Das Fest der kleinen Wunder

von Ulrike Renk 
4,6 Sterne bei14 Bewertungen
Das Fest der kleinen Wunder
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sabrinchens avatar

Ist kein 4. Teil sondern eine Weihnachtsgeschichte und Auskoppelung der Ostpreussensaga.

Marion2505s avatar

Eine wunderbare Ergänzung zur Ostpreußen Saga, die ich mehr als genossen habe. Frederike und Gut Fennhusen sind einfach einzigartig ♡

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Inhaltsangabe zu "Das Fest der kleinen Wunder"

Der Geschmack von Pfefferkuchen.

Ostpreußen, Winter 1925: Während im Reich alles im Umschwung ist, lebt man auf den Gütern in der ostpreußischen Provinz ein Leben mit den Jahreszeiten. Für Frederike ist es das letzte Jahr auf Gut Fennhusen, bevor sie eine höhere Töchterschule besuchen wird. Sie genießt es, mit ihrem Pony über die abgeernteten Felder zu reiten, den ersten Schnee zu riechen und an den Vorbereitungen für die große Jagd teilzuhaben. Nur Caramell, ihr Lieblingspferd, macht ihr Sorgen – es lässt sich plötzlich nicht mehr reiten. Dann taucht der Besitzer des Nachbarguts auf und möchte es kaufen. Jetzt muss schon ein kleines Wunder geschehen, dass es noch ein fröhliches Weihnachtsfest wird ...

Zauberhaft und besinnlich – Weihnachten auf Gut Fennhusen.

Dieses Buch ist ein abgeschlossener Weihnachtsroman, der in den 20er Jahren auf Fennhusen spielt. Es ist nicht die chronologische Fortsetzung der Serie "Die Ostpreußen Saga".

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783352009150
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Rütten & Loening Berlin
Erscheinungsdatum:14.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    sabrinchens avatar
    sabrinchenvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ist kein 4. Teil sondern eine Weihnachtsgeschichte und Auskoppelung der Ostpreussensaga.
    Ist kein 4. Teil sondern eine Weihnachtsgeschichte und Auskoppelung der Ostpreussensaga.

    Ist kein 4. Teil sondern eine Weihnachtsgeschichte und Auskoppelung der Ostpreussensaga.
    Es gibt wieder einen gut nachvollziehbaren angenehmen historischen Schreibstil.
    Die Dialekte bzw. Mundart lockern die Handlung wieder auf und sind für mich immer ein Highlight.

    Trotzdem hat mich der Inhalt eher gelangweilt da ich die Abläufe und Situationen schon aus den Hauptbüchern kannte.
    Neu hinzu kam im Plot nur Caramells Schicksal was mir insgesamt gut gefallen hat.
    Der Titel ist passend gewählt nachdem ich die Geschichte gelesen habe.
    Es ist ein solides Prequel zu Frederickes Gutsleben.
    Ich vergebe 4 Sterne auch wenn es mich nicht umgehauen hat.
    Für Kenner der Saga eher langweilig da sich alles wiederholt.
    Aber es verkürzt die Wartezeit auf den 3. Teil.

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    schafswolkes avatar
    schafswolkevor 2 Monaten
    Eine schöne Zusatzgeschichte um das Gut Fennhusen

    Weihnachten auf Fennhusen steht an. Alle sind aufgeregt und es gibt eine Menge zu tun, auch für Frederike und ihre Geschwister wird es nicht langweilig.

    Ich habe erst vor kurzem die Ostpreußen Saga für mich entdeckt und lieben gelernt. Und so habe ich "Das Lied der Störche" nach einem Zeitsprung (1920-1928) mittendrin unterbrochen und "Das Fest der kleinen Wunder" eingeschoben. Diese Idee war perfekt denn so blieb ich in der zeitlichen Erzählweise direkt im Lesefluß.
    Es passiert eigentlich nicht so viel in dem Buch, aber ich habe das Gefühl in eine andere Zeit versetzt zu werden, man ist regelrecht mittendrin bei den Vorbereitungen zur Weihnachtszeit und erlebt eine wunderbare Stimmung.

