Das Lied der Störche

von Ulrike Renk 
4,6 Sterne bei93 Bewertungen
Das Lied der Störche
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Kritisch (2):
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Konnte leider nicht überzeugen: Zu viele Längen, zu viele Wiederholungen und leider unsympathische Protagonisten.

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Inhaltsangabe zu "Das Lied der Störche"

Alte Heimat

Ostpreußen 1920: Frederike verbringt eine glückliche und unbeschwerte Kindheit auf dem Gut ihres Stiefvaters in der Nähe von Graudenz. Bis sie eines Tages erfährt, dass ihre Zukunft mehr als ungewiss ist: Ihr Erbe ist nach dem großen Krieg verloren gegangen, sie hat weder Auskommen noch Mitgift. Während ihre Freundinnen sich in Berlin vergnügen und ihre Jugend genießen, fühlt sich Frederike ausgeschlossen. Umso mehr freut sie sich über die Aufmerksamkeit des Gutsbesitzers Ax von Stieglitz. Wäre da nur nicht das beunruhigende Gefühl, dass den deutlich älteren Mann ein dunkles Geheimnis umgibt ...

Ein berührende Familien-Saga die auf wahren Begebenheiten beruht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746632469
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:512 Seiten
Verlag:Aufbau TB
Erscheinungsdatum:19.01.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 02.02.2017 bei Audible GmbH erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Roma84s avatar
    Roma84vor 14 Tagen
    Toller Familiensaga-Auftakt

    Die Autorin führt den Leser nach Ostpreußen im Jahr 1920. Dort wächst die junge Frederike behütet und glücklich auf Gut Fennhusen auf. Sie ist keine verwöhnte junge Göre, auch wenn sie zur gesellschaftlichen Oberschicht gehört, sondern sie zeigt ehrliches Interesse für das Personal des Gutes und versucht aich für deren Belange einzusetzen, auch um selbst einmal einen solchen großen Haushalt führen zu können. Aber durch den frühzeitigen Unfalltod ihres leiblichen Vaters ist ihre Zukunft leider nicht abgesichert und sie ist darauf angewiesen, eine gute Partie zu machen. Seit ihrer ersten Begegnung schwärmt sie für den älteren Ax von Stieglitz und diese Schwärmerei schwächt über die Jahre auch nicht ab. Frederike ist glücklich aber auch verunsichert, als Ax plötzlich auch Interesse an einer Verbindung mit ihr setzt. Aber Irgendetwas scheint nicht zu stimmen, denn Frederike wird das Gefühl nicht los, dass Ax und auch ihre Eltern irgendetwas vor ihr geheim zu halten versuchen.

    Mit "Das Lied der Störche" hat Ulrike Renk einen grandiosen und mitreißenden Start einer mehrteiligen Familiensaga geschaffen. Aber die Erzählungen beruhen nicht auf der Fantasie der Autorin, sondern auf wahren Begebenheiten, was mich nach Beenden dieses Buches besonders überrascht und begeistert hat.

    Das Buch überzeugt nicht durch eine unfassbar spannende und sich rasant entwickelnde Geschichte, es plätschert eigentlich eher mehr so dahin, was ich aber gar nicht als unangenehm oder störend empfunden habe. Die Autorin hat zwar auch Nebensächlichkeit in ihre Erzählungen einfließen lassen und diese auch oft recht ausführlich beschrieben, aber das hat sie auf eine nicht langweilige Weise geschafft, sodass man sich als Leser durchweg gut unterhalten gefühlt hat.

    Ich habe diese Familiensaga von meiner Schwester empfohlen bekommen und bin dafür sehr dankbar. Zum Glück sind die Folgebücher bereits erschienen, sodass ich mit dem Weiterlesen nicht mehr lange warten muss.

    Weil mich diese Geschichte so begeistert hat und ich das Weiterlesen kaum erwarten kann, vergebe ich gerne 5 von 5 Punkten.

