Die Australierin

von Ulrike Renk 
4,5 Sterne bei96 Bewertungen
Die Australierin
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (88):
Gartenfee-Berlins avatar

Interessant geschrieben und mit einem Körnchen Wahrheit dahinter.

Kritisch (3):
A

Echt langweilig- und auch nicht authentisch wie fast alle Australien Schmöker. Wo ist das wirklich harte Leben?

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Inhaltsangabe zu "Die Australierin"

Von Hamburg nach Sydney Als Tochter eines Werftbesitzers wächst Emilie behütet in Hamburg auf. Im Jahr 1855, mit neunzehn Jahren lernt sie Carl Gotthold Lessing kennen, einen Kapitän und den Neffen des Dichters. Emilie verliebt sich in Lessing, doch ihr Vater ist gegen eine Ehe. Emilie bricht es schier das Herz, als Lessing ohne sie aufbricht. Als er von seiner ersten großen Fahrt zurückkehrt, gehen sie eine heimliche Affäre ein. Als ein Hausmädchen sie verrät, kommt es zum Bruch, und gemeinsam lassen sie sich auf ein großes Abenteuer ein: nach Australien zu gehen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746630021
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:544 Seiten
Verlag:Aufbau TB
Erscheinungsdatum:09.12.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    Josi2605s avatar
    Josi2605vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Geschichte mit Tiefgang
    Geschichte mit Tiefgang


    Dieses Buch hat mich direkt gehabt. Schon das Cover hat mich direkt angesprochen. Ich finde den Schreibstil von Ulrike Renk sehr angenehm und mag auch Geschichten, die auf eine wahre Begebenheit beruhen. 

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    Jacynthes avatar
    Jacynthevor 10 Monaten
    "Die Australierin" von Ulrike Renk

    Inhalt


    Die junge Hamburgerin Emilia wächst bei ihrer wohlhabenden Tante und ihrem Onkel auf, die große Pläne mit ihr haben. Doch Emilia schenkt ihr Herz einem mittellosen Kapitän - eine Verbindung, der ihre Familie natürlich nicht zustimmt. Nach Jahren der Trennung macht Emilia dann den großen Schritt: Sie heiratet ihren Geliebten und geht mit ihm auf große Fahrt. Eine jahrelange Reise beginnt, die sie schließlich nach Australien führen wird...


    Meine Meinung


    Wer diesen Blog schon eine Weile verfolgt, der weiß, dass ich selbst vor einigen Jahren ein paar Monate in Australien verbracht habe. Deshalb habe ich auch gleich zugeschlagen, als ich dieses Buch in der Bücherei sah. Renk erzählt darin von der Hamburgerin Emilia, die im 19. Jahrhundert gegen den Wunsch ihrer Familie einen Kapitän heiratet und mit ihm um die Welt reist, bevor die beiden sich in Sydney niederlassen. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit und ich hatte gehofft, über diese Erzähung ein bisschen etwas über Australien und das Leben dort zur damaligen Zeit zu erfahren. Leider wurde ich schwer enttäuscht.

    Von Anfang an hatte ich Mühe, mich in die Geschichte einzufinden. Seitenlang werden Geschehnisse bis ins Detail beschrieben, die auch in wenigen Sätzen hätten abgehandelt werden können und die ich noch dazu ziemlich irrelevant fand. Gut, um die Auswanderung Emilias nach Australien nachvollziehen zu können, muss man natürlich auch etwas über ihre Kindheit und Jugend erfahren, und die Beschreibungen des städtischen und ländlichen Lebens im Hamburg der damaligen Zeit waren auch recht interessant. Doch Seite um Seite, Kapitel um Kapitel wartete ich vergebens darauf, dass die große Reise losgehen würde. Dann endlich gehen Emilia und Carl an Bord - doch sie fahren zunächst überall hin, nur nicht nach Australien.

