Ulrike Purschke Hendrikje, vorübergehend erschossen

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Inhaltsangabe zu „Hendrikje, vorübergehend erschossen“ von Ulrike Purschke

Von Einer, die sich immer selber die Schuld gibt»Ach, Hendrikje. Ein Bild des Jammers, eine, die sich selbst die Schuld gibt und nicht weiß, wie stark sie ist. So stark, flott, jung und liebenswert wie dieses Buch.« Tiroler TageszeitungHendrikje Schmidt ist eine Pechvogelin. Und jetzt sitzt sie auch noch im Gefängnis und erzählt der spröden Psychologin Frau Dr. Palmenberg ihre Geschichte. Denn eigentlich hatte Hendrikje ihr Leben mal ganz gut im Griff. Tagsüber arbeitet sie als Bedienung in einem Café, nachts malt sie Bilder. Doch an Weihnachten schlägt das Schicksal knüppeldick zu: Von einem Tag auf den anderen ist Hendrikje bis über beide Ohren verschuldet, allein und todunglücklich. Und weil ihr Selbstmordversuch kläglich misslingt, wollen ihre Freunde ihr beim zweiten Mal helfen. Bloß, dass am Ende nicht Hendrikje, sondern zwei ihrer Freunde tot sind. Hendrikje ist ein origineller Roman in der Tradition des Simplicius Simplicissimus, der das ganze Elend, aber auch die moralische Stärke eines ebenso einfältigen wie aufrechten Menschen in die heutige Zeit überträgt. Man kann lachen und weinen mit dieser Hendrikje, und am Ende fragt man sich, ob man sie nicht schon längst kennt.

Ich habe das Buch leider abgebrochen. Es war platt und vorhersehbar!!

— schokoloko29
schokoloko29

In diesem Roman von Ulrike Purschke ist am Ende nichts so, wie es am Anfang schien.

— 8ung
8ung

...soll wohl witzig sein. Der Titel schafft es ja gerade noch, denn sonst hätte ich das Buch auch nicht lesen wollen...

— twentytwo
twentytwo

Wirlich ein nettes kleines Buch, hat mir gur gefallen.

— christoph_kluge
christoph_kluge

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    Hendrikje, vorübergehend erschossen
    CocuriRuby

    CocuriRuby

    24. March 2016 um 10:05

    Ich mag die Art wie das Buch erzählt wird. Das ganze Buch ist im Prinzip eine Aneinanderreihung von ihren Therapiesitzungen. In denen sie von sich und ihrem Leben erzählt bzw. wie es zu den 1 ½ Tötungen kommen konnte und holt dabei eben sehr aus. Das ist sehr interessant, weil man in eine Handlung praktisch reingeworfen wird. Man macht sich erst langsam ein Bild, sowohl von der Situation, als auch von der Protagonistin. Man erfährt so alles aus ihrer Sicht, wie sie die Dinge wahrnimmt und wie sie sich im Laufe der Geschichte/Sitzungen entwickelt. Nur ab und zu erhält man die Sicht der Therapeutin, die sowas wie eine Außensicht darstellt. Zu sehen, wie diese beiden Bilder auch immer mal wieder kollidieren, ist wirklich gut gemacht. Die Geschichte selbst hat fast etwas Surreales. Wodurch der Geschichte ein eigensinniger dunkler, trockener Humor anhaftet – mit einer Prise Galgenhumor. Die Geschichte hat auch ein paar Wendungen, die zwar auch unterhaltsam waren, aber auch für mich recht vorhersehbar waren. Vielleicht noch als kleine Erwähnung (für alle, die sowas gar nicht mögen): Es kommen in diesem Buch (2x) erotische Szenen vor – diese sind aber keineswegs plump oder lang und breit ausgeschmückt.   Fazit Ich würde nun wirklich nicht sagen, dass das Buch sonderlich spannend ist. Aber es ist mal was anderes, auf einer gewissen Art und Weise auch kreativ und eben doch unterhaltsam.

