Ulrike M. Dierkes Schwestermutter

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Inhaltsangabe zu „Schwestermutter“ von Ulrike M. Dierkes

Sie ist fünf, als eine Nachbarin zu ihrer Mutter sagt: "Sieht doch ganz normal aus, das Kind." Sie ist zwölf, als sie versteht, dass nicht die Frau, die sie für ihre Mutter gehalten hat, ihre Mutter ist. Sondern ihre große Schwester. Dass ihr Vater nicht im Krankenhaus ist, sondern im Gefängnis. Verurteilt wegen Kindesmissbrauchs. Das Beweismittel: sie.

Ein tolles Buch. Am Ende war es etwas in die Länge gezogen aber ansonsten hat es mir gut gefallen. Sehr mutig!

— Keri

Mutig !

— Marlee3007

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  • Schwestermutter // Ulrike M. Dierkes

    Schwestermutter

    Nelly87

    16. September 2016 um 03:21

    Selbst im 21. Jahrhundert gibt es immer noch soviele Themen in unserer Gesellschaft, über die sich keiner zu reden traut. Genau deshalb sind Bücher, die sich mit diesen Themen beschäftigen gerade so wertvoll. Das Nonplusultra ist dann nur noch der Erfahrungsbericht einer betroffenen Person. Ulrike M. Dierkes hat ihre Erfahrungen mit Kindesmissbrauch aufgeschrieben und eröffnet dem Leser den Blick auf eine Welt, die viel zu sehr im Dunklen liegt. Sie wurde nicht Opfer eines Kindesmissbrauchs in dem Sinne, in dem man vielleicht denken mag. Sie ist das Ergebnis eines Inzest – ein Inzestkind. Die Autorin spricht ein glaublich schwieriges Thema an. Und sie spricht es nicht nur an. Sie kann aus ganz eigenen Erfahrungen erzählen, denn ihre Mutter ist gleichzeitig auch ihre Schwester, der Vater zugleich der Großvater. Über Jahre hinweg hat der Vater seine eigene Toche misshandelt. Die Mutter, die Geschwister und das restliche Dorf verschließen ihre Augen vor den Gräueltaten, die da hinter verschlossenen Türen vor sich gehen. Kaum geschlechtsreif ist das junge Mädchen schwanger. Was man da zu lesen bekommt, ist schon allein aus der Natur der Sache heraus nicht unbedingt leichte Kost. Doch gerade im ersten Drittel des Buches liest man immer wieder von Gegebenheiten, bei denen man nur ungläubig den Kopf schütteln kann. Nicht nur, dass es wohl möglich ist, einen offensichtlichen Kindesmissbrauch zu vertuschen. Als der Missbrauch schließlich doch ans Licht kommt und der Vater für kurze Zeit ins Gefängnis wandert, wird nicht nur das missbrauchte Mädchen zurück zu ihrer Mutter geschickt. Auch das Inzestkind soll dort aufwachsen. Ulrike M. Dierkes erzählt auf sehr nüchterne Weise von ihrem Lebensweg. Sie berichtet aus ihrer Kindheit, von ihren Schwierigkeiten und Problemen. Doch sie klagt auch an. Sie klagt ihre Großmutter an, die Polizei, die Nachbarschaft, das Jugendamt… einfach jeden. Allerdings wurde der Vater von allen geschützt. Seine Frau hat nicht nur die Augen verschlossen, sondern auch für ihn bei der Polizei falsch ausgesagt. Selbst Marina, das missbrauchte Mädchen, deckte ihn. Die Behörden hatten überhaupt keine Handhabe, um den Mann festzusetzen. Zu Beginn war das Buch wirklich noch fesselnd. Doch je weiter es fortschritt, desto überflächlicher und lascher wurde es. Die Autorin entfernt sich immer weiter vom eigentlichen Thema und es ging immer mehr um den Lebensweg, ohne dass dieser noch einen Bezug zum Inzest aufweist. Was das Mobbing am Arbeitsplatz (wobei keiner von der Geschichte wusste) sollte, das sich über Seiten hinzieht, wurde nicht so ganz klar. Die Storyline zerfällt immer weiter. Die Story wirft mit Fakten und Urteilen um sich, ohne diese zu belegen oder auch nur zu erklären. Erst wird der Vater geliebt, dann plötzlich ist er der Böse. Woher dieses plötzliche Umdenken kam? Da kann man wohl nur spekulieren. Auch die Beziehung zur Großmutter hüpft so fröhlich von einem Extrem ins andere. Ob ihr Schicksal die Autorin etwas hart gemacht hat, oder ob dies in ihrem Charakter begründet liegt, kann ich nicht sagen. Fakt ist aber, dass sie gerade zum Schluss hin sehr kalt und berechnend rüberkam. Bestimmt soll ihr nicht abgesprochen werden, wie tragisch und traumatisch das Schicksal zu ihr und der Familie gewesen ist. Doch gefordert wird immer nur Verständnis für die Autorin. Sie ist nicht bereit, ebenfalls solches anderen Menschen entgegenzubringen. Das, gepaart mit dem unglücklichen Verlauf, kann einem wirklich die Lust verderben, das Buch nochmal zur Hand zu nehmen. Ulrike M. Dierkes hat vor allem das Anliegen, Inzestkinder unter die Arme zu greifen und ihre Situation in dieser Gesellschaft zu verbessern. Ihre Motivation ist daher durchaus ehrenwert. Allerdings verliert sich die Erzählung ab ungefähr der Hälfte in einer Selbstdarstellung, die nur noch wenig mit dem eigentlichen Thema zu tun hat. Die Autorin trifft Urteile und Aussagen, ohne diese zu begründen oder für den Leser nachvollziehbar darzustellen. Das führte dazu, dass das Buch einfach nur noch langweilig wird, was bei einem Schicksalsbericht doch ungewöhnlich ist. Muss man nicht unbedingt gelesen haben, selbst wenn man sich für das Thema interessiert.© Nellys Leseecke - Lesen bedeutet durch fremde Hand träumen

