Ulrike Draesner Sieben Sprünge vom Rand der Welt

(11)

Lovelybooks Bewertung

  • 15 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(3)
(4)
(2)
(0)
(2)

Inhaltsangabe zu „Sieben Sprünge vom Rand der Welt“ von Ulrike Draesner

Was es bedeutet, die Heimat zu verlieren.
Ulrike Draesner kreuzt die Lebenswege der schlesischen Grolmanns mit dem Schicksal einer aus Ostpolen nach Wroclaw vertriebenen Familie. Vier Generationen kommen zu Wort. Virtuos entwirft der Roman ein Kaleidoskop der Erinnerungen, die sich zu immer neuen Bildern fügen. Sie zeigen, wie durch Zwangsmigration zugefügte Traumata sich auswirken, wie seelische Landschaften sich von einer Generation in die nächste weiterstempeln. Die Geschichten der Grolmanns und der Nienaltowskis werden zum Spiegel von hundert Jahren mitteleuropäischer Geschichte. Mitreißend und poetisch erzählt die Autorin von den Mühen und Seligkeiten der Liebe zwischen Eltern und Kindern, von Luftwurzeln, Freiheit und Migration.

Spannend und eindringlich, aber stilistisch vielleicht einen Tick zu gewollt ambitioniert.

— MartinMeyer

Stöbern in Romane

Sieben Nächte

Dieses Buch spricht einer ganzen Generation aus der Seele.

Reisenomadin

Die Phantasie der Schildkröte

Eine Geschichte wie ein Märchen.

c_awards_ya_sin

Der Weihnachtswald

schöne Familiengeschichte mit einer märchenhaften Zeitreise rum um die Weihnachtszeit

Sun1985

Der Klang der verborgenen Räume

Als Debüt durchaus gelungen, doch mit einigen Schwächen und Dingen, die mich störten.

ConnyKathsBooks

Das weiße Feld

Die Geschichte einer Familie, insbesondere der Frauen dieser Familie, mit Bezug auf die Zeitgeschichte

Magicsunset

In einem anderen Licht

Für alle Fans des Themas

Faltine

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • ein spannender und wichtiger roman

    Sieben Sprünge vom Rand der Welt

    frauvormittag

    05. October 2017 um 22:39

    die länge des romans, 555 seiten, hat mich lange von der lektüre abgehalten. als ich jedoch begonnen hatte, wollte ich nicht mehr aufhören. die wirkung von flucht und vertreibung auf die nachfolgenden generationen in romanform zu lesen hat mich sehr beeindruckt. die art und weise wie die traumatisierenden erfahrungen der kriegsgeneration auf die nachkommen weitergegeben werden, wird im roman aus der perspektive von neun personen erzählt. auch die sprache des romans ist sehr schön und eigenwillig, es ist bei der lektüre des romans spürbar, dass frau draesner lyrik schreibt. absolute empfehlung!.