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  • „Aber gerade beim Sex steckt der Teufel im Detail“

    Hendrikje, vorübergehend erschossen
    8ung

    8ung

    23. October 2015 um 20:51

    Ausführlich beschreibt Hendrikje eine Sexszene, so dass ihre Gefängnis-Therapeutin am Schluss nicht sprechen kann vor lauter trockenem Mund. Nachdem sich die Therapeutin eine Flasche Wasser geholt hat, bittet sie Hendrikje, künftig nicht alles so detailliert zu beschreiben, siehe   Hendrikje, vorübergehend erschossen

  • absolut überflüssig

    Hendrikje, vorübergehend erschossen
    twentytwo

    twentytwo

    26. September 2015 um 18:59

    Als erstes stellen sich Mitleidsgefühle mit der Psychologin Frau Dr. Palmberg ein, die sich Hendrikjes sorgsam chronologisch geordnete Lebensbeichte in allen Einzelheiten anhören muss. Aber es ist ihr Job und so muss sie Hendrikjes Lebensbeichte wohl oder übel über sich ergehen lassen. Schnell bekommt man den Eindruck dass Frau Dr. Palmberg masochistisch veranlagt ist, denn sonst würde sie nicht ständig unnötig detailliert nachfragen.Der bewusst naiv gehaltene Schreibstil ist nach wenigen Seiten absolut nervig und mit Sicherheit nicht jedermanns Sache.

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  • Hendrikje: Schuld am Tod von eineinhalb Menschen?

    Hendrikje, vorübergehend erschossen
    jujumaus

    jujumaus

    06. April 2015 um 11:21

    Vorab: Wer vorhat, das Buch zu lesen, sollte den Klappentext im Innern des Buches nicht lesen. Ich habe es zum Glück auch nicht getan und bin sehr froh darüber, weil er die Hauptstränge des Buches vorwegnimmt, was ich sehr schade finde. Über den Inhalt des Buches möchte ich gar nicht zu viel sagen, außer, dass mir Hendrikje als Person sehr gut gefallen hat und ich die Therapiestunden, in denen sie die Tiefpunkte ihres Lebens rekapituliert, sehr genossen habe. Ich dachte zwar an ein, zwei Stellen, dass einem Menschen gar nicht so viel passieren kann, aber dafür sind Bücher ja schließlich da, dass sie uns die skurrilen Seiten des Lebens aufführen. Insgesamt ein anregendes und spannendes Buch (wenn man den Klappentext vermeidet), das ich jederzeit wieder lesen würde.

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  • Ein überflüssiges Buch

    Hendrikje, vorübergehend erschossen
    NiJo

    NiJo

    07. May 2014 um 15:51

    Mit dem Schreibstil habe ich meine lieben probleme gehabt. Es kam so viel so schnell hintereinander, dass mein Gehrin mit unter abgeschaltet hat und ich den abschnitt nochmals lesen musste. Das hat mir schonmal nicht so gut gefallen. Das Ganze Buch beinhaltet das Gespräch von Hendrikje und der Psychologin. Hendrikje soll erklären, warum sie wegen Todschlags verurteilt wurde und Hendrikje fängt an......und hört nicht mehr auf. Sie erzählt jede Kleinigkeit und das hat mit unter etwas genervt. Der Klappentext sagt schon sehr viel und es gibt eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Denn diese Geschichte schmpckt die ganzen Seiten aus. Insgesamt fand ich Hendrikje sehr naiv und sie kam mir teilweise ziemlich dumm vor. Auf jeden Fall hat mir weder der Humor des Buches gefallen, noch habe ich irgendwas wiedererkannt aus meinen Leben. Ich war am ende der Geschichte eher genervt. Das Debüt von Frau Purschke als autorin ist jedenfalls mitglückt und sie sollte lieber wieder Schausielen oder Drehbücher schreiben. Wie nochmals einen Roman.

