Das Leben ist manchmal woanders

von Ulrike Herwig 
4,9 Sterne bei26 Bewertungen
Das Leben ist manchmal woanders
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I

Ein liebenswerter besonderer Junge, der ein ganzes Haus aufmischt - ein tolles Buch, das sich schnell wegliest, aber lange hängen bleibt.

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Warmherzig und voller Humor zeichnet Ulrike Herwig das Portrait eines liebenswerten Eigenbrötlers.

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Inhaltsangabe zu "Das Leben ist manchmal woanders"

Willkommen in Gregors Welt!

Gregor ist 14 und irgendwie anders. Er trägt seltsame Klamotten, hat einen ausgeprägten Ordnungssinn, liebt schrille Muster und kennt alle Wetterberichte des Tages. Im Alltag oft unbeholfen, begegnet er seinen Mitmenschen mit entwaffnender Direktheit. Als Gregors Mutter bei einem Unfall schwer verletzt wird, muss er zu seiner Tante und deren Mann ziehen. Judith und Achim wissen erst mal nicht so recht, was sie mit dem »Bekloppten« anfangen sollen. Doch mit seiner unkonventionellen Art entlockt Gregor selbst dem unfreundlichsten Nachbarn ein Lächeln. Und auf einmal reden alle wieder miteinander ‒ auch Judith und Achim.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423261616
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:09.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Eva_Maria_Nielsens avatar
    Eva_Maria_Nielsenvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Warmherzig und voller Humor zeichnet Ulrike Herwig das Portrait eines liebenswerten Eigenbrötlers.
    Ein Buch über das, was wirklich zählt im Leben ... und ein Plädoyer für Toleranz.


    Außenseiter sind nicht immer pflegeleicht. So wie Gregor, der mitten im Sommer mit seiner Fellmütze herumrennt. Und sich doch in die Herzen der Menschen lächelt, weil er ihnen ganz unmittelbar entgegentritt. Als Gregors Mutter einen Unfall hat, muss er bei seiner Tante wohnen. Und diese ist den Aktivitäten ihres Neffen nicht immer gewachsen.

    Ein Buch zum Schmunzeln und Lachen und manchmal auch zum Weinen, weil Gregor auf seine Weise ganz bezaubernd ist.
    Wer will ich gerne hören: „Sie sind heute sehr schön.“

    Warmherzig und voller Humor zeichnet Ulrike Herwig das Portrait eines liebenswerten Eigenbrötlers. Und es ist gut, daran erinnert zu werden, dass auch für Menschen wie Gregor Platz in unserer Welt sein muss, damit sie auch mal aus den Routinen gehoben werden kann und wir verzaubert werden können.

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    twentytwos avatar
    twentytwovor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein berührender Roman, der für beste Unterhaltung mit Tiefgang sorgt.
    Das Leben ist manchmal woanders

    Gregor, der sowohl durch seine exzentrische Kleidung, als auch durch sein unkonventionelles Verhalten bei den meisten Menschen zunächst auf Ablehnung stößt, ist davon gänzlich unbeeindruckt. Und weil sich auf Dauer niemand seinem ganz persönlichen Charme und seiner unwiderlegbaren Logik widersetzen kann, gelingt es ihm, ohne dass er sich dessen bewußt ist, das Positive im Menschen hervorzulocken.

    Fazit
    Eine herzerwärmende Geschichte, die tiefsinnig und humorvoll anregt, die ein oder andere eigene Sichtweise infrage zu stellen und neu zu überdenken.

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    Marion0709s avatar
    Marion0709vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch was mir sehr nahe gegangen ist.
    Für mich das schönste Buch das ich bisher gelesen habe

    In dem Buch geht es in erster Linie natürlich um Gregor, aber auch darum, wie wir im Leben verschiedenen Menschen begegnen. Als seine Mutter verunglückt und im Koma liegt, nehmen ihn seine Tante Judith und sein Onkel Achim den Jungen zu sich. In einer völlig fremden Umgebung schafft es Gregor innerhalb kürzester Zeit die Nachbarschaft so gut kennenzulernen, wie sie sich selbst in all den Jahren nicht kennengelernt haben. Mit seiner offenen und mit Sicherheit für die Erwachsenen auch anstrengenden Art bringt er Menschen zusammen, die sich vorher entweder nicht beachtet oder angefeindet haben. Er bringt völlig einfach und logisch das menschliche Zusammenleben in dem Mietshaus auf den Punkt, löst Konflikte ganz selbstverständlich und dringt mit seiner Art in die Herzen der Menschen.

