil ich so planlos war, dass ich letztendlich jeden verdächtigt habe.

    "Mordsleben" ist ein kurzweiliger Krimi mit einer komplexen Story, der mich sehr gut unterhalten hat. Lediglich mit dem Ermittlerduo muss ich noch ein bisschen warm werden.

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    numinalas avatar
    numinalavor einem Jahr
    Was soll ich sagen? Einfach klasse!

    Die berühmte Schauspielerin Leonie Altinga hat sich in ihrer alten Heimat Greetsiel zur Ruhe gesetzt. Filme sind gedreht, das Leben mit allen Höhen und Tiefen gelebt, ihre Memoiren sind geschrieben und nun soll der Lebensabend genossen werden. Was ihr allerdings schwer fällt, nachdem auf sie geschossen wird...

    Die Ermittler Tammo Anders und Fenna Stern machen sich an die Arbeit. Und es bleibt nicht bei dieser einen Tat. Aber wer könnte ein Motiv haben? Waren es Warnschüsse oder sollte Leonie tatsächlich getötet werden? Könnte der Grund in ihrer Vergangenheit liegen? Und wenn er dort liegt... wer ist dann Opfer und wer Täter? Denn auch Leonie wurde in der Vergangenheit übel mitgespielt. Könnte es sich um einen Rachefeldzug handeln...? 

    Fazit

    Das hier ist der dritte Teil um das Ermittlerduo Anders und Stern und was soll ich sagen? Einfach klasse!

    Über den Schreibstil von Frau Busch habe ich mich ja schon ausgelassen. Er ist und bleibt einfach fluffig leicht zu lesen. Die einzelnen Charaktere wachsen einem unwahrscheinlich schnell ans Herz - egal ob Tammo, Fenna, Onkel Frido oder Schnauzermischling Buddy - ein Wiedersehen bzw. -lesen ist immer schön.

    Die Krimigeschichte selber ist spannend, gut durchdacht, ausgefeilt und lädt zum Miträtseln ein. Wobei man als Leser wirklich ständig hin- und hergerissen ist. Jedes Mal, wenn man meint auf der richtigen Spur zu sein, entpuppt sich eine andere Möglichkeit als viel wahrscheinlicher. Ja - als Ermittler wäre ich eine echte Granate *kicher* - nein ehrlich: das überlasse ich lieber Fachleuten - ich bin ständig auf der falschen Spur.

    Aber zurück zum Buch. Mir gefällt die Reihe um Tammo und Fenna richtig, richtig gut und ich kann sie Euch nur empfehlen. Für Leser, die es gerne unbrutal und unblutig, dafür aber spannend mit einem Schuss Humor mögen, ist das hier eine tolle Serie!

    Reihenfolge
    1. Tod am Deich
    2. Mordskuss 

    3. Mordsleben 

    Viele Grüße von der Numi

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    Xanakas avatar
    Xanakavor einem Jahr
    Spannende Ermittlungen um eine große Diva

    Wer denkt, Greetsiel wäre ein kleiner beschaulicher Ort in Norddeutschland, der hat sich auf jeden Fall geirrt. Die beiden Kriminalkommissare Fenna Stern und Tammo Anders haben dort ordentlich zu tun. Dieses Mal wird auf den heimlichen Star des Ortes geschossen. Leonie Altinga ist nach Jahren der Abwesenheit wieder in ihren Heimatort zurück gekehrt und will dort ihren Lebensabend verbringen. Um sich kulturell weiter zu betätigen hat Leonie den Literaturkreis gegründet. Just am Abend des geplanten Treffens der literarischen Freunde treffen in ihrer unmittelbaren Nähe zwei Schüsse ihren wertvollen Spiegel und ihre alte wertvolle Porzellanvase. Wer hatte einen Grund Leonie umzubringen? Warum hat der Täter daneben geschossen? Liegt der Grund möglicherweise darin, dass sie ihre Memoiren gerade veröffentlicht hat?

