Ulrike Renk Das Lied der Störche

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Inhaltsangabe zu „Das Lied der Störche“ von Ulrike Renk

Alte Heimat

Ostpreußen 1920: Frederike verbringt eine glückliche und unbeschwerte Kindheit auf dem Gut ihres Stiefvaters in der Nähe von Graudenz. Bis sie eines Tages erfährt, dass ihre Zukunft mehr als ungewiss ist: Ihr Erbe ist nach dem großen Krieg verloren gegangen, sie hat weder Auskommen noch Mitgift. Während ihre Freundinnen sich in Berlin vergnügen und ihre Jugend genießen, fühlt sich Frederike ausgeschlossen. Umso mehr freut sie sich über die Aufmerksamkeit des Gutsbesitzers Ax von Stieglitz. Wäre da nur nicht das beunruhigende Gefühl, dass den deutlich älteren Mann ein dunkles Geheimnis umgibt ...

Ein berührende Familien-Saga die auf wahren Begebenheiten beruht.

Auch wenn der Spannungsbogen recht flach ist, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Für Downton Abbey Fans!

— Smilla507

ich mochte es sehr authentisch, spannend und dabei unterhaltsam, Freddy ist toll!!

— sabrinchen

Tolle Geschichte über das Leben auf einem Gutshof in den 1920ern!

— campino246

Stimmungsvolle Familiensaga, die mich bestens unterhalten hat. Ich freue mich schon auf Teil 2.

— Kelo24

hat mir prima gefallen, macht lust auf teil2

— LeseSprotte

Eine wundervolle literarische Zeitaufnahme eines ostpreussischen Guts und deren Bewohnern, Prädikat: Wertvoll! 5 * und Vorfreude auf Bd. 2!!

— SigiLovesBooks

Was für eine tolle authentische Familiensaga mit einer hinreißenden Hauptprotagonistin, kann den 2 Teil gar nicht erwarten

— lenisvea

Nette Geschichte, aber ziemlich langatmig. Dafür schöne detaillierte Beschreibungen des Lebens um 1920.

— Cathy28

Konnte leider nicht überzeugen: Zu viele Längen, zu viele Wiederholungen und leider unsympathische Protagonisten.

— SteffiKa

Toller erster Teil der Lust auf mehr macht!

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  • Das Lied der Störche

    Das Lied der Störche

    campino246

    23. October 2017 um 14:54

    1920er Jahre: Frederike zieht mit ihrer Familie zu ihrem neuen Stiefvater. Von der Stadt auf einen großen Gutsbetrieb zu ziehen ist eine große Umstellung für alle. Das Gutsleben fordert Veränderungen, die nicht immer einfach sind. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Das Gutsleben und auch die Handlungen der Personen konnte man gut nachvollziehen. Frederike ist ein interessanter Charakter und ich habe mit ihr mitgefiebert. Sie macht eine spannende Entwicklung durch und auch ihre Gedanken und Ängste konnte ich als Leser verstehen. Für mich war der Klappentext etwas irreführend. Man denkt, dass man eine Liebesgeschichte erhält, aber das ist nur am Rande der Fall und hat mir gut gefallen. Einzig fehlten mir etwas mehr politische Details, da hätte ich mehr Informationen erwartet. Vieles wurde nur kurz angedeutet, weil es Frederike eher weniger interessierte. Allerdings ist das natürlich auch eine Gradwanderung die richtige Menge an historischen Informationen einzuflechten. Gelungen fand ich, dass die Rahmenhandlung der Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Man merkt einfach, dass die Autorin viel recherchiert hat und die Geschichte auch sie berührt hat. Fazit: 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für Fans von historischen Romanen. Ich finde die Probleme der 1920er Jahre werden gut dargestellt und ich bin schon gespannt, wie es mit Frederike weiter geht.

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  • Äußerst lesenswert.

    Das Lied der Störche

    Andrea_Netzel

    15. October 2017 um 23:20

    Ein tolles Buch. Beim lesen fühlt man sich auf das Gut versetzt und man hat das Gefühl mittendrin zu sein und nicht nur zu lesen. Das Buch kann man einfach nicht weglegen und am Ende dreht man es dreimal um, um fest zu stellen das es tatsächlich zu ende ist. 