    Für mich ist es so ein kuscheliges Wohlfühlbuch dem ich gerne 4 Sterne gebe.

    Kommentare: 2
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    spozal89s avatar
    spozal89vor 7 Monaten
    tolle Ergänzung

    Klappentext:

    Ostpreußen Winter 1925 – während im Reich alles im Umschwung ist, lebt man auf den Gütern in der ostpreußischen Provinz ein Leben mit den Jahreszeiten.
    So auch auf Fennhusen. Für Frederike ist es das letzte Jahr auf dem Gut, bevor sie eine höhere Töchterschule besuchen wird. Sie genießt es, mit ihrem Pony über die abgeernteten Felder zu reiten, den ersten Schnee zu riechen und an den Vorbereitungen für die große Jagd teilzuhaben. Nur Caramell, ihr Lieblingspferd, macht ihr Sorgen – sie lässt sich plötzlich nicht mehr reiten und wird unberechenbar. Sogar Frederikes Stiefvater wirft sie ab. Dann taucht der Besitzer des Nachbarguts auf und möchte sie für seine Tochter Katharina kaufen.
    Jetzt muss schon ein kleines Wunder geschehen, dass es noch ein fröhliches Weihnachtsfest wird.

    Die Reihe um Frederike und das Gut Fennhusen gefällt mir richtig gut, daher war für mich klar, dass ich auch unbedingt diese Zusatzgeschichte lesen muss. Diese Geschichte ist in sich abgeschlossen und ordnet sich nicht chronologisch ein.

    Wie immer war auch hier der Schreibstil wunderbar und ich fühle mich mittlerweile mit den Charakteren verbunden. Zusätzlich dann noch diese winter-weihnachtliche Atmosphäre. Einfach wunderbar und es hat Spaß gemacht diesen Roman zu lesen.

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    Marion2505s avatar
    Marion2505vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine wunderbare Ergänzung zur Ostpreußen Saga, die ich mehr als genossen habe. Frederike und Gut Fennhusen sind einfach einzigartig ♡
    Winter auf Gut Fennhusen

    Inhalt:

    Frederike verbringt im Winter 1925 ihr letztes Jahr auf Gut Fennhusen. Danach wird sie das Gut verlassen, um eine höhere Töchterschule zu besuchen. Daher genießt sie die gemeinsame Zeit mit ihrem Pony, den ersten Schnee und die Vorbereitungen auf die große Jagd dieses Mal besonders. Ihre einzigste Sorge ist dabei ihr Lieblingspferd Caramell, das sich plötzlich nicht mehr reiten lässt und sich sehr unberechenbar verhält. Sogar Frederikes Stiefvater schafft es nicht, sie ordentlich zu reiten. Doch plötzlich möchte der Besitzer des Nachbarguts Caramell für seine Tochter Katharina kaufen. Frederike ist entsetzt! Ob das Weihnachtsfest durch ein kleines Wunder gerettet werden kann?

    Meine Meinung:

    Ein unglaublich schönes Buchcover

    Das Buchcover gefällt mir - wie alle Cover der Ostpreußen Saga - unglaublich gut. Es vermittelt mir sofort die winterliche Stimmung auf Gut Fennhusen und ich kann es gar nicht erwarten, in die Geschichte abzutauchen.

    Ein toller Schreibstil

    Der Schreibstil von Ulrike Renk hat mich wieder sofort in der Geschichte gefangen genommen. Das Fest der kleinen Wunder ist ein abgeschlossener Weihnachtsroman, der in den 20er Jahren auf Gut Fennhusen spielt und ist somit unabhängig von den anderen Bänden der Ostpreußen Saga. Besonders vor dem Hintergrund, was noch alles auf Frederike und ihre Familie zukommen wird, habe ich diese Geschichte unglaublich genossen. Denn alles wirkt unbeschwert und gemütlich. 