    Tatsächlich fällt das Wort 'Australien' erst nach über der Hälfte des Buches, die eigentliche Auswanderung beginnt sogar erst im letzten Drittel des Romans. In Sydney angekommen schien es mir, als würden die Ausführungen immer knapper, fast so, als hätte die Autorin keine Lust mehr gehabt. Ganze Jahre werden übersprungen, es heißt nur "Tocher XY kam auf die Welt, zwei Jahre später folgte Tochter YZ", und kurz vor Ende wechselt sogar die Protagonistin und Renk nimmt von nun an die Töchter von Emilia in den Blickpunkt. Über Australien selbst erfährt man so gut wie nichts, nur Sydney wird ein klein wenig beschrieben und bei Ausflügen in die Umgebung fallen ein oder zwei weitere Ortsnamen.

    Ein besserer Titel für diesen ersten Band einer Reihe wäre vielleicht "Die Frau des Kapitäns" oder etwas in der Art gewesen, denn diese Thematik ist es eigentlich, die den Roman dominiert. Hier hat Renk meiner Meinung nach auch gute Arbeit geleistet, denn die Beschreibungen der Abläufe an Bord und auch die Schwierigkeiten, mit denen sich Kapitänsfrauen (von denen es wohl mehr gab, als ich gedacht hatte) herumschlagen mussten, erschienen mir gut recherchiert. Dennoch hatte ich ständig das Gefühl, Renk hätte zu sehr romantisiert, denn Emilia ist immer sofort der Liebling der Crew und wo sie an Bord geht herrscht plötzlich reinste Harmonie, was mir ziemlich gegen den Strich ging.

    Die Australierin ist kein schlechtes Buch, ich habe aber etwas anderes erwartet und war dementsprechend enttäuscht. Vielleicht rücken die Folgebände den fünften Kontinent etwas mehr in den Mittelpunkt, doch ich glaube nicht, dass ich diese lesen werde. Im zweiten Teil Die australischen Schwestern geht es um Wilhelmine, eine Tochter Emilias, deren Schicksal schon im ersten Band angerissen wurde und in diesem Buch wohl nur vertieft wird, und im drittel Teil Das Versprechen der australischen Schwestern wird die Geschichte der Folgegeneration erzählt. Hier fällt der Blick auch wieder auf Deutschland. Insgesamt umfasst die Trilogie fast ein Jahrhundert.

    Für Freunde von historischen Romanen mit leicht kitschigem Unterton ist das Buch sicherlich kein totaler Fehlgriff. Wer von Australien und dem Leben dort lesen will, sollte zu anderen Roman greifen. Ich vergebe 2 von 5 Wolken.

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    Aspasias avatar
    Aspasiavor einem Jahr
    Von großer Fahrt & noch größerer Liebe…

    Welch ein wundervoll praller historischer Roman, der den Leser so richtig tief ins Pfeffersack beherrschte Hamburg des 19. Jh.s eintauchen lässt. So tief, so kenntnisreich, so stimmungsvoll beschrieben, dass man nach dem Zuschlagen der letzten Seite erst einmal verwundert die Augen reibt, dass man sich im Hier und Jetzt befindet.

    Ulrike Renk hat mit ihrer Familiensaga „Die Australierin“ , um die Lebensgeschichte Emilia Bregartner, der Tochter aus gutem Hause, in Hamburg bedeutete das die per Geburt erlangte Mitgliedschaft im Club des lutherischen Geldadels, erworben durch Handel und Hafen, nicht nur eine Hommage einer ungewöhnlich starken Frau, sondern auch ein kenntnisreiches Portrait der freien Hansestadt Hamburg und ihrer Bewohner in der zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts gezeichnet.

    Emilia erlebt als 8 jährige Tochter, des Werftbesitzers Martin Bregartner den verheerenden, großen, drei Tage währenden, Brand Hamburgs im Jahre 1842 aus der Ferne, dem vor der Stadtgrenze liegenden Gut ihrer Familie in Othmarschen mit. Dort lebt sie zwar das Leben eines kleinen Mädchen der Hamburger Oberschicht mit Personal und Spitzenkleidchen, aber das Personal ist Teil der Familie und vor allem zu Inken, der Dienstmagd, hat sie eine sehr innige Beziehung, und das Dorfleben führt zu einer gewissen Erdung.

    Während die Männer an diesem schrecklichen Tag in Hamburgs Geschichte in der Stadt alles tun, um das Schlimmste zu verhindern, liegt ihre Mutter Anna, nach mehreren vorangegangenen Totgeburten, seit Stunden in den Wehen, und die kleine, verängstigte Emilia wird trotz Ascheregens mit der benachbarten Lotsenfamilie Jörgensen, eine Art Ersatzfamilie, mit deren Töchtern sie spielt, in die Kirche geschickt.