  • Das Lied der Störche

    Das Lied der Störche

    lenisvea

    22. June 2017 um 07:37

    Das Lied der Störche Broschur, 512 Seiten Aufbau Taschenbuch 978-3-7466-3246-9 12,99 € *) Inkl. 7% MwSt. Zum Buch: http://www.aufbau-verlag.de/index.php/das-lied-der-storche.html Alte Heimat Ostpreußen 1920: Frederike verbringt eine glückliche und unbeschwerte Kindheit auf dem Gut ihres Stiefvaters in der Nähe von Graudenz. Bis sie eines Tages erfährt, dass ihre Zukunft mehr als ungewiss ist: Ihr Erbe ist nach dem großen Krieg verloren gegangen, sie hat weder Auskommen noch Mitgift. Während ihre Freundinnen sich in Berlin vergnügen und ihre Jugend genießen, fühlt sich Frederike ausgeschlossen. Umso mehr freut sie sich über die Aufmerksamkeit des Gutsbesitzers Ax von Stieglitz. Wäre da nur nicht das beunruhigende Gefühl, dass den deutlich älteren Mann ein dunkles Geheimnis umgibt ... Ein berührende Familien-Saga die auf wahren Begebenheiten beruht. Meine Meinung: Nachdem ich mich vor einigen Wochen das erste Mal an einen historischen Roman gewagt habe und total begeistert war, habe ich mich auf die Suche nach einem weiteren Buch aus dem Genre gemacht und bin auf diese Neuerscheinung gestoßen. Es handelt sich hier ja um eine dreiteilige Familiensage, die in Ostpreußen um 1920 auf einem Gutshof spielt: 1.) Das Lied der Störche 2.) Die Jahre der Schwalben (Oktober 2017) 3.) Die Zeit der Kraniche (Juni 2018). Ich hatte hier keinerlei Probleme, in die Geschichte hineinzufinden, der Einstieg war sehr leicht und der Schreibstil toll. Mir war die Hauptprotagonistin Frederike direkt ans Herz gewachsen und ich wollte ihren Lebensweg einfach weiter mit verfolgen. Ungewohnt war natürlich erst einmal das Umdenken in diese Zeit, das war ja ein komplett anderes Leben, aber das ist mir dann doch recht schnell elungen. Ich bin einfach total eingetaucht in diese Geschichte. Es war sehr interessant mit zu verfolgen, wie sich Frederike vom Mädchen zur Frau verändert hat und sich ihre Sichtweisen dadurch natürlich auch geändert haben, z.B. in Bezug auf den Freund der Familie, dem sie in den Jahren immer wieder begegnet, Ax von Stieglitz. Ob und wie sich etwas zwischen ihnen entwickelt, werde ich Euch natürlich nicht verraten, das sollt ihr ja selbst lesen. Alles in allem kann ich dieses Buch absolut weiter empfehlen. Es wird wohl zu meinen Jahreshighlights zählen. Hier bekommt man eine tolle authentische Familiensaga, deren zweiten Teil ich aufgrund des offenen Endes gar nicht erwarten kann. Von mir bekommt das Buch auf jeden Fall volle 5 Sterne. Ich werde mir auf jeden Fall die weiteren Bücher der Autorin anschauen.

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  • Das Lied der Störche

    Das Lied der Störche

    AmberStClair

    15. June 2017 um 11:43

    Klappentext: Alte Heimat Ostpreußen 1920: Frederike verbringt eine glückliche und unbeschwerte Kindheit auf dem Gut ihres Stiefvaters in der Nähe von Graudenz. Bis sie eines Tages erfährt, dass ihre Zukunft mehr als ungewiss ist: Ihr Erbe ist nach dem großen Krieg verloren gegangen, sie hat weder Auskommen noch Mitgift. Während ihre Freundinnen sich in Berlin vergnügen und ihre Jugend genießen, fühlt sich Frederike ausgeschlossen. Umso mehr freut sie sich über die Aufmerksamkeit des Gutsbesitzers Ax von Stieglitz. Wäre da nur nicht das beunruhigende Gefühl, dass den deutlich älteren Mann ein dunkles Geheimnis umgibt ... Teil Eins der berührenden Familien-Saga, die auf wahren Begebenheiten beruht. Meine Meinung: Eine wunderschöne Familiensaga mit sehr viel Herz geschrieben. Ein total toller Schreibstil begleitet die Geschichte, das man gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen. Eine ganz schöne Erzählung wird hier beschrieben wie es damals in Ostpreußen gewesen ist. Man lernt ein Teil der Geschichte kennen und es wird alles so schön beschrieben, das man meint mitten in dem Geschehen zu sein. Die Charaktere der einzelnen Personen kommen liebenswert rüber. Die Orte, die Menschen, sowie Landschaft und Tiere, überhaupt wie das Leben auf einem Ostpreußischen Guthof ist. Einfach ganz toll. Das Buch ist ein voll gelungener Roman, was manchmal auch traurig ist, denn das Schicksal von Frederike ist nicht immer ganz perfekt. Aber sie meistert alles mir ruhiger Gelassenheit. Diese reale Geschichte ist lesenswert, sie ist spannend und sehr unterhaltsam. „Das Lied der Störche“ ist der erste Teil einer dreiteiligen Familiensaga. Eine klare Leseempfehlung für all die Leser die gerne Familiengeschichten mögen!

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    • 2
  • 200 Seiten weniger hätten auch gereicht

