Ulrike Halbe-Bauer , Egbert Lütke-Fahle Kunne, die Magd

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Inhaltsangabe zu „Kunne, die Magd“ von Ulrike Halbe-Bauer

Münster im Jahr 1530. Es ist eine schlechte Zeit. Fast die gesamte Ernte ist durch Unwetter verdorben, Scharen hungriger Bettler ziehen durch das Land. Viele Familien können ihre große Kinderschar nicht mehr ernähren. So kommt es, dass die zwölfjährige Kunne von ihrem Vater in den Haushalt von Kaufmann Knipperdollinck gegeben wird, wo sie als Magd in der Küche hilft. Der reiche Bürger wohnt in einem prächtigen Bogenhaus, gleich gegenüber der Lambertikirche. Er gilt als Freund der Armen, der für Bedürftige immer einen Teller Suppe bereit hat. Und, so munkelt man, er soll ein Feind des Bischofs sein. Kunne beobachtet aufmerksam ihren Dienstherrn, der regelmäßig an den Sitzungen der Handwerkergilden teilnimmt und ganz offensichtlich Partei für die Evangelischen ergriffen hat. Doch bald wird sie selbst in die Auseinandersetzungen mit hineingezogen; ein erbitterter Kampf zwischen den verschiedenen religiösen Richtungen ist entbrannt. Ulrike Halbe-Bauer erzählt die Geschichte vom „Täuferreich“ in Münster. „Es ist die spannendste historische Erzählung, die ich seit langem gelesen habe. Der Erzählstil von Ulrike Halbe-Bauer lässt einen gar nicht mehr aufhören zu lesen.“ Julia Bayer

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  • Rezension zu "Kunne, die Magd" von Ulrike Halbe-Bauer

    Kunne, die Magd
    mabuerele

    mabuerele

    20. April 2011 um 15:09

    12 Jahre ist Kunne, als ihr Vater im Jahre 1530 mit ihr nach Münster fährt. Doch als armes Bauernkind hat sie keine Chance, im Kloster aufgenommen zu werden. Da kriegt ihr Vater den Tipp, er solle sie als Magd beim Kaufmann Knipperdollinck anbieten … Das Buch erzählt die Geschichte des „Täuferreichs“ von Münster. Die Erzählerin ist Kunne selbst, die sich nach Jahren des Schweigens getraut, über ihre Erlebnisse zu sprechen. Damit erfährt der Leser das Geschehen aus Sicht einer Frau. Die Entwicklung vollzog sich in Etappen. Zuerst wurde Münster evangelisch, bevor die Täufer das Sagen in der Stadt hatten. Kunne verfolgt die Entwicklung anfangs skeptisch. Doch gleiches Recht für alle und Mitsprache auch für Frauen ist etwas völlig Neues. Deshalb schließen sich viele Frauen den Täufern an. Der Roman ist gut recherchiert. Viele der handelnden Personen sind historisch belegt. Etwas ausführlicher hätte ich mir Aussagen über die Reaktionen der Umwelt und die entstehenden Bündnisse gegen die Stadt gewünscht. Andererseits kann man diese Kenntnisse von Kunne nicht erwarten. Und die Geschichte wird nun einmal aus ihrem Blickwinkel erzählt. Dafür wird deutlich, welche Einflüsse in der Stadt zum Zerfall und zur Niederlage führen. Der Roman lässt sich gut lesen. Der Ablauf ist schlüssig. Das Geschehen wird zwar mit Kunnes Augen betrachtet, aber trotzdem aus unterschiedlichem Blickwinkel dargestellt. So beobachtet sie genau das Verhalten ihres Dienstherrn. Durch den blinden Bettler lernt sie eine Bevölkerungsschicht kennen, die noch unter ihr steht.

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