    Mehr
  • Fürchterlicher Schreibstil und blasse Charaktere

    Sieben Sprünge vom Rand der Welt

    Gospelsinger

    Ich bin in der glücklichen Lage, die Bücher, die ich rezensiere, nicht von einem Redakteur aufgedrückt zu bekommen, sondern selbst entscheiden zu können, was ich lese und bespreche. Bei der Auswahl meiner Lektüre habe ich in der Regel ein gutes Händchen, wie man an meinen zumeist positiven (dabei aber immer ehrlichen!) Rezensionen sieht. Wenn mir ein Buch nicht gefällt, gebe ich eine ebenso ehrliche negative Bewertung ab. Das kommt ab und an vor, aber dass ich ein Buch abbreche, geschieht sehr selten. „Sieben Sprünge vom Rand der Welt“ ist solch ein seltener Fall. Durch die erste Hälfte des Buches habe ich mich noch mit Müh und Not durchgekämpft, dann habe ich es beiseite gelegt, es jedoch immer mal wieder erneut zur Hand genommen, in der Hoffnung, doch noch einen Zugang zu diesem Buch zu finden. Vergeblich. Woran liegt das? Sicherlich nicht am Thema des Buches. Es handelt sich um eine Familiengeschichte, in der es um die Vertreibungen am Ende des Zweiten Weltkriegs geht, exemplarisch gezeigt an zwei Familien, nämlich einer deutschen Familie, die aus Breslau gen Westen flieht und einer ostpolnischen Familie, die nach Breslau vertrieben wird. Ein besonderes Gewicht liegt dabei auf den Auswirkungen für die nachfolgenden Generationen. Das ist ein spannendes Thema, das mich als Tochter einer aus Pommern Vertriebenen sehr interessiert hat. Deshalb habe ich freudig zugesagt, als mir das Buch vom Verlag angeboten wurde, zumal ich die Kombination mit einer Website, auf der die Autorin zusätzliches Material veröffentlicht und Einblick in die Entstehung des Buches gibt, reizvoll fand. Auch das zweite große Thema des Buches, die Verhaltensforschung, finde ich spannend. Warum also konnte dieses Buch mich nicht begeistern? Das liegt am Schreibstil der Autorin, der mir überhaupt nicht liegt. Ihre Bilder sind für mein Empfinden fürchterlich. Da erholt sie sich bei „zweifach zu backendem Mürbteig“ (Hätte ein einfacher nicht gereicht? Im Übrigen ist Hefeteig ohnehin entspannender, denn den kann man so schön schlagen!) mit einem nicht real existierenden Mixer, bei dem Stufe 2 die „Höchststufe“ ist (Selbst die ganz alten Mixer meiner Kindheit hatten schon drei Stufen.). Und dauernd finden sich unnötige Kommentare mit unwichtigen Details in vielen, vielen Klammern (Was ich hier zu zeigen versuche. Aber im Vergleich zu ihren sind meine Klammern noch harmlos. Wirklich. Ich schreibe das hier übrigens auf einem mehrere Jahre alten Laptop. Das ist irrelevant? Genau!). Die Geschichte wird durch den geschwätzigen Schreibstil toterzählt. Todlangweilig. Noch schlimmer fand ich die Charaktere. Sie sind völlig blass und haben nicht das geringste Interesse in mir geweckt. Ich glaube nicht, dass angesehene Verhaltensforscher sich so unglaubwürdig und albern benehmen wie in diesem Buch. Insgesamt gesehen ist mir meine Zeit zu schade für dieses Buch.

    Mehr
    • 4
  • Menschen ohne Heimat

    Sieben Sprünge vom Rand der Welt

    Ginevra

    02. November 2014 um 18:09

    Die angesehene Professorin für Verhaltensforschung, Simone Grolmann, 52 Jahre, beobachtet Affen: in ihrer Heimat und im Gehege des Instituts. Sie erkennt feine Unterschiede, versetzt sich in die Tiere hinein und entdeckt Parallelen zu ihrer eigenen Familiengeschichte. Die Grolmanns wurden 1945 aus Schlesien vertrieben – mitten im tiefsten Winter mussten sie unter Lebensgefahr mit wenig Gepäck tage- und nächtelang wandern. Obwohl Simone erst 17 Jahre später geboren wurde, verfolgt die Angst vor Schnee und Kälte sie noch heute. Werden Erfahrungen wie Flucht und panische Ängste vererbt? Simone sucht nach Antworten, auch bei ihrem Vater Eustachius, den schreckliche Erinnerungen an die Vertreibung quälen, und der sich eine gewisse Härte im Alltag antrainiert hat. Die Schicksale zweier Familien werden über vier Generationen und ca. 100 Jahre hinweg hin sehr poetisch und vielfältig erzählt. Immer wieder geht es um Vertreibung, Neubeginn und die seelischen Folgen. Ulrike Draesner, geb. 1962 in München, studierte Rechtswissenschaften, Anglistik, Germanistik und Philosophie. Sie promovierte, gab aber ihre wissenschaftliche Laufbahn 1993 auf und lebt seit 1994 erfolgreich als freie Schriftstellerin. Der vorliegende Roman stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2014. Mich hat das Buch über weite Strecken hin sehr fasziniert. Am allerbesten gefiel mir der geniale Prolog, der aus der Perspektive des kleinen „Stach“ geschrieben ist, der noch gar nicht richtig einordnen kann, welches Drama gerade in Gang ist. Es folgen noch viele weitere schöne Stellen. Doch was mich grundsätzlich störte, war der distanziert-wissenschaftliche Blick auf die Menschenaffen und ihr „äffisches Wesen“ – das fand ich wenig wertschätzend. Die Erkenntnisse aus der Beobachtung der Affen dagegen fand ich sehr interessant und gut recherchiert.  Stellenweise war der Erzählstil durch die wechselnden Perspektiven etwas anstrengend, aber das Durchhalten wurde immer wieder belohnt. Fazit: ein interessantes, vielfältiges, auch mutmachendes und positives Buch über ein trauriges Thema, das viele Deutsche bis heute bewegt. Von mir 4 von 5 Sternen!