    Das Buch ist eine Bereicherung für jeden Leser. Es regt zum Nachdenken an, ob wir nicht wirklich vieles einfach zu kompliziert machen. Am meisten habe ich über die Gedankengänge der rumänischen Nachbarin, die mit ihren sechs Kindern und dem Ehemann in dem Mietshaus lebt, gelacht. Wie sie über "die Deutschen" dachte war einfach zu köstlich und es steckte so viel Wahrheit in ihrem Gedanken. Sie hat dies keineswegs nicht abschätzig gedacht, eher verwundert. Aus ihrer Heimat kennt sie nur ein Miteinander und nicht, das jeder alleine vor sich hinlebt.

    "Die Deutschen wollen lieber alleine auf ihrem Balkon sitzen, anstatt mit der Nachbarschaft gemeinsam im Garten zu sitzen und sich zu unterhalten"

    "Die Deutschen haben lieber ihre Balkone nach hinten raus, damit sie niemand stört, anstatt vorne das Leben mitzubekommen"

    "Die Deutschen wollen immer Hände schütteln....wer weiß aber was alles mit diesen Händen vorher angefasst wurde"

    Es gibt in dem Buch so viele verschiedene Charaktere, so viele verschiedene Schicksale und all diese Menschen bringt ein kleiner "komischer"  Junge mit einem "dicken Kopf" und sehr schrillen Klamotten zusammen. Nur weil er sich überall einmischt und nachfragt.

    Fazit:

    Mich hat das Buch begeistert, der Protagonist Gregor hat mich fasziniert und wurde unglaublich gut beschrieben. Er geht seinen Weg, ohne sich beirren zu lassen. Wenn er bunte, unmögliche Klamotten tragen will, dann macht er das. Ob die anderen Reden oder nicht. Wenn er etwas nicht versteht, fragt er solange, bis er es verstanden hat. Was er nun genau für eine Krankheit hat, wird nicht ganz klar. Vielleicht ist er ein Autist oder hat ein Down-Syndrom, ganz klar wird es leider nicht, aber im Grunde genommen ist es egal. Er bringt die Menschen dazu, mehr nachzudenken und nicht mehr so häufig ignorant zu sein. Der bezeichnenden Satz "Das Leben ist manchmal woanders, aber irgendwann kommt es wieder zurück" sagt er zu einer unglücklichen Nachbarin, die dachte das sie nie wieder Glück erfahren wird.


     

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    pardens avatar
    pardenvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Was soll ich da anderes sagen als: unbedingt lesen!
    Lebensbejahend und warmherzig...

    LEBENSBEJAHEND UND WARMHERZIG...

    Judith und Achim sind seit nunmehr fast 30 Jahren verheiratet, und oft haben sie sich nur noch wenig zu sagen. Derzeit ist die Situation etwas angespannt, denn Marlene ist zu Besuch - Judiths Schwester, gemeinsam mit ihrem merkwürdigen Sohn: Gregor. 14 Jahre alt ist der, doch ist er einfach - anders...


    "Ein Kind. Ein pummeliges, linkisches, zu groß und zu breit geratenes Kind mit einem Faible für wild gemusterte Klamotten und einem Gehirn, das irgendwie anders tickte als der Rest der Welt." (S. 256)



    Gregor ist anstrengend, denn er reagiert nicht so, wie man es gewohnt ist. Wenn er sich aufregt, fängt er an zu schreien und sich im Kreis zu drehen, er kann nicht lügen - und auch die ungeschminkte Wahrheit kann wehtun - und er macht stets genau das, was ihm gerade in den Sinn kommt. Gregor liebt knallige Muster, versteht keine Ironie und kennt die Wetterdaten weltweit. Vor allem aber hat er seine ureigene, unbeirrbare Logik, die merkwürdig anmutet, sich dann jedoch oftmals als unbezwinglich herausstellt, wenn sich die erste Verblüffug gelegt hat.

