Ulrike Renk

 4,4 Sterne bei 1.445 Bewertungen
Autorin von Das Lied der Störche, Jahre aus Seide und weiteren Büchern.
Autorenbild von Ulrike Renk (©)

Lebenslauf

Ulrike Renk wird 1967 in Detmold geboren. Studienaufenthalte verbrachte sie in den USA. An der RWTH Aachen studierte sie Anglistik, Literaturwissenschaften und Soziologie. Nach der Geburt ihres zweiten Kindes zog sie an den Niederrhein, nach Krefeld. Dort wohnt sie bis heute mit vier Kindern, Hund und Katze. Bekannt ist Renk vor allem für ihre historischen Romane, aber sie schreibt auch Liebes- und Jugendromane.

Neue Bücher

Cover des Buches Mademoiselle Marthe und die Küche der Freiheit (ISBN: 9783746640556)

Mademoiselle Marthe und die Küche der Freiheit

 (13)
Neu erschienen am 14.03.2024 als Taschenbuch bei Aufbau TB.

Alle Bücher von Ulrike Renk

Cover des Buches Das Lied der Störche (ISBN: 9783746632469)

Das Lied der Störche

 (146)
Erschienen am 19.01.2017
Cover des Buches Jahre aus Seide (ISBN: 9783746634418)

Jahre aus Seide

 (134)
Erschienen am 07.12.2018
Cover des Buches Die Australierin (ISBN: 9783746636023)

Die Australierin

 (128)
Erschienen am 19.09.2019
Cover des Buches Die Jahre der Schwalben (ISBN: 9783746633510)

Die Jahre der Schwalben

 (113)
Erschienen am 09.10.2017
Cover des Buches Die Zeit der Kraniche (ISBN: 9783746633565)

Die Zeit der Kraniche

 (91)
Erschienen am 13.07.2018
Cover des Buches Zeit aus Glas (ISBN: 9783746634999)

Zeit aus Glas

 (89)
Erschienen am 14.06.2019
Cover des Buches Die australischen Schwestern (ISBN: 9783746636016)

Die australischen Schwestern

 (81)
Erschienen am 11.10.2019
Cover des Buches Tage des Lichts (ISBN: 9783746635668)

Tage des Lichts

 (69)
Erschienen am 21.01.2020

Ins Sternerestaurant mit...

Ulrike Renk beschloss bereits mit acht Jahren, Schriftstellerin zu werden, doch es dauerte letztendlich bis zur Geburt ihres vierten Kindes, ehe sie begann, ihren Traum wirklich professionell zu verfolgen und so erschien 2005 mit "Leichen" ihr Debütroman und zugleich der Auftakt zu ihrer Seidenstadt-Krimireihe um Jürgen Fischer. Mit "Die Frau des Seidenwebers" veröffentlichte die Wahlbürgerin der Seidenstadt Krefeld ihren ersten historischen Roman und ist aus diesem Genre heute nicht mehr wegzudenken. Wir durften mit der gebürtigen Detmolderin, die an der RWTH Aachen und in den USA Anglistik, Literaturwissenschaften und Soziologie studierte, über Weihnachtsmusik im Sommer, ihre große Leidenschaft neben dem Schreiben und ihr Traumdate mit Alex Delaware sprechen...

Liebe Ulrike, was ist das schönste Feedback, das du von Lesern erhalten hast?

Puh – da ist so viel. Ich bin immer ganz glücklich, wenn meine Leser in die Geschichte eintauchen konnten, wenn es sie emotional berührt.

Gibt es ein anderes Genre, das dich als Autorin reizt?

Ich habe früher ja Krimis geschrieben – das würde ich gerne wieder machen irgendwann – ich habe da auch schon eine ziemlich geniale Idee. 2019 wird aber erst einmal mein erster zeitgenössischer Roman erscheinen – darauf freue ich mich schon sehr.

Wann kommen dir die besten Ideen?

Bei der Hunderunde mit meinen beiden Malamuten.

Welche Musik hörst du beim Schreiben?