     

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    schafswolkes avatar
    schafswolkevor einem Monat
    Toller Auftakt einer Familiensaga

    Ostpreußen 1920:
    Frederike, genannt Freddy, erlebt eine unbeschwerte Kindheit auf Gut Fennhusen. Frederike hat zwar das Privileg auf einem Gut aufzuwachsen, aber durch den frühren Tod ihres leiblichen Vaters, ist ihre Zukunft alles andere als abgesichert. Langsam wird sie erwachsen und schwärmt heimlich für den älteren Ax von Stieglitz.

    "Das Lied der Störche" ist der Auftakt zu einer dreiteilgen Familiensaga, die zum Teil auf wahren Begebenheiten beruht.
    Im Mittelpunkt steht das Leben auf einem Gut in einem Wandel der Zeit. Die Nachwirkungen des 1. Weltkrieg sind noch zu spüren, doch man blickt optimistisch in die Zukunft.

    Mir wurde das Buch von meiner Mutter empfohlen, die von der Buchreihe gar nicht mehr los kam. Und so habe ich einfach mal angefangen und habe es nicht bereut. Was mir besonders gefallen hat, ich musste nicht auf die Folgebände warten, denn es sind ja schon alle Teile erschienen.

    Schnell war auch ich von der Erzählweise und Frederikes Lebensgeschichte gefangen. Ulrike Renk hat es geschafft mich auf wenigen Seiten in das damalige Ostpreußen zu versetzten.
    Die Geschichte mag ein wenig unaufgeregt daher kommen, aber sie entwickelte für mich so einen Sog, dass ich das Buch förmlich inhaliert und die Seiten nur so verschlungen habe.

    Ich bin von der Familiensaga begeistert und gebe volle 5 Sterne!

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    campino246s avatar
    campino246vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tolle Geschichte über das Leben auf einem Gutshof in den 1920ern!
    Das Lied der Störche

    1920er Jahre: Frederike zieht mit ihrer Familie zu ihrem neuen Stiefvater. Von der Stadt auf einen großen Gutsbetrieb zu ziehen ist eine große Umstellung für alle. Das Gutsleben fordert Veränderungen, die nicht immer einfach sind.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Das Gutsleben und auch die Handlungen der Personen konnte man gut nachvollziehen. Frederike ist ein interessanter Charakter und ich habe mit ihr mitgefiebert. Sie macht eine spannende Entwicklung durch und auch ihre Gedanken und Ängste konnte ich als Leser verstehen.

    Für mich war der Klappentext etwas irreführend. Man denkt, dass man eine Liebesgeschichte erhält, aber das ist nur am Rande der Fall und hat mir gut gefallen. Einzig fehlten mir etwas mehr politische Details, da hätte ich mehr Informationen erwartet. Vieles wurde nur kurz angedeutet, weil es Frederike eher weniger interessierte. Allerdings ist das natürlich auch eine Gradwanderung die richtige Menge an historischen Informationen einzuflechten. Gelungen fand ich, dass die Rahmenhandlung der Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Man merkt einfach, dass die Autorin viel recherchiert hat und die Geschichte auch sie berührt hat.

    Fazit: 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für Fans von historischen Romanen. Ich finde die Probleme der 1920er Jahre werden gut dargestellt und ich bin schon gespannt, wie es mit Frederike weiter geht.

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    Andrea_Netzels avatar
    Andrea_Netzelvor einem Jahr
    Äußerst lesenswert.

    Ein tolles Buch. Beim lesen fühlt man sich auf das Gut versetzt und man hat das Gefühl mittendrin zu sein und nicht nur zu lesen. Das Buch kann man einfach nicht weglegen und am Ende dreht man es dreimal um, um fest zu stellen das es tatsächlich zu ende ist. 

