Ulrike Müller

 4,3 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor*in von Bauhaus-Frauen, Die klugen Frauen von Weimar und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Ulrike Müller studierte Kirchenmusik, Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaft in Hamburg und promovierte 1989 über Else Lasker-Schüler. Seit 1992 lebt sie in Weimar und ist dort als Reiseleiterin, Museumspädagogin und freie Referentin tätig. Außerdem tritt sie mit musikalisch-literarischen Salonprogrammen auf und ist Herausgeberin und Mitautorin der »Stadtrundgänge WEIMAR WEIBLICH«.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Ulrike Müller

Cover des Buches Bauhaus-Frauen (ISBN: 9783458359845)

Bauhaus-Frauen

 (4)
Erschienen am 20.01.2014
Cover des Buches Die klugen Frauen von Weimar (ISBN: 9783458359234)

Die klugen Frauen von Weimar

 (3)
Erschienen am 11.03.2013
Cover des Buches Salonfrauen (ISBN: 9783938045787)

Salonfrauen

 (2)
Erschienen am 06.09.2013
Cover des Buches Das Mädchen im Schloss - Anna Amalia I (ISBN: 9783944575919)

Das Mädchen im Schloss - Anna Amalia I

 (1)
Erschienen am 13.10.2014
Cover des Buches Perserkatzen (ISBN: 9783774218802)

Perserkatzen

 (1)
Erschienen am 01.05.1999
Cover des Buches Das verschwundene Klavier (ISBN: 9783938223321)

Das verschwundene Klavier

 (0)
Erschienen am 22.04.2004
Cover des Buches Einsatzverpflegung (ISBN: 9783170151666)

Einsatzverpflegung

 (0)
Erschienen am 01.01.2000
Cover des Buches Ein Tribut an Prinz Harry (ISBN: 9783750528086)

Ein Tribut an Prinz Harry

 (0)
Erschienen am 09.12.2022

Neue Rezensionen zu Ulrike Müller

Cover des Buches Die Katze. Artgerecht halten. Gesund ernähren. Richtig verstehen (ISBN: 9783774231610)
käutzchens avatar

Rezension zu "Die Katze. Artgerecht halten. Gesund ernähren. Richtig verstehen" von Ulrike Müller

Alles rund um die Katze ... Für neue Katzenliebhaber geeignet....
käutzchenvor 4 Monaten

Vor kurzen hat sich meine beste Freundin mit ihrer Familie ein junges Katzen Geschwister pärchen besorgt , sie können das Haus einen schon auf den Kopf stellen , nach der Eingewöhnung dürfen sie aber auch raus ... 

Das vorgestellte Buch hab ich meiner besten Freundin besorgt um sie damit zu überraschen... Ich hoffe sie wird das Buch gut nutzen , selbst ich hab beim Lesen einiges  wissenwertes über Katzen erfahren wie schon auf den Buchrücken beschrieben, ist es ein toller Ratgeber für die ganze Familie: es kommen Punkte wie richtig halten und pflegen, was ihre Katze braucht, um sich wohl zu fühlen. Artgerechte Haltung und gesunde Ernährung. Oder Problemlösungen, richtig reagieren, wenn Probleme bei der Katzen Haltung auftreten... 

In den Buch gibt es einige schöne Bilder und Illustrationen die Katzen Freunde das Herz höher schlagen lässt... 

Ich kann diesen Katzen Ratgeber jeden der sich eine oder mehr Katzen absolut empfehlen, aber auch Katzenhalter die ihr wissen über Katzen auffrischen wollen ... 

Cover des Buches Bauhaus-Frauen (ISBN: 9783938045367)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Bauhaus-Frauen" von Ulrike Müller

100 Jahre Bauhaus - feiern wi auch dessen Frauen
Bellis-Perennisvor 5 Jahren

Wenn wir 2019 an die Gründung des „Bauhauses“ 1919 denken und dieses Jubiläum feiern, fallen meistens die Namen von Walter Gropius, Wassily Kandinsy, Paul Klee, Johannes Itten oder Ludwig Mies van der Rohe. Die zahlreichen Frauen gehen in der Geschichte unter. Autorin Ulrike Müller setzt ihnen mit diesem Buch ein wohlverdientes Denkmal.  

Zu diesen Frauen zählen: 

  • Gertrude Grunow
  • Helene Börner
  • Ida Kerkovius
  • Benita Otte
  • Gunta Stölzl
  • Anni Albers
  • Gertrud Arndt
  • Otti Berger
  • Margarete Heymann-Loebenstein-Marks
  • Marguerite Friedlaender-Wildenhain
  • Ilse Fehling
  • Firdel Dicker
  • Lou Scheper-Berkenkamp
  • Lilly Reich
  • Alma Siedhoff-Buscher
  • Marianne Brandt
  • Florence Henri
  • Grete Stern
  • Ise Gropius
  • Lucia Moholy-Nagy  

Ulrike Müller zeigt auf, unter welchen Bedingungen die ersten Frauen, die ersten Meisterinnen, am Bauhaus lehrten. Denn obwohl Gründer Walter Gropius vollmundige und doch halbherzige Versprechungen bezüglich Gleichberechtigung beider Geschlechter machte, sah die Realität ganz anders aus. Lediglich die Weberei war ausschließlich in weiblicher Hand. 

