Ulrike Dömkes Pub der toten Dichter

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Inhaltsangabe zu „Pub der toten Dichter“ von Ulrike Dömkes

Ein Half Pint und einen Mord, please!

Boris de Beers geht im idyllischen Kent den Geheimnissen der Vinotherapie auf den Grund und stolpert über eine Leiche.

Das Grape & Dragon ist ein kaum noch zu findendes Original, mit abgewetzten Holztischen, zugigen Sitzecken, einem rauchenden Kamin und fettigem, leicht versalzenem Essen. Hier ist der Schriftsteller Jeremiah Hell stets mit von der Partie, wenn es wieder einmal hoch her geht.
Als die Anstreicher ihn eines Tages aus seinem kleinen Cottage vertreiben, quartiert er sich in Rose Hill Manor ein, dem Wellnesshotel seines Freundes.
Auch den Wein-Journalisten Boris de Beers hat es nach Rose Hill Manor gezogen, in dem als Nebenprodukt des lokalen Weinanbaus eine Vinotherapie mit Traubenkernöl für Publicity sorgt. Darüber möchte er eigentlich einen Artikel verfassen, doch was ihm guttut, hat für den Fantasyautor fatale, tödliche Folgen. Jeremiah Hells nackte Leiche wird auf einer Massagebank gefunden.
Zwischen der lieblichen Landschaft Kents und den rauen Gezeiten der Küste Cornwalls begeben sich Boris de Beers und seine Begleiterin Gianna nun auf Spurensuche.

Spannender Ratekrimi für traditionsbewusste Englandreisende!

— detlef_knut

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    Pub der toten Dichter

    detlef_knut

    16. January 2017 um 12:51

    Der Weinjournalist Boris de Beers und seine Begleiterin die Gianna Lerouge verbringen einige Tage in dem kleinen Wellnesshotel Rose Hill Manor in Kent. Es ist eigentlich ein Weingut, bei dem als Nebenprodukt die Vinotherapie für die Wellness sorgt. Nach dem Abendessen, bei welchem sie ungewöhnlich lange auf das Essen warten mussten, erfahren Sie vom aufgeregten Inhaber Lord Astilon, dass sein Freund soeben einem Herzinfarkt auf der Massagepritsche erlegen ist. Dabei handelt es sich um den berühmten Fantasy-Schriftsteller Jeremiah Hell. Das ist mal wieder eine Abwechslung für das Feinschmeckerpärchen. Doch sehr schnell stellt sich heraus, dass es kein Herzinfarkt war, den der Schriftsteller dahinstreckte. Vielmehr handelte es sich um eine ein Kontaktgift, welches sich in der Traubenkernpaste befand, mit der er massiert worden war. Zwar wird die Neugierde bei Gianna und Boris geweckt, doch die Ermittlungen werden im folgenden hauptsächlich von der Polizei aufgenommen. Ein sehr schön zu lesender Kriminalroman vor der Kulisse des malerischen Südenglands von Kent bis Cornwall. Ulrike Dömkes hat Attraktionen, Traditionen und Landschaften dieses Landstrichs so gut beschrieben, dass man sich sofort in eigenen Erlebnissen auf Reisen dorthin wiederfindet. Freunde des England-Tourismus werden ihre Freude an diesem Roman haben. Die Kriminalhandlung gibt sehr viele Rätsel auf. Zwar glaubt man als Leser immer gut im bilde zu sein, wird dann aber doch mit seinen Vermutungen öfters in eine Sackgasse geführt. Dabei nimmt das Tempo zum Ende hin zu, als sich die Ereignisse zu überschlagen scheinen. Bis schließlich kurz vor Schluss der tatsächliche Täter präsentiert wird. In einigen zusammenfassenden Sätzen werden alle losen Enden zusammen geknotet und ergeben ein rundes Bild. Schade fand ich, dass wohl die ursprüngliche Idee, die Ermittlungen durch Gianna und Boris durchführen zu lassen (siehe Klappentext), zugunsten zweier Polizisten verworfen wurde. Detektiv Chefinspektor Rail und Detective Sergeant Miller, ein Schelm wer dabei an die DCI Barnaby und DS Jones denkt, übernehmen die Ermittlungsarbeit. Sie erhalten gelegentlich kleine Hinweise von den Weinliebhabern. Doch auch diese beiden Ermittler können dem Leser ans Herz wachsen. Angereichert mit einem kurzen Überblick über die Geschichte des Weinanbaus in England und mit den Rezepten der in der Handlung verspeisten Gerichte ergibt alles in allem einen angenehmen und spannenden Ratekrimi für traditionsbewusste England-Reisende, inklusive vier Leichen wie in einigen Staffeln von "Inspektor Barnaby" die Regel. © Detlef Knut, Düsseldorf 2017

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