    Unter den über 30.000 Obdachlosen, die der Brand hervorgebracht hat, befindet sich auch der ältere Bruder und Geschäftspartner ihres Vaters, Hinrich, und seine Frau Wilhelmina, so dass beide Aufnahme im ehemaligen Elternhaus finden, was zu weitreichenden Veränderungen des einst beschaulichen Lebens auf dem Land führt. Die an einen mondänen Lebensstil gewöhnte Wilhelmina reißt die Führung des Hauses an sich, da Anna, geschwächt nach der Geburt ihres Sohnes Julius, dazu erst einmal für Monate nicht in der Lage ist.

    Zwei Jahre später, das neu erbaute Haus von Onkel und Tante an der kleine Alster ist gerade fertig gestellt, gehen Emilias Eltern mit dem kleinen Bruder nach London. Emilia muss trotz tränenreicher Bitten in Hamburg bleiben. Der Kontakt zwischen Eltern und Kind reduziert sich mit den Jahren auf einen bloßen Informationsaustausch.

    Bei ihren ehrgeizigen und äußerst geschäftstüchtigen Onkel und Tante wächst sie zu einer jungen, gebildeten Frau heran, die auf Diner, Souper und Bällen ihren Marktwert zur Schau trägt, um möglichst gewinnbringend zum Wohle des Unternehmens an einen der jungen Erben gebracht zu werden. Emilia verliebt sich aber unter ihren Stand in den jungen Kapitän Carl Gotthold Lessing, der in der Reederei ihres Onkels ein Segelschiff, finanziert mit der Hilfe verschiedener Brüder, in Auftrag gibt. Gegen den Willen ihrer Familie schaffen die zwei Tatsachen, heiraten und gehen an Bord der frisch vom Stapel gelaufenen „Lessing“, um auf ihr gen Peru zu segeln, wo auch Lilly, ihre erste Tochter, das erste von acht Kindern, zur Welt kommt.

    Schon auf der Rückfahrt, Emilia ist erneut schwanger, erreicht sie die Nachricht ihres 16 jährigen Bruders über den Tod des Vaters und die darauf folgende Rückkehr von Mutter und Bruder, dem Erben des Vaters. Er lädt sie ein in ihr geliebtes Elternhaus nach Othmarschen. So beschließen die jungen Eltern, dass Lilly und Emilia in Hamburg bleiben, und Emilia dort auch niederkommen wird, während Carl sich gen Australien aufmachen wird, um vor Ort zu prüfen, ob dieses Land ihnen eine mögliche zukünftige Heimat sein könnte.

    Nach zwei Jahren folgt Emilia mit ihren Töchtern ihrem Mann und siedelt sich mit ihrer immer größer werdenden Familie in einem Vorort von Sydney an. Carl und Emilia segeln in Begleitung ihrer Kindern zwischen Südafrika, China und Australien, so dass er auch nach Einschulung der Ältesten nur Monate und nicht Jahre von der Familie getrennt ist.

    Die Kinder werden älter und das Schicksal scheint sich zu wiederholen, als die Zweitälteste, Minnie, sich in einen Mann, Rudolph, verliebt, der vor allem Carl als nicht geeignet erscheint. Doch Emilia erinnert ihn an ihre eigenen Anfänge ohne jede familiäre Unterstützung, so dass Carl einer Ehe zustimmt, wenn er seine Skepsis auch nie ganz ablegt und den jungen Mann dies spüren lässt. Minnie wird Mutter von vier Kindern innerhalb von acht Ehejahren, der gemeinsame Traum von einer Farm mit Weinherstellung scheitert, die Farm muss verkauft werden, und ihr Mann einen Job als reisender Immobilienhändler annehmen. Die Familie lebt nun in der Stadt, in einer billigen, schäbigen und feuchten Wohnung. Minnie, geschwächt, wird krank und zieht mit den Kindern zurück zu ihren Eltern, wo sie kurz nach der Geburt des vierten Kindes an den Folgen der Krankheit verstirbt. Rudolph ist untröstlich, gibt sich die Schuld, und es ist Carl, der ihn tröstet.