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  • Bewegende Biografie !

    Schwestermutter

    Marlee3007

    31. January 2016 um 00:13

    Ulrike M. Dierkes. - Eine Frau als Kind ihrer Schwester geboren.  Inzest. Der Vater, der sich an der eigenen Tochter vergreift.  Die Mutter, die "nichts bemerkt".  Ein Dorf, das schweigt. Ulrike M. Dierkes wird unter keinem guten Stern geboren. Hinter ihr wird getuschelt, es scheint als wüsste das ganze Dorf bescheid, doch worüber ? Es dauert lange bis sie selbst erfährt wie sie entstanden ist und was an ihr und ihrer Familie anders ist. Mit viel Kraft und einem unglaublichen Willen schafft sie es, sich nicht unterkriegen zu lassen, für Gerechtigkeit zu kämpfen, und ein eigenes halbwegs normales Leben aufzubauen. Eine bewegende Biografie über ein grausames Thema, authentisch und ehrlich geschrieben.

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  • Mutiger Erfahrungsbericht

    Schwestermutter

    WildRose

    29. August 2014 um 10:48

    Ulrike wächst in dem Glauben auf, ihre Großmutter sei ihre Mutter. Erst mit zwölf Jahren versteht sie, dass ihre ältere Schwester Marina in Wirklichkeit auch ihre Mutter ist - denn Marina wurde jahrelang vom Vater sexuell missbraucht, niemand aus der Dorfgemeinschaft griff ein. Ulrike fühlt sich in ihrer Kindheit einsam, heimatlos und ungeliebt. Auch im späteren Leben wird sie immer wieder stigmatisiert, verurteilt und respektlos behandelt. Doch sie gibt nicht auf und bricht schließlich das Schweigen... Ulrike M. Dierkes kann man sicherlich nur als eine sehr mutige, unglaublich willensstarke Frau beschreiben. Mit ihrem Buch macht sie Opfern inzestuösen sexuellen Missbrauchs Mut und gleichzeitig berichtet sie ehrlich und ohne zu beschönigen, was es bedeutet, in unserer Gesellschaft "Inzestkind" zu sein. An den Schreibstil der Autorin muss man sich allerdings gewöhnen, denn Dierkes schreibt äußerst sachlich und nüchtern, geht meistens nicht sehr genau auf ihre Gefühle zu bestimmten Zeitpunkten in ihren Leben ein, auch wichtige Ereignisse wie Ehen oder Familienstreitigkeiten werden meist sehr schnell, auf wenigen Seiten, abgehandelt. Daher fällt es dem Leser trotz aller Sympathie manchmal recht schwer, sich in Ulrike hineinzuversetzen und ihre Entscheidungen und Entwicklung nachzuvollziehen. Am Schluss verliert das Buch zudem leider immer mehr an Struktur, hier fehlte ein wenig der sprichwörtliche "rote Faden". Von diesen kleinen Mängeln abgesehen handelt es sich bei "Schwestermutter. Ich bin ein Inzestkind" um ein sehr interessantes Buch, das mit Tabus bricht und gelesen werden sollte.

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  • Mutiger Erfahrungsbericht

    Schwestermutter

    WildRose

    29. August 2014 um 10:48

    Ulrike wächst in dem Glauben auf, ihre Großmutter sei ihre Mutter. Erst mit zwölf Jahren versteht sie, dass ihre ältere Schwester Marina in Wirklichkeit auch ihre Mutter ist - denn Marina wurde jahrelang vom Vater sexuell missbraucht, niemand aus der Dorfgemeinschaft griff ein. Ulrike fühlt sich in ihrer Kindheit einsam, heimatlos und ungeliebt. Auch im späteren Leben wird sie immer wieder stigmatisiert, verurteilt und respektlos behandelt. Doch sie gibt nicht auf und bricht schließlich das Schweigen... Ulrike M. Dierkes kann man sicherlich nur als eine sehr mutige, unglaublich willensstarke Frau beschreiben. Mit ihrem Buch macht sie Opfern inzestuösen sexuellen Missbrauchs Mut und gleichzeitig berichtet sie ehrlich und ohne zu beschönigen, was es bedeutet, in unserer Gesellschaft "Inzestkind" zu sein. An den Schreibstil der Autorin muss man sich allerdings gewöhnen, denn Dierkes schreibt äußerst sachlich und nüchtern, geht meistens nicht sehr genau auf ihre Gefühle zu bestimmten Zeitpunkten in ihren Leben ein, auch wichtige Ereignisse wie Ehen oder Familienstreitigkeiten werden meist sehr schnell, auf wenigen Seiten, abgehandelt. Daher fällt es dem Leser trotz aller Sympathie manchmal recht schwer, sich in Ulrike hineinzuversetzen und ihre Entscheidungen und Entwicklung nachzuvollziehen. Am Schluss verliert das Buch zudem leider immer mehr an Struktur, hier fehlte ein wenig der sprichwörtliche "rote Faden". Von diesen kleinen Mängeln abgesehen handelt es sich bei "Schwestermutter. Ich bin ein Inzestkind" um ein sehr interessantes Buch, das mit Tabus bricht und gelesen werden sollte.

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  • Unglaublich

    Schwestermutter

    Bücherwurm88♥

    09. June 2014 um 10:56

    Unglaublich, das so etwas einem Menschen passieren könnte... Unglaublich wie alle Menschen drumherum die Augen verschließen und dem eigentlichen Opfer, die Schuld in die Schuhe schieben wollen...

  • "Schwestermutter" von Ulrike M. Dierkes

    Schwestermutter

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. May 2013 um 17:25

    Ich tu mich ein bisschen schwer, dieses Buch zu bewerten.., denn wie soll man etwas bewerten, was man - Gott sei Dank! - nicht selbst erlebt hat bzw sich einfach keine Vorstellung davon machen kann, wie "soetwas" ist.. Ulrike M. Dierkes erzählt auf ziemlich nüchterne Art und Weise ihr Leben als Inzestkind. Man kann ja echt froh sein, dass sie gesund zur Welt kam, denn jeder weiß, dass es bei Inzest häufig zu Behinderungen kommt und sie hat in dieser Hinsicht einfach Glück gehabt, auch wenn ihr Leben nicht so toll verlief. :( Aber jetzt geht es ihr ja scheinbar gut und ich bewundere immer wieder den Mut der Menschen, die ihre Geschichte erzählen und aufschreiben und die Welt daran Teil lassen haben..