    Dieser unbeholfene 14Jährige ist plötzlich auf Judith und Achim angewiesen, als seine Mutter von einem Auto angefahren wird und im Krankenhaus landet. Keine reizvolle Aufgabe für die beiden, da Gregors Art eine wirkliche Herausforderung darstellt. Doch ganz allmählich und fast unsichtbar bewirkt der Junge durch seine entwaffnende Direktheit eine Veränderung im ganzen Haus. Das Paar aber auch die Nachbarn öffnen sich zusehends, fangen an miteinander zu reden, sehen die Dinge nicht mehr so verkniffen und nehmen nicht länger alles als zwangsläufig gegeben hin. Gregor bringt ein wenig Farbe in das graue Einerlei - und das nicht nur durch seine schrillen Klamotten... Vielleicht muss das Leben eben nicht immer woanders stattfinden?


    "Das Leben ist eben manchmal woanders", erwiderte Gregor. "Und irgendwann kommt es dann auch zu Ihnen." (S. 215)


    Bei solchen Büchern besteht immer die Gefahr eines 'Zuviel'. Ein Zuviel an Rührseligkeit, ein Zuviel an Komik, ein Zuviel an Schrillheiten, ein Zuviel an moralinsauren Erkenntnissen oder - noch schlimmer - Appellen. So von wegen Toleranz und so. Doch in meinen Augen ist Ulrike Herwig dieser schwierige Balanceakt gelungen. Es gab hier keine kitschige Szene, die mich gestört hätte, kein überzogenes Drama, keinen erhobenen Zeigefinger. Dieser Roman bietet genau das, was ich von ihm erhofft hatte: eine lebensbejahende Erzählung mit einem Antihelden, der sich nicht nur klammheimlich in die Herzen der Nachbarn einschleicht, sondern auch in das des Lesers.

    Dieser flüssig zu lesende warmherzige Roman hat mich zum Lachen gebracht und mir ein paar Tränen entlockt, hat mich neugierig immer weiterlesen lassen und mich schließlich berührt und lächelnd zurückgelassen. Was soll ich da anderes sagen als: unbedingt lesen!


    © Parden

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Monaten
    Das Leben ist manchmal woanders

    Inhaltsangabe:
    Wie jedes Jahr besuchen Marlene und Gregor ihre Schwester. Doch Judith und ihr Mann sind gar nicht so erfreut darüber, denn Marlene ist das absolute Gegenteil von Judith. Sie geht eher in die alternative Richtung und ist etwas esoterisch angehaucht und auch Gregor hat einen seltsamen Kleidungsstil, mit sehr schrillen Mustern und trägt auch im Sommer eine Mütze mit Ohrenklappen. Er hat einen ausgeprägten Ordnungssinn, wirkt aber ansonsten etwas unbeholfen.
    Jedoch bei seinen Mitmenschen hat er ein seltenes Gespür und bringt fast jeden zum Lächeln .....

    Meine Meinung:
    Was für eine schöne und warmherzige Geschichte!
    Nachdem Gregors Mutter einen schweren Unfall erlitten hat, war es für Judith sofort klar, dass Gregor solange bei ihnen bleibt. Judiths Mann steht dem ganzen jedoch skeptisch gegenüber, kommt ihm doch gleich Gregors Schreikrampf vom letzten Jahr in Erinnerung, den die ganze Hausgemeinschaft mitbekommen hat.
    Doch Gregor muß man einfach mögen. Er hat ein seltenes Gespür für seine Nachbarn.
    Sei es der griesgrämige Herr Walther, der seinen Mitmenschen stets grantig begegnet, um seine Einsamkeit zu überspielen. Oder Frau Dürer, die ihrer Karriere und ihrem Exfreund nachtrauert und seitdem ein Alkoholproblem hat, oder auch die Familie Junescu, die Hühner in der Wohnung halten.
    Für jeden hat er ein offenes Ohr und die passende Lösung parat.

    Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und humorvoll. Die Geschichte geht richtig in die Tiefe, ist sehr warmherzig und regt zum Nachdenken an.
    Gäbe es doch nur mehr Gregors, wäre unsere heutige hektische Welt bestimmt viel schöner und friedlicher.