    Die Kinder bleiben bei den Großeltern, während Rudolph arbeitet, bis zu dem Tag als er beschließt seine älteste Tochter Carola, die ihrer Großmutter sehr nah steht, und ihrer Mutter sehr ähnelt, zu seiner kinderlosen, wohlhabenden Schwester zu geben, die dafür seine Schulden tilgt. Weder Carolas herzzerreißender Protest, noch die Einwände der Großeltern können ihn umstimmen. Selbst am Tag des Abschieds, Carl wird sie höchst selbst nach Hamburg segeln, ist ihr Vater nicht da. Carola wächst bei ihrer Tante und ihrem Ehemann, einem Sohn der Hamburger Kaufmannsfamilie Amsinck auf, der Emilia einst den Hof machte, doch im Gegensatz zu Emilia verbindet sie mit ihrer Großmutter ein inniger Briefwechsel. Emilia ist es auch, an die sich wendet, als sie sich verliebt, und Tante und Onkel mit ihrer Wahl nicht einverstanden sind, die ihr rät sich zu prüfen und dann ihrem Herz zu folgen.

    Renk legt mit „Die Australierin“ nicht nur einen spannenden und emotional ergreifenden Plot mit gut gezeichneten Figuren, von der Heldin bis zum Schiffsjungen an Bord, vor, sondern versteht es auch sehr gekonnt dies sprachlich umzusetzen. Sie hat ihren Figuren wahrlich „aufs Maul“ geschaut, was sicherlich Anteil daran hat, dass diese so ungewöhnlich lebendig wirken. Kenntnisreich berichtet sie über die Hochseefahrt, benutzt die Sprache der Seeleute, aber nicht zur auktorialen Selbsterhöhung, um zu zeigen, dass sie recherchieren kann. Sie weiß um den Balanceakt den Leser in die für ihn fremde Zeit zu entführen, ohne ihn oder aber die Zeit zu verraten. Das ist wahrlich nicht die Regel in diesem Genre.

    Für mich ein absolut lesenswerter historischer Roman.

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    Lilly_McLeods avatar
    Lilly_McLeodvor 2 Jahren
    Bezaubernder und überzeugender Auftakt!

    Das Cover

    Das Cover gefällt mir gerade für einen historischen Roman und mit Schwerpunkt Australien ungemein gut. Ich möchte hier schon jetzt lobend erwähnen, dass sich die beiden Fortsetzungen optisch daran orientieren und die Reihe mit dem blassroten Buchrücken super zusammen im Regal aussieht.
    Kurze Inhaltsbeschreibung
    Es geht um die Lebensgeschichte von Emilia. Sie wächst ganz behütet und wohlhabend auf dem elterlichen Landsitz nahe Hamburg auf. Als es zu einem Brand in der Stadt kommt, verlieren der Bruder ihres Vaters und seine Frau ihr Hab und Gut und ihr Stadthaus. Durch den Einzug ins Haus ihrer Eltern verändert sich für Emilia Alles. Der Onkel und die Tante sind Stadtmenschen mit mehr Anspruch und hohen gesellschaftlichen Zielen. Emilia leidet unter den Maßregelungen und Anforderungen der Tante. Emilias Leben gewinnt erst wieder an Farbe und Sinn, als sie Carl Gotthold Lessing, einen Großneffen des berühmten Dichters kennenlernt. Nach ein paar Unterhaltungen und vor allen vielen Briefen, die sie sich schreiben, ist Emilia klar, dass sie Carl liebt. Und dieser liebt sie und will sie heiraten. Doch die Verbindung mit dem noch mittelosen Schiffsbesitzer und Händler findet bei ihrer Familie keinen Anklang …
    Schreibstil und Storyverlauf

    Mir hat der Schreibstil ausgesprochen gut gefallen. Ich konnte die Figuren auf ihrer Reise auch emotional begleiten. So standen mir manches Mal die Tränen in den Augen, an anderer Stelle habe ich geschmunzelt oder gelächelt. Die Geschichte wechselt zwischen Spannung, Charakterentwicklung, historischen Ereignissen und Beschreibungen des gesellschaftlichen Lebens Hamburg im Jahre 1842 (bis 1909) und der Seefahrt, so wie dem späteren Leben in Australien hin und her. Mir hat die Mischung sehr gut gefallen und ich denke, dass hier auch neugierige Anfänger des historischen Genres fündig werden und viel Spaß haben werden.