    Das Lied der Störche

    Rosenmadl

    07. April 2017 um 14:59

    Inhalt: Im Jahre 1920 in Ostpreußen: In der Nähe von Graudenz verbringt Frederike ihre glückliche Kindheit. Aber da ihre Zukunft ungewiss ist und sie keinerlei Erbschaft vorweisen kann, weiß sie nicht, wie ihr Leben einmal aussehen wird. Als sie schließlich den etwas älteren Ax von Stieglitz kennenlernt, verspürt sie doch eine gewisse Sympathie und vielleicht sogar Liebe zu diesem Mann. Doch Ax verhält sich zurückhaltend und Frederike wird den Gedanken nicht los, dass ihn ein Geheimnis umgibt. Meine Meinung: Am Anfang bis zur Mitte des Buches dachte ich mir, dass die eine sehr langatmige Geschichte werden wird. Aber es lohnt sich durch zu halten und bis zu Ende zu lesen, denn nun kann ich ehrlicherweise kaum den zweiten Band abwarten. Denn ich muss einfach wissen wie es mit Ax weiter geht. Man wird mit so vielen offenen Fragen zurückgelassen und wünscht sich einfach nur die Antworten herbei. Zugeben muss ich allerdings, dass mich an dieser Geschichte vieles gestört hat. Zum einen die vielen Erzählungen, die zu nichts führen. Man hätte tatsächlich 200 Seiten weniger schreiben können. Und zum anderen (zur Erklärung: Ich bin Tierschützerin) die vielen Qualen und Jagden der Tiere. Ich konnte es schon nicht mehr hören. Hier eine Jagd, hier eine Schlachtung, hier ein Pferd erschossen, dann wieder eine Jagd und noch eine, so ging es fast kapitelweise weiter und das ist für mich eigentlich ein Grund nicht mehr weiter zu lesen. Aber der Schreibstil und auch die Geschichte von Frederike zu ihrer Liebe Ax wollten einfach erzählt werden. Ich kann mir vorstellen, dass Ulrike Renk es einfach nur anhand ihrer warmen Worte schafft einen Leser für sich zu gewinnen. Das halte ich ihr zu Gute. Fazit: Eine nette Ostpreußen Saga, die mit ihrem warmen Schreibstil seine Leser in den Bann ziehen kann. Obwohl langatmige Szenen und doch zuviel Tierleid für mich persönlich erwähnt wurden, möchte ich auch gerne den zweiten Band zur Hand nehmen. Allerdings konnte mich diese Geschichte, die ja auch auf wahren Begebenheiten beruht, nicht ganz überzeugen. Deswegen kann ich auch nur 3,5 Sterne  vergeben !

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  • Brillant erzählte Familiensaga, beruhend auf Tatsachen - großes Lesevergnügen

    Das Lied der Störche

    Lesegenuss

    26. March 2017 um 11:50

    B̲̲u̲̲c̲̲h̲̲a̲̲n̲̲f̲̲a̲̲n̲̲g̲̲ In der Nacht, in der Frederikes Stiefvater starb, hatte das Wolfsrudel auf dem Nachbargut geheult. An diese Nacht erinnerte sie sich auch jetzt noch - sechs Jahre später. … Damals waren sie nur zu Besuch auf dem Gut der Familie ihres Stiefvaters gewesen. Ab heute sollte das Gut der von Fennhusens offiziell ihr Zuhause werden. Gut Fennhusen lag weit im Osten der Republik, von Berlin aus mit dem Zug musste man zwei mal umsteigen und dann mit Pferdestärken erreichbar. Hier war nun das neue Zuhause der elfjährigen Frederike von Weidenfels, ihren Halbgeschwistern Fritz und Gerta. Ihre Mutter hatte nach dem Verlust der ersten beiden Ehemänner nun ein drittes Mal geheiratet. Von Potsdam in die Provinz. Es war schon ein Unterschied, ob man nur zu den Ferien hier auf dem Gut war oder ab jetzt für immer. Das merkten die Kinder sehr schnell. Aber gut, dass es noch den Hund Hektor gab. Er "gehörte" Frederike, die man auch Freddy nannte. Für den Gutsbetrieb ebenfalls eine Umstellung, denn im Haushalt hatte bislang die Mamsell das Sagen. Die ältere Schwester des Gutsbesitzers, Edeltraut, hatte durch den großen Krieg ihren Verlobten verloren und lebte fortan weiter auf dem Gut. Schon von Anfang an bekommt der Leser einen klaren Blick in die damaligen Wohn- und Lebensumstände. Waschen, backen, kochen, Feuerholz machen, Vorräte anlegen … Die Kinder finden in der Köchin Meta Schneider eine herzensgute Frau, und so manches Mal etwas leckeres für sie übrig hat. Dann kommt der neue Hauslehrer, der von Beginn an nicht sonderlich gemocht wird. Vor allem auch seine Lehrmethoden. Alte Schule, wenig Herz, ein Kriegsveteran. Die Familie ist erst kurze Zeit auf dem Gut, da macht sie Bekanntschaft mit Ax von Stieglitz, der Sohn eines verstorbenen Freundes des Stiefvaters. Dieser züchtet Trakehner für die Armee. Dies ist die erste Begegnung zwischen Frederike und Ax, und beide lieben Pferde. Hier auf dem Gut sieht Frederike sehr viel über das Führen eines solchen Haushalts. Und in Erik von Fennhausen hat sie einen liebevollen, wenn auch strengen Stiefvater. Doch er liebt sie genau wie die anderen Kinder und weitere, die da folgen. Die Unsicherheit ihrer Zukunft ist für Frederike jedoch immer präsent. Denn Freddy hat kein Erbe, dass sie antreten kann. "Das Lied der Störche" beruht auf eine wahre Geschichte. Die Autorin hat vieles aus der Lebensgeschichte mit in ihren Roman einfließen lassen, wie geschehen, Namen geändert und vieles dazu erfunden. Auch wenn es hier hauptsächlich um Frederike geht, alle anderen Figuren werden authentisch dargestellt. Sie sind vielschichtig und lebendig gezeichnet, wodurch sich ein gutes Gesamtbild ergibt. Es ist, als wäre man über 100 Jahre zurück mitten im Geschehen, dem Leben der Familie Fennhusen drin. Auch das Aufwachsen der Kinder nachvollziehbar. Und man kann schon früh erkennen, dass Frederikes Mutter ihre Älteste gut verheiraten möchte. Auch wenn irgendetwas geheimnisvolles Ax von Steglitz umgibt. Die Autorin schreibt im flüssigen Erzählstil und lässt immer wieder den ostpreußischen Dialekt mit einfließen, so dass hier die Atmosphäre gut wieder gegeben ist. Es gibt viele Passagen, wo der ostpreußische Dialekt wiedergegeben wird, dass man ihn direkt im Ohr hat. Mir ist die Sprache nicht unbekannt, von daher war das ein Aha-Erlebnis für mich. Mit viel Liebe zum Detail, die intensiven Recherchen zur damaligen Zeit, machen den Roman wirklich zu etwas besonderem. Ein Familienroman, deren Handlung fesselnd geschrieben ist. Der erste Teil beginnt 1920 und Teil zwei beginnt 1928, als Frederike nach dem Abschluss auf der Gartenbauschule aus Bad Godesberg heimkehrt. "Das Lied der Störche" findet im Herbst eine Fortsetzung, denn das Ende hier wirft Fragen auf. In ihrem Nachwort gibt die Autorin noch Literaturtipps. Ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch. Alles, was einen zum Nachdenken anregt, ist lesenswert.