    Ein Wiedersehen mit den liebgewordenen Charakteren

    Ich habe mich sehr gefreut, noch ein wenig Zeit mit Frederike verbringen zu können. Und dann auch noch zur Weihnachtszeit! Einfach wunderbar! Auch hat es mich gefreut, dass Frederikes beste Freundin Thea auch wieder mit von der Partie war. Ich mag sie sehr und empfinde ihre Freundschaft und wie sie miteinander umgehen als etwas sehr Besonderes.

    Allerdings hat mich in diesem Buch Frederikes Bruder Fritz mit seinen verrückten Ideen und Lausbubenstreichen absolut begeistert. Es war eine große Freude dabei zuzusehen, wie er mit seinem Freund immer wieder neue Dinge ausprobiert hat und nicht alles so geklappt hat, wie er sich das gedacht hatte. Aber zum Glück hat er ja seine große Schwester Frederike, die ihm gerne mal aus der Patsche hilft!

    Und natürlich war auch die Köchin Schneider wieder eine meiner Lieblingscharaktere. Sie ist so eine Seele von Mensch und zaubert so wunderbare Dinge auf den Tisch, dass ich beim Lesen immer Hunger bekommen habe. Gerne hätte ich einmal ein gemeinsames Essen mit der Familie Fennhusen eingenommen :-)

    Das Warten auf ein Wunder

    Und auch der Handlungsstrang rund um Frederikes Lieblingspferd Caramell hat mir unglaublich gut gefallen. Ich mag Frederikes Herangehensweise an schwierige Situationen sehr gerne und war mit dem Verlauf der ganzen Sache sehr zufrieden. Caramell und Glumse sind aber auch sowas von niedlich :-)

    Mein Fazit:

    "Das Fest der kleinen Wunder" von Ulrike Renk ist eine wunderbare Ergänzung der Ostpreußen Saga und somit für alle, die von Frederike und dem Leben auf Gut Fennhusen nicht genug bekommen können, genau das richtige. Ich hatte wieder tolle Lesestunden und habe die zusätzliche Zeit mit Frederike und ihren Lieben mehr als genossen. Daher gibt es von mir wieder eine absolute Leseempfehlung!

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    Xanakas avatar
    Xanakavor 8 Monaten
    Erweiterung des ersten Buchs


    Hierbei handelt es sich um eine Art Nachlese für den ersten Teil von Ulrike Renk "Das Lied der Störche". Das Buch lässt sich zwar ohne Vorkenntnisse gut lesen, zum besseren Verständnis ist es aber durchaus gut, wenn man wenigstens das vorangegangene Buch schon gelesen hat.

    Für mich war dieses Buch durchaus lesenswert. Ich konnte erneut viel über das Leben in Ostpreußen zur damaligen Zeit erfahren. Wie wenig weiß man eigentlich heute noch über das Leben auf den damaligen Großgütern zu dieser Zeit. So beeindruckt das funktionierende Leben auf einem Gut u.a. mit einer Vielzahl von Personal. Da sind dann nicht nur die Köchin, es gibt auch eine Mamsell (eine Art Hausverwalterin und Organisatorin), es gibt Stallknechte, Dienstmägde und Zimmermädchen. Auch die Anzahl der Personen, die auf so einem Gut leben, ist beträchtlich. Es ist nicht nur die große Familie des Eigentümers, in dem Fall mit dem Ehepaar, drei gemeinsamen und drei weiteren Kindern der Kindsmutter, auch die unverheiratete Schwester des Gutsherrn, eine weitere ältere unverheiratete Dame hat auch noch Unterschlupf gefunden. Auch die Familie des Gutsverwalters und auch das Personal wohnen alle auf dem Gut.