    Mehr
  • Die Longlist des Deutschen Buchpreises 2014: Fragerunde mit Ulrike Draesner zu "Sieben Sprünge vom Rand der Welt"

    Sieben Sprünge vom Rand der Welt

    TinaLiest

    Fragerunde mit Ulrike Draesner, Autorin von "Sieben Sprünge vom Rand der Welt" Im Rahmen unserer Aktion rund um die Longlist des Deutschen Buchpreises 2014 habt ihr die Chance, den Autoren, die mir ihren Werken nominiert sind, Fragen zu stellen und ihre Bücher zu gewinnen. Hier könnt ihr für euren Longlist-Favoriten abstimmen! Ich freue mich sehr, in dieser Fragerunde nun Ulrike Draesner begrüßen zu dürfen! Mit ihrem aktuellen Buch "Sieben Sprünge vom Rand der Welt" hat sie einen bewegenden Roman geschrieben, der von den Traumata und deren Folgen erzählt, die Flucht und Vertreibung aus der schlesischen Heimat in verschiedenen Generationen ausgelöst haben. Sie behandelt dabei die Gegenwart genauso wie die Vergangenheit und erzählt vom Schicksal derer, die den zweiten Weltkrieg miterlebt haben, und von dem ihrer Kinder und Kindeskinder. Mehr zum Buch: Simone Grolmann ist 52, etabliert und angesehen, Professorin für Verhaltensforschung, Mutter einer Tochter, ein analytischer Mensch. Und doch hat sie Angst. Angst vor Schnee. Die Angst ist tief in ihr, versunken wie der Breslauer Wald, durch den ihr Vater, sein behinderter Bruder Emil und Lilly, die Mutter der beiden, in der Nacht vom 19. auf den 20. Januar 1945 stapften, bei minus 21 Grad: drei Menschen mit drei durchweichten Pappkoffern. 17 Jahre vor Simones Geburt war das, und doch ist es ihre eigene Angst. Hier geht es zur Leseprobe! Hier bekommt ihr einen ersten Eindruck von der Autorin und ihrem Buch: Hier geht es zur Website von "Sieben Sprünge vom Rand der Welt"! Mehr zur Autorin: Ulrike Draesner wurde 1962 in München geboren und studierte Jura, Anglistik, Germanistik und Philosophie. 1995 erschien mit dem Gedichtband "gedächtnisschleifen" ihr Debüt. Mit ihrem aktuellen Roman "Sieben Sprünge vom Rand der Welt" steht sie auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2014. Außerdem arbeitet Draesner als Übersetzerin, leitet Seminare, Workshops, sowie Vorlesungen über Poetik. Die Autorin lebt derzeit in Berlin. Wir verlosen gemeinsam mit dem Luchterhand Literaturverlag 5 Exemplare von "Sieben Sprünge vom Rand der Welt" unter all denjenigen, die hier in der Fragerunde Fragen stellen! Wer bei allen Fragerunden mit den Longlist-Autoren mitmacht und neugierig ist, der wandert zusätzlich in den Lostopf für eines von drei Buchpaketen, vollgepackt mit den nominierten Werken! Ich wünsche euch viel Spaß bei der Fragerunde!

    Mehr
    • 131
  • Die Longlist des Deutschen Buchpreises 2014: Fragerunden mit den Autoren