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  • Mein Leseeindruck

    Das Lied der Störche

    ChattysBuecherblog

    06. March 2017 um 08:18

    Auch in diesem Fall beschreibe ich das Buch wieder von außen nach innen. Die blassen Farben deuten auf eine zarte Geschichte hin. Eine Geschichte aus der Vergangenheit, die jedoch alles andere als blass war. Der Verlag beschreibt das Buch als eine Familiensaga, die auf eine wahre Begebenheit geruht. Ohne große Umschweife landet der Leser auf Gut Fennhusen in Ostpreußen im Jahr 1920. Durch den Schreibstil findet man sich sehr schnell im Jahr und auch in den Örtlichkeiten zurecht. Die Protagonisten wurden sehr feinfühlig charakterisiert, so dass die Handlungen stets nachvollziehbar waren und auch emotional berührten. Frederikes Ängste schienen mir alters- und zeitgemäß. Auch die Entwicklung der Personen waren sehr gut ausgereift und dem jeweiligen Alter entsprechend und angepasst. Nicht unerwähnt lassen möchte ich auch die dialektischen Einwürfe, die mal mehr und mal weniger ausgeprägt waren, aber deutlich an Ostpreußen erinnern und den Fortgang der Geschichte authentischer machen. Fazit: Diese Familiengeschichte hat mich absolut begeistert. Authentisch, spannend, unterhaltsam....all diese Eigenschaften spiegeln den Inhalt des Romans wieder, so dass ich nun voller Erwartung der Fortsetzung Frederikes Geschichte entgegen fiebere.

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    • 2
  • Ein Volltreffer!

    Das Lied der Störche

    dubh

    05. March 2017 um 19:17

    Ostpreußen, 1920. Die fast zwölfjährige Frederike, von alle Freddy genannt, kommt mit ihrer Mutter und ihren beiden jüngeren Halbgeschwistern von Potsdam auf das Gut Fennhusen. Ihre Mutter hat nach dem Verlust ihrer beiden ersten Ehemänner den Bruder ihres letzten Mannes und gleichzeitigen Gutsherren geheiratet.Freddy kennt Fennhusen von ihren sommerlichen Besuchen, dennoch ist es anfangs nicht ganz leicht, sich an das gänzlich unvertraute Alltagsleben auf dem Land zu gewöhnen. Doch neben gewissen strengen Regeln hält das neue Leben auch reichlich Freiheiten bereit: ein eigenes Pony, geschwisterliche Streiftouren durch Wiesen und Felder, spontane Planschereien im nahegelegenen Teich und die Verlockungen, die die Köchin stets bereithält...Doch die heranwachsende Freddy begreift zunehmend, dass sie sich auch selbst um ihre Zukunft kümmern muss: ihr zweiter Stiefvater behandelt sie herzensgut, aber sie hat als Einzige in der Familie, die keine von Fennhusen ist, keinerlei Rechte auf ein ansehnliches Erbe. Aber dann ist da ein guter Freund der Familie, Ax von Stieglitz. Ein Mann, den Freddy schon als junges Mädchen interessant findet - wenngleich er auch deutlich älter als sie ist.Ulrike Renk erzählt hier eine Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit basiert - wie auch schon mit ihrer Australien-Saga. Dabei schafft es die Autorin mit beinahe schlafwandlerischer Sicherheit die damalige Zeit aufleben zu lassen. Ich hatte regelrecht den Eindruck, dass ich gemeinsam mit Freddy, Fritz und Gerta die Ländereien erkunde, bei ihren ersten Reitstunden zuschaue oder aber gemeinsam mit Freddy die Erwachsenen geschickt belausche...Ganz nebenbei fließen die damaligen Strukturen und Gepflogenheiten eines Gutes ein - ebenso wie die historischen Rahmenbedingungen wie beispielsweise die Reise durch den polnischen Korridor, so dass ich ein gutes Gefühl für die damalige Zeit und das Leben in Ostpreußen bekommen konnte. Gefallen hat mir dabei im Übrigen, dass die Familie selbst anpackt und die Kinder das Gut von der Pike auf lernen müssen - was durchaus mit Arbeit verbunden ist und nichts mit einem durchweg angenehmen Leben, in dem die vielen Bediensteten und Saisonarbeiter die ganze Arbeit leisten.Freddy wird erwachsen und lernt Verantwortung zu übernehmen, doch ihre eigene Zukunft hat sich nach dem Verlust des finanziellen Erbes von ihrem Vater beileibe nicht gebessert..."Das Lied der Störche" ist der Auftakt einer Saga, in deren Mittelpunkt Freddy steht. Alleine die nun folgende schwere Zeit wird reichlich Konsequenzen für Freddy und ihre Lieben haben - und ich kann es kaum erwarten, ihre Geschichte weiter zu verfolgen. Mit dem ersten Band liegt kein Pageturner im eigentlichen Sinne vor, aber mit der brillanten Recherche der Autorin, den glaubhaften, liebevoll gezeichneten Charakteren, den authentischen Beschreibungen vom Leben mit Tieren und Bediensteten auf dem Land und den kleinen Details, wie zum Beispiel das Ostpreußeln der Köchin, hat dieser Roman einen wahren Sog auf mich ausgeübt. Ich bin nur zu gerne in die Lektüre eingetaucht...Chapeau, dieser Roman ist große Unterhaltungskunst, die nicht nur Spaß macht, sondern auch die damalige Zeit und die Lebensumstände aufleben lässt.