    Der Aufwand, den es macht , so ein Gut zu betreiben und die Art so zu leben, wird hier sehr anschaulich beschrieben und gut in die Geschichte mit eingebaut. Wer mehr über das Leben damals dort in Ostpreußen erfahren möchte, über die Sitten, Gebräuche das Essen und vor allem die Sprache, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.
    Mir hat das Buch zwar gefallen, aber der Sinn, warum man die Geschichte einzeln nach Veröffentlichung bereits zweier Bände nachlegen musste, hat sich mir nicht erschlossen. Weniger gut hat mir gefallen, dass an einigen Stellen zu Wiederholungen kam, bei denen ich das Gefühl hatte, es sogar genauso schon mal gelesen zu haben.

    Von mir gibt es dafür drei Lesesterne und eine bedingte Leseempfehlung.

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    Monika58097s avatar
    Monika58097vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine hinreißende Geschichte!
    Eine hinreißende Geschichte!

    Wer Band 1 und 2 bereits gelesen hat, wird auch diese Geschichte lieben. Ulrike Renk führt uns in "Das Fest der kleinen Wunder" noch einmal zurück in das Jahr 1925. Frederike, liebevoll von allen nur Freddy genannt, ist hier wieder 16 Jahre alt und sie wird Gut Fennhusen bald verlassen, da die Höhere Töchterschule auf sie wartet. Doch noch ist es nicht soweit. Es ist die Zeit zwischen Erntedank und Weihnachten. Für die Gutsbewohner, aber auch vor allen Dingen für die Leute, gibt es jede Menge zu tun. Es finden Jagden statt, Vorräte für den Winter müssen angelegt werden. 

    Freddy liebt die Ausritte mit ihrem Pony, doch auch Caramell, das Pferd ihrer Mutter, hat es ihr angetan, doch noch darf sie nicht darauf reiten. Caramell gilt als Teufel, ist nervös und wirft sogar den Gutsherrn Erik ab. Als die hochnäsige Katharina zu Besuch ist, will diese unbedingt das Pferd für sich haben. Ob Freddy den Verkauf verhindern kann? Sie möchte nicht, dass Caramell verkauft wird, hat sie doch eine besondere Bindung zu dem Tier. 

    "Das Fest der kleinen Wunder" - eine bezaubernde Geschichte, die uns Leser noch einmal in die Zeit zurückversetzt, in der Freddy noch auf Fennhusen gelebt hat. Noch einmal die Zeit dort genießen, in der noch alles gut war, trotz der unendlich vielen Arbeit, die so ein Gut mit sich bringt.

    Ulrike Renk achtet liebevoll auf Details. Beim Lesen sieht man die ersten Flocken fallen, man hört den Schnee unter den Schuhen knirschen. Eine hinreißende Geschichte mit hervorragenden Charakterzeichnungen! Und wie schön, die Köchin Schneider noch einmal so richtig in Aktion erleben zu dürfen. Sie habe ich, neben Frederike, ganz besonders ins Herz geschlossen. 

    "Das Fest der kleinen Wunder" - Eine weihnachtliche Geschichte, eine Wintergeschichte mit einem ganz besonderen Zauber, die man aber das ganze Jahr über lesen kann. 

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor 9 Monaten
    Eine empfehlenswerte Familiengeschichte

    Es ist einige Jahre her, dass Frederikes Mutter Erik von Fennhusen geheiratet hat. Auf dem Gut ihres Stiefvaters hat die 16-jährige Freddy ihre Kindheit verbracht und es wird nicht mehr lange dauern, dass sie das Gut verlässt, um eine Handelsschule für höhere Töchter zu besuchen. Es geht auf Weihnachten zu und Freddy genießt die Ritte mit ihrem Pony über die abgeernteten Felder. Aber etwas bereitet ihr Sorgen. Caramell, die Stute ihrer Mutter wurde lange nicht mehr geritten und nun gelingt es niemanden mehr sie zu reiten. Selbst Erik schafft es nicht. Ein Nachbar zeigt Interesse an dem Pferd, doch Frederike möchte nicht, dass Caramell verkauft wird, denn sie mag dieses Tier. Wird sie verhindern können, dass Caramell Fennhusen verlassen muss?