    Von mir bekommt das Buch eine ganz klare Leseempfehlung, ich habe Gregor mit seinen teils verrückten, aber auch sehr liebenswerten Ideen richtig ins Herz geschlossen.
    Und auch mir hat er stets ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

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    Benundtimsmamas avatar
    Benundtimsmamavor 7 Monaten
    Berührende und sehr emotionale Geschichte

    Was ich zum Buch zu sagen habe:

    Was für ein tolles Buch! Ich bin auch einige Zeit, nachdem ich es zuende gelesen habe, emotional immer noch total aufgewühlt. Hinter diesem doch eher schlichten Cover habe ich zu Beginn nicht erwartetet, in solche Jubelstürme auszubrechen.

    Aber nun erst einmal von Anfang an. Die Autorin ist mir ziemlich gut bekannt, allerdings habe ich bisher nur Kinder- und Jugendbücher von ihr gelesen. Deshalb war ich ziemlich gespannt, ob sie mich auch mit diesem Genre fesseln und begeistern kann.  Wie ihr im Klappentext schon lesen könnt, geht es in diesem Buch um Gregor. Gregor ist 14 Jahre alt und ist tatsächlich anders. Das wurde bereits bei seinem ersten Erscheinen deutlich. Was auf viele Leser vielleicht seltsam oder befremdlich wirken mag, fand ich von Anfang an als eine sehr liebenswürdige Eigenschaft.  Gleich von Beginn an habe ich Gregor in mein Herz geschlossen. Er hat ein so großes Herz, eine so unglaublich liebenswürdige Art - auch wenn sein Verhalten manchmal eher als merkwürdig angesehen werden könnte.  Ich bin total begeistert von seiner Person und finde seine kleinen Macken besonders liebenswürdig.

    Die Autorin versteht ihr Handwerk und beschreibt die Geschichte rund um Gregor mit so viel Herzblut, dass sie mich damit komplett mitreißt. Der Schreibstil ist trotz der teilweise schweren Thematik locker, flüssig und leicht. Die Kapitel haben eine tolle Leselänge. Einmal in Gregors Welt eingetaucht, ist es schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Trotz der vielen verschieden Protagonisten habe ich mich schnell in der Geschichte zurechtfinden können. Jeder Charakter ist verständlich und realitätsnah beschrieben. Ich habe ihr Handeln und Denken verstehen können und mich gut in sie hineinversetzen können.

    Der am Anfang aufgebaute Spannungsbogen wird durch unvorhersehbare Wendungen ständig auf einem sehr hohen Level gehalten und je weiter ich in die Geschichte eingetaucht bin, desto emotionaler hat mich die Geschichte berührt. Ich war so in der Geschichte gefangen, konnte mit den Protagonisten lachen und weinen.

    Es war total schön mitzuerleben, wie Gregor durch seine Besonderheit die Herzen der Menschen gewinnen konnte. Ich habe auch in den Lesepausen sehr viel an Gregor gedacht. Über seine Art, mit seinen Mitmenschen umzugehen und seine Leichtigkeit, einfach glücklich und fröhlich zu sein. Wenn ich sehe, wie missmutig mir teilweise einige Mitmenschen begegnen,und wie wenig gelächelt wird, dann würde ich mir wünschen, dass viel mehr Menschen wie Gregor sein sollten . Ich werde es mir mal auf meinen Fahnen schreiben und meine Mitmenschen mehr anlächeln.

    Zum Ende sind dann die Dämme endgültig gebrochen und ich habe geheult wie ein Schlosshund. Ich hätte mir zwar ein anderes Ende gewünscht, kann aber rückblickend mit dem gewählten Ende der Autorin gut leben. Von Anfang bis Ende eine wirklich großartige Erzählung einer ganz besonderen Geschichte.

    Daumen hoch auch für den ausgewählten Buchtitel, der passt perfekt zu der Geschichte.

    Fazit:

    Ein absoluter Lesegenuss, der mich emotional sehr berührt hat. Ich spreche sehr gerne eine Leseempfehlung aus und werde dieses Buch bestimmt noch häufiger zur Hand nehmen. Ein Highlight in meinem Bücherschrank und sicherlich auch in der Top 10  meiner Lieblingsbücher 2018.  Ich vergebe sehr gerne fünf von fünf Sternen.