Gar keine. Ich kann beim Schreiben keine Musik hören. Aber zum Einstimmen geht das, oder wenn ich – wie diesen Sommer – eine Weihnachtsgeschichte bei 25 Grad im Schatten schreibe. Da hilft schon mal die passende Musik.

Hast du ein Lieblignswort?

„Grundgütiger!“

Welchen anderen Job würdest du gerne für einen Tag ausüben?

Köchin in einem Spitzenrestaurant.

Wie prokrastinierst du am liebsten?

In der Küche. Dann koche ich mehrgängige Menüs.

Welche Nervennahrung hilft dir beim Schreibprozess?

Gar keine – ich mag nichts Süßes. Aber tagsüber trinke ich Kaffee – in rauen Mengen. An manchem schönen Sommerabend eisgekühlter Weißwein und zu ganz besonderen Momenten Gin-Fizz.

Hast du für uns einen Tip für eine gute Serie?

"Downton Abbey" und natürlich "Game of Thrones" und dann gibt es auf Netflix die Serie "Chef’s Table"…

Welches Buch verschenkst du gerne?

Im Moment „Das Cafe unter den Linden“ von Joan Weng. Aber das ändert sich natürlich auch ständig.

Wohin sollen wir unbedingt einmal reisen und welches Buch soll uns auf dieser Reise begleiten?

Unbedingt nach Südfrankreich und dann die Bücher von Nina George mitnehmen und dahinschmelzen mit "Das Traumbuch" und "Das Lavendelzimmer".

Welches Tier wärst du?

Eine Katze. Am liebsten "Simon's Cat".

Gibt es etwas, was du gerne können würdest?

Klavierspielen. Besser kochen. Es gibt tausend Dinge, die ich besser machen möchte.

Wofür hast du eine Schwäche oder heimliche Leidenschaft?

Gute Lebensmittel. Schreiben ist mein Beruf, aber Kochen ist mein großes Hobby. Wenn ich Frustshoppe, dann auf dem Markt oder in der Metro – niemals Schuhe oder Handtaschen.

Und zu guter Letzt: Welche Figur aus einer Buchwelt würdest du gerne treffen? Und was würdet ihr unternehmen?

Alex Delaware, den Psychologen, den Jonathan Kellerman erschaffen hat. Was ich mit ihm machen würde? Das wäre auf keinen Fall jugendfrei …

Neue Rezensionen zu Ulrike Renk

Cover des Buches Die Zeit der Kraniche (ISBN: 9783746633565)
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Rezension zu "Die Zeit der Kraniche" von Ulrike Renk

Harte Jahre
mabuerelevor 8 Tagen

„...Er hat es faustdick hinter den Ohren. Und das Gute daran ist, dass man es ihm nicht ansieht. Perfekt, um die Öffentlichkeit zu täuschen. Ihm können Sie hundert Prozent vertrauen...“


Mit diesen Worten charakterisiert Pirow, Verwalter auf Gut Mansfeld den Schäfer. Auf Frederike zu Mansfeld kommen schwere Zeiten zu. Ihr Mann Gebhard und ihre Schwiegermutter wurden wegen angeblichen Hören eines Feindsenders verhaftet und sitzen in Potsdam im Gefängnis der Gestapo ein. Pirow hat den Einsatzbefehl für die Armee bekommen.

Die Autorin hat einen beeindruckenden historischen Roman geschrieben. Er ist gleichzeitig der Abschluss der Trilogie. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet.

Wir schreiben den Oktober 1944. Auf Mansfeld gibt es sowohl französische Fremdarbeiter als auch russische Kriegsgefangene. Sie wurden von Gebhard immer mit Respekt behandelt. Frederike will daran anknüpfen, bekommt aber keine Gelegenheit mehr. Die Führung des Gutes wird ihr durch einen neuen Verwalter aus der Hand genommen. Es beginnen harte Zeiten. Glücklicherweise weiß Frederike den Pfarrer an ihrer Seite und ermöglicht für alle den Weihnachtsgottesdienst.