Gropius hat sein Unterrichtskonzept, seine Struktur der mittelalterlichen Handwerkszunft angepasst. Und dort kommen Frauen nicht wirklich vor. Dass er mit seiner Schule, den Nerv der Zeit und die Emanzipationbestrebungen der Frauen trifft, hat ihn vermutlich überrascht. 

Wie schreibt Ulrike Müller so treffend: "Ihr (der Frauen) Eindringen in andere Bereiche setzte ein großes Selbstbewusstsein voraus, zudem mussten sie in ihrer Arbeit besser sein als ihre männlichen Kollegen". 

Kommt uns das auch heute noch, 100 Jahre nach der Gründung des Bauhauses, irgendwie bekannt vor? 

Fazit: 

Eine Hommage an alle jene Frauen, die sich damals nicht unterkriegen haben lassen. Gerne gebe ich diesem Sachbuch 5 Sterne.


Cover des Buches Salonfrauen (ISBN: 9783938045787)

Rezension zu "Salonfrauen" von Ulrike Müller

Die Salonkultur gibt es nicht erst seit dem 19. Jahrhundert
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

"Der Salon war (...) das höchste Ziel der Pariserin, der Trost ihrer reifen Jahre, der Ruhm ihres Alters.
... Sie verwandte ihre ganze Intelligenz darauf, opferte ihm alle übrigen Neigungen, erlaubte sich von dem Augenblick an, in dem sie sich dazu entschlossen hatte, keinen anderen Gedanken mehr, keine Zerstreuung, keine Zuneigung, keine Krankheit, keine Traurigkeit. Gattin, Mutter und Liebende war sie nur mehr in zweiter Linie."
Madam Marie d'Agoult, in ihren Memoiren (Bd. 2), um 1835

Vor noch gar nicht langer Zeit war der Zugang zur Bildung den Frauen verschlossen. Von Gymnasien und Universitäten waren sie ausgeschlossen und eine Berufsausbildung kaum möglich. Doch der Bildungshunger war ungebrochen.So entstanden Salons. Sie wurden hauptsächlich von Frauen gegründet und gestaltet - privat oder öffentlich.
Die Salonnièren boten so "einen unkonventionellen Freiraum für intellektuellen Gedankenaustausch, Dichtung, Philosophie und Politik, Musik und Bildende Kunst". Drei Gruppierungen haben sich mit der Zeit herausgebildet:

1. Regentinnen und Repräsentantinnen des Adels an den europäischen Höfen
2. hochgebildete, oft adlige Vertreterinnen der freien und käuflichen Liebe, die eher neben der Gesellschaft lebten: Hetären, Kurtisanen, auch Künstlerinnen
3. Frauen aus dem Großbürgertum und Bürgertum, besonders Frauen des liberalen Judentums
 
In der Einleitung wird weiterhin erklärt, woher der Begriff "Salon" kommt, wie lange es die Salonkultur schon gibt (sie ist nämlich keine Erfindung der Frauen des 19. Jahrhunderts) und was die Frauen sich von einem Salon erhofften.

Ulrike Müller stellt uns in ihrem Buch Frauen zu vier verschiedenen Salonthemen vor:

1. Die Sprach- und Sprechlustigen: Literatur und mehr
2. Die Intellektuellen: Zwischen Politik und Philosophie
3. Musen, Mütter, Meistersängerinnen: Schwerpunkt Musik
4. Jägerinnen und Sammlerinnen: Schwerpunkt Bildende Kunst

Obwohl ich mich ja ganz allgemein für das Leben von Frauen interessiere, sind für mich die Sanonnièren der Literatursalons am interessantesten. Vorgestellt werden hier Caroline Schlegel-Schelling, Rahel Varnhagen, Sinaida Wolkonskaja, George Sand und Natalie Clifford Barney.

Aber auch viele unbekanntere Namen werden hier erwähnt.
Bevor die Frauen genauer vorgestellt werden, gibt es zu jeder Thematik noch ein kleines Vorwort, in dem weitere Salonnièren aufgeführt werden, denen man bei Interesse nachspüren kann.

Über Politik und Philosophie ließ es sich vortrefflich streiten bei u. a. Marie d'Agoult, Fanny Lewald und Berta Fanta.
Für Frauen ändern sich die Zeiten; sie streiten für Demokratie und Menschenrechte, gehen 1848 dafür sogar auf die Barrikaden.

Der musikalische Salon blühte in Europa um 1830 auf wie nie zuvor. Vorrangig in Paris. In diesem Kapitel wird über die sechs Salonfrauen in der Zeit von der Romantik bis zu den Anfängen der Neuen Musik  berichtet: Amalie Beer, Johanna Kinkel, Livia Frege, Carolyne von Sayn-Wittgenstein, Pauline Viardot-Garcia und Winnaretta Singer-Polignac.

Zum Schluss wird das Thema Bildende Kunst aufgegriffen. Hier sind vertreten: Valtesse de La Bigne, Berta Zuckerkandl, Marianne von Werefkin und Gertrude Stein.
Dass Frauen ebenso wie Männer große Mäzeninnen und Sammlerinnen waren, ist schon längst bekannt. "Gründlich erforscht werden müsste allerdings noch die Bedeutung der Salonkultur für die Förderung und gesellschaftliche Akzeptanz innovativer Kunstrichtungen und KünstlerInnen."

Ein interessanter Blick in die Salonkultur, den ich sehr genossen habe. Lesenswert wären sicherlich auch Briefe und Tagebücher dieser Damen. Da werde ich mal schauen, ob ich fündig werde.

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