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    Jeanette_Lubes avatar
    Jeanette_Lubevor 7 Monaten
    Gregor bringt die Herzen aller zum schmelzen

    Dieses Buch erschien 2018 im dtv-Verlag und beinhaltet 288 Seiten.
    Gregor ist irgendwie anders. Er ist 14 und trägt seltsame Klamotten, hat einen ausgeprägten Ordnungssinn, liebt schrille Muster und kennt weltweit alle Wetterberichte des Tages. Oft wirkt er im Alltag etwas unbeholfen, jedoch begegnet er seinen Mitmenschen mit entwaffnender Direktheit und besitzt die Gabe, ihnen mitten ins Herz zu blicken.
    Seine Mutter wird bei einem Unfall schwer verletzt und er muss vorübergehend bei seiner Tante und seinem Onkel einziehen. Zunächst wissen Judith und Achim nicht, was sie mit ihrem seltsamen Neffen anfangen sollen. Gregor macht sich alleine auf, die neue Umgebung kennenzulernen. Er schafft es, selbst dem unfreundlichsten Nachbarn durch seine unkonventionelle Art, ein Lächeln zu entlocken. Auf einmal reden alle wieder miteinander, auch Judith und Achim- bis sie eines Tages vor einem unlösbaren Problem stehen...
    Dieses Buch ist einfach zauberhaft geschrieben. Die Autorin Ulrike Herwig hat es mit ihrem flüssigen Schreibstil geschafft, dass man sich total wohl in der Geschichte fühlt. Gregor wächst einem von Anfang an sofort ans Herz. Er ist wirklich ganz anders, aber irgendwie so wunderbar.  Dieses Buch ist zum Lachen und zum Weinen gleichzeitig. Solche Gregors sollte es viel mehr geben! Ich war begeistert von seiner Art, mit den Menschen  umzugehen. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall allen, die gern auch mal Geschichten über Menschen, die irgendwie anders sind, auf jeden Fall weiter. Dieses Buch ist ein besonderes Lesevergnügen!   

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    danielamariaursulas avatar
    danielamariaursulavor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Gregor ist anders und damit genau richtig. Dieses Buch hat meine Tage einfach etwas schöner gemacht und geht ins Herz! Ein Lesehighlight!
    Manchmal ist anders, genau richtig!

    Die etwas alternativ-esotherische Marlene begibt sich mit ihrem noch ungewöhnlicherem Sohn Gregor (14) mit der Bahn zu ihrer älteren Schwester Judith und deren Mann Achim, zum alljährlichen Besuch. Achim graust es schon vor dem Besuch, Marlene scheint sich gar nicht an Gregors Eigenheiten zu stören, lässt ihm alles durch gehen und erzieht ihn gar nicht! Ihrem eigenen Sohn Frank hätten sie so etwas nie durch gehen lassen! Schon bei der Ankunft auf dem Bahnsteig fallen Marlene und Gregor auf, aber Marlene scheint das nicht zu stören, ebenso wenig, wie Gregor schrille, merkwürdige Kleidung, seine offensichtliche Unfähigkeit sich in die Normalität einzufinden. Noch auf dem Bahnsteig quatscht er eine Brötchenverkäuferin an und macht ihr ein Kompliment – diese freut sich und lächelt wahrscheinlich zum ersten Mal an diesem Tag. Gregor begegnet seinen Mitmenschen unvoreingenommen, offen und mit entwaffnender Ehrlichkeit. Auch auf die Menschen in dem Mehr-Parteienhaus von Tante Judith geht er unbekümmert auf alle Bewohner zu, obwohl die meisten sich sogar aus dem Weg zu gehen scheinen. Aber Gregor beobachtet, denkt nach und kombiniert. Als sich Gregors Aufenthalt durch einen Unfall von Marlene verlängert, gehen in dem Haus in der Brunnerstraße nach und nach die wunderbar unvorhersehbarsten Dinge vor sich.