„...Ich glaube nicht, dass von ihnen eine Gefahr ausgeht. Im Gegenteil, wir sollten in den letzten Tagen des Krieges schon mal die Aussöhnung üben...“


Das waren mutige Worte in dieser Zeit. Durch Beziehung von Thea zu Mansfeld zu hochrangigen Nazis gelingt Frederike, die Schwiegermutter aus dem Gefängnis zu holen. Es wird deutlich, dass an manchen stellen schon die ersten Absetzbewegungen beginnen.

Bei ihrer Reise nach Berlin und Potsdam bekommt Frederike das erste Mal mit, was der Krieg in den Städten angerichtet hat.

Auch auf den Gut wird es schwieriger. Es gibt die ersten Einquartierungen von Ausgebombten aus Berlin. Nicht jeder ist dafür dankbar und bereit, mit Hand anzulegen. Dann werden durchziehende Militärs für einige Tage ins Gutshaus eingewiesen.

Wenige Tage vor Kriegsende kehrt Gebhard zu Mansfeld zurück. Er ist ein kranker Mann. Unter der russischen Herrschaft dürfen sie zwar ihr Gut zum Teil behalten, bekommen aber keine Arbeitskräfte.

Im Jahre 1947 wendet sich das Blatt. Gebhard wird denunziert und verhaftet. Ausgangspunkt dafür war eine illegale Reise in den Westsektor. Als auch Frederike verhaftet werden soll, gelingt ihr Mittels ihres Schwagers Caspar die Flucht in den Westen. Dorrt ist sie von der Verwandtschaft abhängig.

Caspar versorgt ihr Arbeitsstelle und Wohnung. Sein Bemühen um Gebhard zeigt dagegen zunächst keine Erfolge. Wird es gelingen, ihn zu befreien? Welche Zukunft wartet auf Frederike?

Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeichnet eine sehr differenziertes Bild der letzten Kriegsmonate und der ersten Nachkriegsjahre.

Cover des Buches Mademoiselle Marthe und die Küche der Freiheit (ISBN: 9783746640556)
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Rezension zu "Mademoiselle Marthe und die Küche der Freiheit" von Ulrike Renk

Die Küche der Freiheit
Kiki77vor 17 Tagen

„Mademoiselle Marthe und die Küche der Freiheit“ von Ulrike Renk ist ein ganz wunderbarer Roman. Die Protagonistin Marthe hat es wirklich gegeben, da aus ihrem Leben nicht viel bekannt ist, hat Ulrike Renk einen hervorragenden Mantel um das Grundgerüst gezaubert. Marthe wächst bei ihrer Großmutter in den Vogesen auf bis ihre Mutter sie zu sich nach Paris holt. Julie, ihre Mutter, arbeitet als Köchin in der Pariser Oberschicht. Die Tochter des Hauses, Florence, geht mit Marthe zur Schule und ebnet ihr den Weg nach oben. Marthe erfüllt sich den Traum als Journalistin einer eigener Zeitung, gründet mit ihrer Mutter eine Kochschule und erhält die Auszeichnung Ritter der öffentlichen Bildung.

Ein wunderbare Buch von der ersten bis zur letzten Seite. Ich gebe eine Leseempfehlung von 5 Sternen für diesen tollen Roman.

Cover des Buches Mademoiselle Marthe und die Küche der Freiheit (ISBN: 9783746640556)
S

Rezension zu "Mademoiselle Marthe und die Küche der Freiheit" von Ulrike Renk

Die Liebe zum Kochen
Streifivor einem Monat

Marthe Distel lebt nach dem Tod ihres Vaters bei ihrer Großmutter, während ihre Mutter in Paris versucht ein neues Leben für sie zu finden. Bei ihrer Großmutter lernt sie, dass in der Küche nichts verschwendet wird, und die Grundlagen des Kochens und Backens. In Paris bekommt sie dann die Möglichkeit die Schule weiter zu besuchen und ihren Traum vom Schreiben zu verwirklichen.