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  • Schlimmer geht's immer

    Hendrikje, vorübergehend erschossen
    NiWa

    NiWa

    27. February 2014 um 17:41

    Hendrikje ist begeisterte Malerin, lebt mit ihrer Omi zusammen und bestreitet ihren Lebensunterhalt als tapfere Kellnerin in einem Café.  Doch dann hat das Pech Einzug bei Hendrikje gehalten und beschlossen eine Weile zu bleiben.  Zuerst stirbt die Omi, das Atelier geht in Flammen auf und wie es dazu kommt, dass Hendrikje am Tod von 1 1/2 Menschen die Schuld trägt, muss man beim Lesen schon selbst in Erfahrung bringen.  Der Leser erfährt die Geschichte aus Hendrikjes Sichtweise, während sie bei einer Psychotherapie im Gefängnis ihr Herz ausschüttet.  Leider konnte ich mich nicht so richtig in die Protagonistin einfühlen und habe teilweise an Hendrikjes IQ gezweifelt. Was wohl von der Autorin als charmanter Wesenszug gedacht war, hat auf mich eher verstörend gewirkt. Hendrikjes Entscheidungen und Gedanken sind kaum nachvollziehbar, besonders wenn es um die Wahl ihres Freundeskreises geht.  Trotzdem besticht dieses Büchlein durch eine wunderbare Skurrilität und ein entwaffnendes Ende.  Fazit: Als Lektüre für Zwischendurch auf jeden Fall geeignet, denn schlimmer geht's immer. 

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  • zu komisch....

    Hendrikje, vorübergehend erschossen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. July 2013 um 16:59

    Hendrikje tötet zwei Menschen, oder auch nur Eineinhalb. Den Einen aus Notwehr, das andere Mal ist es einfach dumm gelaufen. Die Geschichte aus den verschiedenen Lebensabschnitten von Hendrikje ist sehr skurril. Ich kam beim Lesen immer wieder ins Schmunzeln und dachte, soviel Pech kann doch kein Mensch haben. Der Roman eignet sich herrlich als Sommerlektüre für zwischendurch - locker, leicht mit viel Humor.

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  • Rezension zu "Hendrikje, vorübergehend erschossen" von Ulrike Purschke

    Hendrikje, vorübergehend erschossen
    Ramona1987

    Ramona1987

    13. February 2013 um 10:58

    Ich habe mir gewünscht, dass dieses Buch nie zu Ende sein wird. Eine solch herrliche Figurenzeichnung, die Protagonistin wird einfach so herrlich naiv und authentisch dargestellt, man musste über manche Äußerungen nur noch herzlich lachen. Dazu die eher distanzierte und professionell dargestellte Psychologin. Sympathisch fand ich auch immer Beschreibungen von ihrer ,,Omi", man konnte förmlich die Zuneigung zu ihr in den Zeilen herauslesen, das hat die Autorin total liebevoll hinbekommen. Die Wendungen vor allem zum Ende hin hätte ich so oder so ähnlich niemals erwartet, daher ist das Buch auch keineswegs vorhersehbar. Positiv zu erwähnen sind auch die Art und Weise, wie die Autorin die Umgebung und die Personen beschreibt, manch einem mag dies zu genau sein, aber genau das hat bei mir ein totales Kopfkino ausgelöst und auch die Protagonistin geformt. Zwischendurch werden immer mehr kleinere Details klar, warum Hendrikje zum Beispiel mit solch komischen Klamotten zu den Gesprächen der Psychologin erscheint, die anfänglich doch sehr beäugt werden. Sprachlich ist das Buch einfach genial gemacht, man kauft der Protagonistin sämtliche Worte ab, vieles ist es einfach zum Schießen. Endlich wieder ein neues Lieblingsbuch. Von meiner Seite daher eine absolute Empfehlung, unbedingt lesen. 10 von 10 Punkten

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  • Rezension zu "Hendrikje, vorübergehend erschossen" von Ulrike Purschke