    Der humorvolle Schreibstil von Ulrike Busch ist auch in diesem Krimi spürbar. Mit einer Leichtigkeit gelingt es ihr die Protagonisten so glaubhaft darzustellen, dass ich sie förmlich vor mir sehen kann. Unblutig und trotzdem fesselnd gelingt es ihr den Leser lange Zeit an der Nase herumzuführen. Spannend finde ich auch jedes Mal die außergewöhnlichen Namen der handelnden Personen. Diese sind schon sehr norddeutsch und im übrigen Teil des Landes so kaum bekannt. Auch Greetsiel als winzigen Ort an der Nordsee hat sie mir wieder ein Stückchen näher gebracht. Irgendwann wird es mich auch dorthin mal verschlagen.

    Gut gefallen hat mir auch die Weiterentwicklung der beiden Kommissare. Es macht Spaß zu lesen, wie sich deren Leben verändert hat. Beide sind überaus sympathisch dargestellt und auch die Nebenpersonen drum herum gehören mittlerweile dazu. Man freut sich beim Lesen, wenn man alte Bekannte wieder trifft. Sprachlich schafft es die Autorin auch hier wieder in einer klaren und schön zu lesenden Sprache zu schreiben. 

    Für diesen überaus unterhaltsamen, humorvollen und trotzdem spannenden Krimi vergebe ich verdiente fünf Lesesterne und eine unbedingte Leseempfehlung an alle.

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    BuecherweltUndRezirampes avatar
    BuecherweltUndRezirampevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend und toll geschrieben - zum verschlingen <3
    Erstens kommt es anders und zweitens wie man denkt

    Worum geht es? Tammo Anders und Fenna Stern bekommen es mit einem brisanten Fall zu tun. Jemand schießt auf die norddeutsche Schauspielerin Leonie Altinga. Sie bleibt unverletzt und doch kehrt keine Ruhe in Greetsiel ein. Denn mehrere Bürger werden zum Ziel weiterer Anschläge. Fakt ist, dass alle Fälle eine Verbindung durch Leonie Altinga haben.
    Fazit: Das Cover finde ich sehr passend, denn es zeigt einen Handlingsort vom Buch. Zu Anfang beginnt Ulrike Busch mit dem Spannungsbogen, baut ihn im Verlauf des Buches auf und stiftet Verwirrung ohne Ende. Das ganze Buch endet mit einem Finale, welches man so nicht erwartet hat. Zumindest kam ich absolut nicht auf die Lösung des Rätsels, weshalb ich den Ermittlern mehr als nachfühlen kann. Aber auch, dass man über die Ermittler weiterhin private Dinge erfährt ist ein weiteres großes Plus des Buches. Es sei so viel gesagt, dass das Buch alles beinhaltet was ein guter Krimi haben muss. Spannung, Spekulationen und Wirrungen sind an der Tagesordnung und dabei der Schreibstil der Autorin. Er leitet einen sehr flüssig durch das Buch und lässt es einen hautnah erleben. Volle 5 Sterne und meine absolute Kauf- und Leseempfehlung!

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    gaby2707s avatar
    gaby2707vor einem Jahr
    Lesenswert!

    Schauspielerin und Buchautorin Leonie Altinga, 75, ist nach langen Jahren im Ausland in ihren Heimatort Greetsiel zurück gezogen. Hier hat sie vor vielen Jahren ihre Tochter, ihren Mann und einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens verloren. Gerade als sie ihren monatlich stattfindenden Literatursalon, bei dem heute ihre Autobiografie besprochen werden soll, vorbereiten will, fliegen ihr zwei Kugeln um die Ohren. Aber in Greetsiel passiert gerade noch viel mehr, was die Kommissare Fenna Stern und Tammo Anders auf den Plan rufen.