Marthe war die Gründerin der Zeitschrift Cordon Bleu und der dazugehörigen Kochschule, die bis heute zu den besten Kochschulen der Welt gehört. In diesem Buch begleiten wir sie durch ihre Jugend und den Anfängen der Zeitschrift und der Schule. Marthe hat sich mit Florence, der Tochter des Haushalts, in dem ihre Mutter als Köchin arbeitet, angefreundet und bekommt so einen Eindruck des Lebens in der gehobenen Schicht. Und sie muss erkennen, dass der gesellschaftliche Aufstieg nicht so einfach ist. Und manchmal vielleicht auch nicht das Richtige.

Ulrike Renk reichert die Geschichte mit vielen Beschreibungen von Gerichten und Zubereitungsarten an, hier merkt man, dass die Autorin auch selbst gerne in der Küche steht und das Kochen einfach liebt. Man lernt hier sehr viel über die gehobene Küche Frankreichs, über die damalige Zeit des Aufbruchs in der Gesellschaft und den Wandel in den Küchen.

Mich hat das Buch wieder mitgenommen in eine Zeit und Gesellschaft, über die ich noch viel lernen konnte. Es gelingt hier die gesellschaftlichen Änderungen und die Aufbruchstimmung rund um die erste Pariser Weltausstellung zu transportieren. Marthe gehört zu einer Generation, in der sich für Frauen Türen öffnen, wenn auch nur langsam. Ich fand es schön dass sie dabei Unterstützung gefunden hat. Auguste Escoffier war mir namentlich zwar bekannt, hier habe ich ihn aber das erste Mal ein wenig besser kennengelernt.

Alles in allem war es ein tolles Buch, das mich mitgenommen hat in die damalige Zeit. Und auch, wenn sicherlich nicht alles so passiert ist, wie Ulrike Renk es schildert, hatte ich immer das Gefühl, dass es so gewesen sein könnte.

Ein wirklich schön zu lesendes und interessantes Buch!

Gespräche aus der Community

Dies ist der vierte Band der Geschichte um die Familie Dehmel. Ursula ist mit den Kindern zurück nach Berlin gezogen und hofft, dass dort alles besser wird. Doch die Zeiten sind schwer. Fine, die älteste Tochter,wächst in unruhigen Zeiten auf und hat ein schweres Erbe. Gerne möchte ich euch bei der Leserunde begleiten.
Der Aufbau Verlag stellt 20 Bücher für die Leserunde bereit.
LG
Ulrike Renk

295 BeiträgeVerlosung beendet

Endlich kommt der dritte Band meiner "Eine Familie in Berlin" Saga. Hier geht es zur Leseprobe: https://www.aufbau-verlage.de/aufbau-taschenbuch/ulla-und-die-wege-der-liebe/978-3-7466-3765-5

Es macht wahrscheinlich wenig Sinn, den dritten Band zu lesen, wenn man die anderen beiden nicht ken

Der Verlag stellt 20 Bücher zur Verfügung und ich freue mich auf eine spannende und schöne Leserunde mit euch.

309 BeiträgeVerlosung beendet
UlrikeRenks avatar
Letzter Beitrag von  UlrikeRenkvor 2 Jahren

Auch bei dir möchte ich mich entschuldigen, dass ich mich jetzt erst melde.

Ganz herzlichen Dank fürs Mitlesen und Rezensieren.

Ihr Lieben,
am 7.12. erscheint der erste Band meiner neuen Trilogie. Wie immer möchte ich gerne mit euch eine Leserunde machen. Und wie immer beruhen die Bücher auf einer wahren Familiengeschichte.
Diesmal geht es um die Familie Meyer aus Krefeld - eine jüdische Familie.
"Jahre aus Seide" ist kein Kuschelbuch - es beschreibt das Leben einer Familie in einer sehr schwierigen Zeit.
Wenn ihr bei der Leserunde mitmachen wollt, dann solltet euch das bewusst sein. Ich möchte euch auch herzlich bitten, wirklich teilzunehmen und natürlich auch eine Rezension zu schreiben.
Eure
Ulrike Renk

http://www.aufbau-verlag.de/index.php/jahre-aus-seide.html
562 BeiträgeVerlosung beendet
UlrikeRenks avatar
Letzter Beitrag von  UlrikeRenkvor 5 Jahren
Ganz herzlichen Dank dafür. Ich fürchte, der zweite Band ist noch schockierender ...

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