    Hendrikje, vorübergehend erschossen
    Piezke

    Piezke

    04. February 2013 um 12:38

    Hendrikje - ein Name, mit dem man keine Liebe machen kann. Angeblich. Lässt sich nämlich nicht gut stöhnen. Mit ein Hindernis in Hendrikjes Leben. "Hendrikje, vorübergehend erschossen", ein Roman mit seltsamem Titel von Ulrike Purschke. Ihres Zeichens Malerin, verdient sich Hendrikje ihre Brötchen jedoch im verhassten Kellnerjob. Es ist Weihnachten und ein Schicksalsschlag jagt den anderen: Die herrschsüchtige Oma, von der Hendrikje großgezogen wurde, verstirbt. Ihr Atelier brennt bis auf die Grundmauern nieder. Hendrikje soll die Verantwortung für den Brand tragen und sitzt vor einem immensen Schuldenberg. Ihr nicht-Freund trennt sich von ihr, um kurz darauf mi Hendrikjes Freundin eine Familie zu gründen. Konfliktscheu und von Selbstvorwürfen geplagt bleibt nur eine Lösung: Selbstmord. Da ihr Suizidversuch im Alleingang scheitert, müssen ihre Freunde ihr beim letzten Gang beistehen. Und statt Hendrikje liegen wenig später zwei von ihnen mit Kreuzen in den Augen darnieder. Hendrikje fühlt sich für exakt 1,5 dieser Ableben verantwortlich. Der Roman erzählt die Geschichte aus Hendrikjes Blickwinkel, die im Knast bei einer Psychologin auf der Couch sitzt. Das Buch ist anders. Es ist witzig, ohne ein flach zu sein. Die Geschichte ist originell und die Protagonistin "unverbraucht", kein Stereotyp. Hendrikje wächst dem Leser ans Herz und nervt ihn dann doch wieder mit ihrer schier grenzenlosen Naivität. Das Ende ist ein wenig vorhersehbar und doch ganz anders als man dachte. Ich mochte das Buch sehr. Es hat mir einen unterhaltsamen Sonntagnachmittag verschafft. :)5 Sterne, auch wenn es keine hochtrabende Literatur ist. Aber ich konnte mich sehr mit Hendrikjes konliktscheuer Art identifizieren. Auch wenn ich wahrscheinlich nicht meinem Exfreund und seiner schwangeren Freundin frisch nach der Trennung meine Wohnung versprechen würde, wenn er mir im Gegenzug großmütig bei der Vollendung des Suizids zur Seite stehen will. ;)

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  • Rezension zu "Hendrikje, vorübergehend erschossen" von Ulrike Purschke

    Hendrikje, vorübergehend erschossen
    Bellami

    Bellami

    Henrikje, vorübergehend erschossen.... komischer Titel, komische Geschichte!? Ich kann das schlecht in Worte fassen, am ehesten kann ich es so ausdrücken : " Das Buch hat was". Aber wenn ich richtig überlege, was hat das Buch? Eine sympathische Antiheldin, die nicht merkt, wie sie ausgenutzt wird und trotzdem allem etwas Positives abgewinnen kann. Ein Dummerchen, dass sogar den perfekt von den Freunden organisierten und nach ihrem Wunsch inszenierten Selbstmord vermasselt und von einer Sch*** in die nächste schlittert. Die ihre Psychotherapeutin nach jeder Therapiesitzung entnervt zurücklässt, die auf alles eine passende und liebenswerte Antwort hat, die trotzdem nicht verzweifelt und sich auch zu wehren weiß. Doch, wenn ich nochmal überlege, für mich hat diese Hendrikje was. Die Geschichte ist nicht lang, liest sich flott weg, ist nun nicht zum lachen, aber Schmunzeln muss man schon. Was tragisch Komisches hat die Geschichte auch, oder ist sie nur einfach sehr überspitzt geschrieben. Egal, ich fand sie gut, nicht sehr gut aber gut und dafür 4 prallgefüllte Sterne.