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  • Frederikes Lebensgeschichte beginnt........

    Das Lied der Störche

    Schmusekatze69

    05. March 2017 um 17:13

    Dies ist ein historischer Roman, der einen sofort in den Bann zieht und einen in eine andere Zeit entführt. Es war schwer, das Buch aus der Hand zu legen.1920 zieht Stefanie zu ihrem dritten Mann auf Das Gut Fennhusen, Ostpreußen.Mit ihr, ihre 3 Kinder. Frederike, auch Freddy genannt, 11 Jahre, fühlt sich auf dem Hof von Anfang an pudelwohl. Sie ist begeistert von Mensch und Tier und sie interessiert sich auch sehr für die Abläufe auf so einem Gut. Ihre Geschwister sind da anders.Die Jahre vergehen. Frederike wächst glücklich auf, trifft immer wieder Ax von Stieglitz. Ein junger Mann, der eine Freundschaft mit ihrem Stiefvater führt. Wesentlich älter als Freddy. Aber irgendwas hat er an sich, was Freddy faszinierend findet,aber irgendein Geheimnis umgibt ihn, er ist nicht verheiratet, obwohl er ein großes Gut unterhält.Ax ist still, in sich gekehrt, unnahbar………Immer mehr Kinder kommen zur Familie dazu. Freddy ist aber die einzige, die eigentlich nicht zur Familie gehört und sie macht sich große Gedanken um ihre Zukunft.Sie macht eine Lehre in einem Gartenbaubetrieb und lernt alles was man wissen muss, ein eigenes Gut zu führen.Wäre Ax ein Kandidat???Fazit:Ulrike Renk schafft mit ihrem wahnsinnig fesselnden Schreibstil, dass man nicht aufhören möchte zu lesen, dieses Buch irgendwie aus der Hand zu legen.Dieses Buch ist aus Sicht Friederikes geschrieben. Man erlebt das Gutsleben sehr bildlich mit und sieht zu, wie aus dem Mädchen Frederike eine junge Frau wird, die weiß was sie will.Sie liebt die Tiere genauso, wie die Menschen. Sie interessiert sich für die angestellten und ihre Probleme.Hinter dem Roman verbirgt sich eine reale Geschichte. Personen und Orte wurden zwar geändert, aber das tut keinen Abbruch. Ulrike Renk ist es gelungen, den Roman mit wahnsinnig Leben zu füllen.Humor, Spannung, Geheimnisse kommen nicht zu kurz.Ein wirklich gelungener Historischer Roman, den man nur empfehlen kann.5 Sterne sind echt verdient.Es wird noch 2 weitere Bände geben und ich freue mich jetzt schon auf die Vorsetzung der Geschichte !!!!

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  • Familiensaga aus Ostpreußen