    Ich mag den angenehm leichten Schreibstil von Ulrike Busch. Ihre Personen beschreibt sie lebensnah, authentisch und gut vorstellbar. Die Hauptperson dieser Geschichte, Leonie Altinga, weckt bei mir zwiespältige Gefühle. Einerseits nerven die Starallüren der alternden Diva, andererseits tut sie mir wegen ihrer erlittenen Schicksalsschläge auch leid.

    „Mordsleben“ ist ein Krimi, bei dem ich wieder mit ermitteln und mit rätseln konnte. Gut gesetzte Akzente hatten bald für mich einen Täter bereit – aber der war´s nicht. Durch unerwartete Wendungen ergeben sich immer wieder neue Ansätze. Doch das Ende kam für mich mehr als unerwartet.

    Wer Spannung und eine gute Geschichte sucht, sich in einem kleinen ostfriesischen Fischerdorf heimisch fühlen möchte, der ist hier genau richtig. Wieder ein Beispiel, dass ein guter Krimi kein großes Blutvergießen braucht.

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    sommerleses avatar
    sommerlesevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine fesselnde Ermittlung vor ostfriesischer Kulisse, bei der man gut mitraten kann! Ein echter Nordseeurlaubskrimi!
    Wer ist hier Täter und wer Opfer?

    "Mordsleben" ist nach "Tod am Deich" und "Mordskuss" mittlerweile der dritte Band der Ostfrieslandkrimireihe "Kripo Greetsiel ermittelt" aus der Feder von Ulrike Busch. Die Reihe erscheint im Klarant Verlag.

    Im beschaulichen Greetsiel erschüttert ein besonderer Vorfall die Gemüter. Die norddeutsche Schauspielerin Leonie Altinga wohnt nun wieder in ihrer Heimat und wurde Opfer eines Schusswechsels, den sie unverletzt überstanden hat. Doch kurz darauf werden weitere Personen zum Ziel perfider Anschläge. Die betroffenen Personen haben alle eine Verbindung zu Leonies Leben. Aber ist Leonie wirklich das Opfer oder rächt sie nur den Tod ihrer Tochter und ihres Mannes? Die Ermittler Tammo Anders und Fenna Stern stehen vor einem Rätsel, gelingt es ihnen hinter die Fassade der Diva zu schauen.

    "Ein Mordsleben, ja, das hatte ich", sagte sie mit zynischem Unterton. "Erst der Unfalltod meiner Tochter. Dann der Selbstmord meines Mannes. Letzte Woche die Schüsse auf mich. Mörderischer geht es kaum." Zitat Seite 94

    Ich mag Ulrike Buschs Krimis, ihr Schreibstil liest sich angenehm leicht, ein wenig humorvoll und dadurch erfrischend lebensnah. Die Story ist gut durchdacht, mit geschickten Wendungen fesselt sie den Leser an ihr Werk. Mir gefallen besonders ihre Protagonisten, das Ermittlerteam Tammo Anders und Fenna Stern, die ich von den Vorgängerbänden her kenne und daher auf ihre weitere Entwicklung gespannt war.

    Die Kommissare Fenna und Tammo sind ein tolles Ermittlerteam und sie harmonieren nicht nur bei der Arbeit wunderbar, auch privat sind sie zusammengewachsen und nun offiziell ein Paar. Eigentlich wollen sie nur ihre Zweisamkeit geniessen und dann hält sie der Fall Leonie Altinga beruflich auf Trab. Während Tammo bei Befragungen eher direkt ist und forsch zur Sache kommt, geht Fenna sehr feinfühlig und behutsam auf die Personen ein. So ergänzen sie sich perfekt und kommen im Fall des Mordanschlags auf Leonie Altinga dem Täter gewieft auf die Spur.