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    • 3
    awogfli

    awogfli

    30. November 2012 um 12:51
  • Rezension zu "Hendrikje, vorübergehend erschossen" von Ulrike Purschke

    Hendrikje, vorübergehend erschossen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. August 2012 um 13:05

    "Hendrikje, vorübergehend erschossen" - ein seltsamer Titel und ein noch seltsameres Buch. Hendrikje ist ein Pechvogel, wie er pechvogeliger nicht sein könnte. Was schief gehen kann, geht schief. Hendrikje landet im Gefängnis und wie es dazu kam, erzählt sie der Gefängnispsychologin. Man lauscht und ist gebannt. Hendrikje ist ein naiver, gutgläubiger Mensch, der sich von anderen hauptsächlich ausnutzen lässt. Es ist erstaunlich, wie gutgläubig Hendrikje ist. Es ist haarsträubend, wozu sie sich hinreissen lässt und wie sie dennoch immer wieder aus den größten Schlamasseln heraus findet. Am Ende sind zwei von Hendrikjes Freunden tot. Und wie es dazu kommt, wird in erfrischend ironischer, überspitzter Weise erzählt. Ein leichtes, sprachlich einfach gehaltenes Buch, dass sich flott lesen lässt und auch einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Man überlegt unweigerlich, ob nicht im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis ein Pechvogel wie Hendrikje existiert. Übrigens war dies mein erstes ebook und obwohl ich beinah versucht war zu schwören, es nie, nie, nie zu probieren: Versuch geglückt, es hat Spaß gemacht. Aber: Nichts ersetzt - für mich - Bücher aus Papier. Ich brauche die haptische Wahrnehmung. Den Druck auf Papier, den Geruch von aufgefächerten Blättern. Das sinnliche Vergnügen.

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  • Rezension zu "Hendrikje, vorübergehend erschossen" von Ulrike Purschke

    Hendrikje, vorübergehend erschossen
    Kvothe

    Kvothe

    13. May 2012 um 14:48

    "Hendrikje, vorübergehend erschossen" nennt sich Ulrike Purschkes Debutroman. Der Klappentext verspricht eine amüsante und interessante Geschichte: "Von einer, die sich immer selbst die Schuld gab. Hendrikje wird vom Pech verfolgt und vom Schicksal gebeutelt. Der Vater ist unbekannt und die Mutter nach Amerika gegangen, als Hendrikje fünf Jahre alt war. Und jetzt sitzt sie auch noch im Gefängnis. Wie es dazu kommen konnte, erzählt sie der spröden Frau Doktor Palmenberg, die vielleicht dafür sorgen kann, dass Hendrikje vorzeitig rauskommt. So erfahren auch wir, was passiert ist: Eigentlich hatte Hendrikje ihr Leben ganz gut im Griff. Tagsüber schuftet sie als Bedienung in einem Café, nachts malt sie Bilder in einem billigen Atelier. Die Aussichten auf eine Ausstellung stehen gut, da kommt es - natürlich an Weihnachten - ganz knüppeldick. Der Freund läuft weg, die Oma stirbt, das Atelier brennt ab, und weil es angeblich Brandstiftung war, zahlt die Versicherung nicht. Von einem Tag auf den anderen ist Hendrikje bis über beide Ohren verschuldet, allein und todunglücklich. Und weil ihr der erste Selbstmord ganz kläglich misslingt, versprechen ihre Freunde, ihr beim zweiten Mal selbstlos zu helfen. Bloß, dass am Ende nicht Hendrikje, sondern zwei ihrer Freunde tot sind." Weiterhin wird der Roman als "ungewöhnlich warmherzig und witzig" bezeichnet, man könne mit Hendrikje "lachen und weinen". Für mich war dieser Roman leider eine herbe Enttäuschung. Die Zusammenfassung klingt vielversprechend, ein witzige und zugleich tiefgründige Erzählung hätte man hier niederschreiben können. Die Art, wie Ulrike Purschke erzählt, ist im Gesamtpaket recht annehmbar, an manchen Stellen auch einigermaßen amüsant. Zumindet die Protagonistin Hendrikje wirkt in ihrer Ausdrucksweise verwirrt und sehr naiv, was der zu vermittelnden Botschaft auch zu Gute kommt. Allerdings wirken für mich alle Charaktere, außer vielleicht ein, zwei Nebendarsteller, so unrealistisch, dass das Buch am Ende wirklich kaum Spaß gemacht hat. Spaß bedeutet hierbei nicht Action, sondern auch, dass es an Emotionalität und Tiefe mangelt. Allein Hendrikjes Freunde, die ihr beim Selbstmord helfen wollen - an sich natürlich eine skurril-komische Tatsache - werden sehr unangenehm dargestellt. Soll heißen: Ich kann mich mit keinem der Personen anfreunden, keine Handlung nachvollziehen, nichtmal, wenn ich die "Humorbrille" aufsetze; Den Schwarzen Humor beherrschen andere Autoren besser. Selbst wenn man akzeptiert, dass einige Verhaltensweisen der Personen auch im realen Leben vorhanden sind - sind sie bei manchen Menschen sicherlich -, so bleiben trotzdem nur leere Hüllen übrig. Die Wortwahl entspricht zwar dem Geisteszustand der jeweiligen Charaktere und deren Verhaltensweisen, trifft meinen Geschmack jedoch überhaupt nicht. Dennoch glaube ich, dass der Roman dem einen oder anderen Leser sehr gut gefällt und kann somit nur den Rat geben, sich an dem Buch zu versuchen, wenn man das Risiko eingehen kann, ein sehr gutes oder sehr schlechtes Buch lesen zu werden.