    Dieser Weihnachtsroman aus der Ostpreußen Saga liegt zeitmäßig nach dem ersten Band „Das Lied der Störche“.

    Auch diese Geschichte hat micht wieder von Anfang an gefangen genommen. Der wundervolle Schreibstil trägt genauso dazu bei wie liebevolle Darstellung von Land und Leuten. Hin und wieder gibt es ein wenig ostpreußischen Dialekt, was alles noch authentischer macht. Alle Charaktere sind wundervoll und sehr authentisch dargestellt. Auch dieses Mal hat es mir die Köchin wieder ganz besonders angetan. Die Schneider ist warmherzig und die Kinder sind gerne in ihrer Küche.

    Aber es geht ja um Frederike, die ein ganz besonderer Mensch ist. Sie ist wissbegierig und verantwortungsvoll, sie kümmert sich um ihre Geschwister und deckt sie auch oft, um sie vor Strafe zu schützen.

    Ich habe mich auf Gut Fennhusen, wo immer was los ist, wieder einmal sehr wohlgefühlt.

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    Dreamworxs avatar
    Dreamworxvor 9 Monaten
    Erstes Kennenlernen mit Frederike und Fennhusen

    1925 Vorweihnachtszeit in Ostpreußen. Die 16-jährige Frederike lebt gemeinsam mit ihren Geschwistern und ihren Eltern auf Gut Fennhusen. Die Mutter ist in dritter Ehe mit Erik verheiratet und zog mit ihren ältesten drei Kindern von Potsdam auf das Gut in Ostpreußen. Frederike hat nur noch ein Jahr, bevor sie das Gut für eine weiterbildende Handelsschule für höhere Töchter verlassen wird. Sie liebt Pferde und nutzt jede Gelegenheit, mit ihrem eigenen Pony über die Felder und durch die Wälder zu reiten. Zu Caramell, der Stute ihrer Mutter, hat Frederike eine besondere Liebe entwickelt. Doch diese wurde lange Zeit nicht geritten und benimmt sich störrisch und unberechenbar. Es steht zur Diskussion, das Pferd zu verkaufen, aber Frederike unternimmt alles, damit es nicht dazu kommt, ist Caramell doch die letzte Verbindung zu ihrem bereits verstorbenen leiblichen Vater. Leider wirbt der Nachbar von Gut Fennhusen hartnäckig um das Pferd und so muss Frederike schon einiges einfallen, damit der Verkauf verhindert wird. Wird es ihr gelingen, ihren Stiefvater zu überzeugen oder findet das nahende Weihnachtsfest ohne Caramell statt?

    Ulrike Renk hat mit ihrem kleinen Büchlein „Das Fest der kleinen Wunder“ die Vorgeschichte ihrer „Ostpreußensaga“ vorgelegt. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und bildhaft, der Leser nimmt von der ersten Seite an direkt Teil an einem Leben in vergangener Zeit auf einen alten Gutshof, der seit Generationen in Familienbesitz ist. Hautnah erlebt man das Zusammenleben von Herrschaft und Bediensteten mit, die alle hart arbeiten, aber auch gemeinsam feiern. Der Alltag wird so lebhaft und bildgewaltig beschrieben, dass der Leser das Gefühl hat, hautnah dabei zu sein und alles mit eigenen Augen zu beobachten. Der Autorin gelingt es geschickt, den Leser mit auf die Jagd zu nehmen oder die Herstellung von Pfefferkuchen in der Gutsherrenküche gedanklich mitzuerleben. Überhaupt spiegelt die Küche den Mittelpunkt des Hauses wieder, wo sich die Kinder oft aufhalten und stibitzen, wo die Köchin mit ihrer Entourage für das leibliche Wohl der Gutsherrschaften und sämtlichen Bediensteten sorgt, womit ihr eine Schlüsselrolle zukommt.