    Die Charaktere und ihre Entwicklung
    Emilia fand ich eine sehr interessante Persönlichkeit. Gerade später, nach allem was sie erlebt hat und nachdem sie herangereift ist zu einer Frau (und Mutter) habe ich sie sehr geschätzt und in mein Herz geschlossen. Gleiches gilt für die zahlreichen Nebenfiguren, die unglaublich lebendig und echt dargestellt sind.
    Man spürt, dass hier eine wahre Gegebenheit recherchiert wurde. Die Liebe zu den Figuren ist überdeutlich. Mir haben auch die Kinder von Emilia und Clark gefallen, die man zum Ende hin bereits kennenlernt, weshalb ich mich natürlich sehr auf die Fortsetzung freue.

    Fazit
    Ein super Auftakt mit historischem Charme, großen Gefühlen, Spannung und ganz viel Liebe für die Figuren. Dazu noch Australien, zu einer Zeit, die ich liebe, perfekter geht es fast nicht. Sehr zu empfehlen. Sicher auch für Neulinge im historischen Genre.  

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    Bilies avatar
    Bilievor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ich bin auch von dieser Geschichte von Ulrike Renk total begeistert.
    Perfekt für einen schönen Leseabend

    Ich habe zuerst "Die australischen Schwestern" gelesen, weil ich nicht wusste, dass es sich um eine Trilogie handelt. Ich war davon schon total begeistert und habe mir gleich den ersten Band "Die Australierin" besorgt. Auch diese Geschichte ist wieder total fesselnd und man fühlt mit den Hauptfiguren. Ich freue mich schon auf den Rest dieses tollen Romans. 

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    Gosulinos avatar
    Gosulinovor 2 Jahren
    Ein wundervoller Familienroman!

    Emilia Bregartner hat eine unbeschwerte Kindheit in Othmarschen, auf dem Gut ihrer Eltern nahe Hamburg. Ihre Eltern sind Werftbesitzer und Emilia wächst behütet und in Wohlstand auf. Als ein großer Brand halb Hamburg vernichtet, ziehen ihre Eltern mit dem Bruder Julius nach England, um dort die Geschäfte weiterzuführen. Emilia soll bei Onkel und Tante in Hamburg bleiben, denn diese betreiben von dort weiter die Werft und die Geschäfte laufen durch den Brand besser denn je. Emilia genießt eine gute Ausbildung und großen Wohlstand, aber glücklich ist sie nicht wirklich. Als sie Carl Gotthold Lessing kennenlernt, einen Kapitän, der unter eigener Flagge segelt, verliebt sie sich unsterblich. Aber Onkel und Tante sind gegen diese Verbindung, denn sie halten sie nicht für standesgemäß. Emilia aber setzt ihren Willen durch, bricht mit der Familie und folgt ihrem Mann nach Australien, um dort ein neues Leben zu beginnen.

    Ulrike Renk hat einen wundervollen Roman über das Leben der echten Emilie Bregartner geschrieben, der sehr ausführlich ihr Leben in Hamburg und Australien beschreibt, ihre Reisen auf See, der aber nie langweilig wird. Ein Roman, der sich über fast drei Generationen zieht, über ein Leben für die Familie, für die Liebe, über alle Entbehrungen und Gefahren, das sie aber nie hat aufgeben lassen und sie schließlich ihr Glück finden lässt.

    Ein großer Familienroman und eine absolute Leseempfehlung für all diejenigen, die auch gerne etwas über das Leben und die beschwerlichen Reisen im 19. Jahrhundert in ferne Länder erfahren möchten.

    Kommentare: 1
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    engineerwifes avatar
    engineerwifevor 2 Jahren
    Toller Roman um eine mutige und tapfere Frau ...