    Gregor stolpert einem auf diesem Bahnsteig zu Beginn quasi entgegen. Was mit ihm los ist, erfährt man erst ganz am Ende, aber das ist ja eigentlich auch gar nicht so wichtig, wie es heißt, was bei ihm anders ist. Er ist anders und daher reagiert er auch anders auf seine Mitmenschen. Auch wenn ihn alle nicht auf Anhieb ernst nehmen, fühlen sie sich doch nie von ihm bedroht, sondern wundern sich allenfalls. Seiner offenen, staunenden Art kann man sich nicht entziehen, und so lassen die Nachbarn Dinge geschehen, die sie selbst nie für möglich gehalten hätten. Irgendwie knackt er sie auf, mit seiner entwaffnend ehrlichen Art, hält er ihnen unschuldig einen Spiegel vor und sie erkennen allzu oft, wie sehr sie sich in etwas verrannt haben oder das sie in eine Sackgasse gelangt sind. Auch wenn Gregor anders ist, ist er kein Außenseiter, denn er ist einfach da und ein Bindeglied, zwischen Menschen, die es nie für möglich gehalten hätten, das sie etwas gemeinsam haben könnten.

    Sehr humorvoll und wundervoll sensibel erzählt Ulrike Herwig (alias Ulrike Rylance, Caro Martini oder Carly Wilson) die Geschichte eines Kindes, das anders ist. Dabei bezeichnet sie ihn selbst nie als behindert oder mit so unsinnigen Umschreibungen wie „Menschen innerhalb eines anderen Spektrums der Normalität“, sie läßt einfach Gregor für sich selbst sprechen und das ist gut so. Trotz aller größerer und kleinerer Probleme der Hausbewohner ist der Ton der Geschichte immer ein positiver, er zieht einen nicht herunter, sondern zeigt auf, daß eigentlich alles möglich ist. Nicht in einer aufgesetzten „Denk-positiv“-Manier, sondern einfach durch die Offenheit des Geistes und des Herzens. Einfach wunderschön bewegend, geht diese Geschichte ins Herz. Man versteht, warum Marlene ihr Kind so liebt, auch wenn Gregor wohl kaum so ist, wie sie es sich noch in der Schwangerschaft erträumt hat. Aber müssen Kinder wirklich immer „Erfolgsgeschichten“ sein? Kann man sie nicht einfach nur lieben, wie sie sind? Ein ehrliches Plädoyer für Akzeptanz und Respekt, vor den Menschen, wie auch immer sie auch sein mögen. Gregor nimmt seine Mitmenschen so an, wie er sie kennenlernt, er schaut auch hinter ihre bisweilen hübschen Fassaden und urteilt mit dem Herzen und nicht mit den Augen. Während er so einige als Blender entlarvt, entpuppt sich manch Grantler als herzensgut, aber einsam.

    Eine Geschichte, die mir während des Lesens nicht nur das Herz wärmte, sondern meine Tage einfach ein wenig schöner machte. Ein echtes Lesehighlight, ein kleiner Schatz.

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    schlumelines avatar
    schlumelinevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: „Das Leben ist manchmal woanders“ und mit Gregor ist es einfach ein Stück weit freundlicher geworden.
    Das Leben ist manchmal woanders

    Marlene besucht gemeinsam mit ihrem Sohn Gregor ihre Schwester Judith und deren Mann Achim. Judith ist froh ihre Schwester einmal wiederzusehen, auch wenn die Lebensumstände der Schwestern sehr unterschiedlich sind und Marlenes Sohn Gregor schon irgendwie anders ist als andere Kinder.

     

    Gregor ist ein munterer Kerl. Er ist alles andere als kontaktscheu und geht auf andere Menschen immer offen zu. Er schätzt Menschen ein und entlockt ihnen regelmäßig auch ein Lächeln oder zumindest ein überraschtes Gesicht. Wen wundert es da, dass es Gregor gelingt die Menschen um ihn herum zu verändern? Dabei ist das auch wirklich leicht. Ein kleines Lächeln, ein nettes Wort und/oder etwas Aufmerksamkeit und schon ist die Welt etwas freundlicher geworden. Das beweist dieser Roman hier am Beispiel von Gregor.

     

    Die Autorin Ulrike Herwig hat mit „Das Leben ist manchmal woanders“ eine wundervolle Geschichte zu Papier gebracht, die jedem Leser die Augen öffnen kann und hoffentlich auch wird. Es ist so einfach mit seinen Mitmenschen umzugehen, auch wenn diese anders sind. Schließlich gibt es überall Probleme.