    Das Lied der Störche

    BuchNotizen

    27. February 2017 um 21:20

    Im Mittelpunkt der Familiensaga steht Frederike, genannt Freddy. Sie ist die älteste Tochter von Stefanie. Erik von Fennhusen, Frederikes neuer Stiefvater, behandelt alle seine Kinder gleich. Das Gut erben, werden jedoch seine leiblichen Kinder und auch Fritz und Gerta sehen einer ungewissen Zukunft entgegen. „Das Lied der Störche“ beschreibt im ersten Teil das beschauliche Leben und die unbeschwerte Kindheit auf einem Gut in Ostpreußen der 20er Jahre. Die Gegensätze zwischen dem Großstadtleben und dem Leben auf dem Land waren früher viel größer, als heute. Die Unterschiede werden besonders deutlich, als Sommergäste aus Berlin eintreffen und am Beispiel der Sommerzwilllinge, anschaulich geschildert werden. Stefanie, die von Potsdam nach Ostpreußen kommt und versucht das Gut zu führen, merkt sehr schnell, dass sie vom Landleben keine Ahnung hat. Der zweite Teil behandelt Frederikes Leben nach ihrer Rückkehr auf das Gut. Die unbeschwerte Kindheit ist vorbei und Frederike soll möglichst schnell verheiratet werden. Ihre Mutter hat schon die passenden Kandidaten parat. Stefanie sieht Frederikes Zukunft nur in einer Ehe, in der sie finanziell gut abgesichert ist. Frederike indes hat es mit dem Heiraten gar nicht eilig und will auf einen Mann warten, den sie liebt. Sie macht sich sehr viele Gedanken über ihre Zukunft und die Möglichkeiten, die ihr offen stehen. Als unverheiratete Frau ihres Standes gab es damals nicht viele Optionen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Wenn sie weiterhin gesellschaftlich akzeptiert werden wollte, musste sie sich dem Willen ihrer Mutter beugen. Bei den Treffen der Gutsbesitzer wird die politische und wirtschaftliche Lage erörtert. Der polnische Korridor macht der Landwirtschaft und der Pferdezucht schwer zu schaffen. Die Diskusionen zeigen den politischen Hintergrund, ohne zu viel Raum im Roman einzunehmen. Frederike lebt sich auf dem Gut sehr schnell ein. Sie interessiert sich für die Menschen, die dort leben und arbeiten. Sie scheut sich nicht vor Arbeit und hilft, wo sie kann. Sie ist ehrgeizig und sensibel, liebt die Natur, die Tiere, vor allem Hunde und Pferde. Sie ist eine begeisterte Reiterin. Eine besondere Zuneigung verbindet sie mit der Köchin Meta Schneider. Frederike und die dialekt sprechende „Kechin“ gefallen mir von allen Figuren am besten. Insgesamt wartet der Roman mit vorwiegend sympathischen Protagonisten, die sich glaubhaft weiterentwickeln. Alle Charaktere sind liebevoll angelegt. Das Wissen, dass die Familiensaga nach einer realen Vorlage entstand, macht Frederikes Lebensgeschichte um so spannender, wobei mir der zweite Teil des Romans besser gefällt. Ulrike Renk ist es gelungen, das Leben auf einem Gut sehr anschaulich darzustellen. Mir ist geht es jedoch auf den ersten, fast 200 Seiten zu ruhig, zu beschaulich zu. Ulrike Renk ist es in „Das Lied der Störche“ gut gelungen, die Geschichte einer Gutsbesitzertochter und das beschauliche Landleben, mit Leben zu füllen. Der Roman liest sich unterhaltsam und im letzten Drittel wird es spannend, als es darum geht, wie sich Frederike entscheiden wird.

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  • Das Leben in der Alten Heimat

    Das Lied der Störche

    Mrs. Dalloway

    26. February 2017 um 13:14

    Protagonistin dieses wunderbar langen und atmosphärisch dichten Romans ist die zunächst 11-jährige Frederike. Mit ihrer Mutter, dem Stiefvater und den Halbgeschwistern lebt sie auf Gut Fennhusen in Ostpreußen. Man schreibt das Jahr 1920 und Freddy ist gefangen zwischen einer unbeschwerten Kindheit und der Ahnung, dass ihre Zukunft nicht ganz so rosig aussehen wird. Immer mehr fühlt sie sich ausgeschlossen. Ein "Highlight" gibt es in ihrem Leben und das ist der viel ältere Ax von Stieglitz, der häufiger Gast auf dem Gut ihres Stiefvaters ist. Er gefällt ihr, doch ihn umgibt ein dunkles Geheimnis... Von der Autorin durfte ich schon die Australien-Saga lesen, die mir vor allem wegen des unaufgeregten Schreibstils, der wunderbaren Beschreibungen des Alltags-Lebens und der fein ausgearbeiteten Charaktere so gut gefallen hat. Nicht anders ist es im Lied der Störche. Die Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts sind eines meiner Lieblingsjahrzehnte und große Guthäuser, sowie den (Land)adel fand ich schon immer interessant. Hinzu kommt, dass Freddy eine tolle Protagonistin ist, die wir aufwachsen sehen dürfen. Sie hat es nicht leicht, ist hin- und hergerissen zwischen den Spielen der Kindheit und den Sorgen um ihre Zukunft. Das wird sehr anschaulich dargestellt und bietet einen spannenden Konflikt in dem sonst so ruhigen Roman. Ich liebe es mitzuerleben wie die Leute vor knapp 100 Jahren gelebt haben, seien es die Gutsbesitzer oder die einfachen Leute. Es wird gebacken, gekocht, geputzt, geerntet, aber es werden auch Feste vorbereitet sowie Gesellschaften organisiert. Das Leben der beiden Gesellschaftsschichten läuft nebeneinander her und der Leser sieht es wie einen Film vor Augen ablaufen. Wer auf großartige Spannung wartet ist hier vielleicht fehl am Platz. Bis auf das Geheimnis, das den schneidigen Ax von Stieglitz umgibt, geht es hier vielmehr um Freddys Leben und den Alltag auf einem Gut. Ich finde das alles großartig beschrieben und es hat mir sehr gut gefallen, war an keiner Stelle langweilig. Gerne würde ich mehr davon lesen und freue mich jetzt schon auf den zweiten Band dieser Reihe!