    Die Charaktere sind sehr liebevoll und lebendig gestaltet, jeder von ihnen besitzt besondere Eigenheiten, die sie sehr authentisch und realitätsnah wirken lassen. Frederike ist ein liebes und aufgeschlossenes Mädchen an der Stufe zur jungen Frau. Sie ist ihrer Familie sehr verbunden, fühlt sich geborgen und wohl auf dem Gut. Ihre Leidenschaft für Pferde kann sie hier ausleben. Für ihre jüngeren Geschwister ist sie ein gutes Vorbild. Frederike setzt sich für sie ein und deckt auch so manchen Streich, der schief geht. Eigentlich hat sie genügend Menschen um sich herum, dennoch vermisst sie ihre Freundin Thea, die in Berlin lebt und nur zu besonderen Anlässen zu Gast auf dem Gutshof ist. Aber sind die beiden Mädels einmal zusammen, halten sie zusammen wie Pech und Schwefel. Fritz, Frederikes jüngerer Bruder, hat nur Flausen im Kopf. Er interessiert sich für alles Technische und setzt sich gern und oft über Verbote hinweg, was oftmals leider gründlich schief geht. Köchin Schneider ist die Seele des Hauses und verwöhnt die Kinder gern und oft mit Leckereien. Sie trägt das Herz auf der Zunge und lebt schon seit Ewigkeiten auf dem Gut. Auch die übrigen Protagonisten tragen zum Wohlfühlfaktor dieser Geschichte bei, in der man alle Charaktere schon einmal kennenlernen kann, bevor man sich an die bereits veröffentlichten Bände der „Ostpreußen-Saga“ wagt.

    „Das Fest der kleinen Wunder“ ist eine sehr schöne Einstimmung auf die Bücher „Das Lied der Störche“, „Die Jahre der Schwalben“ und „Die Zeit der Kraniche“, welches erst noch erscheinen wird. Alle, die die Saga gern lesen möchten, sollten sich dieses Buch nicht entgehen lassen, da der Einstieg in die Bücher hierdurch wunderbar erleichtert wird. Eine wirklich schöne Geschichte, die ruhig noch länger hätte sein können. Absolute Leseempfehlung!

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    lenisveas avatar
    lenisveavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Schöne Zusatzgeschichte zur Ostpreußen Saga
    Das Fest der kleinen Wunder