    Zwischendurch liebe ich Auswandererromane, obwohl mich sonst meistens die, die nach Amerika gehen, mehr reizen. Umso positiver überraschte mich dieser erste Teil von Ulrike Renks Australientrilogie. Natürlich stach mir beim Lesen des Klappentextes gleich der Name Lessing ins Auge, war doch Nathan der Weise Lektüre in einer meiner Deutschklassen. Die Autorin vermerkt auch gleich, dass der Roman auf wahren Tatsachen beruht, was ihn für mich noch spannender machte.

    Ein großer Teil des Romans spielt in Hamburg, meiner Geburtsstadt und heute eines unserer liebsten Reiseziele. Emilia lebt dort mit ihrer Tante und ihrem Onkel und wächst behütet zu einer jungen hübschen Frau heran, die den Fehler macht, sich in den Kapitän Carl Gotthold Lessing zu verlieben, der ein Segelschiff in der Werft ihres Onkels in Auftrag gibt. Wie im Klappentext beschrieben, setzt sie ihren Willen durch und wird somit für viele Jahre zur Kapitänsfrau, die ihren Mann entgegen allem Aberglauben auf seinen Reisen mit ihren Kindern begleitet.

    Frau Renk hat mich mit ihrer Geschichte fasziniert und immer bei der Stange gehalten, dass ich das Buch in null Komma nix durch hatte und mich nun schon auf den zweiten Teil freuen darf. 

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Der Auftakt einer Trilogie über gesellschaftliche Zwänge und der Auflehnung dagegen
    Von Hamburg nach Australien ...

    "Die Australierin" ist der erste Teil einer drei-teiligen Familien-Saga, die auf wahren Begebenheiten und Personen beruht.

    Ulrike Renk hat hier sehr geschickt Wahrheit und Fiktion zu einem historischen Roman verbunden.

    Das Buch erzählt die Geschichte der historischen Emilia Bregartner, Tochter einer wohlhabenden Reederfamilie aus Hamburg, die eine behütete Kindheit in Othmarschen verbringt.

    Doch nach dem großen Brand von Hamburg 1842 übernehmen die Eltern die Filiale der Reederei in England. Der Bruder Julian darf mitreisen, Emilia muss bei Onkel und Tante in Hamburg bleiben. Lange hofft sie, ihrer Familie nachreisen zu dürfen. Als daraus nichts wird und sie zum Spielball der
    gesellschaftlichen Großmannssucht der Tante wird, verliebt sich Emilia in den jungen Kapitän Carl Gotthold Lessing.
    Das passt natürlich weder der Familie in Hamburg noch in London. Trotz des Widerstandes wird geheiratet, allerdings wird Emilia von ihrer Familie verstoßen. Mit ihrem Mann verbringt sie einige Jahre auf See, bringt dort auch ihre ersten Kinder zur Welt und wandert schlussendlich mit ihm nach Australien aus.

    Die Geschichte spielt zwischen 1842 und 1909. Sie bildet die Konventionen, denen sich die wohlhabenden Familien unterworfen haben, recht anschaulich ab.

    Gut gefallen hat mir die Beschreibung der Menschen. Dass fallweise platt gesprochen wird, lockert den Roman auf.
    Die Jahre auf See sind sehr unkonventionell. Immerhin bringt sie drei Kinder auf See zur Welt. Alle Achtung!
    Eine Kleinigkeit muss ich trotzdem loswerden: gut zwei Drittel des Buches spielen NICHT in Australien. Daher ist der Titel ein wenig irreführend. Mir gefiele z.B. „Von Hamburg nach Australien“ besser. Aber, das ist jammern auf hohem Niveau.

    Kommentare: 3
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    labbelmans avatar
    labbelmanvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Zum Abschalten perfekt!
    Der harte Weg des Auswanderns...

    Da mir die Reihe ans Herz gelegt worden ist, begann ich gespannt den ersten Teil der Trilogie zu lesen und wurde von der Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht, überrascht.

    In diesem Roman erlebt der Leser das Schicksal der Emilia Bregartner. Sie wächst behütet auf und genießt das Leben der gehobenen Klasse. Als die Eltern nach England auswandern, bleibt Emilia allein zurück bei Onkel und Tante, wo sie von nun an nicht mehr die einstigen Freiheiten genießen kann. Als sie den stattlichen Kapitän Carl Gotthold Lessing kennenlernt, wird aus der anfänglichen Freundschaft bald mehr, doch was tun, wenn die Familie gegen die Verbindung ist?