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  • erwachsen werden ab 1920

    Das Lied der Störche

    sille72

    19. February 2017 um 17:42

    Ulrike Renk Das Lied der Störche Roman eBook (ePUB) Taschenbuch 9,99€ 12,99€ Format ePUB i Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i Seitenzahl 512, (Printausgabe) Erscheinungsdatum 19.01.2017 Sprache Deutsch EAN 9783841211408 Verlag Aufbau digital Verkaufsrang 23 eine Familiengeschichte aus einer zeit wo Frauen immer abhängig waren von Männern. Die Mutter von Frederike von Weidenstein heiratet nach dem frühen tot ihres ersten Mannes in die Familie von Fennhusen ein. Der zweite Mann stirbt ca. 6 Jahre bevor das Buch beginnt. Beim Buch beginn ist die dritte Hochzeit mit einem zweiten Herrn von Fennhusen ( diesmal den Gutsherrn) gerade erfolgt und die Familie zieht von Potsdam nach Fennhusen. Der erste Weltkrieg ist vorbei und das Erbe von Frederike ist am schmelzen. Die Aufteilung in verschiedene Abschnitte ist wirklich gut gemacht. Dadurch kann man sich in der Geschichte gut zurecht finden. Es wird die Art des Adels gut erklärt und auch der Zeiten Wandel und die angst vor dem nächsten Krieg. Wir erleben die Krise des Geldes und die Entfernung der Provinzen vom Deutschen Reich. Das gut Fennhusen ist in Ostpreußen und wer die Familie besuchen will durchquert mit der Bahn den polnischen Korridor. Für Kinder und auch für die erwachsenen ist das immer verängstigend. Ich konnte mich gut in die Hauptfigur einfühlen und ihr erwachsen werden somit vernünftig begleiten. Ihre angst vor der ungewissen Zukunft und die Missverständnisse mit ihrer Mutter sind auch in unserer zeit nach vollziehbar. Als ich in den Seiten nach dem Roman gelesen habe das es einen zweiten teil gibt habe ich mich gefreut.

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  • Liebe und Verpflichtung

    Das Lied der Störche

    Eliza08

    19. February 2017 um 11:38

    Meine Meinung: „Aber manchmal muss man auf das Beste hoffen und auf das Schlimmste gefasst sein.“ (S. 176) Ulrike Renk hat mich auch diesmal wieder restlos begeistert, mit „Das Lied der Störche“ ist ihr ein wunderbarer Auftakt zu einer neuen Saga gelungen, dem die Fans des ersten Bandes schon jetzt entgegenfiebern werden. Das Cover ist wie auch wie die der Australien-Saga sehr schlicht und einfach gehalten. Mit dem Titelbild assoziiere ich automatisch Sehnsucht und ein feudales Anwesen, welches man im Hintergrund erahnen kann. Der Roman spielt in Ostpreußen in den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts und wird von der Autorin chronologisch erzählt. Der Roman beruht auf wahren Begebenheiten, die die Autorin akribisch recherchiert zu haben scheint, denn sie zeichnet ein wunderbares Sittengemälde des ostpreußischen Landadels. Frederike, von allen nur Freddy genannt, ist eine wunderbare Hauptfigur, die man als Leser bereits nach wenigen Seiten ins Herz geschlossen hat. Sie ist sehr reif und klug für ihr Alter, es scheint manchmal so als wenn sie die Kindheit schon komplett abgestreift hat. Dies liegt zum einen an der Zeit und zum anderen an ihrer Rolle innerhalb der Familie, sie ist die Älteste der Geschwister und die Mutter hat nun schon zum dritten Mal geheiratet. Die Spannung des Romans wird durch das abwechslungsreiche und gleichzeitig aufregende Leben des Guts bestimmt. Auch ist klar, dass es ein Geheimnis, ein Unheil geben wird, allerdings wird dies erst auf den letzten Seiten offenbar, sodass die Autorin hier gekonnt einen Cliffhanger eingebaut hat, der beim Leser sofort die Sehnsucht nach dem zweiten Teil weckt. Die Handlung des Romans ist nachvollziehbar und sehr unterhaltsam, man spielt gerne mit den Kindern der Familie oder schaut den Bediensteten bei ihrer Arbeit über die Schulter. Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt flüssig und leicht zu lesen, teilweise ist eine gute Portion Humor und Witz mit von der Partie, sodass einem beim Lesen schon mal ein Lächeln über die Lippen huscht. Erwähnenswert ist, dass die Bediensteten des Gutes den dortigen Dialekt sprechen, was ihnen eine sehr authentische Aura verleiht. Der Roman besticht vor allen Dingen durch seine sehr liebevollen Figuren und seine glaubwürdige Darstellung vom Leben auf dem Gut in Ostpreußen. Mein persönliches Fazit fällt sehr positiv aus, ein großartiger Roman, der traurig und schön zugleich ist, mit wunderbaren Figuren die zu Herzen gehen und einem einmaligen Setting. Für alle Fans historischer Romane und Familiensagas, sicherlich auch hier sind Frauen die bevorzugt angesprochene Zielgruppe. Dennoch bietet der Roman auch Männern einen sehr guten Einblick in die Zeit, von daher kann ich nur eine vollkommene Leseempfehlung aussprechen. Ich wünsche mir, dass „Das Lied der Störche“ möglichst viele Leser und Leserinnen findet, denn dieser Roman hat es wirklich  verdient. Vielen Dank an Ulrike Renk, die diese Geschichte einem großen Publikum zugänglich gemacht hat.

