Ulrike Purschke

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Ulrike PurschkeHendrikje, vorübergehend erschossen
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Hendrikje, vorübergehend erschossen
Hendrikje, vorübergehend erschossen
 (126)
Erschienen am 01.07.2009

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Rezension zu "Hendrikje, vorübergehend erschossen" von Ulrike Purschke

Nur vorübergehend
Herbstlaubvor 6 Monaten

Einer viel zu hübschen Gefängnispsychologin muss Hendrikje erzählen, wie es dazu kam, dass sie anderthalb Menschen umgebracht hat. Und sie erzählt. Sehr anschaulich und überaus sympatisch berichtet sie vom Leben bei ihrer Oma, von ihrer fiesen Chefin, ihren abgebrannten Bildern, vom blöden Bruno und all den anderen Dingen, die bei jedem normalen Menschen zu mindestens anderthalb cholerischen Anfällen geführt hätten.
Doch Hendrikje erträgt ihr Schicksal ohne sich zu beklagen und hat nie erkannt, wie übel ihr einige nahestehende Menschen mitspielten. Und als dann schon wieder etwas schief geht, ja… aber deswegen redet sie ja mit der Gefängnispsychologin.

Die Art und Weise in der Hendrikje ihrer Psychologin vom Geschehenen berichtet, schwankt zwischen Naivität und Flapsigkeit. Alles an Hendrikje ist sympatisch, man leidet bei jeder neuen Katastrophe mit ihr, fragt sich, wohin das denn alles führen soll. Und wann sie denn endlich ausrastet. Wie kam es denn dazu, dass dieses nette Mädchen 1,5 Menschen umgebracht haben soll? Und wie bringt man überhaupt einen halben Menschen um?

Die ganze Geschichte ist unglaublich[,] witzig und charmant. Zwar sind einige Dinge vorhersehbar, aber die Handlung ist flüssig und schließt mit einem runden Ende. Die meiste Zeit lauscht der Leser nur Hendrikjes Erzählungen während ihrer Sitzungen im Gefängnis, die letzten Kapitel erlebt er dann aber mit Hendrikje gemeinsam. Der Übergang zwischen diesen beiden Teilen ist fließend, schadet der Geschichte nicht, aber leider bleibt die Erzählweise gleich. Der objektive Beobachter erzählt so, als würde Hendrikje weiterreden, was ich persönlich ein bisschen schade fand, da ich den Erzählstil als Hendrikjes „Persönliche Note“ gesehen habe.

Mein Fazit:
Kurzweilige Couchlektüre, die absolut Spaß macht und garantiert jeden eigenen Ärger vergessen lässt. Denn Hendrikje hats auf jeden Fall schlimmer erwischt!

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CocuriRubys avatar

Rezension zu "Hendrikje, vorübergehend erschossen" von Ulrike Purschke

Mal was anderes
CocuriRubyvor 3 Jahren

Ich mag die Art wie das Buch erzählt wird. Das ganze Buch ist im Prinzip eine Aneinanderreihung von ihren Therapiesitzungen. In denen sie von sich und ihrem Leben erzählt bzw. wie es zu den 1 ½ Tötungen kommen konnte und holt dabei eben sehr aus.

Das ist sehr interessant, weil man in eine Handlung praktisch reingeworfen wird. Man macht sich erst langsam ein Bild, sowohl von der Situation, als auch von der Protagonistin.

Man erfährt so alles aus ihrer Sicht, wie sie die Dinge wahrnimmt und wie sie sich im Laufe der Geschichte/Sitzungen entwickelt. Nur ab und zu erhält man die Sicht der Therapeutin, die sowas wie eine Außensicht darstellt.

Zu sehen, wie diese beiden Bilder auch immer mal wieder kollidieren, ist wirklich gut gemacht.

Die Geschichte selbst hat fast etwas Surreales. Wodurch der Geschichte ein eigensinniger dunkler, trockener Humor anhaftet – mit einer Prise Galgenhumor.

Die Geschichte hat auch ein paar Wendungen, die zwar auch unterhaltsam waren, aber auch für mich recht vorhersehbar waren.

Vielleicht noch als kleine Erwähnung (für alle, die sowas gar nicht mögen): Es kommen in diesem Buch (2x) erotische Szenen vor – diese sind aber keineswegs plump oder lang und breit ausgeschmückt.

 

Fazit

Ich würde nun wirklich nicht sagen, dass das Buch sonderlich spannend ist. Aber es ist mal was anderes, auf einer gewissen Art und Weise auch kreativ und eben doch unterhaltsam.

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Rezension zu "Hendrikje, vorübergehend erschossen" von Ulrike Purschke

„Aber gerade beim Sex steckt der Teufel im Detail“
8ungvor 3 Jahren

Ausführlich beschreibt Hendrikje eine Sexszene, so dass ihre Gefängnis-Therapeutin am Schluss nicht sprechen kann vor lauter trockenem Mund. Nachdem sich die Therapeutin eine Flasche Wasser geholt hat, bittet sie Hendrikje, künftig nicht alles so detailliert zu beschreiben, siehe   Hendrikje, vorübergehend erschossen

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