    Ich bin ein wahrer Fan von Schicksalen besonderer, weiblicher Persönlichkeiten und so kam ich hier ganz auf meine Kosten. Emilias Werdegang wird von der Kindheit an bis ins hohe Erwachsenenalter beleuchtet. Mir hat gefallen wie sie ihren Weg trotz aller Widrigkeiten geht.

    Die Autorin schreibt so fesselnd, dass man einfach nicht genug bekommen kann.

    Mir haben vor allem die Darstellung des Lebens auf hoher See und natürlich die Schilderungen Australiens sehr gefallen.

    Für meine Begriffe hat man sehr gut gemerkt, wie hervorragend die Autorin recherchiert hat.

    Fazit: Kurzweilige Lektüre, die laue Sommernächte zu einem Erlebnis werden lässt. Ich freue mich auf die Fortsetzung und spreche eine klare Leseempfehlung aus!

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    detlef_knuts avatar
    detlef_knutvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Hass und Freude liegen für den Leser nah beieinander.
    Hass und Freude liegen für den Leser nah beieinander.

    Der Roman ist der Auftakt einer Reihe von Romanen, die sich um die Auswanderung der Emily Bregartner und ihrer Familie drehen. Es geht ins Hamburg des 19. Jahrhunderts. Hamburg erlebt gerade den größten Brand seines Bestehens. Die Häuser vieler Stadtteile sind bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Die Familie Martin Bregartners, Emilias Vater, wohnt außerhalb in Othmarschen. Das Haus seines Bruders in der Stadt ist vom Feuer getilgt worden, weshalb Hinrich mit seiner Frau bei den Verwandten in Othmarschen aufgenommen wird. Was eigentlich für kurze Zeit gedacht war, entwickelt sich wegen der Schwierigkeiten beim Aufbau der Stadt zu einem Dauerzustand. Hinrichs Frau übernimmt das Haus in Othmarschen in ihrer Selbstgefälligkeit. Darunter leidet nicht nur Emilia, sondern auch alle Bediensteten.
    Ulrike Renk hat das Bild einer bürgerlichen Familie in der Mitte des 19. Jahrhunderts gezeichnet. So entgeht ihm nicht eine gewisse Ähnlichkeit mit Thomas Manns "Die Buddenbrooks", was nicht zuletzt auch an der norddeutschen Regionalität liegen mag. Die Figuren sind umfangreich charakterisiert. Nicht nur Emilia als Protagonistin und tragende Figur, auch alle ihre Verwandten und Freunde werden umfassend dargestellt, so dass sich der Leser eine entsprechende Meinung zu ihnen bilden kann. Schnell ist die Unterscheidung zwischen "gut" und "böse" möglich, um letztendlich doch noch überrascht zu werden. Einzelne Figuren werden sehr sympathisch gezeichnet, wozu die Autorin auch die Macht der Dialoge nutzt. Da mit den Bediensteten nicht nur die Oberschicht dargestellt wird, werden auch Dialekte wie das Hamburger Platt eingesetzt.
    Fesselnd ist die Schiffsreise um das Kap Horn beschrieben. Mit sehr viel Akribie hat Renk auf den Einsatz der seemännischen Sprache wertgelegt. Diesen Passagen sind weitgehend stimmig und erinnern an dem im Buch oft genannten Roman "Moby Dick" oder andere Seefahrergeschichten.
    Seite für Seite gibt es für den Leser immer wieder Neues zu entdecken. So erschließt sich ihm schließlich ein Gesamtbild der damaligen Zeit, wie sie tatsächlich hätte sein können. Zwar wird heute nicht mehr in einem solchen Umfang von Hamburger "Pfeffersäcken" gesprochen, aber so, wie im Roman geschildert, kann der Leser sie sich gut vorstellen.
    Hass und Freude liegen für den Leser nah beieinander. Rührend so manche Episode. Für Liebhaber einer Familiensaga, die er nicht verpassen sollte. Allein deshalb ist der Roman schon empfehlenswert.