    Der Kriminalfall dreht sich um die alternde Schauspielerin und Krimiautorin Leonie Altinga. Welche Person kann auf sie einen solchen Hass haben oder ist hier nur jemand auf ihr Erbe aus? Fenna und Tammo finden bei ihrer Ermittlung keine direkten Feinde, aber in der Autobiografie der Frau verbergen sich einige dunkle Geheimnisse, die die Autorin vor der Öffentlichkeit verborgen hat. Doch diese Frau ist schwer zu durchschauen, denn als Schauspielerin versteht sie ihr Gesicht zu wahren, ohne in ihr Inneres blicken zu lassen. Wer ist hier nun Opfer und wer Täter? Da sind auch noch die Schwester und ihr 40 jähriges Muttersöhnchen, sind die beiden auf Leonies Erbe aus? Es bleibt lange undurchschaubar und das erhöht die Spannung natürlich ungemein. Die Charaktere sind allesamt unterhaltsam und vielseitig gezeichnet und als Leser kann man bei diesem Krimi schön miträtseln. Eine fesselnde Ermittlung, die den Täter noch nicht erraten lässt, so liebe ich Krimis.

    Ulrike Buschs Krimis sind unblutig und dennoch sehr fesselnd zu lesen. Der Lokalkolorit um Greetsiel ist als schöne Hintergrundkulisse geschildert und man bekommt beim Anblick des hübschen Coverbildes sofort Lust auf einen Kurzurlaub an der Nordsee.


    Dieser Krimi bescherte mir mit dem humorvollen Schreibstil schöne Lesestunden und in punkto Täterfrage hatte ich viel Spaß beim Rätseln. Ein perfekter Krimi für den Nordseeurlaub oder mit einer Tasse Ostfriesentee zuhause.

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    thora01s avatar
    thora01vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannender, ruhiger Ostfrieslandkrimi
    Ein Buch schlägt Wellen - spannender Krimi

    Inhalt/Klappentext:
    Mit der ostfriesischen Ruhe ist es in Greetsiel vorbei: Die norddeutsche Schauspielerin Leonie Altinga kehrt in ihre Heimat zurück und eines Abends werden Schüsse auf sie abgegeben. Sie bleibt unverletzt, aber bald darauf werden mehrere Bürger des idyllischen Fischerdorfes zum Ziel weiterer perfider Anschläge. Bei allen beteiligten Personen finden sich Verbindungen zu Leonies Leben. Doch wer ist hier Opfer, wer ist Täter? Vor vielen Jahren hatte Leonie in Greetsiel ihre Tochter und ihren Mann verloren. Führt sie in Wahrheit einen brutalen Rachefeldzug, und die Schüsse auf sie waren nur inszeniert? Die Ermittler Tammo Anders und Fenna Stern stehen vor einem mysteriösen Fall, und das mörderische Spiel in Ostfriesland scheint kein Ende zu nehmen…

    Meine Meinung:
    Sehr schöner etwas ruhiger Krimi. Die Geschichte konnte mich sofort begeistern. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er lässt sich leicht lesen und wirkt fesselnd. Die Protagonisten sind sehr sympathisch. Sie haben Charakter und sind tiefgründig. Ganz besonders hat mir die Paarung Ermittlerduo und Hobbyermittler gefallen. Die Story ist spannend und mit kleinen feinen Überraschungen gespickt. Der berühmte rote Faden ist sehr gut versteckt. Der Leser muss um einige Ecken denken damit er ihm folgen kann. Die Nebenprotagonisten sind Unikate, die sich in keine Schublade stecken lassen. Der Handlungsaufbau ist in den ersten Kapiteln eher ruhig nimmt aber im Verlauf immer mehr an Spannung zu. Der Schluss ist überraschend, ich hatte diesen Täter nicht auf meinem Schirm.

    Mein Fazit:
    Spannender softer Krimi. Die Autorin hat den Täter sehr gut in der Geschichte versteckt. Der Leser wird richtig gefordert um die Zusammenhänge richtig zu zuordnen. Ich kann diesen Krimi sofort weiterempfehlen.