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    • 2
  • Wunderbar atmosphärischer Roman

    Das Lied der Störche

    Caillean79

    18. February 2017 um 17:53

    Dieser Roman sticht aus der Masse der Bücher über das frühe 20. Jahrhundert heraus – nicht, weil er besonders spannend ist oder so viel passiert. Nein, das große Plus dieses Buches ist die Atmosphäre, die die Autorin so fabelhaft herausarbeitet. Der Roman spielt in den 1920er Jahren auf dem ostpreußischen Gut Fennhusen, auf dem Frederike als Stieftochter eines Gutsbesitzers behütet heranwächst. Sie und ihre Halbgeschwister erleben die „goldenen 20er“ auf dem Lande, weit weg vom glamourösen Berlin und vom Reich getrennt durch den „polnischen Korridor“. Es wird sehr gut dargestellt, wie viel Aufwand die Bewirtschaftung eines Gutes zu dieser Zeit macht und dass eine Gutsherrin weiß Gott nicht den ganzen Tag nur Däumchen drehen konnte – es waren wirtschaftliches Denken und teilweise auch viel Fingerspitzengefühl für „die Leute“ (das Personal) gefragt. So gibt der Roman vor allem ein Stimmungsbild jener Zeit wieder und man liest sich richtig fest in den anschaulichen Beschreibungen. Am liebsten hätte ich den nächsten Zug genommen und Frederike besucht :-) Besonders ans Herz gewachsen ist mir während der Lektüre die Köchin Schneider. Eine rundliche (wie sich das für eine Köchin gehört) und gutmütige Frau, die scheinbar die gute Seele des Hofes war. In ihrer herrlichen ostpreußischen Mundart bringt sie das Wesen der Angestellten auf dem Gut auf den Punkt. Erbarmen, wie gemietlich die Frau ist! :-) Nur eine Frage stellte sich mir während des Lesens: warum heißt das Buch „Das Lied der Störche“? Klar, die Störche sind charakteristisch für Ostpreußen und der Titel klingt so natürlich besonders romantisch. Aber im Buch treten die Tiere nur als Randerscheinung auf. Eine tragende (Neben-)Rolle hingegen spielt ein Rudel zahme Wölfe – auch charakteristische Tiere der Gegend, die jedoch im Titel wohl (leider) Gefahr und Arglist assoziieren ließen. Dennoch hätte ich mir – angelehnt an die Handlung des Buches – gewünscht, dass die Wölfe ihren Platz im Titel finden statt der Störche… Fazit: Wer ein actionreiches Buch erwartet, liegt hier falsch. Wer aber eintauchen will in eine andere Zeit, in einen anderen Lebensrhythmus und eine wunderbare Gegend, der darf „Das Lied der Störche“ keinesfalls verpassen! Der zweite Teil ist schon angekündigt und ich freue mich jetzt schon darauf!

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  • Authentisch aber langatmig.

    Das Lied der Störche

    AdelheidS

    18. February 2017 um 10:19

    Ostpreußen 1920: Frederike verbringt eine glückliche und unbeschwerte Kindheit auf dem Gut ihres Stiefvaters in der Nähe von Graudenz. Bis sie eines Tages erfährt, dass ihre Zukunft mehr als ungewiss ist: Ihr Erbe ist nach dem großen Krieg verloren gegangen, sie hat weder Auskommen noch Mitgift. Während ihre Freundinnen sich in Berlin vergnügen und ihre Jugend genießen, fühlt sich Frederike ausgeschlossen. Umso mehr freut sie sich über die Aufmerksamkeit des Gutsbesitzers Ax von Stieglitz. Wäre da nur nicht das beunruhigende Gefühl, dass den deutlich älteren Mann ein dunkles Geheimnis umgibt ... Zum Cover: Sehr schön und zur Zeit passend. Auch die Taschenbuchausgabe hat eine gute Papierqualität. Meine Meinung zum Buch:  Bei diesem Buch habe ich gemischte Gefühle. Der Schreibstil selbst ist sehr gut, die Thematik authentisch und die Umgebung und die Menschen sind sehr plastisch gestaltet. Dennoch habe ich das Buch nicht so richtig genossen, da es sehr langatmig ist und sich die Themen und Gespräche immer wieder wiederholen und keine Spannung aufkommt. Die Charaktäre sind der Zeit angepasst, erscheinen aber zu oberflächlich während es sich immer von einer Mahlzeit zur anderen zieht. Um dieses Buch zu lesen, benötigt es eine größere Portion Geduld, die mir für dieses Buch gefehlt hat.Ich finde das Buch interessant um das damalige Leben besser verstehen und nachvollziehen zu können, aber ansonsten fehlt einfach der gewisse Kick.

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