     

    Auch Gregor hat so seine Probleme mit denen er klar kommen muss. Von diesen berichtet er auch jedem, der es hören will oder auch nicht hören will. So zieht Gregor durch die Nachbarschaft, stellt sich vor, hört sich die Probleme der anderen an und bringt die Nachbarn Stück für Stück miteinander in Kontakt.

     

    „Das Leben ist manchmal woanders“ und mit Gregor ist es einfach ein Stück weit freundlicher geworden.

     

    Diese Geschichte verspricht nicht nur einige schöne unterhaltsame Stunden Lesezeit sondern regt hoffentlich auch ein wenig zum Nachdenken an, z. B. darüber wie man wohl selbst im Alltagstrott so mit seinen Mitmenschen umgeht und ob man daran nicht vielleicht etwas ändern sollte.

     

    Copyright © 2018 by Iris Gasper

    Kommentare: 1
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    lieberlesen21s avatar
    lieberlesen21vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein herzerfrischendes Buch, das zum Nachdenken und auch Schmunzeln anregt! Super zu lesen!
    Bräuchten wir nicht alle ein bisschen Gregor?

    „ Das Leben ist manchmal woanders“ ist ein knapp 300 Seiten starker Roman von Ulrike Herwig. ********************************************************************************* Vom Äußeren her, etwas größer als ein Taschenbuch, die Schriftgröße super und auch die Seitengestaltung, nicht zu dicht, gefällt mir sehr gut. ********************************************************************************** „Eine herzerwärmende Geschichte eines liebenswerten Außenseiters.“ (Klappentext) Ja, genau das trifft es sehr gut!! Gregor, ein 14 jähriger Junge, bringt mit seiner unbekümmerten Art, die Menschen zusammen. Durch einen Schicksalsschlag verbringt Gregor einige Zeit bei seiner Tante und Onkel und bringt dabei diese kleine Welt etwas durcheinander und zueinander. Eigentlich passiert nicht viel, aber eben doch!! Der Leser lernt verschiedene Hausbewohner der Brunnerstraße kennen, verschiedene gut beschriebene Charaktere, die alle ihr Päckchen haben, das durch Gregor ein bisschen weniger wiegt am Ende der Geschichte. *********************************************************************************** Das Buch lässt sich durch seinen wunderbar leichten Schreibstil sehr flüssig lesen. Das gefiel mir sehr gut. Oft brachten mich Pointen und Ausdrücke zum Schmunzeln. ********************************************************************************** Das Buch kann ich als entspannende Lektüre nur weiterempfehlen, eine Lektüre, die auch zum Nachdenken anregt und sich dabei die Frage auftut: Bräuchten wir nicht auch ein bisschen Gregor!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Willkommen in Gregors Welt!



    Am 9. Februar erscheint nach einer kleinen Pause endlich wieder ein neuer Roman von mir und gemeinsam mit dem dtv Verlag verlose ich zehn Exemplare von:

    "Das Leben ist manchmal woanders"



    Klappenntext:

    Gregor ist 14 und irgendwie anders. Er trägt seltsame Klamotten, hat einen ausgeprägten Ordnungssinn, liebt schrille Muster und kennt alle Wetterberichte des Tages. Im Alltag oft unbeholfen, begegnet er seinen Mitmenschen mit entwaffnender Direktheit. Als Gregors Mutter bei einem Unfall schwer verletzt wird, muss er zu seiner Tante und deren Mann ziehen. Judith und Achim wissen erst mal nicht so recht, was sie mit dem »Bekloppten« anfangen sollen. Doch mit seiner unkonventionellen Art entlockt Gregor selbst dem unfreundlichsten Nachbarn ein Lächeln. Und auf einmal reden alle wieder miteinander ‒ auch Judith und Achim.

    Eine warmherzige “Forest Gump” Geschichte mit einem liebenswerten Helden, der die Welt ein bisschen bunter und fröhlicher macht.


    Um dich für ein Buch zu bewerben, beantworte diese Frage:

    In Gregors Mietshaus wohnen jede Menge schräge Vögel und verkrachte Existenzen. Gab / gibt es in deinem Wohnhaus auch seltsame oder ulkige Nachbarn? Oder vielleicht ja auch ganz fürchterliche oder ganz nette?

    Ich bin gespannt auf eure Antworten und freue mich auf die Leserunde!



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