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  • Rezension zu "Hendrikje, vorübergehend erschossen" von Ulrike Purschke

    Hendrikje, vorübergehend erschossen
    liebling

    liebling

    03. December 2010 um 23:26

    Also, das war mal ein verwirrendes Lesevergnügen. Die Geschichte ist eigentlich toll - Hendrikje war zumindest teilweise am Tod zweier Menschen schuld. Und um auf frühzeitige Entlassung hoffen zu dürfen, muss sie alles einer Psychologin erzählen und so die gesamte Geschichte noch einmal aufarbeiten. So lernen wir, dass es eigentlich komplett seltsame Umstände waren, die zu den Unglücken geführt haben. Und durch die Geschichte stellen sich dem Leser auch immer wieder Fragen der Moral und des guten Gewissens. Schließlich ist auch ziemlich offen, inwieweit sie wirklich an den Todesfällen schuld ist. So wäre das Buch, zumindest für mich, auch ein sicherer Anwärter für fünf Sterne. Aber leider sind viele von Hendrikjes Gedankengängen nicht nachvollziehbar. Sie wirkt durchaus wie ein sympatischer, wenn auch etwas zynischer, Charakter, aber genau das macht es so schlimm, dass sie an so vielen Punkten komplett unlogisch reagiert. Und das Ende war mir auch etwas zu vorhersehbar. Die Idee war gut, die Umsetzung etwas zu sehr "Disney" für dieses Buch.

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  • Rezension zu "Hendrikje, vorübergehend erschossen" von Ulrike Purschke

    Hendrikje, vorübergehend erschossen
    steffi_wo

    steffi_wo

    27. February 2010 um 20:20

    An manchen Stellen ist mir die Phantasie zu groß, allerdings hat mich die Autorin schnell glücklich gemacht. Das Buch liest sich leicht, macht Spaß, bringt eine gute Portion Spannung mit und verzichtet auf plumpe Komik. Gute Lektüre für schöne Stunden!

  • Rezension zu "Hendrikje, vorübergehend erschossen" von Ulrike Purschke

    Hendrikje, vorübergehend erschossen
    Ritja

    Ritja

    31. January 2010 um 15:12

    Hendrikje ist eine eigenwillige junge Frau, die noch mit ihrer Oma zusammen lebt. Sie arbeitet in einem Cafe und malt nebenher noch Bilder. Ihren "Nicht-Freund" Ernst trifft sie immer wieder mal und ansonsten liebt sie noch ihr rotes Rennrad. Sie plant ihren Selbstmord, der jedoch schief geht. Also holt sie sich Hilfe von ihren Freunden. Es soll eine letzte große Feier stattfinden und danach wird sich Hendrikje umbringen. Aber es kommt anders als geplant. Wie es weitergeht, erzählt sie, auf der Couch liegend, einer Gefängnispsychologin. Viele wirre Verstrickungen, ein schräger Humor, ein überraschendes Ende und mnachmal zu viele Wiederholungen hat dieses schmale Buch zu bieten.

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