    TinaLiest

    04. September 2014 um 09:09

    Die Longlist des Deutschen Buchpreises 2014 steht seit Kurzem fest und hier könnt ihr auch schon bei LovelyBooks für euren persönlichen Favoriten abstimmen. Jetzt haben wir noch eine besondere Aktion für euch vorbereitet: Ihr habt nun die Möglichkeit, den Autoren, die es mit ihren Büchern auf die Longlist geschafft haben, Fragen zu stellen und natürlich auch ihre Bücher zu gewinnen! Die Autoren von Diogenes, dem Luchterhand Literaturverlag, dem Residenz-Verlag und dem Rowohlt Verlag haben bereits zugesagt, die Liste ist aber noch nicht final, sondern wird noch erweitert werden. Seid gespannt! Hier die Termine für die Fragerunden, die bisher feststehen: Montag, 8. September 2014: Thomas Melle - "3000 Euro" Hier geht es zur Fragerunde! Matthias Nawrat - "Unternehmer" Hier geht es zur Fragerunde! Michael Ziegelwagner - "Der aufblasbare Kaiser" Hier geht es zur Fragerunde! Dienstag, 9. September 2014: Christoph Poschenrieder - "Das Sandkorn" Hier geht es zur Fragerunde! Mittwoch: 10.September 2014: Saša Stanišić - "Vor dem Fest" Hier geht es zur Fragerunde! Dienstag, 16. September 2014: Ulrike Draesner - "Sieben Sprünge vom Rand der Welt" Hier geht es zur Fragerunde! Mittwoch, 17. September 2014 Martin Lechner - "Kleine Kassa" Hier geht es zur Fragerunde! Sobald die Fragerunden eröffnet sind, werden wir sie auch hier verlinken. Ihr könnt den Autoren am jeweiligen Tag im entsprechenden Thema (also nicht hier im Thema!) Fragen stellen, die sie euch dann natürlich auch beantworten! Bitte beachtet, dass die Fragerunden teilweise nicht bis Mitternacht geöffnet sein werden, sondern die letzten Fragen schon am Abend gestellt werden müssen! Wie auch bei unseren Fragefreitagen werden wir unter allen Fragestellern einige Exemplare der Bücher verlosen, mit denen die Autoren nominiert sind. Unter den Teilnehmern an allen Fragerunden verlosen wir 3 tolle Buchpakete mit den folgenden Büchern aus der Longlist: Franz Friedrich: Die Meisen von Uusimaa singen nicht mehr Sasa Stanisic: Vor dem Fest  Heinrich Steinfest: Der Allesforscher Thomas Hettche: Pfaueninsel Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand Feridun Zaimoglu: Isabel Ulrike Draesner: Sieben Sprünge vom Rand der Welt Angelika Klüssendorf: April Martin Lechner: Kleine Kassa Gertrud Leutenegger: Panischer Frühling Charles Lewinsky: Kastelau Thomas Melle: 3000 Euro Matthias Nawrat: Unternehmer Christoph Poschenrieder: Das Sandkorn Lutz Seiler: Kruso Marlene Streeruwitz: Nachkommen. Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser Ich wünsche euch schon einmal viel Spaß bei den Fragerunden! Seid ihr schon gespannt? :) Nachtrag: Die Shortlist des Deutschen Buchpreises ist nun auch veröffentlicht! Hier könnt ihr sehen, welche Titel es geschafft haben!

    Mehr
    • 80
  • Die Longlist für den Deutschen Buchpreis 2014 steht fest

    Poesiesoso

    14. August 2014 um 14:19

    Am 13. August hat die Jury die Longlist für den Deutschen Buchpreis bekannt gegeben. Im nächsten Schritt werden sechs dieser Titel für die Shortlist nominiert, die am 10. September veröffentlicht wird. Der Gewinner wird dann am 6. Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse verkündet.  Ich habe einige Titel so gar nicht auf der Longlist erwartet, andere wiederum hätte ich gern darauf gesehen. Wie geht es euch? Welches Buch ist euer Favorit? Was glaubt ihr, wer auf der Shortlist stehen wird? Hier nun die Kandidaten: Franz Friedrich: Die Meisen von Uusimaa singen nicht mehr, Sasa Stanisic: Vor dem Fest  , Heinrich Steinfest: Der Allesforscher , Thomas Hettche: Pfaueninsel , Lukas Bärfuss: Koala , Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand , Feridun Zaimoglu: Isabel , Ulrike Draesner: Sieben Sprünge vom Rand der Welt , Antonio Fian: Das Ploykrates-Syndrom , Esther Kinsky: Am Fluss , Angelika Klüssendorf: April , Martin Lechner: Kleine Kassa , Gertrud Leutenegger: Panischer Frühling , Charles Lewinsky: Kastelau , Thomas Melle: 3000 Euro , Matthias Nawrat: Unternehmer , Christoph Poschenrieder: Das Sandkorn , Lutz Seiler: Kruso , Marlene Streeruwitz: Nachkommen. , Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser

    Mehr
    • 26
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks