Ulrike Nolte , Joachim Krause Märchenhaft

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Inhaltsangabe zu „Märchenhaft“ von Ulrike Nolte

Die Jägerstochter rettet die Prinzessin und gewinnt das halbe Königreich, der Kalif von Bagdad verliebt sich in einen verzauberten Jüngling, und Feen mit Bodypainting huschen durchs Wiesengras ... Vergessen Sie die Gebrüder Grimm und 1001 Nacht! In diesen Märchen ist nichts so, wie Sie es erwarten!

http://www.debuet-verlag.de/unsere-b%C3%BCcher/

— glanzente
glanzente

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  • Rezension zu "Märchenhaft" von Ulrike Nolte

    Märchenhaft
    Heike110566

    Heike110566

    28. August 2011 um 12:32

    Das Buch erwarb ich bei einer "schwul-lesbischen Märchenstunde" im Rahmen der Hansegay-Kulturwoche im Vorfeld des diesjährigen Rostocker CSD, wo die Autorin aus dem Buch zwei Märchen als Kostproben las. Ich fand die Appetithäppchen sehr interessant und kaufte mir daher das Buch. Homosexualität ist kein singuläres Phänomen, das nur in unserer heutigen modernen Welt zuhause ist, sondern gleichgeschlechtliche Liebe gab es zu allen Zeiten. Allerdings wurde sie moralisch sehr unterschiedlich in den verschiedenen Epochen bewertet. Im kulturellen Gedächtnis wurde die jeweilige Epochen-Homosexualität kaum widergespiegelt. Dies gilt auch für die Gattung der Märchen. Zwar gibt es auch dort hin und wieder Hinweise, die man in diese Richtung deuten könnte, aber schwule oder lesbische HeldInnen?, nein, die suchte man bislang vergebens. "Märchenhaft" ist "Das erste Buch voller lieblicher Prinzen und tollkühner Maiden", wie es im Untertitel zu diesem 2010 im Debüt-Verlag erschienen Buch heißt. Ulrike Nolte hat für dieses Buch zehn wunderschöne schwul-lesbische Märchen geschrieben, deren Lektüre sicher auch für heterosexuell ausgerichtete aufgeschlossene Menschen ein Gewinn sind, denn stilistisch schreibt die Autorin märchenhaft, im wahrsten Sinne des Wortes. Nach der o. g. Lesung war ich allerdings auch noch etwas skeptisch. In meinen Gedanken zu der Veranstaltung (nachzulesen unter: http://www.heikehoerig.de/lesung1.htm) schrieb ich: "Die Ausgangskonstellation ist, zumindest bei den in der Lesung vorgetragenen Märchen, heterosexuell. Es zeigt sich zwar, dass das Innere des Menschen wesentlich den Menschen bestimmt, aber erst durch die Wendung kommt es zur Umorientierung und zum homosexuellen Finale. Dies erweckt den Eindruck, dass Heterosexualität das natürlich Vorhandene ist und die Homosexualität nur eine Notlösung aus einer besonderen Situation heraus. Und diese These ist meiner Auffassung nicht korrekt. Warum nicht eine homosexuelle Konstellation von Anfang an in einem Märchen verpacken? - Vielleicht werde ich aber, bei der Lektüre der anderen Märchen da noch positiv überrascht und mein momentaner Eindruck, der aus der Lesung resultiert, korrigiert. Es wäre schön, wenn es so wäre, denn die Autorin schreibt sehr schön und es wäre schade, wenn sie die Märchenlücke der Homosexualiät bei dieser Gelegenheit nicht wirklich geschlossen hätte." Und ich wurde positiv überrascht. Die Märchen weisen weit mehr Facetten der Homosexualität auf, als ich erwartet hatte. Dabei sind die Geschichten sehr phantasievoll und poetisch gestaltet. Auch wenn manche Märchen auf den ersten Blick als homosexuelle Adaptionen von herkömmlichen Märchen erscheinen, wie "Der Bursche und das Biest" oder "Des Grafen neue Kleider", niemals ist es nur umgearbeiteter Abklatsch, sondern von hoher Kreativität und Empathie gekennzeichnete Neukonstruktion der jeweiligen bekannten Story. Die Zusammenstellung enthält jeweils fünf Märchen mit schwulen Helden bzw lesbischen Heldinnen. Dabei ist besonders faszinierend, dass die Märchen aus dem (männlich-) schwulen Bereich genauso von Empathie geprägt und genauso lustvoll gestaltet sind wie die (weiblich-) lesbischen. Das ist ja durchaus nicht selbstverständlich, denn die Autorin gehört ja dem weiblichen Geschlecht an. Und auch als Leserin gefielen mir die Märchen über die "lieblichen Prinzen" genauso gut, wie die über die "tollkühnen Maiden". Am besten gefiel mir "Die Magd und die Fee". Es ist ein sehr sinnlich-erotisches Märchen. Im Untertitel zur Geschichte heißt es: "Eine schamlose Moritat von Liebeszauber, Galgenstrick und zwei splitternackten Jungfern" - Und so ist dieses Märchen dann auch sehr lustvoll, in vielerlei Hinsicht. Alle Märchen hier einzeln vorzustellen, wäre zwar möglich, aber würde diese Rezension dann doch zu umfangreich und damit leseunfreundlich werden lassen. Auf die beiden Märchen der Lesung bin ich in meinem Bericht (siehe o. g. Link) eingegangen. Wer mag, kann ja dort mal vorbeischauen. Mehr Infos zur Autorin, die noch mehr literarisch interessantes zu bieten hat, gibt es unter: http://www.ulrike-nolte.de/ Märchenhafte Unterhaltung wünsche ich allen Leserinnen und Lesern mit dem Buch.

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