    Renk, Ulrike
    Die Australierin
    Aufbau Verlag, Berlin
    ISBN 9783746630021




    © Detlef Knut, Düsseldorf 2016

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    UlrikeRenks avatar
    Liebe Lovelybooks Gemeinde,
    ich möchte euch herzlich zu einer Leserunde zu meinem Roman "Die australischen Schwestern" einladen. Er erscheint am 21. August und der Aufbau Verlag stellt 25 Freiexemplare zur Verfügung.

    Worum geht es?

    Australien, 1891. Das Leben von Carola, Mina und Elsa verändert sich schlagartig, als ihre Mutter kurz nach der Geburt des jüngsten Kindes stirbt. Während Carola, die Älteste, ins ferne Deutschland geschickt wird, bleiben Mina und Elsa in Australien. So unterschiedlich sich die Lebenswege der drei jungen Frauen auch entwickeln, eines haben sie jedoch gemeinsam: Sie geben nicht auf, wenn es darum geht, für ihre Träume zu kämpfen.

    Eine hochemotionale Saga um das Leben dreier außergewöhnlicher Schwestern – nach einer wahren Geschichte.


    Einige von euch haben auch schon das erste Buch der Reihe, Die Australierin, gelesen, und ich fände es toll, wenn wir auch diesmal wieder eine interessante Leserunde hinbekommen würden.

    Die Kapitel kann ich erst im Laufe der Woche einteilen, da ich meine Belegexemplare noch nicht habe.

    Die Bewerbungsfrist endet am Sonntag um 24:00 Uhr, am Montag den 24. 08. werde ich die Gewinner auslosen.

    Herzlichst

    Ulrike Renk

    Zur Leserunde
    UlrikeRenks avatar
    Liebe LovelyBooks-Gemeinde,
    ich möchte Euch herzlich zu einer Leserunde zu meinem eben erschienenen Roman »Die Australierin« einladen.

    Worum geht´s: Hamburg, Mitte des 19. Jahrhunderts: Mit der behüteten Kindheit auf einem Landgut in Othmarschen ist es für die achtjährige Emilia Bregartner schlagartig vorbei, als ihre Eltern mit dem jüngeren Bruder nach England ziehen um dort die Geschäfte der Familie voranzutreiben. Bregartners sind Schiffsbauer. Emilia bleibt bei Onkel und Tante in Hamburg zurück, sie muss ja zur Schule. Aus dem geplanten Zwei-Jahres-Aufenthalt in England wird eine Dauerlösung und Emilia wartet immer darauf, dass die Eltern sie nach England nachholen. Doch das geschieht nie. Die Eltern schicken nur nichtssagende Briefe und verschwinden mehr und mehr aus Emilias Leben.

    Onkel und Tante meinen es sicher nicht böse, aber besonders liebevoll gehen sie nicht mit ihrer Nichte um. Für sie ist das Mädchen eine Art Handelsware: Sie investieren in Emilias Bildung und Erziehung, damit sie eine möglichst vorteilhafte Partie macht. Vorteilhaft für die Firma, wohlgemerkt. Dass die heiratsfähige Emilia gar nicht daran denkt, sich derart verschachern zu lassen, damit hat die Familie nicht gerechnet. Sie will keinen der langweiligen „Pfeffersäcke“ ehelichen, sondern verschenkt ihr Herz an den nahezu mittellosen Kapitän Carl Gotthold Lessing, einen Großneffen des Dichters Gotthold Ephraim Lessing. Da können die Verwandten brüllen und drohen, dem Mädchen den Geldhahn zudrehen und dem Paar den Segen verweigern: Emilia und Carl heiraten trotzdem und sie geht als Kapitänsfrau mit ihm auf große Fahrt.

    Hier geht´s zur Leseprobe.

    Dies schreibt Edith Nebel auf Tiergeschichten.de über meinen aktuellen Roman.

    Besser als sie, hätte ich es gar nicht zusammenfassen können. Der Aufbau Verlag stellt 25 Bücher zur Verfügung. Dies ist meine erste Leserunde bei Lovelybooks und ich bin schon ganz gespannt, wie das abläuft und welche Fragen es vielleicht geben wird. 

    Herzlichst
    Ulrike Renk 

    Mehr Informationen zu meiner Person und zu meinen Büchern findet Ihr auf meiner Homepage.



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