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    hasirasi2s avatar
    hasirasi2vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein wunderbares Verwirrspiel: vergnüglich, kurzweilig und spannend. Perfekt für den Strandkorb - nicht nur in Ostfriesland ;-).
    Irgendwann kommt alles ans Licht ...

    „»Ein Mordsbuch, ein Mordsleben« rief er begeistert. »Ein Mordsleben, ja, das hatte ich«, sagte sie mit zynischem Unterton. »Erst der Unfalltod meiner Tochter. Dann der Selbstmord meines Mannes. Letzte Woche die Schüsse auf mich. Mörderischer geht es kaum.«“ (S.94)

     

    Leonie Altinga (75) ist eine ehemalige Schauspielerin, die auch als Autorin große Erfolge gefeiert hat, allerdings ist das schon länger her. Inzwischen ist sie nach Greetsiel zurückgezogen und hat ihre Autobiografie veröffentlicht. Eben diese soll just an dem Abend in ihrem Literaturzirkel besprochen werden, als auf sie geschossen wird. Da zu dem Zirkel auch Tammos Onkel Frido und Fennas Mutter Magda gehören und diese die Autobiografie bereits gelesen haben, mischen sie bei den Ermittlungen kräftig mit und geben nicht nur einmal wichtige Hinweise.

    Denn die Schüsse bleiben nicht der einzige Anschlag, auch andere Bürger von Greetsiel werden angegriffen und der gemeinsame Nenner ist immer Leonies Vergangenheit. Übt sie etwa Rache? Oder versucht ein Verrückter, die Bevölkerung zu dezimieren?

     

    Mordsleben ist der 3. Fall der Greetsieler Ermittler Fenna und Tammo. Zwischen beiden läuft es nicht nur beruflich toll, sondern auch privat – genau wie zwischen Magda und Frido. Im Ort werden schon Wetten abgeschlossen, welches Paar sich zuerst „trauen“ wird. Aber zuvor muss der verzwickte Fall um Leonie gelöst werden.

     

    Leonies Charakter hat mir in diesem Buch besonders gut gefallen. Sie spielt die Rolle der unwissenden, zu unrecht Verfolgten so, als würde sie noch immer auf der Bühne stehen. Sie hat mich an die alten Hollywooddivas erinnert und natürlich ist sie ohne ihr Personal (Neske und Thilo, ein Ehepaar um die 70) kaum lebensfähig. Ich seh sie jetzt noch kraftlos auf ihr Sofa sinken und nach Tee und Keksen rufen *gg*. Dabei scheint gerade Thilo mit in den Fall involviert zu sein, meint Tammo. Natürlich ist Fenna wieder einmal anderer Meinung und tippt auf Leonies Cousine Fine bzw. deren Sohn Norwin, weil er letztendlich alles erben wird.

    Norwin ist das typische Muttersöhnchen. Schon über 40, aber er steht immer noch unter Muttis Fuchtel – eigentlich bemitleidenswert, wenn da nicht seine eigenartigen Andeutungen wären. Er weiß zumindest genau, wie er sein Erbe verwenden würde ...

     

    Ulrike Busch hat mit „Mordsleben“ ein wunderbares Verwirrspiel mit vielen Ups und Downs geschaffen. Schon im 6. Kapitel war ich mir sicher, den Täter zu kennen – und lag natürlich daneben. Durch die unterschiedlichen Anschläge und Verdächtigen kann man sich nie sicher sein, wer hinter allem steckt und welches Ziel er verfolgt. Dazu kommen die „Menscheleien“ zwischen Fenna und Tammo und natürlich ist auch mein heimlicher Star, der Schnauzermischling Buddy, wieder mit dabei. 5 Sterne für diesen vergnüglichen, kurzweiligen und spannenden Krimi!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannender, gut geschriebener Krimi mit viel Lokalkolorit und einem tollen Ermittlerteam.
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    Soneavor 6 Monaten

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