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    lenisveas avatar
    lenisveavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Was für eine tolle authentische Familiensaga mit einer hinreißenden Hauptprotagonistin, kann den 2 Teil gar nicht erwarten
    Das Lied der Störche

    Das Lied der Störche Broschur, 512 Seiten Aufbau Taschenbuch 978-3-7466-3246-9 12,99 € *) Inkl. 7% MwSt. Zum Buch: http://www.aufbau-verlag.de/index.php/das-lied-der-storche.html Alte Heimat Ostpreußen 1920: Frederike verbringt eine glückliche und unbeschwerte Kindheit auf dem Gut ihres Stiefvaters in der Nähe von Graudenz. Bis sie eines Tages erfährt, dass ihre Zukunft mehr als ungewiss ist: Ihr Erbe ist nach dem großen Krieg verloren gegangen, sie hat weder Auskommen noch Mitgift. Während ihre Freundinnen sich in Berlin vergnügen und ihre Jugend genießen, fühlt sich Frederike ausgeschlossen. Umso mehr freut sie sich über die Aufmerksamkeit des Gutsbesitzers Ax von Stieglitz. Wäre da nur nicht das beunruhigende Gefühl, dass den deutlich älteren Mann ein dunkles Geheimnis umgibt ... Ein berührende Familien-Saga die auf wahren Begebenheiten beruht. Meine Meinung: Nachdem ich mich vor einigen Wochen das erste Mal an einen historischen Roman gewagt habe und total begeistert war, habe ich mich auf die Suche nach einem weiteren Buch aus dem Genre gemacht und bin auf diese Neuerscheinung gestoßen. Es handelt sich hier ja um eine dreiteilige Familiensage, die in Ostpreußen um 1920 auf einem Gutshof spielt: 1.) Das Lied der Störche 2.) Die Jahre der Schwalben (Oktober 2017) 3.) Die Zeit der Kraniche (Juni 2018). Ich hatte hier keinerlei Probleme, in die Geschichte hineinzufinden, der Einstieg war sehr leicht und der Schreibstil toll. Mir war die Hauptprotagonistin Frederike direkt ans Herz gewachsen und ich wollte ihren Lebensweg einfach weiter mit verfolgen. Ungewohnt war natürlich erst einmal das Umdenken in diese Zeit, das war ja ein komplett anderes Leben, aber das ist mir dann doch recht schnell elungen. Ich bin einfach total eingetaucht in diese Geschichte. Es war sehr interessant mit zu verfolgen, wie sich Frederike vom Mädchen zur Frau verändert hat und sich ihre Sichtweisen dadurch natürlich auch geändert haben, z.B. in Bezug auf den Freund der Familie, dem sie in den Jahren immer wieder begegnet, Ax von Stieglitz. Ob und wie sich etwas zwischen ihnen entwickelt, werde ich Euch natürlich nicht verraten, das sollt ihr ja selbst lesen. Alles in allem kann ich dieses Buch absolut weiter empfehlen. Es wird wohl zu meinen Jahreshighlights zählen. Hier bekommt man eine tolle authentische Familiensaga, deren zweiten Teil ich aufgrund des offenen Endes gar nicht erwarten kann. Von mir bekommt das Buch auf jeden Fall volle 5 Sterne. Ich werde mir auf jeden Fall die weiteren Bücher der Autorin anschauen.

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    AmberStClairs avatar
    AmberStClairvor einem Jahr
    Das Lied der Störche

    Klappentext:

    Alte Heimat 

    Ostpreußen 1920: Frederike verbringt eine glückliche und unbeschwerte Kindheit auf dem Gut ihres Stiefvaters in der Nähe von Graudenz. Bis sie eines Tages erfährt, dass ihre Zukunft mehr als ungewiss ist: Ihr Erbe ist nach dem großen Krieg verloren gegangen, sie hat weder Auskommen noch Mitgift. Während ihre Freundinnen sich in Berlin vergnügen und ihre Jugend genießen, fühlt sich Frederike ausgeschlossen. Umso mehr freut sie sich über die Aufmerksamkeit des Gutsbesitzers Ax von Stieglitz. Wäre da nur nicht das beunruhigende Gefühl, dass den deutlich älteren Mann ein dunkles Geheimnis umgibt ... 

    Teil Eins der berührenden Familien-Saga, die auf wahren Begebenheiten beruht.


    Meine Meinung:

    Eine wunderschöne Familiensaga mit sehr viel Herz geschrieben. Ein total toller Schreibstil begleitet die Geschichte, das man gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen. Eine ganz schöne Erzählung wird hier beschrieben wie es damals in Ostpreußen gewesen ist. Man lernt ein Teil der Geschichte kennen und es wird alles so schön beschrieben, das man meint mitten in dem Geschehen zu sein. Die Charaktere der einzelnen Personen kommen liebenswert rüber. Die Orte, die Menschen, sowie Landschaft und Tiere, überhaupt wie das Leben auf einem Ostpreußischen Guthof ist. Einfach ganz toll.

    Das Buch ist ein voll gelungener Roman, was manchmal auch traurig ist, denn das Schicksal von Frederike ist nicht immer ganz perfekt. Aber sie meistert alles mir ruhiger Gelassenheit.

    Diese reale Geschichte ist lesenswert, sie ist spannend und sehr unterhaltsam.

    „Das Lied der Störche“ ist der erste Teil einer dreiteiligen Familiensaga.

    Eine klare Leseempfehlung für all die Leser die gerne Familiengeschichten mögen!

    Kommentare: 1
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    Rosenmadls avatar
    Rosenmadlvor einem Jahr
    200 Seiten weniger hätten auch gereicht




    Inhalt:


    Im Jahre 1920 in Ostpreußen: In der Nähe von Graudenz verbringt Frederike ihre glückliche Kindheit. Aber da ihre Zukunft ungewiss ist und sie keinerlei Erbschaft vorweisen kann, weiß sie nicht, wie ihr Leben einmal aussehen wird. Als sie schließlich den etwas älteren Ax von Stieglitz kennenlernt, verspürt sie doch eine gewisse Sympathie und vielleicht sogar Liebe zu diesem Mann. Doch Ax verhält sich zurückhaltend und Frederike wird den Gedanken nicht los, dass ihn ein Geheimnis umgibt.



    Meine Meinung:


    Am Anfang bis zur Mitte des Buches dachte ich mir, dass die eine sehr langatmige Geschichte werden wird. Aber es lohnt sich durch zu halten und bis zu Ende zu lesen, denn nun kann ich ehrlicherweise kaum den zweiten Band abwarten. Denn ich muss einfach wissen wie es mit Ax weiter geht. Man wird mit so vielen offenen Fragen zurückgelassen und wünscht sich einfach nur die Antworten herbei.


    Zugeben muss ich allerdings, dass mich an dieser Geschichte vieles gestört hat. Zum einen die vielen Erzählungen, die zu nichts führen. Man hätte tatsächlich 200 Seiten weniger schreiben können. Und zum anderen (zur Erklärung: Ich bin Tierschützerin) die vielen Qualen und Jagden der Tiere. Ich konnte es schon nicht mehr hören. Hier eine Jagd, hier eine Schlachtung, hier ein Pferd erschossen, dann wieder eine Jagd und noch eine, so ging es fast kapitelweise weiter und das ist für mich eigentlich ein Grund nicht mehr weiter zu lesen. Aber der Schreibstil und auch die Geschichte von Frederike zu ihrer Liebe Ax wollten einfach erzählt werden. Ich kann mir vorstellen, dass Ulrike Renk es einfach nur anhand ihrer warmen Worte schafft einen Leser für sich zu gewinnen. Das halte ich ihr zu Gute.



    Fazit:


    Eine nette Ostpreußen Saga, die mit ihrem warmen Schreibstil seine Leser in den Bann ziehen kann. Obwohl langatmige Szenen und doch zuviel Tierleid für mich persönlich erwähnt wurden, möchte ich auch gerne den zweiten Band zur Hand nehmen. Allerdings konnte mich diese Geschichte, die ja auch auf wahren Begebenheiten beruht, nicht ganz überzeugen. Deswegen kann ich auch nur


    3,5 Sterne 


    vergeben !

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    Lesegenusss avatar
    Lesegenussvor einem Jahr
    Brillant erzählte Familiensaga, beruhend auf Tatsachen - großes Lesevergnügen

    B̲̲u̲̲c̲̲h̲̲a̲̲n̲̲f̲̲a̲̲n̲̲g̲̲
    In der Nacht, in der Frederikes Stiefvater starb, hatte das Wolfsrudel auf dem Nachbargut geheult. An diese Nacht erinnerte sie sich auch jetzt noch - sechs Jahre später. … Damals waren sie nur zu Besuch auf dem Gut der Familie ihres Stiefvaters gewesen. Ab heute sollte das Gut der von Fennhusens offiziell ihr Zuhause werden.
    Gut Fennhusen lag weit im Osten der Republik, von Berlin aus mit dem Zug musste man zwei mal umsteigen und dann mit Pferdestärken erreichbar. Hier war nun das neue Zuhause der elfjährigen Frederike von Weidenfels, ihren Halbgeschwistern Fritz und Gerta. Ihre Mutter hatte nach dem Verlust der ersten beiden Ehemänner nun ein drittes Mal geheiratet. Von Potsdam in die Provinz. Es war schon ein Unterschied, ob man nur zu den Ferien hier auf dem Gut war oder ab jetzt für immer. Das merkten die Kinder sehr schnell. Aber gut, dass es noch den Hund Hektor gab. Er "gehörte" Frederike, die man auch Freddy nannte.

    Für den Gutsbetrieb ebenfalls eine Umstellung, denn im Haushalt hatte bislang die Mamsell das Sagen. Die ältere Schwester des Gutsbesitzers, Edeltraut, hatte durch den großen Krieg ihren Verlobten verloren und lebte fortan weiter auf dem Gut.
    Schon von Anfang an bekommt der Leser einen klaren Blick in die damaligen Wohn- und Lebensumstände. Waschen, backen, kochen, Feuerholz machen, Vorräte anlegen … Die Kinder finden in der Köchin Meta Schneider eine herzensgute Frau, und so manches Mal etwas leckeres für sie übrig hat. Dann kommt der neue Hauslehrer, der von Beginn an nicht sonderlich gemocht wird. Vor allem auch seine Lehrmethoden. Alte Schule, wenig Herz, ein Kriegsveteran.
    Die Familie ist erst kurze Zeit auf dem Gut, da macht sie Bekanntschaft mit Ax von Stieglitz, der Sohn eines verstorbenen Freundes des Stiefvaters. Dieser züchtet Trakehner für die Armee. Dies ist die erste Begegnung zwischen Frederike und Ax, und beide lieben Pferde. Hier auf dem Gut sieht Frederike sehr viel über das Führen eines solchen Haushalts. Und in Erik von Fennhausen hat sie einen liebevollen, wenn auch strengen Stiefvater. Doch er liebt sie genau wie die anderen Kinder und weitere, die da folgen. Die Unsicherheit ihrer Zukunft ist für Frederike jedoch immer präsent. Denn Freddy hat kein Erbe, dass sie antreten kann.
    "Das Lied der Störche" beruht auf eine wahre Geschichte. Die Autorin hat vieles aus der Lebensgeschichte mit in ihren Roman einfließen lassen, wie geschehen, Namen geändert und vieles dazu erfunden. Auch wenn es hier hauptsächlich um Frederike geht, alle anderen Figuren werden authentisch dargestellt. Sie sind vielschichtig und lebendig gezeichnet, wodurch sich ein gutes Gesamtbild ergibt. Es ist, als wäre man über 100 Jahre zurück mitten im Geschehen, dem Leben der Familie Fennhusen drin. Auch das Aufwachsen der Kinder nachvollziehbar. Und man kann schon früh erkennen, dass Frederikes Mutter ihre Älteste gut verheiraten möchte. Auch wenn irgendetwas geheimnisvolles Ax von Steglitz umgibt. Die Autorin schreibt im flüssigen Erzählstil und lässt immer wieder den ostpreußischen Dialekt mit einfließen, so dass hier die Atmosphäre gut wieder gegeben ist.
    Es gibt viele Passagen, wo der ostpreußische Dialekt wiedergegeben wird, dass man ihn direkt im Ohr hat. Mir ist die Sprache nicht unbekannt, von daher war das ein Aha-Erlebnis für mich.
    Mit viel Liebe zum Detail, die intensiven Recherchen zur damaligen Zeit, machen den Roman wirklich zu etwas besonderem. Ein Familienroman, deren Handlung fesselnd geschrieben ist. Der erste Teil beginnt 1920 und Teil zwei beginnt 1928, als Frederike nach dem Abschluss auf der Gartenbauschule aus Bad Godesberg heimkehrt.
    "Das Lied der Störche" findet im Herbst eine Fortsetzung, denn das Ende hier wirft Fragen auf.
    In ihrem Nachwort gibt die Autorin noch Literaturtipps.
    Ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch. Alles, was einen zum Nachdenken anregt, ist lesenswert.