    Folgendes kennzeichne ich, nach § 2 Nr. 5 TMG als Werbung 200 Seiten Aufbau Digital 978-3-8412-1478-2 8,99 € *) Inkl. 7% MwSt. Zum Inhalt: Ostpreußen - Winter 1925 – während im Reich alles im Umschwung ist, lebt man auf den Gütern in der ostpreußischen Provinz ein Leben mit den Jahreszeiten. So auch auf Fennhusen. Für Frederike ist es das letzte Jahr auf dem Gut, bevor sie eine höhere Töchterschule besuchen wird. Sie genießt es, mit ihrem Pony über die abgeernteten Felder zu reiten, den ersten Schnee zu riechen und an den Vorbereitungen für die große Jagd teilzuhaben. Nur Caramell, ihr Lieblingspferd, macht ihr Sorgen – sie lässt sich plötzlich nicht mehr reiten und wird unberechenbar. Sogar Frederikes Stiefvater wirft sie ab. Dann taucht der Besitzer des Nachbarguts auf und möchte sie für seine Tochter Katharina kaufen. Jetzt muss schon ein kleines Wunder geschehen, dass es noch ein fröhliches Weihnachtsfest wird... Dieses E-Book ist ein abgeschlossener Weihnachtsroman, der in den 20er Jahren auf Fennhusen spielt. Es ist nicht die chronologische Fortsetzung der Serie "Die Ostpreußen Saga". Zur Autorin: Ulrike Renk Ulrike Renk, Jahrgang 1967, studierte Literatur und Medienwissenschaften und lebt mit ihrer Familie in Krefeld. Im Aufbau Taschenbuch liegen ihre Romane „Die Seidenmagd“, „Die Heilerin“, „Die Frau des Seidenwebers“ und „Das Lied der Störche“, die Australien-Saga „Die Australierin“, „Die australischen Schwestern“ und „Das Versprechen der australischen Schwestern“ sowie die Ostreußen-Saga „Das Lied der Störche“ und „Die Jahres der Schwalben“ vor. Außerdem erschienen ihre Eifel-Thriller „Echo des Todes“ und „Lohn des Todes“. Mehr Informationen zur Autorin unter www.ulrikerenk.de Meine Meinung: Ich habe ja im letzten Jahr aus der Reihe Teil 1 und Teil 2 gelesen und war total begeistert. Sie haben es beide auf meine Jahreshighlights geschafft. Jetzt habe ich gesehen, dass es einen kleinen Zusatzband gibt. Freundlicherweise wurde mir das Ebook von Netgalley zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Der Einstieg ist mir wieder sehr schnell gelungen. Ich musste nur etwas umdenken, weil der 2. Band im Jahre 1944 geendet hat und in diesem Zusatzband sind wir wieder in 1920, als Friederike noch ein junges Mädchen ist. Ich finde, es hätte besser nach dem 1. Band oder sogar als Vorgeschichte zum 1. Band erscheinen sollen. Es hat wieder sehr viel Spass gemacht, in Friederikes Leben einzutauchen, welches ja ein ganz anderes als heutzutage ist. Ich mag Friederike als Hauptprotagonistin wirklich sehr. In diesem Band ging es vor allem um Friederike und das Pferd ihrer Mutter, welches ihr am Herzen liegt und nun aber verkauft werden soll. Friederike versucht, ihren Vater davon zu überzeugen, das Pferd zu behalten. Mehr möchte ich hier gar nicht verraten. Alles in allem war dies eine schöne Zusatzgeschichte zu der Ostpreußensaga, die ich total toll finde. Allerdings muss ich sagen, dass sie mich nicht ganz so packen konnte wie die beiden bereits erschienenen Teile Das Lied der Störche und Die Jahre der Schwalben. Ich freue mich schon sehr auf den 3. Teil, der aber leider erst im Sommer 2018 erscheinen wird. Von mir bekommt dieses Buch 4 Sterne.

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    S
    Streifivor 9 Monaten
    Tolle Ergänzung der eigentlichen Reihe!

    Vorweihnachstzeit auf Fennhusen.
    Wir begleiten Frederike und ihre Familie durch die Zeit von Erntedank bis Weihnachten 1925.
    Frederike wird im nächsten Jahr auf die höhere Mädchenschule nach Bad Godesberg gehen und ist deshalb manchmal schon etwas wehmütig, weil sie im nächsten Jahr um diese Zeit nicht auf Fennhusen sein wird.
    Sorgen macht sie sich um das Pferd ihrer Mutter, dass immer ängstlicher und damit auch agressiver wird, so dass ihr Stievater darüber nachdenkt es zu verkaufen.
    Da das Pferd vom Gestüt ihres verstorbenen Vaters stammt, hat sie eine besondere Verbindung zu Caramell und möchte es nicht verlieren.
    Dieses Buch ist eine tolle Ergänzung zu den Hauptbüchern dieser Reihe. Es beleuchtet den Alltag eines ostpreussischen Gutshofes in den letzten drei Monaten eines Jahres.
    Es wird geerntet, gejagt, gekocht, eingemacht und gehandarbeitet. Jeder hat hier seinen Platz und seine Aufgabe.
    Mir hat das Buch wieder gut gefallen, es hat genau wie die anderen Bücher einen hohen Wohlfühlfaktor.
    Und ausserdem verkürzt es hervorragend die Zeit bis zum Erscheinen des dritten Bandes der Trilogie!
    Von daher eine volle Leseempfehlung für alle, die auch sonst schon Friederikes Leben verfolgen und für Menschen, die sich für den Alltag eines Gutshofes in den zwanziger Jahren interessieren.

    Herzlichen Dank an Netgalley und den Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.

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