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  • Rezension zu "Schwestermutter" von Ulrike M. Dierkes

    Schwestermutter

    Das_Leseding

    25. November 2012 um 16:44

    Klappentext: Sie ist fünf, als eine Nachbarin zu ihrer Mutter sagt: “Sieht doch ganz normal aus, das Kind.! Sie ist zwölf, als sie versteht, dass die Frau, die sie immer für ihre Mutter gehalten hatte, nicht ihre Mutter ist. Sondern ihre große Schwester. Dass ihr Vater nicht im Krankenhaus ist, sondern im Gefängnis. Verurteilt wegen Kindesmussbrauchs. Das Beweismittel: sie. — Ein sehr mutiges Buch. Ulrike M. Dierkes schreibt, wie es ist, dass Kind der eigenen Schwester zu sein und dies grausam und einfühlsam zugleich. Mich hat dieses Buch, der Stil und die Geschichte sehr bewegt und gebe deshalb eine Leseempfehlung ab.

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  • Rezension zu "Schwestermutter" von Ulrike M. Dierkes

    Schwestermutter

    Kerry

    12. February 2012 um 20:00

    1950 beginnt der Vater der Familie Jagsch die älteste Tochter, Marina, zu diesem Zeitpunkt 7-jährig, zu missbrauchen. Der Vater ist ein angesehener Künstler, nie hätte jemand gedacht, dass er sich an seinem eigenen Kind vergehen würde. Dieses Inzest-Verhältnis bleibt, vertuscht vom Vater und der Mutter, bis 1957 geheim. Denn ab diesem Zeitpunkt ist klar, die damals 13-jährige Marina ist schwanger - im 6. Monat, zu spät, um abzutreiben. Es gibt Gerede im Dorf, doch offen aussprechen tut es nur einer - anonym zeigt er das inzestuöse Verhältnis an. Marina wird daraufhin von ihrer Familie getrennt, so dass sie bis zur Geburt ihres Kindes zur Ruhe kommt. Wenige Wochen nach ihrem 14. Geburtstag wird Ulrike geboren - ein Bluttest gleich nach der Geburt zeigt an, dass der Vater von Marina auch der von Ulrike ist. Marina bleibt in der Betreuung des Jugendamtes, doch Ulrike gelangt als Pflegekind in die Familie ihrer Mutter - ihre Großmutter, oder Frau ihres Vaters, wie sie sie später nennen wird, zieht sie lieblos als eigenes Kind groß. Als Ulrike 12 Jahre alt ist, teilt ihr ihre "Mutter" schonungslos die ganze Wahrheit mit: Das sie das Kind von Marina und ihrem Vater ist und das ihr Vater dafür im Gefängnis saß. Von diesem Zeitpunkt an muss Ulrike den harten und steinigen Weg eines Inzestkindes um Anerkennung und Liebe im Leben gehen. Ein ausgesprochen erschütterndes Buch! In ihrer Autobiografie beschreibt Frau Dierkes den schwierigen Weg von einem ungewollten und ungeliebten Inzestkind zu einer starken und selbstbewussten Frau. Der Schreibstil war sehr offenherzig, temporeich und intensiv, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte, ich musste einfach erfahren, wie es diese starke Frau geschafft hat, sich in eine solche zu wandeln.

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  • Rezension zu "Schwestermutter" von Ulrike M. Dierkes

    Schwestermutter

    Dani1046

    05. July 2011 um 21:47

    Inzenstgeschichten gibt es ja immer mal wieder und sie sind jede für sich ein schlimmes Schiksal. Das steht echt außer Frage! Aber wenn dann noch Kinder daraus entstehen, ist das ... ich weiß nicht finde kein Wort dafür. Für die Mißbrauchte ist das ja schon super schlimm, aber wenn man dann noch erfährt dass man Wirklichkeit das seiner Schwester ist.... Sorry, aber ich glaube wenn ihr das Buch lest dann wisst ihr warum mir einfach kein treffendes Wort einfällt...

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  • Rezension zu "Schwestermutter" von Ulrike M. Dierkes

    Schwestermutter

    gurke

    16. May 2011 um 09:07

    Klappentext Sie ist fünf, als eine Nachbarin zu ihrer Mutter sagt: "Sieht doch ganz normal aus, das Kind." Sie ist zwölf, als sie versteht, dass nicht die Frau, die sie immer für ihre Mutter gehalten hatte, ihre Mutter ist. Sondern ihre große Schwester. Dass ihr Vater nicht im Krankenhaus ist, sondern im Gefängnis. Verurteilt wegen Kindesmissbrauchs. Das Beweismittel: Sie. Ulrike muss schon von klein auf sehr viele Dinge erleben. Ihre Geburt steht schon von vorne herein unter einem schlechten Stern. Warum das so ist, erfahren wir bereits auf dem Klappentext: Sie ist die Tochter ihrer Schwester. Ihre Mutter wurde das Opfer des jahrelangen von deren und von ihrem Vater. Diese ist schwanger geworden und Ulrike ist das Inzestkind. Bei jedem Menschen in ihrem Umfeld, stößt sie auf Ablehnung, wird schief angesehen oder darf sich sogar Beleidigungen anhören. Wie sie mit ihrem Schicksal fertig wird, können wir in "Schwestermutter" nachlesen. Es ist immer wieder erschütternd, wie viel schlechtess in unserer Welt passiert. Das zeigt dieses Buch wieder ganz deutlich auf. "Schwestermutter" ist gleichzeitig ein Tatsachenbericht, der sehr informativ und sachlich ist. Man kann die Autorin nur für ihren Mut bewundern, den sie nicht nur sehr oft auf ihrem Lebensweg bewiesen hat, sondern auch dafür, dass sie sich getraut hat, ihre persönlichle und traurige Geschichte von Kindesbeinen an zu erzählen und zu veröffentlichen. Auch die große Intoleranz in unserer Gesellschaft - gerade auf dem Lande - und Ignoranz aufgrund fehlendem Wissen, wird hier wieder sehr deutlich. Das machte mich als Leser nicht nur einmal sehr wütend. Wenn ich zum Abschluss schreiben würde, dass mir das Buch gefallen hat, wären das nicht die richtigen Worte. Für mich war "Schwestermutter" sehr informativ und gleichzeitig blutete während des lesens das Herz. Ich hatte immer wieder das Gefühl, das arme Mädchen in die Arme nehmen zu müssen und vor der Dummheit ihres Umfeldes beschützen zu müssen. Eine Leseempfehlung gebe ich an alle weiter, die diese Thematik interessiert.

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  • Rezension zu "Schwestermutter" von Ulrike M. Dierkes

    Schwestermutter

    sammycullen

    21. August 2010 um 21:15

    Ich bin ein Inzestkind. Ich wurde geboren, weil mein Vater die älteste seiner vier Töchter sexuell missbrauchte - Marina wurde mit dreizehn Jahren schwanger. Ich wurde geboren, weil ein junges Mädchen, ein Kind, keine Hilfe erhielt - mein Vater missbrauchte Marina ab ihrem siebten Lebensjahr... (Vorwort, erster Abschnitt) Dieses Buch ging mir sehr nahe, ich glaube das geht aber jedem so bei diesem Thema. Es basiert auf der wahren Geschichte von Ulrike M. Dierkes und erzählt ihr Leben vom Kleinkindalter bis hin ins Erwachsenenleben. Wie sie ihr Leben gemeistert hat und mit ihrer Schwestermutter umgegangen ist.

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  • Rezension zu "Schwestermutter" von Ulrike M. Dierkes

    Schwestermutter

    WildRose

    01. February 2010 um 11:19

    Ein meiner Meinung nach sehr gelungener Erfahrungsbericht. Es hat sicherlich viel Mut der Autorin erfordert, aufzuschreiben, wie ihr Leben verlief. Früher hat es mir nicht so gut gefallen, vielleicht war ich auch einfach noch zu jung, um das Thema wirklich komplett begreifen zu können. Jetzt aber kann ich nur sagen: Äußerst interessant, informativ und nicht zuletzt auch berührend.

  • Rezension zu "Schwestermutter" von Ulrike M. Dierkes

    Schwestermutter

    Kathi M.

    23. December 2009 um 15:07

    Ein Buch das auf erschütternde Weise ein Tabuthema aufgreift: Inzest.
    Die Autorin beschreibt ihr Leben, von ihrer Entstehung über die Geburt bis hin zu der Verurteilung ihres Vaters.
    Ein bewegendes Beispiel einer starken, mutigen Frau die sich ihrer Vergangenheit gestellt hat und andere daran teilhaben lässt.

  • Rezension zu "Schwestermutter" von Ulrike M. Dierkes

    Schwestermutter

    trinity315

    18. September 2009 um 00:04

    „Ich bin ein Inzestkind“. So beginnt die unfassbare Geschichte einer Frau, deren eigene Mutter auch gleichzeitig ihre Schwester ist. Marina, die älteste von 4 Kindern, wird seit ihrem 7. Lebensjahr von ihrem Vater sexuell missbraucht. Als sie 13 ist, wird sie schwanger und man stellt die Schwangerschaft erst im 6. Monat fest. Es ist nun zu spät für eine Abtreibung und Marina bringt Ulrike wenige Wochen nach ihrem 14. Geburtstag zur Welt. In der Nachbarschaft wird getuschelt, dass das Kind vom Vater des Mädchens ist, aber keiner unternimmt irgendetwas. Erst nachdem jemand Anzeige wegen Missbrauch erstattet, wird der Vater verhaftet und nach Geburt des Kindes der Prozess gemacht. Marina ist in einem Erziehungsheim und da die Eltern keiner Adoption zustimmen, wächst Ulrike bei der Frau ihres Vaters auf, wie sie sie im Buch bezeichnet. Nachbarn sagen immer fragwürdige Sätze wie: „Das sie das Kind bei sich aufgenommen hat.“ Und Mitschüler fragen sie wie es ist bei der Oma. Sie weis nicht wovon die Leute sprechen. Erst nach 11 Jahren erfährt sie, dass sie bei ihrer Oma lebt und ihr Vater gleichzeitig ihr Opa ist. Ab da wird alles anders. Ulrike M. Dierkes wächst mit einer Lüge auf und schildert in diesem Buch den Inzest, ihre Geburt, ihre Kindheit als Lüge und sämtliche andere Dinge die danach geschehen und die man sich als normaler Mensch nicht vorstellen kann. Die Frau ihres Vaters verschweigt Verwandten und Nachbarn gegenüber Jahrzehnte lang, wer Ulrike wirklich ist. Sie sieht ja auch ganz normal aus und wächst auch ganz normal auf. In diesem Buch werden Tatsachen beschrieben wie sie jeden Tag irgendwo auf der Welt passieren. Vielleicht sogar direkt nebenan. Es ist unvorstellbar und schockierend wie man seinem eigenen Kind so etwas antun kann. Am schlimmsten finde ich aber die Menschen die es mit ansehen und die es wissen, aber nix unternehmen um es zu verhindern oder zu beenden. Erst wenn irgendjemand etwas gesagt hat, werden sie auf einmal munter und tun so, als ob sie es ja schon immer gewusst und gesagt haben. Gewusst schon lange, gesagt niemals. Solche Geschichten dringen tief bei mir ein und bleiben auch noch für sehr lange Zeit in meinem Gedächtnis.

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  • Rezension zu "Schwestermutter" von Ulrike M. Dierkes

    Schwestermutter

    EllenFranziska

    03. June 2009 um 16:00

    Ihr Vater vergreift sich seit Jahren an ihrer großen Schwester. Und dann passiert, was passieren muss - Marina wird schwanger mit 14. Sowohl der Vater, aber auch die Mutter schärfen ihr ein, zu niemand zu sagen, woher das Kind stammt. Auf der Polizei macht Marina die Aussage, man hätte sie auf dem Sportplatz vergewaltigt. Doch sie ist schwanger vom eigenen Vater und der Beweis dafür ist ein kleines Mädchen, zwar gesund aber immer ein Inzestkind. Ulrike M.Dierkes erzählt ihre eigene Lebensgeschichte als Inzestkind. Man könnte meinen, dieses Schicksal wirkt sich nur auf die ersten Jahre ihres Leben aus. Doch ihr Schicksal prägt die junge Frau, die deswegen auch eine Tochter an ihren Ex-Mann verliert, bis sie sich mit ihrem Weg auseinandersetzen kann. Das Buch ging mir wirklich sehr nah, da es für mich unvorstellbar ist, zuhause soviel Gewalt und Hass zu erfahren. Das Schicksal dieser Frau lässt wirklich keinen kalt.

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