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    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Diese Familiengeschichte hat mich absolut begeistert. Authentisch, spannend, unterhaltsam....
    Mein Leseeindruck

    Auch in diesem Fall beschreibe ich das Buch wieder von außen nach innen.

    Die blassen Farben deuten auf eine zarte Geschichte hin. Eine Geschichte aus der Vergangenheit, die jedoch alles andere als blass war.

    Der Verlag beschreibt das Buch als eine Familiensaga, die auf eine wahre Begebenheit geruht.

    Ohne große Umschweife landet der Leser auf Gut Fennhusen in Ostpreußen im Jahr 1920. Durch den Schreibstil findet man sich sehr schnell im Jahr und auch in den Örtlichkeiten zurecht. Die Protagonisten wurden sehr feinfühlig charakterisiert, so dass die Handlungen stets nachvollziehbar waren und auch emotional berührten. Frederikes Ängste schienen mir alters- und zeitgemäß. Auch die Entwicklung der Personen waren sehr gut ausgereift und dem jeweiligen Alter entsprechend und angepasst.

    Nicht unerwähnt lassen möchte ich auch die dialektischen Einwürfe, die mal mehr und mal weniger ausgeprägt waren, aber deutlich an Ostpreußen erinnern und den Fortgang der Geschichte authentischer machen.

    Fazit:

    Diese Familiengeschichte hat mich absolut begeistert. Authentisch, spannend, unterhaltsam....all diese Eigenschaften spiegeln den Inhalt des Romans wieder, so dass ich nun voller Erwartung der Fortsetzung Frederikes Geschichte entgegen fiebere.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Ein Volltreffer!


    Ostpreußen, 1920. Die fast zwölfjährige Frederike, von alle Freddy genannt, kommt mit ihrer Mutter und ihren beiden jüngeren Halbgeschwistern von Potsdam auf das Gut Fennhusen. Ihre Mutter hat nach dem Verlust ihrer beiden ersten Ehemänner den Bruder ihres letzten Mannes und gleichzeitigen Gutsherren geheiratet.
    Freddy kennt Fennhusen von ihren sommerlichen Besuchen, dennoch ist es anfangs nicht ganz leicht, sich an das gänzlich unvertraute Alltagsleben auf dem Land zu gewöhnen. Doch neben gewissen strengen Regeln hält das neue Leben auch reichlich Freiheiten bereit: ein eigenes Pony, geschwisterliche Streiftouren durch Wiesen und Felder, spontane Planschereien im nahegelegenen Teich und die Verlockungen, die die Köchin stets bereithält...
    Doch die heranwachsende Freddy begreift zunehmend, dass sie sich auch selbst um ihre Zukunft kümmern muss: ihr zweiter Stiefvater behandelt sie herzensgut, aber sie hat als Einzige in der Familie, die keine von Fennhusen ist, keinerlei Rechte auf ein ansehnliches Erbe. Aber dann ist da ein guter Freund der Familie, Ax von Stieglitz. Ein Mann, den Freddy schon als junges Mädchen interessant findet - wenngleich er auch deutlich älter als sie ist.


    Ulrike Renk erzählt hier eine Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit basiert - wie auch schon mit ihrer Australien-Saga. Dabei schafft es die Autorin mit beinahe schlafwandlerischer Sicherheit die damalige Zeit aufleben zu lassen. Ich hatte regelrecht den Eindruck, dass ich gemeinsam mit Freddy, Fritz und Gerta die Ländereien erkunde, bei ihren ersten Reitstunden zuschaue oder aber gemeinsam mit Freddy die Erwachsenen geschickt belausche...
    Ganz nebenbei fließen die damaligen Strukturen und Gepflogenheiten eines Gutes ein - ebenso wie die historischen Rahmenbedingungen wie beispielsweise die Reise durch den polnischen Korridor, so dass ich ein gutes Gefühl für die damalige Zeit und das Leben in Ostpreußen bekommen konnte. Gefallen hat mir dabei im Übrigen, dass die Familie selbst anpackt und die Kinder das Gut von der Pike auf lernen müssen - was durchaus mit Arbeit verbunden ist und nichts mit einem durchweg angenehmen Leben, in dem die vielen Bediensteten und Saisonarbeiter die ganze Arbeit leisten.
    Freddy wird erwachsen und lernt Verantwortung zu übernehmen, doch ihre eigene Zukunft hat sich nach dem Verlust des finanziellen Erbes von ihrem Vater beileibe nicht gebessert...


    "Das Lied der Störche" ist der Auftakt einer Saga, in deren Mittelpunkt Freddy steht. Alleine die nun folgende schwere Zeit wird reichlich Konsequenzen für Freddy und ihre Lieben haben - und ich kann es kaum erwarten, ihre Geschichte weiter zu verfolgen. 
    Mit dem ersten Band liegt kein Pageturner im eigentlichen Sinne vor, aber mit der brillanten Recherche der Autorin, den glaubhaften, liebevoll gezeichneten Charakteren, den authentischen Beschreibungen vom Leben mit Tieren und Bediensteten auf dem Land und den kleinen Details, wie zum Beispiel das Ostpreußeln der Köchin, hat dieser Roman einen wahren Sog auf mich ausgeübt. Ich bin nur zu gerne in die Lektüre eingetaucht...


    Chapeau, dieser Roman ist große Unterhaltungskunst, die nicht nur Spaß macht, sondern auch die damalige Zeit und die Lebensumstände aufleben lässt.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    UlrikeRenks avatar
    Liebe Lovelybooks Gemeinde,
    endlich ist es wieder soweit - ein neues Buch
    von mir erscheint im Aufbau Verlag.
    Ich möchte euch herzlich zu dieser Leserunde einladen.
    Darum geht es:
    Alte Heimat

    Ostpreußen 1920: Frederike verbringt eine glückliche und unbeschwerte Kindheit auf dem Gut ihres Stiefvaters in der Nähe von Graudenz. Bis sie eines Tages erfährt, dass ihre Zukunft mehr als ungewiss ist: Ihr Erbe ist nach dem großen Krieg verloren gegangen, sie hat weder Auskommen noch Mitgift. Während ihre Freundinnen sich in Berlin vergnügen und ihre Jugend genießen, fühlt sich Frederike ausgeschlossen. Umso mehr freut sie sich über die Aufmerksamkeit des Gutsbesitzers Ax von Stieglitz. Wäre da nur nicht das beunruhigende Gefühl, dass den deutlich älteren Mann ein dunkles Geheimnis umgibt ...

    Ein berührende Familien-Saga die auf wahren Begebenheiten beruht.

    Hier ist eine Leseprobe

    Der Aufbau Verlag verlost unter allen Bewerbern, die sich bereit erklären, aktiv an der Leserunde teilzunehmen und das Buch zu rezensieren, 25 Exemplare.

    Ich freue mich sehr auf die Leserunde mit euch!

    Herzlichst

    Ulrike Renk



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